Archiv gigs
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Sonntag 23. September '18 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
Declan Frode solo + Squakk
Declan Frode – piano
Declan Forde beschäftigt sich mit altem Jazz, insbesondere der Musik Duke Ellingtons, aber ebenso mit Improvisierten Musik und Free Jazz. Ursprünglich aus Glasgow stammend zog es in 2009 nach Leeds, wo er schnell Teil der dortigen Avantgardeszene wurde.
Seit 2014 lebt er in Berlin und hat sich hier schnell einen Namen gemacht, als höchst origineller Pianist, der in den unterschiedlichen Projekten, mit denen er in Erscheinung tritt, stets seine eigene Handschrift erkennen lässt. 2016 war er Stipendiat der Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V.
Aktuell spielt er u.a. mit Greg Cohen, James Banner, Michael Griener und Tobias Delius.
jazzfromscotland
SQUAKK
CD release „Roadside Picnic“
Michael Griener – drums
Jan Roder – bass 
Christof Thewes – trombone
Ist klein, schnell und akustisch und lernte sich 2008 bei einem gemeinsamen Konzert mit Uli Gumpert in Berlin kennen und absolvierte seitdem zahlreiche Konzerte u.a. in der Ukraine, in der Schweiz und in New York.
Griener und Roder arbeiten und leben seit Jahren in Berlin und bilden dort eine der angesagtesten Rhythmusgruppen der europäischen Free Jazz- und Improvisationsszene. Mit Thewes zusammen agieren sie in einem eigenständigen Musikkosmos, zu dem „Luten“ Petrowsky anlässlich ihrer ersten CD-Veröffentlichung schrieb:
“….Vitalität, Spontanität, Intelligenz plus Swing, Drive und Groove, gegossen in die verschiedenen Formen von eigenwillig -einfallsreichen Improvisationen bzw. Kompositionen, deren teilweise vertracktes Material mit spielerischer Leichtigkeit vorgetragen wird…..’’
Ihre neue CD ist eine Suite, inspiriert durch den Romans der Brüder Strugazki.
squakk
Podiumsgespräche Musik und Gesellschaft:
Jazzjournalist und Soziologe Tobias Richtsteig im Diskurs
mit Nikolaus Neuser, Vorsitzender Union deutscher JazzmusikerInnen:
„Das Private ist politisch“ – das wissen wir seit 1968, ein halbes Jahrhundert schon. Aber was heißt das für den Jazz, diese Musik, die meist im sehr intimen, fast privaten Rahmen gespielt wird? Und heute, wo über das Internet längst alles Private auch weltöffentlich stattfindet?
Gespräch und Konzert wird gefördert mit Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung
Freitag 21. September '18 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Hannes Zerbe Jazz Orchester
REEDS
Jürgen Kupke – clarinet / Silke Eberhard – alto sax, clarinet / Nico Lohmann -alto sax, flute / Dirk Engelhardt – tenor sax / Gebhard Ullmann – bass clarinet, flute / Alexander Beierbach – bariton sax
BRASS
Damir Bacikin – trumpet / Nikolaus Neuser – trumpet, flügelhorn / Tobias Zerbe – trumpet / Jörg Huke – trombone / Baron Arnold – trombone / Stefan Most – horn / Matthew Booker – tuba
RHYTHM
Jörg Schippa – guitar / Horst Nonnenmacher – bass / Christian Marien – drums / Hannes Zerbe – piano, composition
Das Hannes Zerbe Jazz Orchestra ist eine unkonventionelle Bigband, die seit 2011 existiert. Unter der Leitung von Hannes Zerbe, einem der krativen Jazzmusiker der DDR, spielen in Berlin und der internationalen Jazzszene bekannte Musiker. Seine Kompositionen bilden einen komplexen Rahmen, der den Musikern so einiges abverlangt und dem Ganzen eine Struktur verleiht. Einflüsse von modernem Jazz, sinfonischer Musik bis hin zu Frank Zappa sind spürbar. Neben dem Zusammenspiel als Gesamtklangkörper wird aber eben so viel Wert auf die individuellen und kreativen Entfaltungsmöglichkeiten der einzelnen Musiker gelegt, die vor allem durch ausführliche Improvisationen in ihrem gesamten Facettenreichtum zur Geltung kommen.
