Archiv 2021

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Montag 11. Oktober '21    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Zig Zag Jazz Club   [Hauptstr. 89, 12159  Berlin-Schöneberg]


Berlin Mallet Group

Berlin Mallet GroupDavid Friedman –vibraphon
Julius Heise – marimba
Hauke Renken – marimba
Raphael Meinhart – marimba
Taiko Saito – marimba

Die Berlin Mallet Group ist das einzige improvisierende Ensemble dieser Art.
Die Mitglieder sind ehemalige Schüler von David Friedman, die inzwischen selbst zu vollendeten Vibraphonisten, Marimbisten und Künstlern geworden sind.
Sie alle spielen, komponieren und unterrichten.

Das Ensemble spielt Kompositionen von David Friedman, Taiko Saito, sowie spontane Kompositionen, die im Moment entstehen.
Jeder Spieler bringt seine eigene künstlerische Persönlichkeit, sowie einen fortgeschrittenen Teamgeist ein. Die kombinierte kulturelle Identität spielt auch eine wichtige Rolle für den vielseitigen Klang der Kompositionen und Improvisationen.
Die Spieler repräsentieren Japan, USA, Deutschland und Österreich.
Die Berlin Mallet Group kann ihre vor einem Jahr fertiggestellte CD endlich vorstellen.

berlin-mallet-group

 

Es gilt das Hygienekonzept des Zig Zag Jazz Club.

 


Sonntag 10. Oktober '21    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Meeting the Past

Meeting The Past Ignaz Schick – alto sax
Mike Majkowski – double bass
Martial Frenzel – drums, percussion

Dieses 2009 gegründete Akustik-Trio hat mehrere Inkarnationen durchlaufen.
Ursprünglich bestand das Trio aus Clayton Thomas und Paul Lovens. Dann wurde Clayton wegen seiner Rückkehr nach Australien durch Mike Majkowski ersetzt, und jetzt springt Martial Frenzel für Paul Lovens ein.
Die Musik dieses Trios war von der ersten Sekunde an pur-melodischer Spass  harmonischer Kontrapunkt und tiefergründiger frischer/freier Fluss.
Viele wissen nicht, dass Schick Saxophon studiert hat und in den 90er Jahren eine ziemlich produktive Stimme auf dem Instrument und in der neuen Jazzszene wurde, bevor er sich mehr oder weniger vollständig auf seine experimentellen elektronischen und klangkünstlerischen Arbeiten konzentrierte.
Obwohl er nie aufhörte, Alt zu spielen (wie oft fälschlicherweise behauptet wird), buchte er für einige Jahre keine Saxophonkonzerte mehr, da er in der neuen experimentellen und elektronischen Untergrundszene Berlins und international eine weniger kodierte Aktionsfläche und seinen Experimenten gegenüber aufgeschlossenes Publikum fand.

Die Musik des Trios lässt sich ohne weiteres als Jazz und zwar als „freier“ Jazz beschreiben – ohne stilistische Ängste oder Abgrenzungen. Das Trio geht ohne ein vorbereitetes Repertoire auf die Bühne, alle musikalischen Entscheidungen werden direkt vor Ort getroffen.
Die Musik bezieht sich eindeutig und ständig auf alle Epochen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus. Zitate von Melodien werden als Auslöser für bestimmte Stimmungen und Texturen, Tempi oder Modi eingeworfen, und das Trio hebt von da an sofort zu einem ausgedehnten und frischen Swing ab.

