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Freitag 29. August '14 - Einlass: 17:00 Beginn: 17:30 jazzkeller69 stellt vor
NoVilla [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]
20 Years Of Democracy In South Africa
Celebrating the 75th birthday of Hugh Masekela
Helmut Forsthoff – tenor sax
Paul Schwingenschlögl – trumpet
Ibrahim Baba Dango – percussion, vocals
Arsène Cimbar – djembe
Gerhard “Kubi” Kubach – bass
Denis Stilke – drums
Paul Schwingenschlögl – trumpet, fluegelhorn
anschließend Session mit den anwesenden Musikern + South African Dance Music von CD
Wie nach ’45 der Bebop, dann der Cool Jazz, verbreitete sich ab der zweiten Hälfte der 50er von New York aus auch der rauere, dem Blues wieder nähere Hardbop schnell in den jazzinfizierten Teilen der Welt.
In Südafrika eignete sich der Hard Bop gut, ihn mit Melodien und Rhythmen der schwarzen Südafrikaner, besonders der der Kap Region, zu verbinden. Die beiden herausragenden Bands dieser eigenständigsten Jazzform der Zeit, die in der Kap Region entstanden war, wirkten bald auch nach Europa und in die USA zurück: Die Blue Notes um Chris McGregor blieben 1964 im europäischen Exil.
Schon ’61 waren die etwas älteren Jazz Epistels um Hugh Masekela und Dollar Brand hier im Exil geblieben.
Während die Blue Notes-Musiker bald den ersten europäischen Free Jazzern beibrachten, dass auch im Free Jazz packende Rhythmen und Melodien nicht unbedingt verboten sein müssen, wurde Hugh Masekela bald in den USA erfolgreich und trieb dort die Verbindung von Kwela-Musik und Township-Jazz mit Soul Jazz voran, die durch seine Aufenthalte in Westafrika auch mit dem Afrobeat der Musiker um Fela Kuti angereichert wurde.
In der DDR fand der avanciertere Hardbop und bald auch Free Bop etwa 1962 mit dem Manfred-Ludwig-Sextett u.a. mit Manfred Schulze und „Luten“ Petrowsky überzeugende Vertreter.
Mit beiden spielte später z.B. in der Klaus Lenz Bigband und in Hanno Rempels Werkstatt Ensemble auch Helmut Forsthoff.
Seit 1987 gibt es das weiterhin in dieser Tradition bopende Helmut Forsthoff Trio, das des Öfteren mit dem Trompeter Paul Schwingenschlögel zum Quartett erweitert wird. Schwingenschlögel organsiert aber auch immer wieder gerne weltmusikalische Projekte jenseits von nur leicht exotisierendem ‚Gewürz-Pop‘.
So lag es nahe, dass anlässlich des 75. Gebutstages von Hugh Masekela Schwingenschlögel ein Ensemble aus erfahrenen Bop-Jazzern und afrikanischen Percussionisten zusammengestellt hat. Matthias Oberg
Coop mit www.movingpoets.org
Mittwoch 27. August '14 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
NoVilla [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]
WTTF
Phillipp Wachsmann – violin, electronics
Roger Turner – percussion
Pat Thomas – electronics
Alexander Frangenheim – bass
„Alles geschieht im Fluss und gleichzeitig bezieht jeder der Beteiligten systematisch Stille in sein Spiel ein, als Mitdenken des Raumes für die Aktionen der Mitmusiker.
Eine subtile Koordination, zuweilen eher Interjektionen als überbordende oder dauernde Interaktion ist für dieses Quartett typisches Merkmal.
So entsteht eine komplexe Orchestrierung aus einerseits krassen Klängen und Geräuschen von Elektronik und Perkussion, aus Zersplitterung durch erweiterte Instrumentaltechniken und aus höchster Verdichtung aller vier Beteiligten.
Andererseits gibt es das Lyrische der beiden Streicher.
Ungewohnt weit schwebende Kantilenen, die sich in freie Räume setzen, diese weit ausformen und einen Kontrapunkt der Zeit bilden.
