Archiv 2020

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Freitag 14. Februar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


– Tiger Moon Records Night –
Tru Cargo Service meets Absolutly Sweet Marie

 

 

Absolutly Sweet Marie

Absolutly Sweet MarieSteffen Faul – trumpet
Matthias Müller – trombone
Alexander Beierbach – tenor sax
Max Andrzejewski – drums

Vier Instrumentalisten, verwurzelt in Jazz und improvisierter Musik, verarbeiten auf ihre Weise das umfangreiche Werk Dylans.
In der Besetzung drei Bläser plus Schlagzeug entsteht dabei ein Spektrum an Klangfarben und Grooves: feingliedrige, kammer-musikalische Momente werden von dichten Kollektivimprovisationen abgelöst, Brass-Band-Klänge stehen einem Geflecht aus polyphonen Überlagerungen gegenüber.

Einige der ausgewählten Dylan-Songs werden von ABSOLUTELY SWEET MARIE in ihrem Ganzen für die Besetzung arrangiert, wobei die stark textbezogenen Stücke in eine rein instrumentale Form übertragen werden.
Oft werden aber auch nur Bruchstücke einer bestimmten Dylan-Aufnahme oder der Interpretation eines anderen Künstlers übernommen und dienen, in einen neuen musikalischen Kontext gestellt, als Ausgangsmaterial für eigenständige Kompositionen.

 

 

Tru Cargo Service

t r u c a r g o s e r v i c eTorsten Papenheim – guitar
Alexander Beierbach – tenor sax

Berit Jung – double bass
Christian Marien – drums

CD release: “Dear Passengers”

Der 33. US-Präsident und eine Prozession in Isfahan. Nicht näher definierte Zwischenräume und Füchse, die Alexander Mitscherlich lesen. Fahrradfahren und türkische Märchen…
All das kann man in Torsten Papenheims Kompositionen für Tru Cargo Service hören. Oder auch etwas anderes. Ganz ohne Worte – aber mit Berit Jung, Christian Marien, Alexander Beierbach und Torsten Papenheim.

Seit 2017 spielt das Berliner Quartett in der aktuellen Besetzung zusammen und hat eine ganz eigene Ensemblesprache entwickelt, durch die es Papenheims Kompositionen zum Klingen bringt.
Bei einem Teil des Repertoires liegen die Ursprünge bereits einige Jahre zurück – so waren manche Stücke in anderer Form auf Torsten Papenheims hochgelobten Album “Some of the things we could be” (schraum, 2009) zu hören – und wurden für die Besetzung Tenorsaxophon, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug neu arrangiert.
Weitere Kompositionen entstanden gezielt für Tru Cargo Service, unter anderem während einer Iran-Reise Papenheims 2016.
So wuchs ein besonderes Quartett zusammen, das mit “Dear Passengers” (Tiger Moon Records, 2020) sein Debütalbum vorlegt.
Der Klang von Tru Cargo Service ist verspielt, roh und dicht. Und trotzdem voller Mut zur musikalischen Lücke. Neuer Jazz zwischen Kammermusik und Krach, Komposition und kollektiver Improvisation.

 


Sonntag 9. Februar '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Hans Anselm Big Band

Hans Anselm Big BandREEDS
Albrecht Ernst – alto + sopran, flute / Olga Amelchenko – alto, flute / Nils Feldmann – tenor, clarinet / Musina Ebobissé – tenor + sopran sax / Yannick Glettenberg – bariton, bass clarinet

BRASS

Malte Mittrowann, Gabriel Rosenbach, János Löber  Laurin Köller – trumpet, fluegelhorn / Sonja Beeh, Laurits Qwist Bilén, Gregor Littke – trombone / Felix Konradt – bass trombone

RHYTHM

Benedikt Schnitzler – conduction, effects, composition / Anna Wohlfarth – piano, composition  / Sebastian Cyliax – guitar / Arne Imig – bass guitar / Leon Griese – drums

Die Stücke der beiden Komponisten Anna Wohlfarth und Benedikt Schnitzler erkunden das gesamte Spektrum musikalischen Ausdrucks.
Mal ist es laut und intensiv, mal leise, zart und fast zerbrechlich. Die Band will ehrlich sein, ob melancholisch und dunkel, oder euphorisch und energetisch.

