Jahresarchiv für 2026
✸ Alles vor November 2008 unter » der alten Seite « !!!
Donnerstag 13. August '26 - Konzerthinweis - 20 Uhr:
BÜHNE Brotfabrik [Caligariplatz 1, 13086 Berlin]
Free Jazz und die Mauer – Neue Klangwelten in Ost- und West
Diskurs:
„Assi“ Glöde (Jazzkeller 69) im Gespräch mit Friedhelm Schönfeld und Heiner Reinhardt
Musik:
Helmut „Joe“ Sachse – guitar, percussion / Heiner Reinhardt – bass clarinet / Joe Hertenstein – drums
Die Veranstaltung ist Teil eine Reihe des Jazz am Helmholtzplatz e.V.
HOT AND FREE? JAZZ IM GETEILTEN BERLIN, 1950-1970.
12., 13., 15., 21. August -Brotfabrik; 18. September + 2. Oktober – REH (Kopenhagener 17)
Gefördert von der Lotto Stiftung Berlin
Wie veränderte der Mauerbau die Entwicklung des Jazz? Welche Freiräume blieben Musikerinnen und Musikern in der DDR – und wie entstand daraus eine spannende Free-Jazz-Szene?
Der zweite Abend der Reihe „Hot and Free? Jazz im geteilten Berlin, 1950–1970“ widmet sich den Pionieren des DDR-Jazz und der Entwicklung des Free Jazz.
Friedhelm Schönfeld ist ein bedeutendensten Zeitzeugen des Jazz in Berlin seit den 1950er Jahren. Ee begannen ihre Karriere bereits vor dem Mauerbau, prägten den Aufbruch des modernen Jazz in der DDR und entwickelten den Weg vom Hot Jazz über den Modern Jazz bis hin zum Free Jazz entscheidend mit.
Zugleich erlebten er die politischen Restriktionen und den kulturellen Wandel des Kalten Krieges aus nächster Nähe.
Samstag 8. August '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Peter Ehwald & Scubert Four

Foto: Beat Haberschmidt
Peter Ehwald – reeds
Thomas Dąbrowski – trumpet
Matthias Pichler – bass
Ivars Arutyunyan – drums
Der in Berlin lebende Saxophonist Peter Ehwald hat für sein neues Quartett „Scubert Four“ eine Reihe musikalischer Aufrufe komponiert.
Diese eigenständigen, komponierten musikalischen Zellen rufen zum Handeln auf – zur Improvisation, zur Interpretation und zur Kommunikation.
Die Musiker, die Ehwald’s call for action folgen, gehören zu den Interessantesten der europäischen Szene. Zusammen mit seinem langjährigen Partner aus Malmö, dem Trompeter Tomasz Dąbrowski, bildet Ehwald die Frontline – die beiden Musiker harmonieren hervorragend miteinander und sind als Solisten äußerst spannende Gegensätze.
Getragen wird dieses energiegeladene Wechselspiel von einer kraftvollen Rhythmusgruppe: Bassist Matthias Pichler und Schlagzeuger Ivars Arutyunyan, beide feste Größen der Berliner Szene, verleihen der Musik Dynamik, Tiefe und unbedingten Vorwärtsdrang.
Scubert Four ist ein kompromissloser Appell, in den Club zu gehen – der diesmal am Kaisersteg liegt!

Foto: Rabbit Hole Theater
Helicopter
Peter van Huffel – saxofone
Roland Fidezius – bass
Simon Carmatta – drums
Helicopter ist ein energiegeladenes Trio, das an der Schnittstelle von Jazz, Punk, freier Improvisation und rohem Klangchaos abhebt.
Mit Peter Van Huffel (Saxophone), Roland Fidezius (Bass) und Simon Camatta (Schlagzeug) verbindet die Band das brennende Feuer der Berliner Underground-Szene mit der kreativen Dynamik des Ruhrgebiets.
Entstanden aus einem spontanen Treffen im Rabbit Hole Theater (Essen) im Januar 2024, ist Helicopter eine explosive Fusion aus Melodie, Lärm, Groove und furchtloser Improvisation.