Dabei laufen sie nie Gefahr abzustürzen – zu präzise ist das Umfeld an Respektlosigkeit, Humor und zuweilen unerbittlichem Kontrast.
Verspieltheit auf der Rasierklinge.
Dynamik, extreme Klangvielfalt, höchste gegenseitige Aufmerksamkeit, Kollektivsinn, Imagination, Fantasie.“
~ Jean-Michel Van Schouwbourg
Samstag 23. August '14 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
NoVilla [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]
Vernissage Manfred Schulze – Malerei / Grafik
Kompositionen von Manfred Schulze spielen:
Johannes Bauer – trombone
Frank Gratkowski – reeds
Hermann Keller – piano
Manfred Schulzes Musik ist durch die intensive Auseinandersetzung sowohl mit der europäischen Musiktradition, als auch mit dem amerikanischen Jazz geprägt.
Doch statt oberflächlicher Vermischungen oder lediglicher Kontrastierungen ging es ihm darum, beide Traditionslinien in eine kritische Auseinandersetzung miteinander zu verwickeln.
In seiner hoch originellen Verbindung von Komposition und Improvisation gelang es ihm, strenge Formmodelle europäischer Kunstmusik mit der Freiheit und Expressivität des Jazz in eine fruchtbare Auseinandersetzung zu bringen.
Die Individualität der Mitspieler in Spielweise und Klang war gefordert, in der Auseinandersetzung mit den Schulzes komponierten Formvorgaben aber auch besonders herausgefordert.
Die von Schulze erfundenen Modelle hätten Maßstäbe setzen können. Leider liegt kaum vollständiges Material vor, das die Aufführung durch nachfolgende Generationen ermöglicht.
Zwei Musiker, die intensiv mit Manfred Schulze zusammenarbeiteten, haben in Frank Gratkowski einen kongenialen Partner gefunden, die Musik von Manfred Schulze zu spielen.
Samstag 23. August '14
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Samstag 23. August – 12. Oktober 2014: NoVilla Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr Als Musiker und Komponist war Manfred Schulze (17.08.1934 – 25.07.2010) Autodidakt und galt immer als Außenseiter. Mit seinen Konzepten für Bläserquintett erregte er seit Ende der 60er Jahre Aufsehen. Mit freundlicher Unterstützung |

Das Manfred Schulze neben seiner musikalischen Tätigkeit immer auch gezeichnet, gemalt oder plastisch (Holz, Suralin) gearbeitet hat, dürfte nur einem kleinen Kreis bekannt sein.
Die Musik war der Hauptstrang seiner künstlerischen Laufbahn. Seine Tusche- und Fettstiftzeichnungen, Aquarelle, Latexbilder, Suralin- und Holzplastiken waren der Grund; An- und Einsichten nicht nur musikalisch zu verarbeiten.
Seine Kompositionen, Spielweise, Malerei und Plastiken bilden eine untrennbare Einheit.
Die ausgestellten Köpfe (Latex auf Papier / Mischtechniken) sind Wächter, welche für ihn auch eine gewisse Schutzfunktion hatten oder stellen Götter der griechischen Mythologie dar.
Sein Prometheus bezieht sich vor allem auch auf seine Situation, nicht nur in der Gesellschaft. Es betrifft auch Kollegen.
Einige Köpfe wurden von ihm in der zweiten Hälfte der 80er Jahre übermalt, da sie ihr Gesicht verloren hatten.
Sein Bildwerk ist vielgestaltig. Leider kann in dieser Ausstellung nur eine kleine Auswahl gezeigt werden.
~ Ulrich Weber, Berlin 23. August 2014
Die Laudatio von Hermann Keller zum 80. Geburtstag von Manfred Schulze (Handschrift, PDF)
Samstag 16. August '14 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle
Reich durch Jazz
Johannes Fink – cello
Gerhard Gschlößl – trombone
Michael Griener – drums
Rudi Mahall – bass clarinet
Jan Roder – bass
Der deutsche Jazz war schon immer sehr eigenwillig, aber auch sehr eigenständig, und er hat vor allem durch dieses neue Quintett viel an Attraktivität gewonnen.