Den Klangapparat einer Big Band in all seiner Vielfalt nutzen, um einen Sound zu erzeugen, der eigen und neu ist, sich von den traditionellen Hörgewohnheiten löst, um für sich selbst zu stehen. Zarte Sphären, verschrobene Grooves, Bläser in all ihren Farben, elektronische Effekte und Elemente vermischen sich zu einer Musik, die in eine andere Welt entführen möchte.

Das neue Programm macht deutlich, dass die Big Band ihren Sound gefunden hat, in dem von Anklängen aus der Minimal-Musik, über freie Improvisation bis hin zu ausladenden Sätzen und Melodien alles enthalten ist.
Die Musiker versuchen Emotionen in all ihrer Komplexität musikalisch abzubilden und sich dabei auch vom Bedürfnis nach individueller Virtuosität zu lösen.
Viel mehr geht es darum, als Kollektiv eine Geschichte zu erzählen und dabei festgelegte und spontane Elemente zu einem Klang verschmelzen zu lassen, um einen authentischen Augenblick zu erzeugen.

Anna Wohlfarth gewann für ihre Kompositionen 2017 den JIB Jazz-Preis der Karl-Hofer-Gesellschaft für Komposition. Die Band ist Preisträger bei der International Big Band Competition 2018 in Hoofddorp, NL.

annawohlfarth.de/hans-anselm-big-band
Video

 

 

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 


Freitag 7. Februar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Günter Adler

Günter AdlerRudi Mahall – bass clarinet
Daniel Erdmann – tenor sax
Johannes Fink – bass
Heinrich Köbberling – drums

Wenn blühende Fantasien auf den harten Berliner Asphalt treffen, dann ahnt man schon: Hier ist Günter Adler im Spiel! Denn die Band basiert auf der innovationsfreudigen Kooperation von vier individuell-kreativen Jazz-Musikern, die zu einer bemerkenswerten Produktion von interaktivem Jazz führt.

Dieses Spiel, verstärkt durch den melodischen Erkennungswert der Eigenkompositionen, kann den Zuhörer nicht unberührt lassen. Stücke wie das auf der Asientournee entstandene “Schwester Ingrid diagnostiziert am Tage“, oder das flüssig gespielte “Wasser, Wasser’“ zeigen: “Günter Adler at his best !” ”…diese Adler-Schützlinge aktualisieren mit jubilierender Frische den Ansatz des klassischen Ornette Coleman-Quartetts, dabei wirkt das ganze restlos authentisch, denn die Musik ist eindeutig die Berlins.” ~ Jazzpodium

Wer verbirgt sich hinter dem Bandnamen Günter Adler?
Rudi Mahall bleibt die Antwort nicht schuldig: „Günter ist neulich bei uns gewesen und hat den Gasherd repariert. Dabei hat er zwanzig Stücke geschrieben.“
Entspannt und gut gelaunt legt die Band los, ihre Notenblätter haben die Musiker auf Barhockern abgelegt. Verstärker und Mischpulte sind überflüssig: das Quartett weiß sich selber auszusteuern.
Die beiden Holzbläser wetteifern mit ihren Klappen, dass es eine Lust ist, dabei holen sie die größtmögliche Dynamik aus ihren Instrumenten heraus.
Erdmann gibt wunderschöne Melodien auf dem Bariton zum Besten, Mahall antwortet darauf meist in den hohen Registern eines Tenorsaxophons. Da gibt es Versatzstücke inbrünstiger, rauchiger Balladen, zu denen der Kontrabass knarzt und stöhnt, dann wieder fortschreitende Action im Ausreizen der Töne, die der Drummer flink, präzise und nuanciert unterlegt.