Die Interaktion der Band, die ein gemeinsames Klangerlebnis schafft, ist eine der Hauptbestrebungen. Die individuellen und kreativen Möglichkeiten eines jeden Musikers sind jedoch genauso wichtig. Ausgefeilte Improvisationen präsentieren sie deshalb mit all ihrer Vielfalt und ihrem künstlerischen Potenzial.
www.hanneszerbejazzorchester.de
Donnerstag 20. September '18 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe
Leitung Christof Griese
„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.
Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.
Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.
Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.
HOLZ
Elena Peiritsch, Igor Albert Licon – alto sax
Niko Zeidler, Aaron Klenke – tenor sax / Anton Kowalski – bariton sax
BLECH
Tobias Knebel, Eline Dalewski, Kelly O`Donohue, Frederik Schröder – trumpets
Simeon Prause, Laszlo Griese, Jan Ole Zabel, – trombone / Alicia Sayell – tuba
RHYTMUS
Jakob Reisener – piano / Ettore Marangon – guitar / Per Moritz Buschmann – bass / Mathis Klockow – drums
Freitag 14. September '18 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
beat the odds
Elisabeth Coudoux – cello
Ricardo Jacinto – cello
Félicie Bazelaire – bass
Pascal Niggenkemper – bass
guest: Elena Kakaliagou – horn
Zwei Celli und zwei Kontrabässe im Dialog, angeordnet im Quadrat.
Die Saiten, angeschlagen von einem durch einen Motor angetriebenen Propeller, der variabel gesteuert wird.
Pulsierende Organismen (Beats), stehende Klangflächen (Drones) sowie persönlichen Spieltechniken der Sechs Musiker rufen in einem organischen Miteinander eine faszinierende Klangwelt hervor.
Freitag 7. September '18 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Oktopuzzle feat. Oloyé Dez
Tobias Zerbe – trumpet
Andres Reifgerst – alto sax
Julius Hopf – trombone
Thibault Falk – piano
Horst Nonnenmacher – bass
Rainer Winch –drums
Eutália de Carvalho – vocal
Katrin Wahl – guitar
Andreas Dormann –bariton sax
Matthias Haffner – percussion
guest: Liva Strazdina- trumpet
CONTEMPORARY JAZZ MEETS BRAZILIAN SOUL
„Risk is the heart of jazz, every note we play is a risk.“
Das Zitat der Jazzlegende Steve Lacy hat sich das seit 2010 bestehende Berliner Ensemble Oktopuzzle zum Motto gemacht.
Unter der Leitung des Berliner Bassisten und Komponisten Horst Nonnenmacher erarbeitete sich die Band über Jahre hinweg ein Repertoire aus Titeln von Horst Nonnenmacher, Hannes Zerbe, Charles Mingus, Wayne Shorter und Eigenkompositionen der Bandmitglieder.
Im ersten set spielt Oktopuzzle.
Das Sextett wird im zweiten set um einige profilierte Musikerinnen erweitert. Extra arrangierte Songs der brasilianischen Sängerin Eutália de Carvalho erweitern das Repertoire und treffen auf die brasilianisch-deutsche Formation „Oloyé“, es gesellt sich noch ein renommierter Saxofonist hinzu und es wird gerockt!