Neu im Sinne von Chemie, Frische und Spontaneität. Denn die Zentralfiguren Mahall, Fink, Gschlößl, Griener und Roder sind seit geraumer Zeit in der europäischen Musikszene als Wegbereiter aktiv und ziehen speziell in dieser Kombination alle nur erdenkbaren Register.
Squakk
Christof Thewes – trombone
Michael Griener – drums
Rudi Mahall – bass clarinet
Jan Roder – bass
CD-Release “ Willisau & Berlin“ Intakt CD 231
Nach sieben Jahren Zusammenarbeit läuft die Berliner Band Squakk zur Höchstform auf.
Das Album „Willisau & Berlin“ ist ein Meilenstein des aktuellen, lebendigen Jazz.
Squakk spielen, wie der Chicagoer Journalist Peter Margasak schreibt, „eine wundervoll lässige, improvisationslastige Auslegung von Freebop, reichlich gespickt mit Verweisen in die Jazzgeschichte“.
Und er kommentiert: „Das Verblüffende und Überzeugende aber an diesem Album ist der mehr als bemerkenswerte Grad der Interaktion zwischen den Musikern.
Die Melodien sind tragfähig aber sparsam, sie dienen hauptsächlich dazu, die Improvisationen zu inspirieren.“
Die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt nach dem Willisauer Highlight begeistert: „Das Quartett Squakk verbreitete sofort eine tierische Lust und Lustigkeit.
Ausgekocht wirkten die Musiker: der Posaunist Christof Thewes, der Klarinettist Rudi Mahall, Jan Roder am Bass und Michael Griener am Schlagzeug. Die Musik hingegen klang so roh und dreckig wie frisches Biogemüse.“
www.michaelgriener.de
Heliocentric Counterblast
C
hristian Magnusson – trumpet
Kathrin Lemke – alto sax, bass clarinet
Dirk Steglich – flute, tenor sax
Andreas Dormann – bariton sax
Florian Juncker – trombone
Niko Meinhold – piano, space-keys
Mike Majkowski – bass
Philipp Bernhardt – drums
„Stücke aus dem kosmischen Universum von Sun Ra lassen sich schwerlich nachspielen.
Nur wem es gelingt, sie als Startrampen für eigene Erkundungen zu nutzen, wird ihren Erdumlaufbahnen folgen können.
Eben das ist der Ansatz, der Berliner Saxophonistin Kathrin Lemke, die sich mit ihrer Band gänzlich unakademisch, lustvoll und wild, aber nie unbesonnen auf Sun Ras wunderliche Mixtur aus Swingtradition und Freigeist einlässt. Der Meister lächelt vom Saturn.“ Bert Noglik
Da der Komponist, Pianist und Keyboarder, der als Bandleader mit seinem ‚Arkestra’ Geschichte geschrieben hat, in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, plant Heliocentric Counterblast nicht nur zahlreiche Geburtstagskonzerte, sondern auch Erscheinen der CD ‚Planetary Tunes’, deren Erwerb in Abhängigkeit von intergalaktischen Strömungen noch vor dem offiziellen Erscheinungsdatum wahrscheinlich ist.
www.kathrinlemke.de
Samstag 2. August '14 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle
The Outliers
Toby Delius – tenor sax, clarinet
Haavard Wiik – wurlitzer
Jonas Westergaard – bass
Oli Steidle – drums
‚Die Ausreißer’ sind eine Berliner Band von Musikern aus den Niederlanden, Australien, Norwegen und Bayern. Diese vier Jazzliebhaber spielen an den äußeren Grenzen des Jazz.
Die Musik ist das Zentrum ihres Lebens, ergänzt und verfeinert, vermischt und bekämpft, erklingt sie wie eine neue Sprache, aufgebaut auf den Resten der vorangegangenen: leicht und spielerisch, strukturell und schwer enthält sie Dialekte und Anklänge an eine gemeinsame Sprache, gekennzeichnet von Entfernung und Zeit, die jedoch nie die Politik und innersten Beweggründe außer Acht lässt, erkennbar selbst an den leisesten Stellen.