Günter Adler ist ein Projekt zwischen ausgelassener Dramaturgie und ausgefeilter Zuwendung gegenüber minimalen Klangereignissen. Was das Pseudonym Günter Adler bedeutet, weiß auch zum Schluss niemand. Dafür wollen alle wissen, wann das Quartett wieder auftritt. Aber wer weiß das schon?
~ Tagesspiegel, Roman Rhode, 2001

tagesspiegel.de/kultur

 


Dienstag 4. Februar '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Aufsturz-Jam Freebop / No Standards

willi kellers


directed by:  Silke Eberhard + Jazzassi

opening guests:

Julie Sassoon – piano
Silke Eberhard – reeds
Ben Lehmann – bass
Samuel Hall – drums

Verlauf:
1. Christian Ferlaino – alto sax / Carmelo Leotta – bass / Thomas Rehnert – drums
2. Han Earl Park –  guitar / Het Ghatto – drums
3. Céline Voccia – piano / Dietrich Petzold – violin / Ben Lehmann – bass
4. Johannes Bathelmes – tenor sax / Gebhard Ullmann – tenor sax / Davide Incorvaia – piano / Sunk Pöschl – drums / (Carmelo Leotta – bass)
5. Steffen Ziemer – sax / Max Stehle – tenor sax / Ben Lehmann – bass / Manfred Bluhm – drums
6. Nikolaus Neuser – trumpet / Sascha Bauß – trumpet / Volker Rinza – euphonium / Bodo Kotsch – bass / Samuel Hall – drums
7. Julie Sassoon – piano / Alvin Shipp – guitar
8. Silke Eberhard – alto sax / Nikolaus Neuser – trumpet / Thibault Falk – piano
9. Christian Ferlaino – alto sax / Vedran Tauber – trumpet / Ben Lehmann – bass / Thomas Rehnert – drums
10. Silke Eberhard – alto sax / Han Earl Park –  guitar
11. Céline Voccia + Julie Sassoon – piano / Samuel Hall – drums

Teilnehmer
Julie Sassoon – piano
Sascha Bauß – trumpet
Bodo Kotsch – bass
Manfred Bluhm – drums
Silke Eberhard – alto sax
Dietrich Petzold – violin
Ben Lehmann – bass
Thibault Falk – piano
Samuel Hall – drums
Max Stehle – tenor sax
Nikolaus Neuser – trumpet
Thomas Rehnert – drums
Gebhard Ullmann – tenor sax
Sunk Pöschl – drums
Volker Rinza – euphonium
Céline Voccia – piano
Carmelo Leotta – bass
Johannes Bathelmes – tenor sax
Davide Incorvaia – piano
Het Ghatto – drums
Han Earl Park – guitar
Alvin Shipp
Steffen Ziemer
Vedran Tauber – trumpet

Backline: Ebach-Upright-Piano; Sonor-Drum-Set mit Becken; Gitarren-Amp: Fender Hot Rod Deluxe III; Bass-Amp: PJB Briefcase + Warwick Take12; No PA

Ende ca. 23:00 Uhr
Eintritt 5 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session

 

 

 


Samstag 1. Februar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Ruf der Heimat
– recording session –

Ruf der HeimatThomas Borgmann – reeds
Christof Thewes – trombone
Jan Roder – bass
Willi Kellers – drums

Sie kamen in den Turbulenzen des Free Jazz zu neuen Ein- und Aussichten. Kaputtspiel und Ganzheitserlebnis. Vertrauen in die vorbehaltlose Selbstäußerung.
In die Kraft, den Augenblick zu gestalten. In die Fähigkeit, den Ruf zu beantworten.
Nicht als Echo, sondern mit eigenen Stimmen und eigenen Liedern auf den Lippen. Auch die Bläser machen in diesem Quartett den Rhythmus, auch der Bass und das Schlagzeug singen und schreien.
Im Spektrum der Blaskombinationen kommt die Ballade ebenso ins Assoziationsfeld wie die Materialerforschung. Der Erzählgestus ebenso wie die Sound-Collage.
Heimatlinien führen zurück zu den hitzigen Jahren des schwarzen Aufbruchs und zu den Befreiungsprozessen des europäischen Jazz.
Eine Emanzipation mit Folgen. Free Jazz nicht als Schimpfwort und ohne die Vorsilbe „post-„. Rück- und Vorausgriff. Aktuelle Musik, die weder einer Erklärung noch einer Rechtfertigung bedarf. Musik deren heißer Atem auf der Haut brennt.
~ Bert Noglik