Clayton Thomas über Meeting The Past: “The ghosts of memory’s melody haunt the ragged swing. The time changes, but stays true, shifting tempo but never direction. In this trio, Ignaz Schick returns to the roots from which his complex and diverse musical history have grown – the songs of Don Cherry and Albert Ayler and Duke Ellington and JS Bach -bringing with him two improvisers who sharing the path. They (…) provide the ebb and flow of this unique song – improvised from the core.”

bandcamp.com/album/meeting-the-past

 


Samstag 9. Oktober '21    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Conference Call

Conference Call Gebhard Ullmann – reeds
Joe Fonda – bass
Uwe Oberg – piano
Dieter Ulrich – drums

Die Band existiert seit 1998 und geht zurück auf die Zeit als Ullmann und Stevens in Park Slope (Brooklyn) Nachbarn waren.
In Kritiken wird sie als Organismus bezeichnet der komplex und ausbalanciert in einem Moment und voller Feuer im nächsten ist. Der sich allen Dimensionen und zudem in der eigenen Zeit und derjenigen der Musikgeschichte hin und her bewegt.

Über die Jahre hat sich ein einzigartiger Bandsound etabliert und das Quartett wird in den USA in letzter Zeit häufig als eine der führenden working units des zeitgenössischen Jazz bezeichnet
Conference Call ist ein kooperatives Projekt und mit 10 CD Veröffentlichungen und über 20 Tourneen auf beiden Seiten des Atlantiks eine von Gebhard Ullmann’s aktivsten Bands.

conference-call
Youtube

 

 


Donnerstag 7. Oktober '21    -    Einlass: 18:30     Konzert: 19  -  21 Uhr
Bühne am Kaisersteg    [Hasselwerderstraße 22A]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Nils Feldmann – alto, sopran / Felix Broman – alto / Matthias Meyer, Gabriela Solovyova – tenor / Yannic Rösch – bariton, bass clarinet
BLECH
Tobias Knebel , Elina Dalewski, Kelly O´Donnohue – trumpet / Laszlo Griese, Jan Uwe Zabel – trombone
RHYTHMUS
Paul  Peuker – guitar / N.  N. – piano/ Pelle Buschmann – bass / Tobias Heise – drums

saxart.de

 

 

Corona Verhaltensregeln: Bitte lesen und beachten!

 


Montag 4. Oktober '21    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Christuskirche   [Firlstr. 16, Berlin - Oberschöneweide]


Georg Graewe & Sonic Fiction Orchestra Extended

Georg Gräwe, Foto by Kurt RadeIsabelle Duthoit – clarinet
Francois Houle – clarinet
Maria Gstättner – bassoon
Sara Kowal – harp
Laura Strobl – viola
Asja Valcic – cello
Georg Graewe – piano
Peter Herbert – bass
Wolfgang Reisinger – drums
feat. Els Vandeweyer – vibraphone

Graewe ist zu einem musikalischen Modell gelangt, bei dem sich die Nachfrage betreffend komponierten und improvisierten Abschnitten nicht stellt.
Wie merkte Pierre Boulez einmal an? „Zwischen Spontanem und Gelehrtem besteht von Natur aus kein Unterschied … der Impuls kann die Reflexion ebenso anstacheln wie das Kalkül die Geste beleben kann.“ Und Graewe erfindet in dieser Modalität.

Bleibt noch festzuhalten, dass er mit seinem Sonic Fiction Orchestra das derzeit inhaltlich relevanteste großformatige Konzept entworfen hat und zum engsten Kreis wegweisender, zeitgenössischer Jazzkomponisten zu zählen ist. Besser kann man sich nicht empfehlen.
~Brisantes Schall-Essay. Hannes Schweiger

 

musikfonds

östereischisches Bundesministerium Kunst, Kultur

Östereischisches Kulturforum Berlin

 

 

 

 

Corona Verhaltensregeln: Bitte lesen und beachten!