GRIX
Floris Floridis – reeds
Antonis Anissegos – wurlitzer
Yorgos Dimitriadis – drums
Das aus Thessaloniki stammende und in Berlin basierte Trio wurde in 2006 gegründet.
Floros Floridis ist sozusagen die ‚Vaterfigur’ der Impro-Szene in Griechenland, langjähriger Leiter des Jazzfestivals in Thessaloniki und Spieler mit Grössen, wie Cecil Taylor, Peter Kowald, William Parker, Evan Parker.
Für GRIX hat sich Floros Floridis mit zwei überaus talentierten jüngeren Musikern aus seiner Heimatstadt Thessaloniki zusammengetan:
Der Pianist Antonis Anissegos (* 1970) und der Schlagzeuger Yorgos Dimitriadis (* 1964) leben heute beide in Berlin, wo Floridis auch häufig zu Gast ist.
GRIX veröffentlichte 2008 ihre Debüt-CD »Sweet, Sour, Sharp & Soft«. Das Repertoire der neuen CD besteht aus eigene Kompositionen, in denen die Lust an Improvisation und die musikalische Traditionen Griechenlands zu spüren ist.
www.enstase.com
Field
Uli Kempendorff – reeds
Ronny Graupe – guitar
Jonas Westergard – bass
Oli Steidle – drums
„An dieser Musik kann man die Kraft der Berliner Jazzszene ermessen, wo sich kosmopolitische Einflüsse vermischen mit dem amerikanischen Traum, unbeschwerter Kreativität und der legendären deutschen Strenge.
Man kann all das in der Musik Uli Kempendorffs finden. Dieses Quartett erforscht bekannte aber wirksame Instrumentenkombinationen (Gitarre/Holzbläser) in Kompositionen, die jeder Monotonie aus dem Weg gehen und die Aufmerksamkeit des Zuhörers von Anfang an fesseln durch Solisten, die einen reichen Diskurs miteinander entwickeln.
Zum Entdecken.“ ~ www.culturejazz.net
„Bei Kempendorff hat man das Gefühl, das Saxophon spreche fünfzig verschiedene Sprachen und ebensoviele Dialekte. (…)
Dieses Quartett spann ein Netz, das den Zuhörer ohne Zweifel einfängt. Dies gelingt nicht zuletzt durch das Talent des Bandleiters und durch die Energie und Kraft der Kompositionen.“
~ Jean-Marc Gelin
www.field4.de
Samstag 19. Juli '14 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle
Bröde Vier
Matthias Bröde – harmonica, fender
Uli Kempendorff – clarinets
Andreas Edelmann – bass
Kay Lübke – drums
Matthias Bröde ist Gewinner des WDR Jazzpreises 2013 in der Kategorie Improvisation.
Als herausragender Komponist & Improvisator sind seine Hauptinstrumente Mundharmonika und Piano.
Besonders auf der Mundharmonika unterscheidet ihn seine beständige Suche nach neuen Klängen und seine grosse Spannweite an Musikstilen stark von anderen Spielern.
„Bröde-Vier bedeutet vor allem die Kreation eines eigenen Gruppenklanges, basierend auf der dichten Interaktion von musikalisch starken Charakteren, geprägt von den auf prägnanten Melodielinien beruhenden Kompositionen Matthias Brödes.
Das Miteinander ist wichtig, in den jazzrhythmisch strukturierten Parts ebenso wie in den freien Improvisationen, bei denen sich das Melodische in Sounds und Klangfarbenschattierungen weitet.
Beim Spiel im Spannungsfeld von ‚in and out’ ergänzen sich die vier Musiker auf feinsinnige, intelligente und instinktive Weise.“
~ Bert Noglik
7 of 8
Andreas Willers – guitar
Frank Gratkowski – bass clarinet, clarinet
Henrik Walsdorff – tenor sax
Tom Arthurs – trumpet
Jörg Huke – trombone
Meinrad Kneer – bass
Christian Lillinger – drums
Die im Jahr 2000 erschienene CD ‚The Ground Music‘ des international besetzten Andreas Willers Octet wurde seinerzeit vom Fachblatt Jazzthetik als »eines der besten 20 Alben, die je auf dem Label Enja Records erschienen sind« eingeordnet.