„Ruf der Heimat“ gründete sich 1992, zunächst nur mit Petrowsky als zweiten Saxofonisten, dann einige Jahre verstärkt mit Peter Brötzmann, oder auch immer wieder in der erweiterten Formation mit Petrowsky und Heinz Sauer.
Dazwischen aber auch Touren mit Charles Gayle, Roy Campbell, Johannes Bauer und Olaf Rupp.

Das Quartett stellt sich an diesen beiden Tagen nun auch in Berlin für Konzert & Aufnahme in neuer Besetzung vor.
Nachdem „Luten“ Petrowsky schon seit ein paar Jahren keine Konzerte mehr geben kann…hat nun auch Christoph Winckel das Quartett verlassen, weil es im Alter etwas anstrengend wurde mit dem Bass zu reisen.
Mit Christof Thewes an der Posaune und nun Jan Roder am Bass wurden zwei wunderbare Stimmen in das Ensemble integriert.
Und…“Das Ganze ist (und bleibt) hinreißender, hymnischer Free Jazz, den das Berliner 4-tet „Ruf der Heimat“ spielt, nein: zelebriert. Vielleicht liegt das daran, dass Bandleader und Saxofonist Thomas Borgmann sich stets als »wertkonservativ« bezeichnet hat. Seine eher traditionelle Spielauffassung zündet, aber in diesem Free Kontext: Sein melodiöser Sound verleiht der Musik erst das unwiderstehlich-euphorische Element.
~ Stadt Revue, Köln

„Auf der Bühne macht es sich ein Dackel namens Theo neben dem Schlagzeug bequem. Womit bewiesen wäre, was man in Berlin schon immer wusste und in diesem Jahr fröhlich verdrängt hat: Freejazz ist keine Katzenmusik.“ ~ Josef Engels, 2013

„Thewes ist nicht einfach ein Ersatz für das Free-Jazz-Urgestein, sondern verleiht der Band mit seiner Posaune eine völlig neue Dynamik.“ ~ Wolf Kampmann, Jazzthing 2018

thomasborgmann.de/heimat

 

 

 

 


Freitag 31. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Ruf der Heimat
– recording session –

Ruf der Heimat foto: Uli TemplinThomas Borgmann – reeds
Christof Thewes – trombone
Jan Roder – bass
Willi Kellers – drums

Sie kamen in den Turbulenzen des Free Jazz zu neuen Ein- und Aussichten. Kaputtspiel und Ganzheitserlebnis. Vertrauen in die vorbehaltlose Selbstäußerung.
In die Kraft, den Augenblick zu gestalten. In die Fähigkeit, den Ruf zu beantworten.
Nicht als Echo, sondern mit eigenen Stimmen und eigenen Liedern auf den Lippen. Auch die Bläser machen in diesem Quartett den Rhythmus, auch der Bass und das Schlagzeug singen und schreien.
Im Spektrum der Blaskombinationen kommt die Ballade ebenso ins Assoziationsfeld wie die Materialerforschung. Der Erzählgestus ebenso wie die Sound-Collage.
Heimatlinien führen zurück zu den hitzigen Jahren des schwarzen Aufbruchs und zu den Befreiungsprozessen des europäischen Jazz.
Eine Emanzipation mit Folgen. Free Jazz nicht als Schimpfwort und ohne die Vorsilbe „post-„. Rück- und Vorausgriff. Aktuelle Musik, die weder einer Erklärung noch einer Rechtfertigung bedarf. Musik deren heißer Atem auf der Haut brennt.
~ Bert Noglik

„Ruf der Heimat“ gründete sich 1992, zunächst nur mit Petrowsky als zweiten Saxofonisten, dann einige Jahre verstärkt mit Peter Brötzmann, oder auch immer wieder in der erweiterten Formation mit Petrowsky und Heinz Sauer.
Dazwischen aber auch Touren mit Charles Gayle, Roy Campbell, Johannes Bauer und Olaf Rupp.

