Jahresarchiv für 2026
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Sonntag 4. Oktober '26 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
FOR THEIR EGOS
Keisuke Matsuno – e guitar
Daniel Sauer – tenor saxophone
Seth Sjöström – e bass
Mia Ohlmeier – drums
FOR THEIR EGOS ist ein dynamisches Trio aus Berlin, Deutschland. Von Beginn an arbeitet die Band, deren Kern aus Daniel Sauer am Tenorsaxophon, Seth Sjöström am E-Bass und Mia Ohlmeier am Schlagzeug besteht, kollaborativ und sucht nach neuen Wegen der Ko-Kreation und kreativen Arbeit.
Für dieses Konzert im Industriesalon Schöneweide wird Keisuke Matsuno als wiederkehrender Gast die Band an der E-Gitarre zum Quartett ergänzen.
Das Quartett verbindet Punk und avantgardistischen Free Jazz mit den einfachen und schönen Klängen traditioneller Folkmusik.
Dadurch hat die Band eine eigene Stimme gefunden, die kaum in ein bestimmtes Genre passt.
Mal laut und heftig, mal leise und verletzlich bringen sie den Zuhörer zuweilen einem gesunden Wahnsinn näher.
Ihre minimalistischen Kompositionen erlauben es spielerisch die unendlichen Möglichkeiten der Entscheidungsfindung in Echtzeit auszuloten.
FOR THEIR EGOS fordert aufgeschlossenen Ohren und führt seine Musik mit einem tiefen Sinn für die Gegenwart aus.
~ Keisuke Matsuno
Vorverkauf über Eventbrite
Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz
Sonntag 27. September '26 - Konzerthinweis - 20 Uhr:
Galiläa-Kirche [Rigaer Str. 9/10 10247 Berlin]
Coltrane 100 Konzerte vom 22. – 27. September

Sonntag 27. September '26 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
Duo Tobias Delius – Michiel Scheen
Tobias Delius – tenorsaxophone, clarinet
Michiel Scheen – piano
Michiel Scheen und Tobias Delius lernten sich 1984 in Amsterdam kennen und gründeten gleich ihr Duo.
In den vielen Jahren ist in ihrem Spiel ein einzigartiger Tiefgang voller Spannung aus Überraschendem und Vertrautem entstanden.
Ob sie nun frei improvisieren, eigene Kompositionen spielen oder Songs aus dem gemeinsamen Gedächtnis pellen, was erklingt ist immer komplett im Jetzt.
„Das Duett (bei den Nickelsdorfer Konfrontationen) zwischen Tobias Delius und Michiel Scheen war ein absoluter Höhepunkt.
Scheen errichtete burgartige Akkordgebilde, geschmückt mit wunderbaren, tänzerischen Motiven und Verzierungen – wie frische Blumen in jedem Fenster.
Sie spielten wahrhaft feinsinnige Improvisationen, die jene komplizierten Momente des Lebens begleiteten: etwa das Ringen um die richtige Art, sich zu entschuldigen – ein Vorgang, der das Thema zwangsläufig wieder auf den Tisch bringt, auch wenn die Kränkung nur geringfügig war, sich aber beide Seiten nach einer Klärung sehnen.
Delius traf hinreißende melodische Entscheidungen, die an eine tröstende Hand auf dem Rücken erinnerten – eine Hand, die vielleicht, vielleicht auch nicht, langsam in intimere Regionen hinabgleitet.
Scheens präzise abgestimmte Klavier-Cluster erzeugten eine Art „leichtes Grübeln“ – falls so etwas überhaupt möglich ist –, und eine tiefgründige Tenorsaxophon-Ballade glich einer Heißluftballonfahrt, bei der der Wind plötzlich die Richtung ändert: Plötzlich befindet man sich über Zaire, und die Menschen, die mit einem im Korb stehen, sind nicht mehr dieselben, die ursprünglich eingestiegen waren.