Dienstag 4. September '18 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Aufsturz-Jam Freebop / No Standards

directed by Willi Kellers
openig guests:
Silke Eberhard – alto sax, clarinet
Johannes Fink – cello, sequenzer
Nikolaus Neuser – trumpet
Backline: No PA!
upright piano, bass amp, fender guitar amp, sonor drum set
Ende ca. 23:00 Uhr
Eintritt 5 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session
Teilnehmer (nach dem Alphabet):
Julian Datta, banjo
Devon Elaschuk, guitar
Leon Griese, drums
Oliver Köpke, drums
Heiko Kulenkampff, piano
Ben Lehmann, bass
Victor Mang, bass
Florian Müller, guitar

Kulenkampf-Mang-Fink-Neuser
Nikolaus Neuser, trumpet
Christian Paczkowski, guitar
Christoph Riggert, bass
Ulrike Schwarz, alto sax
Max Stehle, alto sax
Julie Sassoon, piano (special guest)
Josefine Trautmann, alto sax
Johannes von Wrochem, guitar
Birgit Wusch, vocal
Verlauf
1. Oliver Köpke / Christian Paczkowski / Max Stehle
2. Birgit Wusch / Ben Lehmann / Julian Datta
3. Silke Eberhard / Christoph Riggert / Ulrike Schwarz / Victor Mang / Josefine Trautmann
4. Willi Kellers / Johannes von Wrochem
5. Johannes Fink / Nikolaus Neuser / Heiko Kulenkampff / Victor Mang /
6. Julian Datta / Leon Griese / Florian Müller / Devon Elaschuk
7. Heiko Kulenkampff
8. Oliver Köpke / Nikolaus Neuser / Ben Lehmann /
9. Ulrike Schwarz / Max Stehle /
10. Willi Kellers / Johannes Fink / Julie Sassoon
Samstag 1. September '18 - jazzkeller 69 stellt vor - 21 Uhr:
studioboerne45 [Börnestr. 43/45, 13086 Berlin-Weißensee]
Stefan Schultze – Large Ensemble
Konzertbeginn pünktlich! Einlass ab 20:30 Uhr
Charlotte Greve – alto, flute, clarinet
Peter Ehwald – tenor, soprano, clarinet
Uli Kempendorff – tenor, clarinet, bari, bass clarinet
Elena Kakaliagou – horn
Magnus Schriefl – trumpet
Simon Harrer – trombone
Peter Meyer – guitar
Stefan Schultze – piano
Miles Perkin – bass
Evi Filippou – vibraphone, percussion
Daniel Schröteler – drums
Es braucht Querdenker wie Stefan Schultze, um dieses vielleicht spektakulärste Format des Jazz, das Band-Abenteuer Big Band, am Leben zu halten.
Big Bands sind Institutionen des Jazzganzen und Lehrinstitute für den Einzelnen. Big Bands haben einen leichten Hang zum Größenwahn und einen schweren zu Disziplin und Konzept.
Big Bands sind schwer zusammenzuhalten, doch in den besten Fällen kein bisschen aus der Zeit.
Stefan Schultzes Large Ensemble ist so ein bester Fall.
Sozialisiert ist der Mittdreißiger mit diversen Musikformen: Jazz, Rock, Pop, Neue Musik, Klassik, ethnische Klänge, Minimal, Noise usw.
Er gehört zur Generation der Klickkultur, doch genau gegen die tritt er an. Denn seine ausgefuchsten, mit immer neuen Finten verblüffenden Kompositionen schöpfen zwar aus dem großen Fundus, setzen aber eine detaillierte Auseinandersetzung voraus, wie sie über YouTube nicht zu haben ist.
Mit all ihren Volten und überraschenden Wendungen behält Stefan Schultzes Musik etwas Springlebendiges, Agiles von hoher Eingängigkeit und Durchschlagskraft, ohne sich je im Simplen zu verlieren.
Aus dieser genau gebauten Wendigkeit resultieren Kraft und ansteckende Vitalität dieser Breitwandklänge.
Das ist ganz und gar Musik von heute, die jedoch um ihre Ahnen weiß.