Dreizehn Jahre später hat Andreas Willers ein Septett aus hochkarätigen Berliner Musikern zusammengestellt, die eine aktualisierte Version der damaligen Musik zu Gehör bringen.
Damals wie heute stehen den dicht und anspruchsvoll geschriebenen Themen expressive solistische und kollektive Improvisationen gegenüber, in denen es jenseits von Genre-Denken neben Wucht und Abstraktion um reine Musikalität geht.
Stefan Schultze Quintett
Stefan Schultze – fender
Tom Arthurs – trumpet
Philipp Gropper – saxes
Petter Eldh – bass
Christian Lillinger – drums
Der Komponist und Pianist Stefan Schultze verbindet in seinem Stil Elemente der Neuen Musik, der Improvisation, der Avantgarde und des Jazz.
Seine Passion gilt sowohl dem kollektiven Klangbild großer Besetzungen, wofür er 2010 mit dem WDR-Jazzpreis für Komposition ausgezeichnet wurde, als auch der Verknüpfung von Improvisation und Komposition in kleineren Besetzungen.
Ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit ist darüber hinaus die Integrierung von Geräuschen und erweiterter Spieltechniken und Präparationen innerhalb seiner Kompositionen.
Für das Konzert in der Lohmühle hat er eine spezielle Besetzung aus hochkarätigen Musikern zusammengestellt, die sich in einen Strom zwischen atmosphärischen Soundkonglomeraten, fein gesponnene Melodien, brodelnden Rhythmen und elektrisierende Zuständen begeben.
Sonntag 13. Juli '14
KUNST AM SPREEKNIE – Schöneweide Art Festival 2014
Zwischen dem 10. und 13. Juli können Kunstliebhaber wieder auf Entdeckungstour gehen: 30 Ausstellungen, mehr als 100 offene Ateliers, zahlreiche Performances, Konzerte, Installationen sowie Themenführungen, die mittlerweile schon traditionelle JazzGalerie und ein großer ArtSale als Abschlusshighlight zeigen die Vielfalt der Schöneweider Kunstlandschaft im Ambiente einmaliger Industriearchitektur.
kunst-am-spreeknie.de
Donnerstag 10. Juli – Beginn 18 Uhr
Freitag 11. Juli – Beginn 19 Uhr
Sonnabend 12. Juli – Beginn 17 Uhr
Sonntag 13. Juli – Beginn 17 Uhr
Skulpturengießerei Knaack, Maschinenhaus (Hinterhaus), Wilhelminenhofstr. 78
Articulations E
Frank Gratkowski – alto sax, bass clarinet, clarinet
Performance für einen Holzbläser mit 8 Kanal Live-Elektronik
Mit Unterstützung des Jazzkeller 69 e. V.
gratkowski.com/projects/artikulationen-e/
Sonntag 13. Juli 14 bis 19 Uhr – in Kooperation mit Jazzkeller 69 e.V.:
JazzGalerie Schöneweide
Traditionell findet die JazzGalerie Schöneweide am Abschlusstag des Festivals Kunst am Spreeknie statt.
Die Besucher können den ALLITERATIONS der Berliner Jazzszene in verschiedenen Kleinbesetzungen auf ihrem Walk entlang der Oberschöneweider Wilhelminenhofstraße ab 14:00 Uhr folgen, der seinen Abschluss um 18:00 Uhr mit einem gemeinsamen Konzert in der NOVILLA, dem neuen Kulturstandort an der Spree in Niederschöneweide, finden wird.