Als kurze, langsame Zugabe erklang ein Finale voller Sternenglanz, untermalt von einem tiefen Grollen des Klaviers – wie ein Regal voller Gläser, das bei den ersten Erschütterungen eines Erdbebens vibriert; doch Delius’ Ton war so freundlich und einladend, dass man sich sicher und geborgen fühlte. Er hat beim Spielen so viel Freude, dass sich diese beim Zuhören unweigerlich auf einen selbst überträgt.“
~ Andrew Choate „the Attic“
Vorverkauf über Eventbrite
Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz
Dienstag 22. September '26 - Konzerthinweis - 20 Uhr:
Galiläa-Kirche [Rigaer Str. 9/10 10247 Berlin]
Borgmann / Cajado / Kellers

Fotos: Cristina Marx, Uli Templin & Petra Cvelbar
Thomas Borgmann – reeds
Vinicius Cajado – bass
Willi Kellers – drums
Thomas Borgmann liebt es, seine Trios mit Willi Kellers immer wieder mit musikalisch eng verwandten Basskollegen zu variieren, manchmal auch zu erweitern.
Und immer wieder gerne auch mit dem jungen, inzwischen aus Wien nach Berlin gezogenen, brasilianischen Bassisten Vinicius Cajado dessen Solo Debut CD „Monu“ von “The New York City Jazz Record” als “Best of the year 2021” nominiert wurde. Bemerkenswert auch sein Duo mit Joëlle Léandre (Storm Dance). Beim Jazzfest Berlin 2023 wurde er zuletzt im Trio mit Zoh Amba gefeiert.
Saxophon trifft Drums trifft Bass – und das mit aller Wucht.
In langen, häufig fließenden Stücken erschaffen Borgmann, Willi Kellers und Vinicius Cajado eine Musik, die sich zwischen lyrisch friedlichen und ekstatischen Phasen, zwischen weiträumigem und dichtem Spiel hin und her bewegt.
Das Ergebnis lässt ein „meisterhaft improvisiertes, komplexes Workout mit Schlüsseln und Schrauben, bei dem die Noten aus dem Trichter von Borgmanns berüchtigtem Saxophon steigen, als ob sie leichter wären als Luft“ (@ Kleine Zeitung, Austria) erwarten.
“Vinicius Cajado is a bass soloist in his own right…the richness and range of his sound and language demonstrates a personal voice, as well as mastery of multiple dialects of jazz, Brazilian, and European contemporary music vocabularies.”
~ Mark Dresser
„Telling a story in a song without words has been the natural domain of the saxophone, especially in the hands of an expert such as Borgmann.
To succeed he would need a sound to die for and an ability to instil in a song, some kind of authentic sentiment drawn from the possibility of the absent words.
The saxophonist is blessed with a combination of prodigious wind-playing attributes – dare one say brooding, Germanic – approach to phrasing, quite astonishingly outstanding intonation and a sound which is open and honest, even and focussed on all registers.“
~ Raul da Gama @ jazzdagama.com
„aber der schlecht gelaunte kellers (er lächelt von minute 2 an) federt das ding durch den raum, ein merkwürdig idiosynkratischer swing, trotzdem natürlich hinreichend informiert. ich kenne wenig bessere (deutsche) drummer. der ganze abend macht sehr viel spaß. „
~ Jan Künemund im Rolling-Stone-Forum
thomasborgmann.de
www.willikellers.de
www.vinicajado.com
Montag 21. September '26 Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Kühlspot Social Club [Lehderstrasse 74-79, 13086 Berlin-Weissensee]
Jazzkeller 69-Jam * Freebop/No Standards
directed by Willi Kellers + Assi
Opener:
Anke Lucks – trombone
Elia Balonni – bass
Willi Kellers – drums
Backline: Calisia Flügel; Sonor AQ2 -Drum-Set; Gitarren Amp: Yamaha GI00-212ii; Roland Jazz Chorus JC-120, Hughes & Kettner ATS Sixty; Bass-Amp: Laney Linebacker 65
» Admission 5 € – Valid as a drink voucher for beginners at session
» Number of participants limited. Showing up on time, secures a place!
Donnerstag 17. September '26 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Foto: © SchankFotografie
DIRECTION Leon Griese
REEDS
Felix Bromann – alto + sopran / Carolin Fröhlich – alto / Thies van Ballegooy & Jasper Spötter – tenor / Nils Marahrens – bariton
BRASS
Donat Kubrinski – trumpet / Elina Dalewski – trumpet / Bruno Eilers – trumpet / Jenny Habich – trumpet /
Kateb Marszolf – trombone / Jonathan Woodruff – trombone / Jan Ole Zabel – trombone
RHYTHM
Matteo Bettle – guitar / Benedikt Jung – piano / Roland Jurisch – bass / Rafael Röhl – drums
„Was ist richtig, was ist falsch im Jazz? Keiner kann’s dir sagen.
Zum Beispiel das von Leon Griese geleitete Orchester JayJayBeCe.
