Archiv 2020

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Freitag 7. August '20  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg     (Sonderkonzert)


Die Große Enttäuschung

Die große EnttäuschugRudi Mahall – clarinet
Axel Dörner – trumpet
Christof Thewes – trombone
Henrik Walsdorff – sax
Gabriel Coburger – sax, flute
Flo Stoffner – guitar
Andi Lang – bass
Jan Roder – bass
Kasper Tom – drums
Michael Griener – drums


Koop „Die Enttäuschung“ und Jazzkeller 69 e.V.

Die Enttäuschung ist wohl die bemerkenswerteste Jazzband der letzten zwei Jahrzehnte in Berlin, sie verbindet den beschwingten Antrieb des Post-Bop mit der expressiven Offenheit und den erweiterten Techniken des Free Jazz.
Das Quartett arbeitete bekanntlich mit dem Pianisten Alexander von Schlippenbach für dessen monumentales Monk’s Casino-Projekt zusammen.
Es interpretierte geschickt alle bekannten Kompositionen von Thelonious Monk, aber im Laufe der Jahre hat sich ein überwältigendes Oeuvre an leichtfüßigen mitreißenden eigenen Kompositionen entwickelt.

Das Zusammenspiel der Combo ist sublim, wobei jeder Musiker die Linien der anderen akzentuiert und verfolgt, sie ringen spielerisch miteinander und fordern sich gegenseitig heraus.
Die Band verkörpert die intuitive Spontaneität und rhythmische Spannkraft, die dem besten Jazz innewohnen, ihr gelingen hochkarätige Erkundungen während sich alle dabei ausgelassen amüsieren.

Gelegentlich hat das Quartett- Trompeter Axel Dörner, der Bassklarinettist Rudi Mahall, der Bassist Jan Roder und der Schlagzeuger Michael Griener – wie auf ihrem fantastischen Album Lavaman aus dem Jahr 2017, auf dem der wunderbare Posaunist Christof Thewes zu hören war – zusätzliche Musiker hinzugezogen, aber an diesem Abend erweitern sie sich zu einer aufregenden zehnköpfigen Band, Die Große Enttäuschung!
Die eindrucksvolle Besetzung umfasst die Rückkehr von Thewes zusammen mit dem Schweizer Gitarristen Flo Stoffner, den Holzbläsern Gabriel Coburger und Henrik Walsdorff, dem Bassisten Andi Lang und dem Schlagzeuger Kasper Tom, die eine Mischung aus neuen Melodien und einfallsreich und dicht arrangierten Favoriten aus dem bewährten Liederbuch der Band spielen.

www.dieenttaeuschung.org

 

 

Gefördert vom Musikfonds e. V.
mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

musikfonds       

 

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Samstag 25. Juli '20  -  jazzkeller 69 präsentiert - 17 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Baryton

BarytonRudi Mahall & Uli Kempendorff – bariton sax
Jan Roder- bass
Michael Griener – drums

Ein Instrument macht den ganzen Unterschied!
Rudi Mahall und Uli Kempendorff – ersterer berühmt für sein Bassklarinettenspiel, letzterer respektiert für seine Klarinetten- und Tenorsaxophon-Improvisation – sind beide dauerhaft vom Baritonsaxophon fasziniert.
In diesem wunderbaren Quartett gehen sie dieser Faszination mit einer seltenen Doppel-Bariton-Frontline nach. Komplettiert wird das Quartett durch den Bassisten Jan Roder und den Schlagzeuger Michael Griener (die beide seit mehr als drei Jahrzehnten mit Mahall zusammenarbeiten); jedes Mitglied steuert Tonfolgen bei, deren Tonalitäten und luftigen Melodien einen kühl swingenden Westküsten-Vibe beschwören, der an Gerry Mulligan, Serge Chaloff und Pepper Adams erinnert.
Aber anstatt diesen vergangenen Klang zu imitieren, verfolgt Baryton eigene kompositorische Ideen und wirbelt zweideutige Harmonien, quietschende Dissonanzen und geschmeidige Töne durcheinander.