14:00 Uhr BACKSIDE OF DARKSIDE – Spreehöfe, Edisonstr. 63 / Wilhelminenhofstr. 88
Boris Bell / Floros Floridis
14:30 Uhr ZENTRALSTATION – Rathenau-Hallen, Gebäude 44, Wilhelminenhofstr. 83-85
Antonis Anissegos / Akira Ando / Nikolaus Neuser
15:00 Uhr S. BLUNK | M. BURMESTER | B. GERASCH – Rathenau-Hallen, Gebäude 59, Wilhelminenhofstr. 83-85
Gerhard Gschlößl / Floros Floridis
15:30 Uhr SCHALTERRAUM – Wilhelminenhofstr. 82a
Manuel Miethe / Nikolaus Neuser
16:00 Uhr F. v. FEILITZSCH | K. WYLEZOL | A. WYLEZOL – Galerie Rehberg, Plönzeile 44
Antonis Anissegos / Gerhard Gschlößl
16:30 Uhr A. MÜLLER – Espressobar Lalü, Wilhelminenhofstr. 53
Akira Ando / Manuel Miethe
17:00 Uhr Kunstgießerei Knaak – Maschinenhalle, Wilhelminenhofstr. 78
Frank Gratkowski
17:30 Uhr SPARK – Wilhelminenhofstr. 41 / Ecke Firlstraße
Akira Ando / Floros Floridis
18:00 Uhr NACHSPIEL – Novilla, Hasselwerder Str. 22
ALLE
THE ALLITERATION: Antonis Anissegos – piano; Klaus Kürvers – bass; Boris Bell – drums; Floros Floridis – bass clarinet /clarinet; Gerhard Gschlößl – trombone; Manuel Miethe – sopran sax; Nikolaus Neuser – trumpet
Samstag 5. Juli '14 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle
HenKaWi
Kalle Kalima – guitar
Henrik Walsdorff – alto sax
Willi Kellers – drums
Musik ist universelle Kommunikation. Es gibt viele Sprachen und auch in der gleichen, können nicht alle gleichzeitig miteinander reden, nur in der Musik ist das möglich.
Jeder der Drei hat ein eigenes musikalisches Vokabular entwickelt und ist mit seinen Projekten gefragter Gesprächsgast auf internationalen Bühnen.
Auf Initiative des Jazzkeller 69 kam es 2012 zur Zusammenarbeit von Kalima und Kellers.
Nachdem beide in zahlreichen Konzerten gemeinsame Erfahrungen gesammelt haben und ihr Zusammenspiel perfektionierten, wurde an den Jazzkeller 69 der Wunsch herangetragen, die harmonische und rhythmische Grundlage für den großartigen Saxophonisten Henrik Walsdorff zu bieten.
Free Jazz? Auf jeden Fall eine aktuelle und interessante Talkrunde.
Shoot The Moon
A
lmut Schlichting – saxes
Winnie Brückner – voice
Tobias Dettbarn – bass clarinet
Sven Hinse – bass
Philipp Bernhardt – drums
In ihrem aktuellen Programm »Big Black Dogs« verbindet ‚Shoot the Moon’ zeitgenössischen Jazz, Retro-Pop und Anti-Folk zu einem Soundtrack für Spätsommersonntage.
Sie surfen durch die urbane Flora und Fauna und schaffen – wie musikalische Guerilla-Gärtner – unerwartete Idyllen in der Stadtlandschaft.
Inspiriert von Alltagsgeschichten und Streifzügen durch die englischen Buchläden der Stadt bevölkern skurrile, märchenhafte, heitere und düstere Gestalten Almut Schlichtings Kompositionen: New Yorker High Society Ladies, gälische Hexen, manische Kaffeetrinker, Möchtegerncowboys, Kobolde, Königinnen im Ruhestand, Schnecken, zauberkräftige Fische – und nicht zuletzt große schwarze Hunde.
Lebendig werden die Songs durch die traumwandlerisch eingespielte Band; durch den virtuosen Charme der Gesangsparts, die warmen Sounds der Bassklarinette und des Altsaxofons, die durchlässig groovende Rhythmusgruppe und die fantasievollen Improvisationspassagen.
Z-Country-Paradise
J
elena Kuljic – voice
Frank Gratkowski – alto sax, clarinet, bass clarinet
Kalle Kalima – guitar
Oliver Potratz – bass
Christian Marien – drums
„Meine neue Band, die deutlich stärker von Rockmusik beeinflusst ist als meine weiteren Projekte.