Das Quartett stellt sich an diesen beiden Tagen nun auch in Berlin für Konzert & Aufnahme in neuer Besetzung vor.
Nachdem „Luten“ Petrowsky schon seit ein paar Jahren keine Konzerte mehr geben kann…hat nun auch Christoph Winckel das Quartett verlassen, weil es im Alter etwas anstrengend wurde mit dem Bass zu reisen.
Mit Christof Thewes an der Posaune und nun Jan Roder am Bass wurden zwei wunderbare Stimmen in das Ensemble integriert.
Und…“Das Ganze ist (und bleibt) hinreißender, hymnischer Free Jazz, den das Berliner 4-tet „Ruf der Heimat“ spielt, nein: zelebriert. Vielleicht liegt das daran, dass Bandleader und Saxofonist Thomas Borgmann sich stets als »wertkonservativ« bezeichnet hat. Seine eher traditionelle Spielauffassung zündet, aber in diesem Free Kontext: Sein melodiöser Sound verleiht der Musik erst das unwiderstehlich-euphorische Element.
~ Stadt Revue, Köln

„Auf der Bühne macht es sich ein Dackel namens Theo neben dem Schlagzeug bequem. Womit bewiesen wäre, was man in Berlin schon immer wusste und in diesem Jahr fröhlich verdrängt hat: Freejazz ist keine Katzenmusik.“ ~ Josef Engels, 2013

„Thewes ist nicht einfach ein Ersatz für das Free-Jazz-Urgestein, sondern verleiht der Band mit seiner Posaune eine völlig neue Dynamik.“ ~ Wolf Kampmann, Jazzthing 2018

thomasborgmann.de/heimat

 

 

 

 


Sonntag 26. Januar '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Rieko Okuda meets Hanna Schörken + Didrik Ingvaldsen Berlin Quartett

 

 

Duo

Rieko OkudaRieko Okuda – piano, synth
Hanna Schörken – voice

Mit Hanna Schörken baut Rieko Okuda Sound-Geschichten von japanischen Autobahnen, Städten und Begegnungen und improvisieren hinein in eine eigene Duo-Architektur. Stimme und Synthesizer / Klavier.
Fließend, kompromisslos, geräuschhaft, erschütternd, beobachtend. Sie trafen sich Ende 2017 in Berlin. Weitere Auftritte folgten.
Während der Uncool Residenz im Frühjahr 2019 in der Schweiz erarbeiteten beide eine Stimm-Performance, die die Aspekte und die Beschäftigung mit Meditation, Stimme und Körper vereinen soll.

 

 

Didrik Ingvaldsen Berlin Quartett

Didrik IngvaldsenRieko Okuda – piano, synth
Didrik Ingvaldsen – trumpet
Mike Majkowski – bass
Dag Magnus Narvesen – drums

Mit drei Jahrzehnten Berufserfahrung ist der in Berlin lebende Didrik Ingvaldsen ein alter Hase. Gehört haben kann man den weitgereisten Trompeter aus dem norwegischen Stavanger in zahllosen Bands wie dem Kitchen Orchestra, Circulasione Totale Orchestra, UMO Big Band oder zuletzt seinem eigenen Projekt Pocket Corner / Extended Corner.
Seine mit tschechischen Musikern entwickelte Quartettmusik, stellt er mit renomierten jungen Berliner Musikern beim Jazzkeller 69 vor.
Der Reiz besteht in der versierten Kombination aus klar komponierten und frei improvisierten Stücken, in denen Echos der Großen des 20. Jahrhunderts nachhallen. (ijb)

