Archiv gigs
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Freitag 2. Dezember '16 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Haschi 65 – Led Zeppelin, Cream and other good old stuff
Andreas Willers – guitar
Kalle Kalima – guitar
Martin Klingeberg – trumpet, vocal
Jan Roder – bass guitar
Christian Marien – drums
guest:
John Schröder – guitar, piano
Frank Paul Schubert – tenor + alto sax
Matthias Müller – trombone
Ich werde oft gefragt, wie ich zum Jazz gekommen bin. Wer Ende der 60er Jahre aufgewachsen ist, ist das mit Beatmusik. Von Rock ’n’ Roll und Blues entwickelten sich unsere Hörgewohnheiten zum Progressiv-Rock und Jazzrock. Als sich Mitte der 70er-Jahre die Popmusik immer breiter machte, blieb ich beim Jazz und freier Musik. Aus gegebenem Anlass möchten wir erinnern, wo unsere musikalischen Wurzel liegen. Es wird spannend, wie die Musiker heute mit diesen Wurzel umgehen. „Assi“Glöde
Freitag 25. November '16 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Berliner Improvisationsorchester
STRINGS
Guilherme Rodrigues – cello / Gerhard Übele – violin / Alison Blunt – violin / Dietrich Petzold – viola / Tristan Honsinger – vioce
WOOD
Manuel Miethe – soprano sax / Anna Kaluza – alto sax / Henrik Walsdorff – tenor sax / Robert Würz – baritone sax / Silke Eberhard – bass clarinet / Noel Taylor – clarinet, bass clarinet
BRASS
Abigail Sanders – french horn / Nikolaus Neuser – trumpet / Gerhard Gschlößl – trombone
RHYTHM
Hannes Buder – guitar / Niko Meinhold – piano / Klaus Kürvers, Horst Nonnenmacher, Ulf Mengersen / Yorgos Dimitriadis, Willi Kellers – drums
Das Ber.I.O. orientiert sich an der vom „London Improvisers Orchestra“ praktizierten Arbeitsweise der „Conductions“.
Hier hat jeder Mitspieler mit Hilfe von Handzeichen die Möglichkeit die Leitung zu übernehmen und musikalische Strukturen aus dem Moment heraus zu gestalten.
Das Berliner Orchester initiierte die Berliner Saxophonistin Anna Kaluza nach der Rückkehr 2010 von einem einjährigen Auffenthalt in London.
Dabei ist das Berliner Modell keineswegs eine bloße Kopie.
Etwa halb so groß wie das L.I.O. hat es seinen Schwerpunkt weniger auf einheitlich orchestralem Klangkörper sondern auf individueller Entfaltung der Musiker.
So haben die einzelnen Mitglieder viel mehr Einfluß auf die Entfaltung des Klanges und der formalen Entwicklung, und dennoch besteht bei der durchschnittlichen Besetzung von etwa 20 Musikern die Möglichkeit eines orchestralen Klanges.
Donnerstag 24. November '16 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
NoVilla [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]
Schöneweider Herbstlese: „Zwischen Geschichte und September“
Gerd Adloff – Lesung
Gottfried Rößler – Schlagzeug, Perkussion
„…gibt’s also noch, berlin-gedichte, cool, human, skeptisch, witz & grütze. Einmal von Mitte nach Spandau / und schon im Jetlag. Bin begeistert: Geschichte, Karpfen, Einer blickt noch durch / Mein Tierleben / Älter werden / Wenn einem Höhren und Sehen vergeht … Gratuliere! Und schön gemacht, das Buch, die Zeichnungen nervös und fein, passend!“
~ Otto Jägersberg
Freitag 18. November '16 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
BOAT (The Beaurau of Atomic Tourism) meet Gorilla Mask
BOAT
Jon Irabagon – saxes
Ingebrigt Haker Flaten – bass
Magnus Broo – trumpet
Hilmar Jensson – guitar
Jozef Dumoulin – fender rhodes
Teun Verbruggen – drums
Die Musiker um Drummer Teun Verbruggen verweben in freier Improvisation einzeln gespannte Fäden zu einem breiten Klangteppich, aus dem Sound wie Muster hervortreten.
Gleich einer unaufhaltsamen Maschinerie bewegt sich das Sextett vorwärts, der Klang verdichtet sich und dünnt sich aus, einmal kaum zu durchdringen, dann wieder seltsam filigran und schwebend.
Überlagerungen von Mustern und Auflösung von angedeuteten Strukturen bis ins beinahe Chaotische machen die Musik zu einer akustischen Herausforderung.
~ Jazzfest Saalfelden
GORILLA MASK
Peter van Huffel – saxes
Roland Fidezius – bass guitar
Rudi Fischerlehner – drums
Unbarmherzig und furchterregend streifen Gorilla Mask durch die Berliner Kieze und ihre Musik birst dabei vor archaisch wilder Energie.
Der kanadische Ausnahme-Saxophonist und Wahlberliner Peter van Huffel, Schlagzeuger Rudi Fischerlehner und Bassist Roland Fidezius haben alle Free Jazz, Punk und Metal in ihrer DNA, aber im Verlauf der Evolution haben diese Silberrücken die Grenzen ihrer genetischen Codierung weit hinter sich gelassen .
