Archiv 2021

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Samstag 28. August '21 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Freiluft Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Clarinet Trio
‚Transformations and Further Passages‘ (Deutsche Jazz Kompositionen der 1950er und 60er)

clarinet trioJürgen Kupke – clarinet
Michael Thieke – alto clarinet, clarinet
Gebhard Ullmann – bass clarinet

Eine vitale und abenteuerlustige Spielhaltung eint diese drei gestandenen Holzbläser. Allen voran Gebhard Ullmann (*1957), der seit Dekaden ein Faible für außergewöhnliche Formationen pflegt und schon in den Achtzigern zu den maßgeblichen Impulsgebern des (West-)Berliner Jazz zählte.
Viele Jahre wohnte Ullmann zum Teil in New York, entsprechend lang ist die Liste seiner Kooperationen mit amerikanischen Jazzern.
Durch unzählige Konzerte und Produktionen auch auf US-Labels genießt der vielfach ausgezeichnete (u.a. Jazzpreis Berlin, SWF Jazzpreis, Preis der dt. Phonoakademie und der dt. Schallplattenkritik, Choc de l’annee) Musiker und Komponist internationales Renommee.

Jürgen Kupke (*1960), wurde in den Neunzigern mit der Band Frigg bekannt, zu der u.a. Boris Bell, Horst Nonnenmacher, teils auch Phil Minton und Elliot Sharp gehörten.
1998 gründete Kupke mit Ullmann und Theo Nabicht das Clarinet Trio, für letzteren kam 2002 Michael Thieke, der seit 1999 neben der Berliner auch die Szene in Rom bereichert.

Mit einem Repertoire, das die Pionierzeiten des deutschen Jazz in Erinnerung ruft und in die Gegenwart transzendiert, bildet das Clarinet Trio einen inhaltlich und formal interessanten Gegenpol zur direkt folgenden Großformation.

clarinet-trio.html

 

 

 

New Generation of Sister & Brotherhood

Baby SommerGünter „Baby“ Sommer – drums, composition / Antonio Borghini – bass / Achim Kaufmann – piano / Anna Kaluza – alto sax / Frank Gratkowski – alto sax, clarinet, flute / Silke Eberhard – alto + tenor sax, clarinet, bass clarinet / Matthias Schubert – tenor sax / Gebhard Ullmann – tenor sax, flute, bass clarinet / Anke Lucks – trombone / Gerhard Gschlößl – trombone / Lina Allemano – trumpet / Martin Klingeberg – trumpet, vocals / Nikolaus Neuser – trumpet / guest Raymond MacDonald – soprano + alto sax, composition

Das zweitgrößte Ensemble der diesjährigen Saison am Kaisersteg kann man angesichts seiner hochkarätigen Mitglieder als eine Art Gipfeltreffen bezeichnen.
Den Beteiligten geht es aber vor allem darum, einer Legende Referenz zu erweisen: der Brotherhood of Breath.
Diese Band gilt heute als Keimzelle des Ethno-Jazz, gleichwohl ist sie mittlerweile weithin vergessen und gilt allenfalls unter Fachleuten als unbedingter Geheimtipp.
1969 wurde die „Bruderschaft“ von dem aus Südafrika stammenden Pianisten Chris McGregor in London gegründet, dazu gehörten u.a. Dudu Pukwana, Louis Moholo, Mongezi Feza, Evan Parker, Alan Skidmore, John Surman.
Das Debütalbum etablierte 1971 ihren Ruf als aufstrebende Innovatoren, die afrikanische Melodik, treibenden Puls und ekstatische freie Improvisationen vereinte. Eine weitere Studioproduktion sowie eine Liveplatte folgten, Mitte der 70er löste sich die Urformation auf.

Die New Generation of Sister & Brotherhood versammelt nun herausragende Musikerinnen und Musiker mehrerer Generationen und erweckt den grenzlosen Geist der damaligen Pioniere zu neuem Leben.
Um die akribische Erforschung des überlieferten Materials der Brotherhood of Breath kümmern sich seit Jahren der schottische Musikwissenschaftler/Saxophonist Raymond MacDonald und der legendäre deutsche Drummer Günter Baby Sommer.
Das ambitionierte und spektakuläre Projekt soll auch andernorts auftreten, darüber hinaus sind Kooperationen mit weiteren Musizierenden und Ergänzungen des Repertoires um neue Stücke ins Auge gefasst, die Baby Sommer im politisch engagierten Geist der Brotherhood schreibt.

chrismcgregor.html
babysommer.com

Weitere Aufführungen:
So 29. August – Jazz Picknick Cottbus; Mo 30. August – Dresden Jazzclub Tonne

 

 

 

Gefördert von:

Initiative Musik     

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Donnerstag 19. August '21    -    Einlass: 18:30     Konzert: 19  -  21 Uhr
Bühne am Kaisersteg    [Hasselwerderstraße 22A]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Nils Feldmann – alto, sopran / Felix Broman – alto / Aaron Klenke, Gabriela Solovyova – tenor / Yannic Rösch – bariton, bass clarinet
BLECH
Tobias Knebel , Elina Dalewski, Kelly O´Donnohue, Juri Bell – trumpet / Laszlo Griese, Jan Uwe Zabel, N. N. – trombone / Milena Mette – tuba
RHYTHMUS
Ettore Marangon – guitar / Ron Fabian – piano/ Pelle Buschmann – bass / Tobias Heise – drums

saxart.de

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Samstag 14. August '21 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Freiluft Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Absolutly Sweet Marie

ABSOLUTELY SWEET MARIESteffen Faul – trumpet
Matthias Müller – trombone
Alexander Beierbach – saxes
Max Andrzejewski – drums