 

 

 

MAHALL RUPP TOM

MAHALL RUPP TOMRudi Mahall – clarinet
Olaf Rupp – guitar
Kasper Tom – drums

Der Bassklarinetten-Meister Rudi Mahall – eine feste Größe in der Berliner Szene durch seine Mitgliedschaft in Die Enttäuschung, Alexander von Schlippenbachs Monk’s Casino und Bands unter der Leitung von Aki Takase – ist ein lyrischer Improvisator, ein Musiker, dessen gewundene, weitschweifige Soli von einem untrüglichen melodischen Instinkt geprägt sind.
Zusammen mit einem anderen Begründer der „Berliner Szene“ in den 1990er Jahren, Olaf Rupp – einem explosiv-knorrigen E-Gitarristen, der dazu neigt, den Klang als abstraktes, sprödes Material zu verwenden – klingt Mahall jedoch eher expressionistisch und abstrakt und fädelt seine ausufernden Linien in die stacheligen Schwellungen, verworrenen Läufe und gezackten Muster seines Partners ein.

Der dänische Schlagzeuger Kasper Tom, eine verhaltene, aber integrale Präsenz in diesem Trio, treibt, streichelt und erdet die Aktionen mit begleitenden Farben und treibenden rhythmischen Eruptionen.
Die Musik ist frei improvisiert, aufgeladen von einer gemeinsamen Zielrichtung und entfaltet sich in einer spannenden Reihe von einzelnen Episoden, die auf sich organisch auseinander entwickeln.

Kasper Tom

 

 

 

DEREK PLAYS ERIC

DEREK PLAYS ERICAndreas Willers – e guitar
Jan Roder – bass, e bass
Christian Marien – drums

Dieses vom Gitarristen Andreas Willers, einem Urgestein der Berliner Szene, geleitete wilde Trio macht einen ebenso absurden wie gewagten Vorschlag: Wie würde es klingen, wenn der Pionier der freien Improvisation Derek Bailey mit der Blues-Rock-Legende Eric Clapton jammen würde?
Die Drei beschränken sich nicht auf diese eine Polarität, sondern schwelgen in dem Chaos und der Freude, die das Aufeinanderprallen aller möglichen unterschiedlichen Methoden mit sich bringt, indem sie Ideen von Jimi Hendrix, Charles Mingus und John McLaughlin u.a. in ihr elektrisierendes, formwandelndes Gebräu einfließen lassen.
Das Trio vermeidet es, zu lange auf eine der Ideen zu insistieren. Wenn es so aussieht, als wollten sie das wilde Stampfen von Cream heraufbeschwören, zieht eines der Mitglieder den anderen den Teppich unter den Füßen weg, unterläuft die rhythmische Attacke, fügt komischen Gesang hinzu, um die Intensität zu steigern, oder lockert die Dichte mit luftigen Linien.
Der Spielzug gelingt, weil die Musiker über ein profundes stilistisches Wissen verfügen und zudem die Erfahrung und die Technik haben, jeden Schalter im Handumdrehen umzulegen.

Andreas Willers

 

 

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Samstag 11. Juli '20  -  jazzkeller 69 präsentiert - 17 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Blythill

BlythillPierre Borell – alto sax
Joel Grirp – cello
Simon Sieger – tuba
Michael Griener – drums

Zu viele der großen amerikanischen Jazzkünstler der 1970er und 1980er Jahre sind in Vergessenheit geraten, im Schatten der „Young Lions“ Welle, angeführt vom Neo-Bop eines Wynton Marsalis.
Den beiden Altsaxophonisten und eigenwilligen Komponisten Julius Hemphill (einem Gründungsmitglied des World Saxophone Quartet) und Arthur Blythe ist seit ihrem Tod vor Jahrzehnten nicht die gebührende Anerkennung gezollt worden – diesen Mangel versucht dieses großartige Quartett wiedergutzumachen.

Die Instrumentierung ist der Formation nachempfunden, mit der Blythe 1980 bei einer gefeierten Aufführung bei den Berliner Jazztagen auftrat – mit dem Cellisten Abdul Wadud, der auch regelmäßig mit Hemphill zusammenarbeitete, dem Tubisten Bob Stewart und dem Schlagzeuger Bobby Battle.
Die Besetzung des Berliner Quartetts bringt Authentizität in das Repertoire, aber die Essenz ist ganz Blythill.