Ihre Musik ist schnell – sie ist wie Ebbe und Flut eines hellwachen Trios, das ganz genau weiß, was es will.
Ständige Ausweichmanöver sind ihr Metier! In dem Moment, indem sie Deine Füße unter Strom setzen, ziehen sie Dir darunter den Boden weg.
Aber – dieser Wahnsinn hat Methode, er folgt einem geheimen Plan, ja ist das Ergebnis einer unablässigen tätigen, äußerst intelligenten Kollektiv-Intelligenz von drei Virtuosen.
Van Huffel bläst ein machtvolles Alt-Saxophon: Man stelle sich den höhlentiefen Ton von Arthur Blythe überschrieben von dem innovativen, ausgefransten Experimental-Stil von David S. Ware – und dann hat man wenigstens den Schimmer einer Idee von van Huffels Stil.
Er surft auf der megahohen Schaumkrone einer aus frenetischem fuzz-wah-Bass und pickelhartem, punktgenauen Schlagzeug-Beat aufgerichteten hohen Welle, der höchsten, die man sich vorstellen kann.
Auf diese Weise kreieren Gorilla Mask komplexe vier oder fünf-dimensionale Sound-Spiralen – und sie kneifen Dich in die Rippen, während sie Achterbahn in Deinem und mit Deinem Gehirn fahren.
In dem Moment , wo die lustvolle Intensität von Gorilla Mask in Schmerz umzuschlagen droht, in eben dem Moment, wo man gerade im Begriff ist, um Gnade zu schreiben, etwa so: „Es ist gut – nicht mehr davon!“, ja in diesem Moment ist die unglaubliche Energie bereits unterwegs in ein auf keiner Karte verzeichnetes Universum.
~ Dave Wayne, übertragen und ergänzt von Reinhold Horn
Donnerstag 17. November '16 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe
Leitung Christof Griese
„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.
Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.
Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.
Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.
HOLZ
Elli Sooß, Adrien Liebermann – alto sax, Patrick Hamacher, Aaron Klenke – tenor sax / Anton Kowalski – bariton sax
BLECH
Tobias Knebel, Lisa-Marleen Buchholz, Jan Rolle, Frederik Schröder – trumpets
Matthieu Pérot, Laszlo Griese, Jan Ole Zabel, – trombone / Alicia Sayell – tuba
RHTYMUS
Kenneth Berkel – piano / Eric Weniger – guitar / Alex Will – bass / Johann Gottschling – drums
Freitag 11. November '16 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
BROM
CD pre-release Tiger Moon Records
Alexander Beierbach – saxophone
Jan Roder – bass
Christian Marien – drums
Die Musik des Trios BROM entspringt der starken Vermischung komponierter und improvisierter Anteile.
Das komponierte Ausgangsmaterial wird im Verlauf längerer Bögen immer wieder aufs Neue auseinander genommen und wieder zusammengesetzt oder auch in verschiedensten Kombinationen übereinander geschichtet.
Die Musik entwickelt sich bei jedem Konzert aus einem neuen Zusammenhang und in eine andere Richtung.
So entstehen jedes Mal unterschiedlichste Ausgangspunkte sowohl für die Improvisationen der drei Musiker als auch für die Interpretation des komponierten Materials.
Jetzt wird die zweite CD aufgenommen.
www.alexanderbeierbach.de/brom
Donnerstag 10. November '16 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Petite Standard
Vesna Pisarovic – vocals
Chris Dahlgren – bass
John Betsch – drums
Das Trio, der kroatischen Sängerin Vesna Pisarovic, des weltberühmten amerikanischen Schlagzeuger John Betsch und dem international renommierten Bassisten und Komponisten Chris Dahlgren hatte im April 2014 beim Jazzkeller 69 seine Premiere.
‚Petit Standard‚ würdigt das traditionelle Standard-Repertoire des Great American Songbook mit einem grundlegend experimentellen und dekonstruktivistischen Ansatz, der jede Klischeefalle vermeidet und die Jazz-Klassiker einer höchst originellen Interpretation unterzieht.
vesna-pisarovic-with-suspicious-minds-songs-of-elvis-presley
www.chrisdahlgren.com
wiki/John_Betsch
Dienstag 1. November '16 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Tomorrow Trio
„All Those Yesterdays“ – about & around Ornette Coleman
Omri Ziegele – alto sax, voice
Christian Weber – bass
Han Bennink – drums
Als Trio bilden diese drei hochaktiven und rastlosen Musiker ein explosives Konglomerat, das sich weder vor überschäumender Expressivität noch vor leisen, zarten, poetischen Tönen fürchtet und das ein grosse Prise Schalk & Humor in ihre Musik einfliessen lässt und obendrein gut ist für jede noch so wilde Überraschung, die auch trainierte Ohren wackeln lässt.