Ist das noch richtig, wenn sich diese Big Band nicht von wenigen Schreibern prägen läßt, sondern so viele Berliner Jazz-Komponisten wie möglich mit ins Improvisations-Boot nimmt?
Diese Big-Band ist als Impulsgeber für Berlins schreibende und spielende Jazz-Zunft unverzichtbar.
Entsprechend frech taucht das Orchester unter den Normen des Big-Band-Beamtentums weg – den Jazz-Rock des Miles Davis der achtziger-Jahre ebenso einbeziehend, wie modale Klangflächenspiele und wuchtige, rockige Ostinato-Kompositionen. Die Big-Band als multiple Persönlichkeit. Ein Gewinn.“
~ Tagesspiegel
Samstag 5. September '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
ABSOLUTELY SWEET MARIE
Alexander Beierbach – tenor saxofon
Stefen Faul – trumpet
Anke Lucks – trombone
Gerhard Gschlößl – tuba
Christian Marien – drums
Das 2012 als Quartett gegründete Ensemble spielt seit dem Frühjahr 2022 im Quintett. Fünf InstrumentalistInnen, verwurzelt in Jazz und improvisierter Musik, verarbeiten auf ihre Weise das umfangreiche Werk Bob Dylans.
In der Besetzung vier Blasinstrumente plus Schlagzeug entsteht dabei ein Spektrum an Klangfarben und Grooves: feingliedrige, kammermusikalische Momente werden von dichten Kollektivimprovisationen abgelöst, Brass-Band-Klänge stehen einem Geflecht aus polyphonen Überlagerungen gegenüber.
Einige der ausgewählten Dylan-Songs werden von ABSOLUTELY SWEET MARIE in ihrem Ganzen für die Besetzung arrangiert, wobei die Songs in eine rein instrumentale Form übertragen werden. Oft werden aber auch nur Bruchstücke einer bestimmten Dylan-Aufnahme oder der Interpretation anderer KünstlerInnen übernommen und dienen, in einen neuen musikalischen Kontext gestellt, als Ausgangsmaterial für eigenständige Kompositionen.
Das 2020 veröffentlichte Album „Wherever You Roam“ ist die dritte CD der Band (damals noch im Quartett, ohne Tuba) auf dem musikereigenen Label TIGER MOON RECORDS und versammelt Stücke aus ganz unterschiedlichen Schaffensphasen Dylans.
Neben Arrangements, die relativ neu im Programm sind, finden sich dabei einige Stücke, die die Band schon auf zahlreichen Konzerten immer wieder gespielt und bearbeitet hat.
Auch dadurch ist „Wherever You Roam“ eine gelungene Momentaufnahme und Zeugnis der lebhaften und risikofreudigen Spielhaltung des Ensembles ABSOLUTELY SWEET MARIE.
Pallawatsch
Roland Komitow – reeds
Jan von Klewitz – alto saxofon
Donat Kubrinski – trumpet
Paul Schwingenschlögl – flugelhorn/trumpet
Thomas Finke – piano
Tom Kessler – guitar
Omar Diop – voice/percussion
Kubi Kubach – bass
Denis Stilke – drums
„Pallawatsch“ kann als launiges Fazit einer musikalischen Autobiografie verstanden werden, das der österreichische Wahlberliner Paul Schwingenschlögl zieht.
Der Trompeter und Komponist, dessen Markenzeichen das leichthändige Ineinander verschiedener musikalischer Genres und ethnischer Einflüsse ist, unternimmt einen Streifzug zu einigen seiner früheren Bands wie Counterblast, Takabanda, Helmut Forsthoff Quartett und African Chase Experience.
En passant arrangiert er – nicht ohne Schmäh, wie es sich für einen gebürtigen Wiener geziemt – quasi ein neualtes Programm und ein altneues Ensemble.
Mit diesem präsentiert er alte Werke in neuer Besetzung und maßgeschneiderte neue Kompositionen. Schwingenschlögls unverwechselbare Kompositionen und die virtuosen, leidenschaftlichen, fantasievollen Interpretationen und Improvisationen seiner Mitmusiker schaffen einen ungestümen, vibrierenden Sound, der zwischen Vitalität und Melancholie oszilliert.
Komplexe Arrangements gehen über in offene Improvisationen, wuchtige Bläserklänge werden unterlegt von afrikanischen Rhythmen und treibenden Beats.