Arthur Blythe Quartet Berlin 1980

 

 

 

 

Klub Demboh & guests play Sun Ra

demboh-raAntonio Borghini – bass / Toby Delius – sax, clarinet / Mia Dyberg – sax / Axel Dörner – trumpet / Korhan Erel – electronics / Michael Griener – percussion / Joel Grip – cello / Carina Khorkhordina – trumpet / Frauke Nowak – movements / Marie Takahashi – viola,
+ guest: Pierre Borel – saxes / Simon Sieger – trombone, tuba, keyboards /Alexander Markvart – guitar

Der in Berlin lebende Bassist Joel Grip hat dieses wunderbar chaotische, theatralische und skurrile Ensemble aus einigen der besten und profiliertesten Improvisatoren der Stadt (darunter der Cellist Tristan Honsinger, der Trompeter Axel Dörner und die Saxophonistin Mia Dyberg in wechselnder Besetzung) bereits 2017 zusammengestellt.
Es steht exemplarisch dafür steht, wie Menschen verschiedenster Herkunft gleichberechtigt künstlerisch miteinander arbeiten können.
Es handelt sich um eine Hausband, die im Laufe ihres Bestehens mehrere Male ihr Zuhause gewechselt hat. Zuletzt hat sie sich im Petersburg Art Space in Moabit für wöchentliche Montagabendvorstellungen niedergelassen.

Anfang dieses Jahres wurde die bunt gemischte Besatzung dann im Au Topsi Pohl für fünf Abende durch den Franzosen Simon Sieger (Klavier und Tuba) erweitert, um die außerirdische Musik des Bandleaders und Komponisten Sun Ra zu spielen.
Das Schaffen des avantgardistischen US-amerikanischen, schwarzen Musikers, Poeten und Philosophen Sun Ra vereint experimentelle Musik mit „kosmischen“ Philosophien und einer lyrischen Dichtung, die vor allem Bewusstsein und Frieden predigte.
Mit seinem Repertoire von Sun-Ra-Kompositionen produziert Klub Demboh ununterbrochene Sets voll fröhlicher Kakophonie.
Dabei werden die unvergesslichen Themen des Komponisten mit improvisierten Übergängen, spontan erdachten Arrangements und bizarrem Humor aneinandergereiht – in Verneigung vor seiner Musik, bei gleichzeitiger Beibehaltung ihrer eigener „spontanen kollektiven Logik“, wie Grip sagt.

Klub Demboh

 

 

 

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Dienstag 16. Juni '20




Jazz am Kaisersteg
Kultursommer im Garten – 51 Jahre Jazzkeller Treptow

11. + 25. Juli, 8. + 22. August, 5. September  2020
jeweils 17 – 20 Uhr       draußen & fast gratis

Blythill / Klub Demboh & guest play Sun Ra // Baryton / Mahall-Rupp-Tom / Derek Plays Eric
Insomnia Brass Band / Bauhauskapellentraum / MULLET+ play Misha Mengelberg
Klima Kalima / Helmut „Joe“ Sachse & Kalle Kalima / African Chase Experience
Tribute To Stuff Smith / Schlim und Schläm / Gorilla Mask …

Open Air Bühne am Kaisersteg, Hasselwerderstr. 22a, Berlin-Oberschöneweide

( S-Bahn Schöneweide: RB 24, S8, S9, S41, S42, S45, S46, S47, S85, Bus 65, N65, N67 I Brückenstraße: Tram 21, 37, 60, 67, M17, N67 I Firlstraße (über Kaisersteg): Tram 27, 60, 62, 63, 67, 68, N67 )
Jazzkeller 69 e.V. mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der IG Jazz Berlin, des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und Museum, dem Fachbereich Facility Management, der BVV des Bezirks Treptow-Köpenick, der Bürgerstiftung Treptow-Köpenick, dem Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick,
und von vielen ehrenamtlich engagierten Bürger*innen.

 

Von Peter Margasak

Ich hatte Berlin im Laufe der Jahre ein halbes Dutzend Mal besucht, bevor ich im August 2019 hierher zog, ich wusste also schon, dass Berlin eine starke Musikszene hat. Ich schreibe seit den späten 1980er Jahren über Jazz und improvisierte Musik, und die Kraft und Bedeutung der hiesigen Free-Jazz-Szene war von Anfang an in meinem Bewusstsein verankert, vor allem dank des ergiebigen Outputs von FMP Records.
Ich war auch ein großer Fan der eher experimentellen Improv-Szene, die alle Arten von radikalen Klangansätzen erforscht hat, aber erst seit ich hierher gezogen bin, kann ich Tiefe, Vielfalt und Stärken von Jazz und improvisierter Musik in Berlin voll würdigen.
Wie jeder Fan dieser Musik bereits weiß, kann das Angebot in dieser Stadt überwältigend sein, mit zwischen einem und zwei Dutzend Aufführungen pro Nacht. Als Zuhörer wird man leicht schwindlig oder verfällt in Panik aus Angst, etwas zu verpassen.