Freitag 28. Oktober '16 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Kerbaj/Jernberg/Grip/Johansson
Sofia Jernberg – voice
Mazen Kerbaj – trumpet
Joel Grip – double bass
Sven Åke Johansson – percussion
Kompromisslos klangliches Neuland zu erforschen, ist das Gemeinsame dieser vier außergewöhnlichen Persönlichkeiten des Free Jazz und der Improvisationsmusik, die an diesem Abend erstmals zum Quartett zusammenkommen werden.
Sofia Jernbergs außergewöhnlicher Gesang knüpft an die experimentelle Vokalakrobatik von Phil Minton, Sainkho Namtchylak, Sidsel Endresen und Diamanda Galás an.
Die zeitweise in Vietnam aufgewachsene Schwedin mit äthiopischen Wurzeln hat aber längst ihren ausgeprägt eigenen Gesangsstil kultiviert, in den sich auch Außereuropäisches und Einflüsse aus der Neuen Musik mischen.
Die Sopranistin mit Kompositionsstudium hat nämlich auch als Interpretin von Schönberg bis zu zeitgenössischen Komponisten von sich Reden gemacht.
International bekannt geworden ist sie jedoch durch ihr Mitwirken in Mats Gustafssons Fire! Orchestra.
In Schweden wurde sie schon 2008 mit ihrem damaligen Septett Paavo mit Preisen ausgezeichnet und ist seitdem mit zahlreichen Größen der skandinavischen Creative-Jazz- und Improvisationsszene aufgetreten.
Mazen Kerbaj hat die junge, kompromisslos radikale und lebendige Improvisationsszene Beiruts mit ins Leben gerufen und gilt seitdem als einer ihrer Schlüsselpersonen.
Der Trompeter, Maler und Comiczeichner, der für ein Jahr mit einem DAAD-Stipendium in Berlin lebt, macht zunehmend auch international auf sich aufmerksam, z. B. durch Aufnahmen mit Peter Brötzmann, Axel Dörner oder Michael Zerang.
Eine extensive Nutzung erweiterter Spieltechniken zeichnet sein Spiel aus, etwa, wenn er seine Trompete mittels eines Gartenschlauchs zwischen Mundstück und Instrument zum Blubbern bringt.
Geräuschklänge scheut auch Joel Grip nicht. Sein vielseitiges Kontrabassspiel ist ebenso energiegeladen, wie sein Leben, denn der schwedische Gründer von Umlaut Records mischt umtriebig in der ganzen europäischen Szene mit.
So war er bei uns im Trio des afro-britischen Pianisten Pat Thomas zu hören, wie zuletzt in einer Gruppe mit Tobias Delius und Pierre Borel und mit der Umlaut Big Band.
Sven-Åke Johansson gehört zu den Pionieren des europäischen Free Jazz, z. B. in Gruppen mit Alexander von Schlippenbach.
Der seit 1968 in Berlin lebende schwedische Schlagzeuger ist aber auch als Autor, Maler, Konzeptkünstler, Komponist und Rezitator von neodadaistischen Spontangedichten hervorgetreten, oft diese Kunstformen originell verbindend.
~ Matthias Oberg
Sonntag 23. Oktober '16 Einlass: 16:00 Beginn:16:30 Jazzkeller 69 zu Gast in
NoVilla [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]
Enemy
Kit Downes – piano
Petter Eldh – bass
James Maddren – drums
Kit Downes gehört als Pianist, Organist, Keyboarder und Komponist zu den interessantesten und vielseitigsten Musikern der jüngeren britischen Jazzszene.
Zuletzt war er in Berlin bei den Kollektiv Nights im Duo mit der Cellistin Lucy Railton mit impressionistischen, an Debussy und Ravel erinnernden Eigenkompositionen zu hören.
Sein Piano Trio liefert jedoch Anderes. Zwar werden durchaus auch im Trio oft neoimpressionistische Klanglandschaften aufgebaut und ist in seinem Klavierspiel zuweilen der Einfluss Keith Jarretts hörbar.
Aber ein anderes Verhältnis von Komposition und Improvisation zugunsten letzterer, der Einfluss Bartoks, rhythmische Eigenwilligkeiten Monks, ein Spiel mit Phasenverschiebungen wie in der Minimal Music, ein intelligentes mimetisches Spiel mit Jazztraditionen und gelegentlich rockige Rhythmen, dann aber gerne in ungeraden Metren, sorgen für größere musikalische Vielfalt und schärfere, kraftvollere Akzentuiertheit.
Wie Downes diese heterogenen Einflüsse organisch verbindet, ist eigenwillig, gekonnt und beeindruckend.
James Maddren spielt auch in den Piano Trios von Gwilym Simcock und Ivo Naeme.
Er gehört seit Beginn zu Downes Trio. Seine sensible Vielseitigkeit macht ihn zum idealen Partner.
Der Däne Petter Eldh ist neuer zu diesem Trio gestoßen und trägt seitdem sehr zu einer schärferen, kraftvolleren Akzentuiertheit bei. Sein Kontrabassspiel im Piano-Trio-Format konnte schon in Django Bates wunderbarem Beloved Bird Trio begeistern.
~ Matthias Oberg
In Zusammenarbeit mit moving poets Berlin GmbH.