Während Peter und Roland – langjährige Mitstreiter im Thrash-Jazz-Trio Gorilla Mask – ihren Sound in unerforschtes Klangterritorium vorantreiben, bringt Simon, eine treibende Kraft in der Avantgarde-Szene NRWs, seine unverwechselbare rhythmische Intensität ein.
Das Ergebnis: eine unvorhersehbare Reise – manchmal turbulent, immer elektrisierend.
Samstag 25. Juli '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
The Cricket
Rudi Mahall – bassclarinet/tenor saxofone
Felix Wahnschaffe – alto saxofone
Rodolfo Pacapelo – bass
Jan Leipnitz – drums
Paccapelo & Wahnschaffe hatten einen Packen ihrer handgeschriebenen Eigenkompositionen fertig und suchten nach einem Medium, um das im Inneren Gehörte in die Realität zu bringen.
Sie riefen Mahall & Leipnitz in den Probenraum und legten die Notenblätter auf einen einzigen Notenständer, den sich alle teilten.
Stück um Stück wurde eingezählt, Ballade, Up-tempo, freiere Form, Blues mit ungewöhnlicher Akkordfolge, auch ein bisschen Krummtakt war dabei.
Alles schwang, klebte sich zusammen – der Raum füllte sich ganz wie von selbst mit musikalischer Farbe und Wärme. „Ok“, sagten sich die Vier, das läuft gleich und ohne viel Gebastel.
Eine totale Überraschung war das natürlich nicht, die vier Musiker hatten in ihren respektiven Karrieren schon des Öfteren die Gelegenheit, in verschiedenen Kontexten zusammen zu musizieren.
Jedoch war die Leichtigkeit, mit der hier ein Bandsound entstand, bemerkenswert.
Dan Blake Quartet
Photo: Christopher Drukker
Dan Blake – reeds
Elias Meister – guitar
Jan Roder – bass
Joe Hertenstein – drums
Der Saxophonist und Komponist Dan Blake blickt auf eine vielseitige Karriere zurück, in der er „Tradition als einladenden Spielplatz betrachtet, dem man sich am besten mit Staunen und Abenteuerlust nähert“ (The Boston Globe).
Er tourte und nahm mit Größen des Jazz und der zeitgenössischen Musik wie Esperanza Spalding, Julian Lage und dem NEA Jazz Master Preisträger Anthony Braxton auf und veröffentlichte eigene, von der Kritik gefeierte Alben, die als „perfekter Soundtrack für eine bessere Welt“ (Monarch Magazine) gepriesen wurden.
Sein jüngstes Werk, „Got My Wings“, ist eine Ballettmusik, die 2025 bei Ahyaropa Records erschienen ist und ihm ein Stipendium der New York Foundation for the Arts einbrachte.
Für dieses Konzert bei Jazz am Kaisersteg präsentiert Dan Blake neue Kompositionen aus seinem wachsenden Werkzyklus „Sages and Fools“.
Die Musik vereint elektronische Klanglandschaften, experimentelle modale Kompositionen und jene Art von spontanem Zusammenspiel, die nur mit erfahrenen Improvisatoren wie Elias Meister, Jan Roder und Joe Hertenstein möglich ist.
Samstag 11. Juli '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Willi Kellers – The Circle

© Cristina Marx Photomusix
Hans Peter Hiby – reeds
Rieko Okuda – piano
Meinrad Kneer – bass
Willi Kellers – drums
Mit The Circle hat Willi Kellers ein außergewöhnliches Projekt ins Leben gerufen, das musikalische Begegnung auf höchstem Niveau zelebriert.
Die Idee: Kolleginnen und Kollegen, mit denen er in den vergangenen Jahren auf Bühnen von Moers über Peitz und ganz NRW bis hin zu internationalen Festivals und Clubs zusammengearbeitet hat, in einem Kreis – einem „Circle“ – zu vereinen.
Im Zentrum steht die gemeinsame Leidenschaft für zeitgenössischen Jazz: eine Musik, die im Moment entsteht, getragen von Live-Komposition und radikaler Improvisation. Genau darin liegt ihre Kraft – denn Improvisation ist und bleibt die Seele des Jazz und unterscheidet ihn grundlegend von anderen Musikformen.