riekookuda
hannaschoerken.de
NOCZ-Quartet

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 


Freitag 24. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


20 Jahre Klima Kalima
– RBB-Recording –

Klima KalimaKalle Kalima – guitar
Oliver Potratz – bass
Oliver Steidle – drums

Klima Kalima arbeitet jetzt 20 Jahren zusammen. Anlass für eine rbb-Live-Recording im Aufsturz. Die aktuelle Position der Gruppe zeigt, dass sich Ausdauer auch in der auf Projekten aufgebauten Jazzwelt auszahlt.
Zu Beginn ihrer Zeit waren die verworrenen Ideen Klima Kalimas noch nicht vollständig artikuliert, doch nun sind die Werke der Band geschliffen und ihr lässiger Elan ist gefunden.

Klima Kalima, Kalimas Persönlichkeit, die Kompositionen und das Gitarrenspiel schaffen eine Vorstellung, etwas Unakademisches, eine Impulsivität, eine richtig akzentuierte Instinktabhängigkeit, aber auch ein durch Disziplin gekröntes Ergebnis.
Das, was man zuallererst als Durcheinander zu hören bekommt, entpuppt sich schließlich als absichtliche, brillante Sache.
Kalimas neue Kompositionen sind auch ein weiterer Schritt nach vorne. Oft wurden sie inspiriert durch Absurditäten, aber auch durch absolut menschliche Geschichten oder Ideen.
Seine Stücke mit erstaunlichen Wendungen öffnen die Tür zu einer neuen Welt. Kalima kann ein beträchtliches Spektrum an stilistischen Vorstellungen zusammen stellen und daraus eine eigene einheitliche Sichtweise bilden.
~ Helsingin Sanomat, Jukka Hauru

kallekalima.com
youtube

 


Donnerstag 23. Januar '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


20 Jahre Klima Kalima
– RBB-Recording –

Klima KalimaKalle Kalima – guitar
Oliver Potratz – bass
Oliver Steidle – drums

Klima Kalima arbeitet jetzt 20 Jahren zusammen. Anlass für eine rbb-Live-Recording im Aufsturz. Die aktuelle Position der Gruppe zeigt, dass sich Ausdauer auch in der auf Projekten aufgebauten Jazzwelt auszahlt.
Zu Beginn ihrer Zeit waren die verworrenen Ideen Klima Kalimas noch nicht vollständig artikuliert, doch nun sind die Werke der Band geschliffen und ihr lässiger Elan ist gefunden.

Klima Kalima, Kalimas Persönlichkeit, die Kompositionen und das Gitarrenspiel schaffen eine Vorstellung, etwas Unakademisches, eine Impulsivität, eine richtig akzentuierte Instinktabhängigkeit, aber auch ein durch Disziplin gekröntes Ergebnis.
Das, was man zuallererst als Durcheinander zu hören bekommt, entpuppt sich schließlich als absichtliche, brillante Sache.
Kalimas neue Kompositionen sind auch ein weiterer Schritt nach vorne. Oft wurden sie inspiriert durch Absurditäten, aber auch durch absolut menschliche Geschichten oder Ideen.
Seine Stücke mit erstaunlichen Wendungen öffnen die Tür zu einer neuen Welt. Kalima kann ein beträchtliches Spektrum an stilistischen Vorstellungen zusammen stellen und daraus eine eigene einheitliche Sichtweise bilden.
~ Helsingin Sanomat, Jukka Hauru

kallekalima.com

 

 

 


Freitag 17. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Brigade Futur III feat. Spielvereinigung Sued

Brigade Futur IIIElia Rediger – vocals
Benjamin Weidekamp – woodwinds
Jerome Bugnon – trombone
Michael Haves – guitar, artificial singing, samples, Kazoo, keyboards

 

Spielvereinigung Sued:

