Archiv 2021
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Sonntag 10. Juni '18
Der Jazzkeller 69 im Kulturradio rbb: 23:05
Sonntag 27. Mai '18 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
Puzzle
Mizuki Wildenhahn – dance
Satoko Fujii – piano
Taiko Saito – vibraphon
Natsuki Tamura – trumpet
Tobias Schirmer – bass clarinet
Satoko Fuji ist eine der beeindruckensten Musikerinnen unserer Zeit. Beeindruckend sind sowohl die schiere Intensität ihres Spiels als auch der Umfang ihres Outputs an Kompositionen, CDs und Projekten.
Sie leitet Jazzorchester in New York, Tokyo, Berlin und einigen anderen Städten und befindet sich mit ihren kleineren Ensembles seit Jahren auf fast durchgängiger Welttournee die sie höchstens unterbricht um auf ihrem eigenen Label Libra records CDs zu produzieren und zu veröffentlichen.
In diesem Jahr sind gar pro Monat eine CD Veröffentlichung geplant aus Anlass ihres 60sten Geburtstages den sie in diesem Jahr feiert.
Ein ganz neues Projekt ist das Ensemble PUZZLE mit ihrem Weggefährten, dem Trompeter Natsuki Tamura und der in Berlin lebenden Vibraphonistin Taiko Saito und Tobias Schirmer an der Bassklarinette, sowie der Tänzerin Mizuki Wildenhahn aus Hamburg.
Jeden Sonntag 12 Uhr: Elektropolis-Tour
Treffpunkt: Industriesalon, 10 € / ermäßigt 8 €, Dauer ca. 2 Stunden
Die Tour folgt den Spuren der bedeutenden Industriegeschichte von Schöneweide. Incl. Turmbesteigung vom Peter Behrens-Bau.
Freitag 25. Mai '18 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
In memory of Hermann Keller
Antje Messerschmidt – violin
Jürgen Kupke – clarinet
Heiner Reinhard – tenor sax, bass clarinet
Uli Weber – trumpet
Gebhard Ullmann – bass clarinet, flute
Willi Kellers – drums
u. a.
Der Pianist und Komponist Hermann Keller ist nach langer Krankheit am 26. März im Alter von 72 Jahren in Berlin gestorben.
Er vereinte in seinen Werken Klassik, Jazz und Neue Musik. 1945 in Zeitz geboren, studierte Keller in den sechziger Jahren an der Musikhochschule Weimar klassisches Piano und Komposition.
Seine Komposition wurden auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals aufgeführt.
Seit 1971 verband ihn eine enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem Baritonsaxoponisten und Komponisten Manfred Schulze.
Mit ihrem Berliner Improvisationsquartett erlangten sie bereits zu DDR-Zeiten internationale Bekanntheit. Von 1974 bis 1985 lehrte Keller an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.
Seine Komposition wurden auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals aufgeführt. 2014 erschien seine „Neue Musiklehre, Grundlage für Komposition und Improvisation“.
Montag 21. Mai '18 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
The 3dom Factor
Barry Altschul – drums
Jon Irabagon – tenor sax
Joe Fonda – bass
Um frei zu improvisieren, ohne spezifischen Formen oder Strukturen zu folgen, ist es absolut notwendig, zuerst sehr aufmerksam zuzuhören und zu fühlen wie sich die anderen Spieler zu den anderen, und ihrem Ego verhalten, wie sie sofort auf die kreative Energie reagieren.
Jeweils einer wird der „Bandleader“ für die Momente. Wenn die Energie schwindet, wird jemand anderes eine Fläche für das Improvisieren bieten, so dass die anderen Mitglieder der Band diese kreative Energie sofort erkennen und die anderen Spieler stellen sich unter dessen Führung.
Wenn es einen musikalische Konflikt, nicht positiv für die Musik, oder wenn keiner übernimmt, muss man dies erkennen, und es Jemanden übergeben, der im Moment die notwendige kreative Energie hat. Sie dürfen sich aber nicht in ihr eigenes Ego verfangen.
Die Musik ist das Ganze und die Musiker sind die Teile, aus denen sich das Ganze zusammensetzt. Wie im Sprichwort: „das Ganze (Musik) ist größer als die Summe seiner Teile (Musiker),“ oder etwas in diesem Sinne.
Beim Nachdenken über den Titel für diese Aufnahme, wollte ich ein anderes Wort finden, um das zu beschreiben als nur „Improvisationen“.
Ein Freund kam mit „Unvorhergesehene“ und, mit der Idee, erzählt kleine Geschichten, so wurden es „Tales of the Unforeseen“.