 

 


Sonntag 3. Oktober '21    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Assif Tsahar, Mat Maneri, Jim Black: JAM

Assif Tsahar – tenor sax, m’bira
Mat Maneri – viola
Jim Black – drums

„Man sagt, dass Eisberge nicht das sind, was sie zu sein scheinen, dass nur kleine Teile von ihnen tatsächlich über die Meeresoberfläche hinausragen. So war es auch bei der Show des Trios. Ihre Musik schuf ein schaukelndes Meer aus Synkopen und Dissonanzen, aus dem überraschend prägnante Motive hervortraten…
Black spielte mit Esprit, klopfte sich durch Rhythmen, die aufhörten und anfingen, drängte Maneri und Tsahar und entfernte sich dann wieder. Manchmal deutete er Meter an, die so tief in der Tasche steckten, dass selbst die schüchterneren Tonic-Zuschauer anfingen, mit dem Kopf zu nicken (und das auch noch gleichzeitig!), aber er ließ sie nie einsinken.
Maneri hingegen nahm Blacks Hinweise auf und erzwang Muster, die am Rhythmus zerrten und schlau in überraschende Auflösungen übergingen.
Dann fanden die drei gleichzeitig einen neuen Klang, spontane Komposition vom Feinsten: Tsahar traf auf Maneri und die beiden tauschten harmonische Dissonanzen aus.

Das Trio ließ aus jedem neuen Klang Motive entstehen, aber kaum hatten sie diese gefunden, sprangen Maneri oder Tsahar mit rasanten Linien heraus, die nie zurückblickten.
Mit einem unmerklichen Nicken verlangsamten sich die Soli und wurden von einer zunehmenden Kakophonie der anderen beiden begleitet.
Besonders die Kakophonie von Black stach hervor, der ungeduldig von Schlagzeugstöcken zu Schlägeln und sogar zu Fingernägeln wechselte. Und gerade wenn es so aussah, als würde er den Rhythmus außer Kontrolle geraten lassen, spielte er ein oder zwei Takte, um zu zeigen, wie sehr er sich die ganze Zeit unter Kontrolle hatte.
Sogar wenn er einen Stock oder einen Schlägel, den er gerade benutzt hatte, wieder in sein Instrument fallen ließ, ließ er ihn im Rhythmus fallen, und für einen Moment begleitete er ihn, während er wieder an seinen Platz klapperte.

Im Einklang mit der überraschenden Entwicklung einer jeden Improvisation endeten die Lieder mit einer überraschenden Leichtigkeit. Beifall ertönte, und bevor noch Zeit war, ein ehrfürchtiges „hmm…“ auszustoßen, waren die Musiker schon wieder am Werk.“

~ Matt Rand, December 28th, 2002

Youtube: JAM- Bridges-Go-Around

 


Montag 27. September '21    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Zig Zag Jazz Club   [Hauptstr. 89, 12159  Berlin-Schöneberg]


McPHEE EDWARDS KUGEL

McPHEE EDWARDS KUGELJoe McPhee – alto sax, trumpet
John Edwards – bass
Klaus Kugel – drums, percussion

Seit den späten 60ern macht Joe McPhee tolle Musik, hat mit Clifford Thornton gespielt, dann auf dem Label des Malers Craig Johnson, CJR, seine ersten eigenen Aufnahmen veröffentlicht.
Bereits das Debut ,Underground Railroad‘ (1969), war ein großartiges künstlerisches Statement, Musik von enormer Dringlichkeit und großer Emotionalität.
Joe McPhee prägt die kreative und freie Jazzszene entscheidend und nachhaltig mit. Sein emotional zutiefst berührend vorgetragenes Spiel, seine komplexen Kompositionen und musikalischen Konzepte sichern ihm einen Sonnenplatz in der Historie der Jazzmusik.

In diesem Projekt trifft er auf den britischen Bassisten John Edwards und dem deutschen Schlagzeuger Klaus Kugel.
Ein Jazztrio als Bindeglied zwischen Generationen: McPhee (Jahrgang 1939), Kugel (Jahrgang 1959) und John Edwards (Jahrgang 1963).

www.mcphee.edwards.kugel-trio.com

 

Es gilt das Hygienekonzept des Zig Zag Jazz Club.