Diese überbordende Vielfalt – so gut wie jede Spielart von Jazz und improvisierter Musik ist in Berlin zu haben – macht die Arbeit der Leute, die hinter dem Jazzkeller 69 e. V. stehen, nicht nur unschätzbar wertvoll, sondern auch unverzichtbar.
Mit den wöchentlichen Konzerten im Aufsturz bieten sie eine schillernde Auswahl lokaler und tourenden Künstlern von höchster Qualität, ohne dabei die entscheidende Verbindung zur Berliner Szene zu verlieren. Obwohl viele der Künstler von außerhalb kommen – außerhalb von Berlin, Deutschland oder sogar Europa, ist immer ein Akteur dabei, der in dieser dynamischen Stadt verwurzelt ist.

Mit der zum 18. Mal stattfindenden Treptower Sommer-Konzertreihe erweitern die Organisatoren Jahr für Jahr ihre Reichweite. Die Freiluftkonzerte bieten sowohl erfahrenen Eingeweihten als auch Jazz-Neulingen die Möglichkeit, einige der wichtigsten und dynamischsten Musiker der Stadt draußen und gratis zu treffen. Der Jazzkeller 69 programmiert die Konzerte wie gewohnt mit offenen Ohren und präsentiert diverse Spielarten des Jazz.
Diese kuratorische Raffinesse ermöglicht uns allen Einblick in die Arbeitsweise der Musiker in Berlin. Das kosmopolitische Flair Berlins spiegelt sich wunderbar bei Klub Demboh wieder – mit Bandmitgliedern aus Italien, Schweden, Russland, Japan, Frankreich, Dänemark und natürlich Deutschland.
Viele der Bands, die an den Abenden zusammenspielen (meist drei pro Abend) sind miteinander verbunden, auch wenn jede der Gruppen sehr unterschiedlich klingt. Zum Beispiel spielen die Gitarristen Kalle Kalima und Helmut „Joe“ Sachse in einem Duo-Projekt zusammen, aber die weiteren Bands des Abends mit denen sie jeweils zusammenarbeiten, sind stilistisch kontrastierende Gruppen.

Wir können zwei sehr unterschiedliche Seiten der Baritonsaxophonistin Almut Schlichting hören, die mit der Insomnia Brass Band wilde freie Party-Musik spielt und mit dem Bauhauskapellentraum unterschiedlichste Musikformen durcheinander wirbelt. Solche Aktivitäten sind für Berliner Musiker nicht unüblich – Vielseitigkeit und Neugier sind bezeichnend für sie. Mit Jazz am Kaisersteg können wir diese facettenreichen Spielweisen an einem einzigen Abend erleben, direkt vor unseren Augen und Ohren. Oft genug nimmt man, was täglich um einen herum passiert, als selbstverständlich hin. Aber als jemand, der in Berlin immer noch täglich neue Schätze entdeckt, ist Jazz am Kaisersteg ein Grund mehr, Dank zu sagen für all das, womit diese Stadt gesegnet ist.

Peter Margasak ist ein Musikjournalist, der mehr als zwei Jahrzehnte für den Chicago Reader tätig war. Er schreibt regelmäßig Beiträge für DownBeat, Chamber Music und Bandcamp Daily.
Seine Arbeit erschien auch bei Wire, New York Times, Musicworks, Rolling Stone, Chicago Tribune und NPR’s All Things Considered. Außerdem ist er seit 2013 für das Programm der wöchentlichen Reihe Frequency im Chicagoer Club Constellation verantwortlich und leitet seit 2016 das alljährliche Frequency Festival. Derzeit arbeitet er an einem Buch über das Aufeinandertreffen von Free Jazz, experimenteller Musik und Post-Rock in Chicago zwischen 1992 und 2002.

 

In eigener Sache:

Bevor Anfang Mai vom Berliner Senat die Lockerung der Korona-Einschränkungen beschlossen wurde, hatten wir entschieden, die für Juni geplanten Konzerte nach hinten zu verschieben.
Einige Zuwendungen und Genehmigungen konnten erst mit der Möglichkeit zur Realisierung unserer Freiluftveranstaltungen bearbeitet werden, Entscheidungen zu Projektanträgen wurden auf Grund der Einschränkungsmaßnahmen verspätet getroffen so dass es an Planungssicherheit mangelte.