~ Barry Altschul, New York City, June 2015
The 3dom Factor is the first new album under the leadership of master drummer Barry Altschul in over a quarter century.
In this new trio, Altschul, a veteran of highly influential groups with Paul Bley, Anthony Braxton, Chick Corea and Sam Rivers, among others, is joined by Jon Irabagon, one of today´s leading young saxophonists particularly known as the leader of his own groups and as a member of Mostly Other People Do the Killing, and bassist Joe Fonda, Altschul´s companion in the FAB Trio with late violinist Billy Bang, a veteran of Anthony Braxton´s groups and a leader or co-leader of many of his own ensembles.
All compositions, except for Carla Bley´s „Ictus“, are by Altschul and represent a cross-section of his career ranging from compositions included on his solo albums in the late 1970s and the 1980s, one composition originally created for the FAB Trio and three new tunes.
Freitag 18. Mai '18 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Ein Roder Thewes & Gäste
Christof Thewes – trombone
Jan Roder – bass
Willi Kellers – drums
Paul Engelmann – alto sax
Der Bassist Jan Roder und der Posaunist Christof Thewes kennen sich seit vielen Jahren und spielen gemeinsam in der „Ulrich Gumpert Workshop Band“ und seit 2008 mit Michael Griener als Trio „Squakk“, später mit Rudi Mahall zum Quartett erweitert und in vielen mehr ein Konglomerat freier Improvisationen und zeitloser Kompositionen in akustischer wilder Versessenheit.
Als Konsequenz daraus war es naheliegend, als Duo zu spielen. Aber immer wieder laden sie sich hier und da Gäste zum gemeinsamen Halali ein.
Zum Pfingstkonzert beim Jazzclub 69, den Schlagwerker Willi Kellers und der junge Altsaxophonist Paul Engelmann, die in unterschiedlicher Weise seit Jahren mit Roder und Thewes verbunden sind.
Eine Premiere der musikalischen Vernunft und einen fulminanten Abend zeitgenössischer Improvisationskunst.
Donnerstag 17. Mai '18 Einlass: 20:00 Beginn: 20:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe
Leitung Christof Griese
„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.
Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.
Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.
Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.
HOLZ
Elena Peiritsch, Igor Albert Licon – alto sax
Niko Zeidler, Aaron Klenke – tenor sax / Anton Kowalski – bariton sax
BLECH
Tobias Knebel, Eline Dalewski, Kelly O`Donohue, Frederik Schröder – trumpets
Simeon Prause, Laszlo Griese, Jan Ole Zabel, – trombone / Alicia Sayell – tuba
RHYTMUS
Jakob Reisener – piano / Ettore Marangon – guitar / Per Moritz Buschmann – bass / Mathis Klockow – drums
Freitag 11. Mai '18 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Duthoit Frangenheim Turner
Isabelle Duthoit – clarinet, voice
Roger Turner – percussion
Alexander Frangenheim – bass
Duthoit Frangenheim Turner spielen seit 2013 im Trio. 2014 erfolgte die Veröffentlichung ihrer ersten CD „kochuu“, gefolgt 2016 von „light air still gets dark“.
Hierzu Jean-Michel van Schouwburg in seiner CD-Besprechung: „one of the most authentic productions of free improvisation“.
Die Musik des Trios ist frei Improvisiert mit einem unmittelbaren Sinn für das im Moment kollektiv Erschaffene.
Duthoits Stilistik liegt dabei zwischen klassischem Klarinetten-Gestus und einer stimmlichen, exzessiven eruptiven Dramatik und wird von Frangenheim und Turner in ein Netz aus subtil interagierenden Linien, Brüchen und Klangprovokationen eingebunden .
Gemeinsam schaffen sie die komplexe Orchestrierung eines „visionären Crescendos“
„… a visionary crescendo that seems to portray of a prisoner on its last legs, the sound on „Kochuu“ evokes a scenario where an imagined confinement got easily turned into a sort of sonically acceptable madness.The style this trio explored sounded so subversive that even some of the boldest free-jazz improvisations could look like stuff for weenuses. „
~ Vito Camarretta (Chain DLK)
„This is an intense recording and one of the most authentic productions of free improvisation we’ve witnessed. In this musical field it seems without a precedent – an unheard music – which even after more than forty years of evolution in this way of creating music, never ceases to amaze us.“
~ Jean-Michel van Schouwburg (Orynx)
Sonntag 6. Mai '18
Johannes Bauer 22.7.1954 – 6.5.2016

Liebe Freunde,
am 6. Mai jährt sich der Todestag von Johannes Bauer zum zweiten Mal.