Mit Jelena, Kalle, Oliver und Christian habe ich endlich eine Idealformation dafür gefunden. Grove, Spontanität, ungestüme Spielfreude und ein wenig Wahnsinn kennzeichnet die Musik.
Den Texten liegen u. a. Gedichte von Arthur Rimbaud, Charles Simic und Gabriele Günther zugrunde.
‚Z-Country-Paradise’ war im März im Studio und man darf in Bälde mit der ersten Release dieser paradiesischen Band rechnen.“
~ Frank Gratkowski
Samstag 21. Juni '14 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle
Die Orgonauten
Felix Wahnschaffe – alto + tenor sax
Wolfgang Roggenkamp – hammond-B3 orgel
Ray Kazcinski – drums
Diese Band entstand 2003 in Berlin. Damals fanden sich die drei ehedem noch recht jungen Musiker zusammen, um die weite Welt des Blues und Soul zu entdecken.
Vorbilder waren: Larry Young, Curtis Mayfield, aber auch moderne, stilistisch offene Hip Hopper wie: ‚The Roots’ oder ‚A Tribe called Quest’. Prägend war auch der Hard Bop der 60 er Jahre.
Aus dieser Zeit spielen wir das Stück »Black Jack« von Trompeter Donald Byrd.
Entstanden ist jedoch kein Cover-Repertoire, sondern eine vielfältige Mischung aus verschiedenen Eigenkompositionen, die sich an die jeweiligen Vorbilder anlehnen.
Dirk Berger Garagenjazz
Kay Lübke – drums
Edward Maclean – fender bass
Niko Meinhold – keyboard
Dirk Berger – guitar
Nicht nur, dass Berger eine von vier treibenden Kräften bei der Post-Turntablism-Live-Combo Lychee Lassi war.
Der Saiten-Spezi mit Schulbuch-Bildungsweg widmete seine akademische Abschlussarbeit dem Linkshänder-Wunder Jimi Hendrix, spielt und komponiert regelmäßig mit den Kollegen von ‚Seeed’ und ‚Peter Fox’, ist ein Teil der Marteria-Produzenten ‚The Krauts’ und bringt mit »Garagen-Jazz« nun schon das zweite Album mit diesem Titel auf den Markt.
Wer sich wegen Caspar Brötzmann und Marc Ribot vor Gitarren-Jazz fürchtet, sich aber für Charlie Byrd und Wes Montgomery zu jung fühlt, ist mit Bergers Garagenjazz bestens beraten.
Ulrich Gumpert B3 Special
Ulrich Gumpert – hammond B3
Silke Eberhard – saxes
Andreas Henze – bass
Kay Lübke – drums
Aus seinem Musikzimmer blickt Ulrich Gumpert auf das Theater am Schiffbauerdamm.
In den Regalen stehen unzählige Tonträger, teilweise alphabetisch sortiert, teilweise nach Plattenfirmen.
Die Platten von Blue Note sind ihm wichtig, er hat sie chronologisch aufgestellt. Auch die alten Scheiben von Fontana und Impulse! findet er auf Anhieb.
Gumpert mag LPs, er hat noch einige 10-Zoll-Platten mit Dixieland aus den osteuropäischen Bruderländern, „damit fing alles an“, sagt er.
Kein Wunder, dass er sich vor gut zehn Jahren eine gute alte Hammond B3 zugelegt hat. Wieder ein neuer, also ein alter, aber wiederentdeckter und individuell angeeigneter Sound.
Was denn, schließlich doch wieder Ami-Jazz? Ja, ja, nein, nein. Erstens klingt das bei diesem Tastenkünstler immer nach Gumpert.
Und zweitens liegen zwischen ersten Gehversuchen mit Dixieland und dem ‚B3 Special’ locker vier Jahrzehnte.
Zum Dritten gehören die Mitspieler zu den interessantesten jüngeren Berliner Musikern.
~ Quelle: Broecking; Noglik