„Seine Musik gehört zum Originellsten, was die internationale Big-Band-Szene zu bieten hat.
Seine Kompositionen stecken voller überraschender Entwicklungen, voller origineller Ideen, voller Stilbrüche und nicht zuletzt voller ungewöhnlicher Klangfarben.
Was Kontraste und Abwechslung angeht, ist Stefan Schultze (ohnehin) ein Meister.“
~ Odilo Clausnitzer, Deutschlandfunk JazzFacts 05/2015
www.stefanschultze.com
Samstag 11. August '18 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg
Frank Gratkowski Trio
Frank Gratkowski – alto sax, clarinets
Oliver Potratz – bass
Christian Marien – drums
Jazz als Spielhaltung und nicht als Repertoiremusik – mit Hirnschmalz und sexy Sounds.
Kopfmusik für den Bauch! Am stärksten dem Braxton-Trio verpflichtet, bezieht dieses experimentierfreudige Trio die Position eines »expressionistischen Konstruktivismus«: ein Spiel, das versucht durch thematische, melodische oder rhythmische Bausteine eine radikale emotionale Authentizität zu finden.
Eine Formation, die im modernen Jazz europaweite, wenn nicht Weltgeltung genießt.
Dass sie am Kaisersteg auftreten, ist da kein Widerspruch, sondern ganz richtig: hier spielt die Musik !
Silke Eberhard Trio
Silke Eberhard – alto sax, bass clarinet
Jan Roder – bass
Kay Lübke – dums
“In dieser Musik bin ich als Musikerin wahrscheinlich am meisten Ich selber” sagt Silke Eberhard über ihr Trio mit Jan Roder und Kai Lübke.
Einmal natürlich, weil es ihre Kompositionen sind, die hier auf dem Programm stehen – zum anderen, weil sie mit diesen beiden Kollegen einfach wahnsinnig gerne zusammenspiele.
Ein Dutzend Jahre hat das Trio schon gemeinsam erlebt; ihre Platten-Titel beschreiben es als „Being“, ein eigenes musikalisches Wesen also.
Das ist kein Widerspruch zur oben zitierten Einschätzung der Leaderin – sondern total plausibel, wenn man die atmende, elastische, spontane Musik des Trios live erlebt.
silke eberhard trio
Fake Noise
Jonathan Lindhorst – tenor sax
Peter van Huffel – alto sax
Dan Peter Sundland – electric bass
Oli Steidle – drums
Glaube nicht alles, was du hörst: Wir leben schließlich in Zeiten von Fake Noise.
Verführerisch schmeicheln Dir die beiden Lead-Bläser ihre Pop-Melodien ins Ohr.
Aber aufgepasst: elektrischer Bass und Drums bringen die Zeiten ins Fließen. Alles könnte auch ganz anders gewesen sein.
Die beiden Saxophonisten Jonathan Lindhorst und Peter van Huffel stammen aus Kanada, diesem anderem Amerika.
Egal: längst gehören sie zu den wichtigen Figuren der Berliner Szene, im vergangenen Sommer servierte van Huffel am Kaisersteg »The Scrambling Ex« und trug seine »Gorilla Mask«.
Lindhorst ist mit »Ear Conditioning« , dem »Berlin Soundpainting Orchestra« und seinem »Limerence Quartet« auf beiden Seiten des Atlantik unterwegs.
Der in Norwegen gebürtige Sundland und er aus Nürnberg stammende Oli Steidle machen die internatione Besetzung komplett: alles Berliner, übrigens.
fake-noise
Samstag 28. Juli '18 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg
Triebwerk Hornung
Wanja Slavin – alto sax
Ludwig Hornung – fender rhodes
John Schröder – drums
Mit seinem Klaviertrio hat Ludwig Hornung im vergangenen Jahr viel Lob bekommen.
Die klassischen Komplimente: dichtes Interplay, natürliche Virtuosität – aber auch: „Alles singt bei ihm“ schrieb Hubert Nuss, der es (selbst Pianist) wissen muss.