Nicht alle Förderanträge wurden vollumfänglich genehmigt. So fehlen z. B. Mittel für die Videoaufzeichnung der Konzerte. Zusatzkosten, die sich aus den Hygienemaßnahmen ergeben, waren natürlich in unseren Projektanträgen nicht berücksichtigt.
Trotzdem haben wir das Programm nicht reduziert und wollen den Musizierenden die Möglichkeit bieten, Ihren Auftritt zu „Jazz am Kaisersteg“ auch dieses Jahr im Weltgewebe als Video zu veröffentlichen und dem Publikum eine interessante Jazz-Palette bieten.

Zur Schließung von Finanzierungslücken bitten wir Euch zu den Konzerten um Spenden.

Wir hoffen, dass nach den gegenwärtigen Lockerungen der Kontakteinschränkungen, die Ausbreitungsrate des Virus nicht ansteigt und alle mit den Corona-Beschränkungen verantwortungsbewusst umgehen, so dass unsere Freiluft-Konzertreihe planmäßig stattfinden kann.
Vielen Dank an unsere Unterstützer: Der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der IG Jazz Berlin, dem Musikfonds e. V., dem Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und Museum, dem Fachbereich Facility Management, der Bürgerstiftung Treptow-Köpenick, dem Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, dem Jugendschiff ReMiLi – Projekt der Einhorn gGmbH, dem Projekt „Laib und Seele“ der Christuskirche Berlin-Oberschöneweide und den vielen ehrenamtlich engagierten Bürger_innen.

Ich wünsche uns schönes Wetter.

Wolf-P. „Assi“ Glöde, Vorsitzender Jazzkeller 69 e. V.

 

 

 


Donnerstag 14. Mai '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Paul Engelmann – alto, sopran / Aaron Klenke, Andres Reifgerst – tenor / Yannic Rösch – bariton
BLECH
Tobias Knebel , Elina Dalewski, Juri Bell – trumpet / Simeon Prause, Philipp Domke, Jan Uwe Zabel – trombone / Milena Mette – tuba
RHYTHMUS
Ettore Marangon – guitar / Ron Fabian – piano/ Pelle Buschmann – bass / Tobias Heise – drums

saxart.de

 


Sonntag 10. Mai '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Berlin Improvisers Orchestra

BERLIN IMPROVISERS ORCHESTRAu. a. Robert Würz, Anna Kaluza, Ricardo Tejero, Manuel Miethe, Henrik Walsdorff – wood winds / Abigail Sanders – french horn / Dietrich Petzold, Ernesto Rodrigues – strings / Tommaso Vespo – piano / Ben Lehmann, Horst Nonnenmacher, Stephan Bleier, Klaus Kürvers, Ulf Mengersen – double bass / Yorgos Dimitriadis, Willi Kellers – drums, Martial Frenzel – percussion

Das seit 2010 existierende Berlin Improvisers Orchestra arbeitet auf der Basis freier Improvisation sowie mit Anleitung durch Handzeichen, wobei jedes Orchestermitglied als DirigentIn fungieren kann.
Jede(r) einzelne bringt sich hier durch eine starke Persönlichkeit, eine individuelle Spielweise und interessante Ideen ein.
Auch einige nicht in Berlin lebende MusikerInnen (aus Spanien, England und Italien) kommen regelmäßig zu den Konzerten.
So hat sich ein fester internationaler Kern aus Musikern etabliert, der durch gegenseitige Kenntnis und langjährige Erfahrung und Übung ein Zusammenspiel auf höchstem Niveau generiert.
Auch beim diesjährigen Konzert werden, wie so oft, Gastmusiker das Geschehen bereichern.

berlinimprovisersorchestra

 

 

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 


Freitag 8. Mai '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Petit Standard

Vesna PisarovicVesna Pisarovic – vocal
Joe Fonda – bass
John Betsch – drums
guest:
Gebhard Ullmann – tenor sax, bass clarinet

Im April 2014 fand beim Jazzkeller 69 die Premiere des Projekt Petit Standard von Vesna Pisarovic statt.
Seitdem feilt Sie am Programm, an der Auswahl der Songs und an der Besetzung. Denn es ist eine große künstlerische Herausforderung, insbesondere für den Gesangspart, ohne Melodieinstrument auszukommen.
Vesna hat sich dieser Herausforderung gestellt, mit Bravour. Stabil und souverän treten ihre Musikerkollegen auf, Joe Fonda am Bass und, von Anfang an dabei, John Betsch am Drumset.
In Brüssel wurde 2018 für jazzwerkstatt ein Album aufgenommen, das der großen Billie Holiday gewidmet ist.
Gebhard Ullmann, der in der Stadt weilte, wurde als Gast eingeladen. Sein Spiel auf Tenorsaxophon und Bassklarinette war so inspirierend, dass er beim Berliner Konzert das Trio bei den meisten Songs mitwirkt.