Seit einigen Monaten erinnert ein Grabstein an ihn.
Dank des Benefizkonzertes vom 2. September 2016 im „Aufsturz“ und der Unterstützung zahlreicher Freunde, vor allem aus der Jazz-Szene, konnten wir den Stein in dieser besonderen Form gestalten und setzen lassen.
Der Gedenkstein, ein Rheinhardtdorfer Sandstein, hat eine beschichtete Messingtafel, auf der seine Komposition Nr. 10 von 1991 eingraviert ist, ist behauen und nicht geschliffen.
Typisch für diesen Sandstein sind die kleinen Toneinschlüsse.
Johannes Grab befindet sich auf dem Parkfriedhof Marzahn, Wiesenburgerweg 10,
12681 Berlin. Es hat die Grabnummer 127/128.
Der Gedenkstein würdigt ihn in eindrucksvoller Art und Weise als Musiker und Komponist.
Johannes Todestag ist für mich und meine Familie Anlass, allen MuskerInnen, dem Jazzkeller e.V., Freunden und Bekannten für die großzügige Hilfe zu danken.
Eure
Marion Bauer-Stille
Sonntag 6. Mai '18 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
Lacy Pool
Rudi Mahall – bass clarinet
Michael Griener – drums
Uwe Oberg – piano
Lacy Pool ist die „Berliner Band“ des Wiesbadener Pianisten Uwe Oberg: mit den glorreichen Hauptstädtern Rudi Mahall und Michael Griener springt er am tiefen Ende in den Pool und taucht in die Musik des unvergleichlichen Steve Lacy (1934-2004) sowie in eigene Kompositionen.
Diese Stücke sind ein ideales Vehikel für den anarchischen Charme des ungewöhnlich instrumentierten Trios Lacy Pool: Mit großen Ohren und Augenzwinkern erkunden die Drei die Stilvielfalt in den Kompositionen, nehmen sie auseinander, setzen sie auf unerhörte Weise neu zusammen und interpretieren sie mit dem für sie typisch freigeistigen Respekt.
Jeden Sonntag 12 Uhr: Elektropolis-Tour
Treffpunkt: Industriesalon, 10 € / ermäßigt 8 €, Dauer ca. 2 Stunden
Die Tour folgt den Spuren der bedeutenden Industriegeschichte von Schöneweide. Incl. Turmbesteigung vom Peter Behrens-Bau.
Freitag 4. Mai '18 Einlass: 21:00 Beginn: 21:30 - jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ [Oranienburgerstr. 67]
Das Kondensat
Gebhard Ullmann – soprano, tenor saxes, sample, looper
Oliver Potratz – bass, analog effects
Eric Schäfer – drums, electronics
Ein Kondensat entsteht beim Übergang eines Stoffes in einen anderen. Dieser sehr komplexe Prozess gibt Energie an die Umgebung ab. Es geht ums Eindampfen, Komprimieren und Verdichten. Lauter Vokabeln, die den Bandnamen des Trios rechtfertigen und diese wahrlich neue Musik beschreiben.
Analoges und Digitales fusionieren, die Erfahrungen aus den Feldern des Jazz mit den neuen Technologien kombinieren, Übergänge von einem ins andere kreieren und dabei das Publikum nicht vergessen.
Vielmehr, freigesetzte Energien werden auf das Publikum übertragen. Direkte Vergleichsgrößen fehlen weitgehend für diese losgehende und Spaß machende Musik.
Allenfalls irrlichtern Pioniere der Rock-, World- und Jazzavantgarde durch diese unverbrauchten Klänge, die auf unsere schöne neue Welt reagieren.
Das Kondensat springt ab aus dem Museum in ein Jetzt jenseits diverser orthodoxer Lehren. Jazz ist das auch, aber nur unter anderem. Neugier ist die Gier nach Neuem.
Darum geht es hier. Mit mal rockig-punchigem, mal melodiös-balladeskem Zugriff, generiert mit neuen Medien in neuen Kontexten.
Es ergibt sich ein aus langjähriger Kontinuität gewachsenes Triospiel, das sich erweiterter Mittel bedient, ohne eine anarchische Unverstelltheit zu verlieren.
Diese diskursive Trialogmusik entwickelt ihre ganz eigene Dynamik. Das Trio-Format hat eine lange Geschichte, weil es enorme Räume bietet, die nicht zugestellt sind.
Die Drei beherrschen dieses hier unabdingbare Agieren und Reagieren, dieses Lenken und Sich-lenken-Lassen vom anderen, dieses Ausformulieren einer gemeinsamen Vision im Offenen.