Ein wichtiger Hinweis, der auch für das Triebwerk Hornung gilt, das andere Dreierpack.
Hier legt der Pianist mit dem sanfteren Fender Rhodes die Bahn für die lyrischen Höhenflüge von Wanja Slavin (Echo Jazz-Preisträger und -Kritiker), befeuert von John Schröder, der das Schlagzeug als sein Medium gewählt hat.
Als gut eingefahrenes Triebwerk verwandeln sie Spirit in reine Energie; Rock und Drum & Bass-Erfahrung gewähren dabei Bodenhaftung, um auch freiere Jazz-Ausfahrten zu nehmen.
Ihre Titel nennen sie „Hundstage“, „Immer Dömmer“ oder auch “Quäl dich, Du Sau!“
Diese Drei haben wirklich etwas zu erzählen.
JR3
Jan Roder – bass
Rudi Mahall – bass clarinet
Olaf Rupp – guitar
Wenn er Bass spielt, ist Jan Roder glücklich – das sieht und hört man.
Mehr Glück ist es noch, wenn er freien Jazz spielt, in einer guten Besetzung.
Das wissen Berliner Zuhörer-und schauerInnen aus Hunderten von Konzerten. Nur zu logisch also, dass er die neueste CD mit seinem Trio „Happy Jazz“ genannt hat.
Schon lange kennen sich Rudi Mahall, Roder und Olaf Rupp. Vor Jahren lebten die Drei am Rande des gleichen Parks in Berlin, „konnten sich ohne Schlagzeug … aah … wunderbar zu Hause treffen und fröhliche Kammermusik miteinander improvisieren“ (Zitat Roder).
Wie sie dabei zusammen kommen, in Kontrast oder Dialog treten, immer mit einem Augenzwinkern: das ist schon ein gutes Beispiel dafür, wie Gemeinschaft auch funktionieren kann.
Mit großer Freiheit, exzentrisch ohne Esoterik, nicht zu leise, sondern in fröhlicher Lautstärke. Also: Jazz, der wirklich glücklich macht.
jr3
MATSCH & SCHNEE – The Jerico Projekt
Silke Eberhard – alto sax
Maike Hilbig – bass
Geoffroy de Masure – trombone
Gerhard Gschlössl – trombone
feat. Daniel Casimir – alt trombone
Die Posaunen und die Mauern von Jericho. Alte Geschichte – und immer wieder gut.
Dabei war es nicht die Lautstärke oder etwa der Sound, der die Stadtmauern damals zum Einsturz brachte. Sondern die Ausdauer der Musiker.
Silke Eberhard und Maike Hilbig haben ein genauso langlebiges Duo: „Matsch&Schnee“.
Wie diese Begleiterscheinungen des Berliner Alltags kommt auch ihre Musik rüber: Kompromisslos nutzen sie Mikrointeraktionen, ungebunden losgelöste Rhythmen und rohen Jazz, um die – dann eben doch – Schönheit der Erde in ihrer ganzen Weite zu beschreiben.
Gerhard Gschlößl hat sich davon seinerseits zu Arrangements reiner Wahrheit inspirieren lassen: mit drei Posaunisten dazu ergab sich ein Quintett, welches bei den Kollektiv Nights 2017 in Berlin erstmals vorgestellt wurde: Das »Jerico Project«.
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Da geht es nicht um rohe Klangmacht, sondern um durchdachte Konzepte, die die Strukturen konsequent zum Tanzen bringen, um Musik voller Lebendigkeit. Denn die kann sicher geglaubte Mauern nachhaltig erschüttern.
Samstag 14. Juli '18 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg
Umfundisi
Tobias Delius – tenor sax
Matthias Schubert – tenor sax
Antonio Borghini – bass
Christian Lillinger – drums
»Umfundisi« bedeutet auf Zulu und Xhosa: ‘Prediger’.