 


Dienstag 5. Mai '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Aufsturz-Jam Freebop / No Standards

willi kellers


directed by Willi Kellers

opening guests: n. n.

 

 

 

Backline: Ebach-Upright-Piano; Sonor-Drum-Set mit Becken; Gitarren-Amp: Fender Hot Rod Deluxe III; Bass-Amp: PJB Briefcase + Warwick Take12; No PA

Ende ca. 23:00 Uhr
Eintritt 5 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session

 

 

 


Freitag 1. Mai '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Bottom Orchestra Berlin – Songs Of Work

Bottom OrchestraKaspar von Grünigen:  keyboard
Almut Kühne:  vocal
Benjamin Weidekamp:  reeds
Uli Kempendorff:  reeds
Silvan Schmid:  trumpet
Lukas Briggen:  trombone
Manuel Troller:  guitar
Philip Zoubek:  piano, synth
Gregor Hilbe:  drums
Miguel Ángel García Martín:  percussion

 

Das BOTTOM ORCHESTRA wurde von Kaspar von Grünigen 2015 gegründet und bedient gleich zwei seiner musikalischen-künstlerischen Bedürfnisse: Einerseits großformatige Band mit Wunschbesetzung und andererseits kollektiver Organismus mit Eigendynamik.

Das BO versammelt zehn Musikschaffende aus der Schweiz und aus Deutschland (Schwerpunkt Basel/Berlin), die neben-und miteinander weit verzweigte Aktivitäten pflegen.
Sie sind im Jazz, in der freien Improvisation oder in der zeitgenössischen Musik zuhause –und scheren sich alle nicht um Genregrenzen.
Wohl wird die Musik von Kaspar geschrieben, aber erst das Ensemble haucht ihr Leben ein: Die groß besetzte Rhythmusgruppe treibt die Band unerbittlich an, wechselt laufend die Gänge zwischen Grobmotorik und Feinmechanik, sorgt für das entscheidende Quantum Unberechenbarkeit im spontanen solistischen Ausscheren.

Die Frontlinie der Bläser zieht sämtliche Register vom satten harmonischen Satz bis zum sperrigen Geflecht aus Schnaufgeräuschen, verdichtet die Handlung, scheut sich nicht vor dem improvisatorischen Höllenritt.
Über dem Ganzen strahlt die Stimme von Almut Kühne: Sie schillert in allen melodischen Farben, bewegt sich in atemberaubenden atonalen Sprüngen, schraubt sich durch komplizierte Textschlaufen, löst sich in instrumentalen Texturen auf.

bottom-orchestra
kasparvongruenigen.com

 


Sonntag 26. April '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Andreas Willers 7 of 8 & 5 of 6

 

 

7 of 8

7 of 8– ‚The Goldman Variations‘ von Andreas Willers:

Matthias Schubert – tenor sax
Florian Bergmann – alto sax, clarinet, bass clarinet
Nikolaus Neuser – trumpet
Andreas Willers – electric guitar
Meinrad Kneer – bass
Christian Marien – drums

 

 

5 of 6

andreas willers– Werke von Sidney Corbett, Helmut Oehring, Florian Bergmann, Meinrad Kneer, Matthias Schubert, Andreas Willers unter Mitwirkung von Musikern von 7 of 8:

Antje Thierbach – oboe
Biliana Voutchkova – violin
Nikolaus Schlierf – viola
Cosima Gerhardt – cello
Matthias Bauer – bass

In diesem ungewöhnlichen Projekt geht es Andreas Willers um Begegnung und Verschränkung von zeitgenössischem Jazz, nicht-idiomatischer Improvisation und Neuer Musik.
Das exzellent besetzte Sextett 7 of 8 stellt Musik von der aktuellen CD ‚The Goldman Variations‘ vor.
Darüber hinaus wird ein Kammermusik-Ensemble sechs eigens für diesen Anlass entstandene Kompositionen aufführen, bei denen jeweils einer der 7 of 8-Akteure als Improvisator mitwirkt.
Hierfür konnten hochkarätige Interpretinnen und Musikautoren gewonnen werden, gemeinsam an der Überwindung musikalischer Grenzen zu arbeiten.

 

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 



 

 

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