Samstag 22. August '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Für Hannes – zum 10. Todestag von Johannes Bauer

Foto: Lena Panzer-Selz
Conny Bauer – trombone
Nils Wogram – trombone
Helmut Joe Sachse – guitar
Joe Hertenstein – drums
Am 6.5.2016 ist mit Johannes Bauer ein bedeutender Vertreter der europäischen improvisierten Musik verstorben.
An diesem Samstag wollen wir noch einmal nach der April-Veranstaltung im Peter Edel an ihn erinnern. Dazu werden Conny Bauer, Nils Wogram, Helmut Joe Sachse und Joe Hertenstein in unterschiedlichen Duo-Besetzungen und zum Abschluss als Quartett spielen.
Duo Conny Bauer – Nils Wogram

Foto: Michael Debets
Conny Bauer gilt als Meister der melodischen Improvisation auf der Posaune. Seine Musik umfasst ein weites Spektrum an Klangfolgen und Melodien, bei denen er seine ganz eigenen Tonschöpfungen, von John Corbett als „Conradismen” bezeichnet, einsetzt.
Conny Bauer glänzt mit seiner herausragenden Technik auf der Posaune, seiner Virtuosität und seinen improvisatorischen Einfällen.
Der Posaunist Nils Wogram ist einer der spannendsten und produktivsten Musiker der deutschen Jazzszene mit internationaler Strahlkraft.
Seine Musik wurzelt tief in der Tradition des Jazz. Dennoch versucht er diese Sprache zu erweitern, indem er musikalische Materialien verwendet, die nicht aus dem Jazz kommen. Dazu gehören andere Formen von Rhythmus, Form sowie melodischem und harmonischem Material.
Nils Wogram bildet hier ein Duo mit dem legendären Posaunisten Conny Bauer. Sie spielen freie, improvisierte Musik mit einem ausgeprägten formalen Anspruch.
Duo Nils Wogram – Joe Sachse
Foto: Schorle
NILS WOGRAM JOE SACHSE DUO – FREIES GERÖLL
Wie kommt es, dass das alles selbstverständlich, so freundlich, freudig und mitreißend wirkt… Wohl so nur, weil sich hier zwei Wahlverwandte getroffen haben.
Beide – Nils Wogram und Helmut „Joe“ Sachse – sagen übereinstimmend, dass sie sich im Fluss dieses Duospiels wohl fühlen.
Das merkt man an der Wärme des Klanges, an der Leichtigkeit, mit der sie zueinander finden, in den Entsprechungen – sei es in rasanten Unisoni, im Mit- und Gegeneinander melodischer Linien, im souveränen Gang durch die Akkorde und im Parcours über vertrackte Rhythmen. Letztlich wirkt alles ganz einfach, unangestrengt, intellektuelle Erwägungen hinter sich lassend, im besten Sinne spielfreudig, einander und den Zuhörenden zugeneigt.
Die Musiksprachen finden zueinander und die Instrumente zu einem gemeinsamen Klang.
Joe ² – Joe Sachse und Joe Hertenstein
Foto: Harald Krichel
Der Gitarrist Joe Sachse spielt schon seit vielen Jahren im Duo mit unterschiedlichen Schlagzeugern – so mit Baby Sommer, Ernst Bier und mit John Marshall (Soft Machine), mit dem Sachse viele Jahre arbeitete und der 2023 leider verstarb.
So versteht er auch das neue Duo mit Joe Hertenstein: „Freies Spiel als Grundlage, aber auch rhythmische Strecken mit Standards oder Lieder usw . Mit David Moss, Paul Lovens, Wolfram Dix, Ernst Bier, Baby Sommer und auch mit John Marshall hat das wunderbar funktioniert.“
Die Begegnung mit Joe Hertenstein ist Fortsetzung dieses Konzepts.
Joe Hertenstein ist ein Schlagzeuger, der sowohl in der deutschen Jazzszene als auch in der amerikanischen Jazzszene bestens vernetzt ist. Er war und ist beim Jazzkeller 69 mit vielen interessanten Formationen vertreten.
C. Bauer/N. Wogram/J. Sachse/J. Hertenstein

Johannes Bauer
Zum Abschluss erleben wir ein Quartett, das so noch nie öffentlich zusammengespielt hat.
Ein Quartett, das vielleicht von der Instrumentierung ein bisschen an die legendäre Formation Doppelmoppel erinnert, aber musikalisch andere Töne anschlägt.