 


Sonntag 26. September '21    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Duo Demierre / Leimgruber & Berlin guest

Duo Demierre-LeimgruberJacques Demierre – spinett
Urs Leimgruber – sopran sax
Tony Buck – drums

Die Erfahrung der Stille ist die Grundlage der Duoarbeit von Urs Leimgruber am Saxophon und Jacques Demierre an dem Spinett. Eine Stille, die jedoch weder still noch leer ist, sondern voller unendlicher klanglicher Möglichkeiten.
Eine Stille, deren Funktion darin besteht, einen Raum zu bieten, in dem sich die beiden Musiker sowohl niederlassen, um ihre Klänge zu erzeugen, als auch um sie verschwinden zu lassen.
In dieser Handlung, den Klangraum sich ständig füllen und leeren zu lassen, manifestiert sich die von den beiden Musikern gespielte Musik auf einzigartige Weise. Ein Hörvorschlag, der Instrumentalisten und Publikum in eine faszinierende Bewegung der Klangtransformationen versetzt.
Als Experimentalist und Improvisator versucht Tony Buck, selbst die äußersten Grenzen der Musik zu überschreiten.
Ein Hörvorschlag, der Instrumentalisten und Publikum in eine faszinierende Bewegung der Klangtransformationen versetzt.

jacquesdemierre.com
tony-buck.com

 

Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

prohelvetia

 


Samstag 25. September '21 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Freiluft Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Off The Record

Off The RecordDominik Bukowski – vibraphon
Ronny Graupe – guitar
Phil Donkin – bass
Oliver Steidle – drums

Seit den frühen Nullerjahren zieht Ronny Graupes Ruf als besonders origineller Gitarrist immer weitere Kreise.
Nicht zuletzt wegen seiner individuellen Klanggebung, die ihm u.a. durch eine zusätzliche siebte Saite in tieferen Registern gelingt.
Ob in seiner Band Spoom (mit Christian Lillinger, Jonas Westergaard, Christian Weidner), bei Gropper/Graupe/Lillinger (Ex-Hyperactive Kid) und Melanoia oder im Projekt qöölp an der Seite der französischen Stars Theo und Valentin Ceccaldi (Geige und Cello): stets verblüfft Graupes eigener Stil.

Im 2019 gegründeten Quartett Off The Record weiß er mit Donkin und Steidle zwei bekannte Größen hinter sich, die als überaus wendige, einfallsreiche und dynamische Impulsgeber begeistern.
Noch signifikanter ist indes die Paarung Vibraphon und Gitarre. Zwei Instrumente, die sowohl melodisch, als auch harmonisch agieren können, konstatiert Graupe, der Bukowski schon während seines Studiums bei einem Workshop kennenlernte.
Die Musik charakterisiert er als lange, sich entwickelnde kompositorische Bögen, deren Formen und Strukturen Räume bieten für Improvisationsfelder, die an freies Spiel grenzen. Da Bukowski größtenteils in Danzig lebt, dürfte sein Auftritt für viele eine Entdeckung werden.

 

 

 

Weird Weapons

WEIRD WEAPONSOlaf Rupp – acoustic nylon string guitar
Joe Williamson – double bass
Tony Buck – percussion

Das Trio um den Ausnahmegitarristen Olaf Rupp veröffentlichte 2005 sein Debütalbum, rund sechs Jahre später erschien der schlicht 2 genannte Nachfolger.

„Jede Note hat ihre eigene Klangfarbe und braucht deshalb keinen melodiösen, harmonischen oder sonst wie dramaturgischen Überbau“, skizziert Rupp das Konzept der faszinierenden, teils transparent-filigranen, teil komplex-abstrakten Musik, die international hoch gelobt wird.
Die nonkonforme Haltung der drei Künstler zeigt sich in vielen Aspekten. Rupps eigenwillige Spielweise, bei der er die Gitarre in einer aufrechten Position hält, lehnt sich an die chinesische Pipa-Tradition an, zudem streicht er manchmal mit einem Bogen.