Das war auch der vielsagende Spitzname des 2012 verstorbenen Saxofonisten Sean Bergin.
Er stammte aus einer Familie von Seefahrern, der Großvater war als Kapitän in Durban/Südafrika hängen geblieben. Sean erbte den internationalen Spirit seiner Vorfahren, spielte auch in Zeiten der Apartheid mit schwarzen Kollegen zusammen.
Schließlich emigrierte er nach London, wo er u.a. mit Dudu Pukwana und Chris McGregor dem europäischen FreeJazz afrikanischen Drive beibrachte. 1
976 ging er nach Amsterdam und zählte zum inneren Kreis der “Bimhuis”-Szene.
In Amsterdam haben auch die beiden Saxofonisten des Quartetts »Umfundisi« lange gelebt: Matthias Schubert und Tobias Delius, der auch eng mit Bergin befreundet war.
Gemeinsam mit Antonio Borghini (der selbst Bergin in sein »Domino«-Quartett holte) und Christian Lillinger (der 2010 mit Bergin, Delius und Borghini im Aufsturz auftrat) lassen sie die Erinnerung an den Prediger und seine Musik weiterleben.
Schultze/Ehwald-Duo feat. John Schröder
Stefan Schultze – fender rhodes
Peter Ehwald – saxes
John Schröder – drums
Ein Atem, der zum Ton, zum melodischen Motiv wird. Ein Klaviermotiv wie ein Echo.
Dieses Trio ist nicht einfach nur ein „Treffen“ zum gemeinsamen Spiel. Da ist mehr. Viel mehr.
Stefan Schultze und Peter Ehwald arbeiten schon seit Ewigkeiten zusammen, nicht nur als Duo, auch bei der »Oktoposse« oder im »Backyard Jazz Orchestra«.
Und das sind nur zwei willkürlich herausgepickte Bandnamen.
„Was die beiden seit nunmehr Jahren anpacken, zeugt von tiefem Einklang, der nur so bestehen kann, wenn man die Verschiedenheit zwischen den beiden Charakteren bejaht“ schrieb die Jazzzeitung vor einem Jahr über ihre jüngste Duo-Platte.
Was zu zweit gilt, geht auch zu dritt gut: Jetzt haben Schultze/Ehwald sich noch John Schröder dazu eingeladen, damit sind es drei außergewöhnliche Berliner Musiker, die sich gegenseitig viel zu erzählen haben. Und wir können live dabei sein.
whyplayjazz
Absolutly Sweet Marie
Steffen Faul – trumpet
Matthias Müller – trombone
Alexander Beierbach – tenor sax
Max Andrzejewski – drums
»Blonde on Blonde« sei Bob Dylans bestes Album, sagt man. Dabei war der Anfang schwer, erzählte der Nobelpreisträger seinem Biographen Robert Shelton. „Ich war wirklich niedergeschlagen.
Aus ganzen 10 AufnahmeSessions haben wir keinen einzigen Song nehmen können … Es war die Band, aber das wusste ich da nicht. Ich wollte es nicht wahrhaben.“
Nach einem halben Jahr voller Fehlversuche floh er aus New York nach Nashville, wo er Musiker fand, mit denen es endlich funkte.
Hätte er mal gleich mit »Absolutely Sweet Marie« gearbeitet. Das Berliner Brass-Band-Quartett zählt zu den besten DylanBands überhaupt.
Weil sie ihren ganz eigenen Zugang haben: Oft reichen ihnen nur Bruchstücke aus den bekannten Original-Versionen als Material für ausgedehnte Kommentare.
Und die werden nicht weg-genuschelt. Sondern nonverbal und pointiert platziert.
Das Beste daran: dieses Jahr gibt es keinen Nobelpreis, aber das neue »Absolutely Sweet Marie« – Programm hier und jetzt: live!
Absolutly Sweet Marie