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Donnerstag 13. August '26 - Konzerthinweis - 20 Uhr:
BÜHNE Brotfabrik [Caligariplatz 1, 13086 Berlin]
Free Jazz und die Mauer – Neue Klangwelten in Ost- und West
Diskurs:
„Assi“ Glöde (Jazzkeller 69) im Gespräch mit Friedhelm Schönfeld und Heiner Reinhardt
Musik:
Helmut „Joe“ Sachse – guitar, percussion / Heiner Reinhardt – bass clarinet / Joe Hertenstein – drums
Die Veranstaltung ist Teil eine Reihe des Jazz am Helmholtzplatz e.V.
HOT AND FREE? JAZZ IM GETEILTEN BERLIN, 1950-1970.
12., 13., 15., 21. August -Brotfabrik; 18. September + 2. Oktober – REH (Kopenhagener 17)
Gefördert von der Lotto Stiftung Berlin
Wie veränderte der Mauerbau die Entwicklung des Jazz? Welche Freiräume blieben Musikerinnen und Musikern in der DDR – und wie entstand daraus eine spannende Free-Jazz-Szene?
Der zweite Abend der Reihe „Hot and Free? Jazz im geteilten Berlin, 1950–1970“ widmet sich den Pionieren des DDR-Jazz und der Entwicklung des Free Jazz.
Friedhelm Schönfeld ist ein bedeutendensten Zeitzeugen des Jazz in Berlin seit den 1950er Jahren. Ee begannen ihre Karriere bereits vor dem Mauerbau, prägten den Aufbruch des modernen Jazz in der DDR und entwickelten den Weg vom Hot Jazz über den Modern Jazz bis hin zum Free Jazz entscheidend mit.
Zugleich erlebten er die politischen Restriktionen und den kulturellen Wandel des Kalten Krieges aus nächster Nähe.
Samstag 8. August '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Peter Ehwald & Scubert Four

Foto: Beat Haberschmidt
Peter Ehwald – reeds
Thomas Dąbrowski – trumpet
Matthias Pichler – bass
Ivars Arutyunyan – drums
Der in Berlin lebende Saxophonist Peter Ehwald hat für sein neues Quartett „Scubert Four“ eine Reihe musikalischer Aufrufe komponiert.
Diese eigenständigen, komponierten musikalischen Zellen rufen zum Handeln auf – zur Improvisation, zur Interpretation und zur Kommunikation.
Die Musiker, die Ehwald’s call for action folgen, gehören zu den Interessantesten der europäischen Szene. Zusammen mit seinem langjährigen Partner aus Malmö, dem Trompeter Tomasz Dąbrowski, bildet Ehwald die Frontline – die beiden Musiker harmonieren hervorragend miteinander und sind als Solisten äußerst spannende Gegensätze.
Getragen wird dieses energiegeladene Wechselspiel von einer kraftvollen Rhythmusgruppe: Bassist Matthias Pichler und Schlagzeuger Ivars Arutyunyan, beide feste Größen der Berliner Szene, verleihen der Musik Dynamik, Tiefe und unbedingten Vorwärtsdrang.
Scubert Four ist ein kompromissloser Appell, in den Club zu gehen – der diesmal am Kaisersteg liegt!

Foto: Rabbit Hole Theater
Helicopter
Peter van Huffel – saxofone
Roland Fidezius – bass
Simon Carmatta – drums
Helicopter ist ein energiegeladenes Trio, das an der Schnittstelle von Jazz, Punk, freier Improvisation und rohem Klangchaos abhebt.
Mit Peter Van Huffel (Saxophone), Roland Fidezius (Bass) und Simon Camatta (Schlagzeug) verbindet die Band das brennende Feuer der Berliner Underground-Szene mit der kreativen Dynamik des Ruhrgebiets.
Entstanden aus einem spontanen Treffen im Rabbit Hole Theater (Essen) im Januar 2024, ist Helicopter eine explosive Fusion aus Melodie, Lärm, Groove und furchtloser Improvisation.
Während Peter und Roland – langjährige Mitstreiter im Thrash-Jazz-Trio Gorilla Mask – ihren Sound in unerforschtes Klangterritorium vorantreiben, bringt Simon, eine treibende Kraft in der Avantgarde-Szene NRWs, seine unverwechselbare rhythmische Intensität ein.
Das Ergebnis: eine unvorhersehbare Reise – manchmal turbulent, immer elektrisierend.