Die Besetzung ist ungewöhnlich, die künstlerische Idee geradezu verwegen: seit 2012 beschäftigt sich das von Alexander Beierbach gegründete Quartett mit Songs von Bob Dylan.
Lassen sich die textlastigen, von ihrer speziellen Poesie lebenden Stücke der Pop-Ikone überhaupt in instrumentalen Jazz übertragen? Die meisten Medien finden: Absolutely Sweet Marie kann das.
Im Jazz Thing hieß es zum 2020 erschienenen, dritten Album Wherever You Roam: „Die drei Bläser und das Schlagzeug wühlen sich wie Maulwürfe durch die verästelten, feingliedrigen Arrangements, schichten im Brass-Band-Stil polyphone Überlagerungen aufeinander und gewähren einander genügend Spielraum zu Improvisationen.“
Die Frankfurter Rundschau bestätigte: „Es ist gerade […] das Zusammentreffen von entschiedener Aneignung und respektvoller Huldigung, von […] Präzision und Verspieltheit, was den Spaß an der Musik steigert.“
Der Witz liegt, wie so oft, auch im Detail. Etwa wenn das Quartett nur Bruchstücke einer bestimmten Dylan-Aufnahme übernimmt oder sich einer Cover-Interpretation bedient, um diese als Ausgangsmaterial für eigenständige Adaptionen oder gar neue Kompositionen zu nutzen.

alexanderbeierbach.de

 

 

 

Allemano-Vandeweyer-Hilbig-Martinez

Allemano/Vandeweyer/Hilbig/MartinezLina Allemano – trumpet
Els Vandeweyer – vibraphon
Maike Hilbig – bass
Lucia Martinez – drums

Ein neues, größtenteils in Berlin ansässiges Quartett mit internationalen Wurzeln.
Alle vier Musikerinnen zählen zu den markanten Figuren der Hauptstadt-Szene, gemeinsam fusionieren sie unterschiedliche persönliche Hintergründe zu einem paneuropäisch-transatlantischen Modern Creative-Jazz.

Die Trompeterin Lina Allemano pendelt zwischen Berlin und Toronto und beeindruckte zuletzt beim Berliner Jazzfest 2020 mit ihrem Trio Ohrenschmaus und kunstvollen Abstraktionen.
Über die Bassistin Maike Hilbig schrieb das Jazz Thing vor einiger Zeit, sie „weiß wie kaum eine andere die Freiheit und Kompromisslosigkeit des Free Jazz mit der unterhaltsamen Verbindlichkeit ganz alltäglicher Lebenserfahrung zu verbinden.“
Lucía Martínez hat nach einer klassischen Ausbildung in ihrer alten Heimat und einem Jazzstudium in Portugal schließlich einen Master in Drums und Komposition an der UdK in Berlin absolviert.
Ihr Spiel sei, sagt sie, ebenso von klassischer und Neuer Musik inspiriert wie durch Folk aus Galicien, Flamenco und mediterrane Einflüsse.
Die Belgierin Els Vandeweyer hat das Spektrum des Vibraphons atemberaubend erweitert. Durch eigenwillige Spieltechniken (etwa dem Anschlagen der Platten mit einzelnen Fingern) und Präparierungen entwirft sie ungeahnt weitläufige Klangpanoramen.

linaallemano.com        elsvandeweyer.com
maikehilbig.wordpress.com       lucimartinez.com

 

 

 

Potsa Lotsa XL play Henry Threadgill

POTSA LOTSA XL FOTO: (c) PHOTOMUSIX / C. MarxSilke Eberhard – alto sax/ Jürgen Kupke – clarinet / Patrick Braun – tenor sax, clarinet / Nikolaus Neuser – trumpet / Gerhard Gschlößl – trombone / Johannes Fink – cello / Taiko Saito – vibraphone, percussion / Antonis Anissegos – piano/ Igor Spallati – bass / Kay Lübke – drums

Der afro-amerikanische Saxophonist Henry Threadgill (*1944 in Chicago), avancierte ab Mitte der Sechziger zu einer treibenden Kraft der Jazz-Avantgarde.
Er gehörte zu den Schlüsselfiguren des wegweisenden Kollektivs AACM, u.a. mit Anthony Braxton und Jack DeJohnette.
Gemeinsam versetzten sie die Grenzen des Jazz, verarbeiteten Einflüsse aus anderen Kulturen der Welt ebenso wie solche der zeitgenössischen Musik. Anfang der Siebziger zog Threadgill nach New York, wo er Projekte wie Very Very Circus (zwei Tubas, zwei E-Gitarren, Posaune oder Waldhorn, Schlagzeug), das Flötenquartett Flute Force Four oder Makin‘ A Move (vier Celli und vier akustische Gitarren) gründete.
2016 erhielt Henry Threadgill den Pulitzer Preis für Musik, 2018 komponierte er Sixfivetwo für das Kronos Quartet.

Threadgills progressive Musik wird von Potsa Lotsa XL in die Gegenwart transferiert. Das prominent besetzte Tentett um die Saxophonistin und Komponistin Silke Eberhard erhält seit geraumer Zeit viel Anerkennung, etwa für seine enorme Spannweite zwischen kammermusikalischen Feinheiten und kraftvollen Ausbrüchen.
Weiterhin werden die orchestrale Tiefe, kluge kammermusikalische Themen, komplexe Rhythmik, subtil gesetzte und höchst variable Stimmungen sowie weite Spannungsbögen hervorgehoben. 2020 beeindruckte Potsa Lotsa XL mit Auftritten bei den Festivals in Moers und Berlin; ursprünglich war damals schon ein Konzert im Industriesalon Schöneweide geplant.

silkeeberhard.com/potsa-lotsa
www.berlinerfestspiele.de

 

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