Tony Buck gilt als äußerst erfindungsreicher und klangorientierter Drummer, der Knistern, Kratzen und Scheppern, hypnotisch-rollende Patterns und schwellende Töne in seine erstaunliche Rhythmik integriert.
Williamson schabt, sägt und quietscht ebenfalls gerne geräuschhaft mit dem Bogen. Während Rupp und der Australier Buck bis heute zu den wichtigen Impulsgebern der Berliner Improvisationsszene zählen, ist Joe Williamson inzwischen wesentlich seltener hier zu sehen – der Kanadier wohnt seit einer Weile in Stockholm.

www.olafrupp.de

 

 

 

Silke Eberhard / Nikolaus Neuser and TALIBAM!

Silke Eberhard / Nikolaus Neuser and TALIBAM!Silke Eberhard – alto sax
Nikolaus Neuser – trumpet
Kevin Shea – drums
Matt Mottel – synthesizer, 3-string guitar

Im September 2020 veröffentlichte das transatlantische Quartett das Album This Week Is in Two Weeks mit zwei knapp 20min langen, dynamischen ad hoc-Stücken.
Dabei zeigen nicht nur die jeweiligen Duos tiefes Einverständnis untereinander (immerhin arbeiten sie schon viele Jahre zusammen), auch die gemeinsame intuitive Interaktion funktioniert atemberaubend.

Klug gesetzte Kontraste (beispielsweise Bläser vs. Synthesizer), ein energiegeladenes Schlagzeug als Triebfeder, mäandernde Linien und rollende Flügel-Einsätze, flirrende bis schroffe Modulationen, eine enorme Bandbreite an Klangfarben und Abstraktionen kreieren extrem dichte Momente.
Zwischendrin flackern Referenzen an die Jazz-Geschichte bis hin zu kleinen Blues-Motiven auf. Die glückliche Fügung will es, dass Shea und Mottel nach fulminanten Auftritten bei früheren Moers Festivals in diesem Jahr die dortige „residency“ erhalten haben; so werden die beiden New Yorker länger in Deutschland sein und können die Kooperation mit Eberhard/Neuser fortsetzen.

Noch ein Wort zu ihrem Künstlernamen: er geht auf die Überschrift einer Zeitung zurück, die versuchte, das Bombardement der Amerikaner in Afghanistan heldenhaft zu überhöhen – einen Angriff, den die beiden Künstler verurteilen.
Ihr Ziel ist vielmehr, Ideologien und Dogmen mit menschlichem Geist und Mitgefühl zu begegnen.

 

Corona Verhaltensregeln: Bitte lesen und beachten!

 


Freitag 24. September '21    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Booklet

bookletJoe Williamson – bass
Tobias Delius – reeds
Steve Haether – drums

Dies ist die aktuelle Working-Band von Tobias Delius: „In unserem Büchlein stehen lauter Songs, die wir im Laufe der Jahre gesammelt haben. Aus eigener Hand, von Jazzgrößen wie Duke Ellington oder Herbie Nichols, von Freunden und Kollegen, aber auch vom Radio oder dem Kino. In unseren Improvisationen tauchen diese Songs immer wieder auf, wobei wir nie wissen welche wann dran kommen, das ergibt sich immer im Moment.“

Die „Zeit“ wiederum fand für Booklet 2006 folgende schwärmenden Worte: „Das nächste große Ding, gibt es das im Jazz überhaupt? Ja …: das Trio Tobias Delius Booklet. … Drei Individualisten betreten die Bühne, rein äußerlich könnten sie unterschiedlicher kaum sein … Jeder für sich mag ein guter Musiker sein, doch was Delius, Heather und Williamson gemeinsam erschaffen, ist weit mehr als gut: Es ist magisch.“

deliusbooklet

 



 

 

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