Simon Bodensieck, Johannes Moritz, Damian Dalla Torre, Henrik Baumgarten (woodwinds); Konrad Schreiter, Patrick Schanze, Vincent Hahn (trumpets); Ludwig Kociok, Julian Schließmeyer, Matthias Büttner (trombones); Florian Kästner (piano); Philipp Rohmer (bass); Philipp Scholz (drums); Special guests: Richard Koch (trompet), Uli Kempendorff (soprano saxophone, flute)

Das Berliner Kollektiv Brigade Futur III spielt gemeinsam mit der Spielvereinigung Sued ein Jazz, der endlich mal wieder alle angeht. Geht nicht, gibt’s nicht, und gibt’s nicht, geht nicht. Free Jazz im ursprünglichsten Sinne des Wortes, der mörderischen Spaß macht.

Der in Berlin lebende Saxofonist Benjamin Weidekamp (Olaf Ton, Stereo Lisa) wurde von der Big Band Spielvereinigung Sued aus Leipzig zu einer Auftragskomposition eingeladen.
Mit dem Songwriter und Produzenten Michael Haves, mit dem er kurz zuvor das Projekt Filter Bubble gründete, dem Seeed-Posaunist Jerome Bugnon und dem Schweizer Künstler und Sänger Elia Rediger formierte sich eine Art Powerbrigade, die ihre politischen Anliegen in Musik umsetzen wollte. Die Einladung der Spielvereinigung wurde im Viererverbund unter dem Namen Brigade Futur III angenommen.

Die vier apokalyptischen Bilderstürmer wollen handeln, jetzt, hier für morgen.
„Alles wird gut gegangen sein werden, aber wie nur? Wie kann man für ein positives Zukunftsbild einstehen, dessen Voraussetzungen in der Zukunft erst geschaffen zu sein werden haben.“
Die Idee des Futur III war geboren. Sie erinnerten sich an die Herren Brecht und Weill, welche maßgeblich das politische Kunstlied prägten. Wie würde es sich anhören, diese Idee ins Jahr 2017 zu transportieren? Wie kann man heute politische Musik machen, was sind unsere Angriffspunkte?
Jeder der vier Individualisten steht an einem anderen Punkt in seinem Leben, daher brachte jeder ganz eigene Ideen mit ein. Wie, was aber nicht warum. Das Leben war stärker als die Kunst.
Eine Art Post Art, in der nicht nur alles möglich, sondern alles zwingend ist.
Die Brigade Futur III als urbaner Stamm, der einen wahnwitzigen Kriegstanz auf den gentrifizierten Straßen und Plätzen der Hauptstadt aufführt. Brecht und Weill rasieren sich Iros, Kurt Schwitters tanzt Pas De Deux mit Max Raabe, A Tribe Called Quest wird zur Marschkapelle, Rage Against The Machine batteln sich mit Duke Ellington, Luigi Nono headbangt zu Sonic Youth, Charles Mingus verbarrikadiert sich mit K.I.Z., John Coltrane feiert die Auferstehung von J. Dilla.

Der Sound ist gnadenlos übersteuert, der Gesang taumelt zwischen snobistisch bis verzerrt. Die Texte sind provokant, doppelbödig, widersinnig, absurd, existenzialistisch und auf eine beiläufig eindringliche Art unmittelbar dem Leben abgelauscht.
Oft muss man doppelt hören, um seinen Ohren zu trauen. Brigade Futur III trägt die Kunst zurück auf die Straße, in den Späti, auf den Spielplatz, in die Küche, auf den Balkon.
Das Wendecover – John Hartfield und Jello Biafra lassen grüßen – symbolisiert den Sturm auf die Bastille unserer eigenen Trägheit.

Jazz, der endlich mal wieder alle angeht – und trotzdem oder gerade deswegen mal wieder mörderischen Spaß an sich selbst haben und machen darf. Keine Angst vor Klischees und Plattitüden. Geht nicht, gibt’s nicht, und gibt’s nicht, geht nicht. Free Jazz im ursprünglichsten Sinne des Wortes.

whyplayjazz.de
youtube

 



 

 

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