Alle Mitglieder des WK Circle sind international renommierte Künstlerpersönlichkeiten. Jede Musikerin und jeder Musiker bringt eine eigene, unverwechselbare Stimme ein – auf höchstem künstlerischem Niveau.
Was sie verbindet, ist ein gemeinsames Verständnis von Jazz als freier Kunstform: fernab von bloßer Reproduktion großer Vorbilder, hin zu einer lebendigen, offenen und stets überraschenden Klangsprache.
Publikum und Presse zeigen sich gleichermaßen fasziniert und oft auch erstaunt: Kaum zu glauben, dass diese dichten, komplexen musikalischen Strukturen ohne festgelegte Kompositionen entstehen – allein aus dem Moment heraus, aus Leidenschaft, Vertrauen und der Freude am gemeinsamen Spiel.
Der Musiker Luten Petrowski brachte es einmal auf den Punkt: Viele hätten vergessen, dass Jazz eine Kunstform ist. Im WK Circle wird genau dieser Gedanke eindrucksvoll Wirklichkeit.
Witold – Orchestrale Musik fürs Trio
Kalle Kalima – guitar
Uli Kempendorff – reeds
Moritz Baumgärtner – drums
Das Trio Witold mit dem Gitarristen Kalle Kalima, dem Saxophonisten Uli Kempendorff und dem Schlagzeuger Moritz Baumgärtner hat sein jüngstes Album „Witold Plays Lutosławski“ dem polnischen Dirigenten und Komponisten Witold Lutosławski gewidmet – oder besser gesagt, seinen Volksliedern, den „Melodie Ludowe„, entstanden in der Nachkriegszeit.
Es war im Jahr 2019, als Kalle Kalima eine Bearbeitung für Gitarre von Witold Lutosławskis „Folk Melodies“ zu einer gemeinsamen Session mit Moritz Baumgärtner und Uli Kempendorff brachte.
Die drei leben in Berlin und treffen sich regelmässig zum Jammen. Weshalb Kalle Kalima ausgerechnet auf Lutosławski kam, war eher dem Zufall geschuldet: „Ich bin plötzlich auf diesen faszinierenden Komponisten aufmerksam geworden und habe im Internet nach Noten gesucht, die wir fürs Jammen nutzen könnten.“
Er wurde fündig: Eine ganze Sammlung von Volksliedern aus den Vierzigern, arrangiert für klassische Gitarre. Das Trio sei auf Anhieb „von den spannenden harmonischen Ideen Lutosławskis“ beeindruckt gewesen, sagt Moritz Baumgärtner: „Als Jazzer haben wir diese Stücke genommen, darüber improvisiert und die Kompositionen mit Akkordsymbolen ergänzt.“
Dabei hätten sie nicht einfach nachgespielt, sagt Uli Kempendorff, „vielmehr haben wir dazugetan, was uns eingefallen ist. Damit haben wir die Grundlage für unsere eigenen Arrangements geschaffen.“
Diese Arrangements testete das Trio dann bei verschiedenen Konzerten. Dabei stellte es bald fest, dass womöglich auch Werke von Komponisten passen würden, die eine ähnliche musikalische Sprache sprechen und aus einem ähnlichen musikalischen Zeitraum stammen.
Also Komponisten, die die Zeit ab Ende des Ersten Weltkriegs bis Ende der 1940er-Jahre abdecken.
Kalle Kalima: „Wir stießen auf Stücke des ungarischen Komponisten Béla Bartók und des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. Insbesondere Streichkonzerte, die wir in der Folge umarrangierten.“
Diese Transferleistung sei keineswegs einfach gewesen und habe etliche Zeit in Anspruch genommen, gibt Kalima zu. Ein Beispiel: „Schostakowitschs String Quartets auf Gitarre, Saxophon und Gitarre auszurichten, war superschwierig. Da alles in C-Moll ist, musste ich die tiefste E-Saite meiner Gitarre auf C herunterstimmen.“
Die Pandemie gab ihnen jedoch die Chance, sich in diese aufwändige Arbeit zu vertiefen. Sie schrieben die Stücke so um, dass sowohl die zugrunde liegende musikalische Information, als auch die Visionen des Trios sichtbar wurden. „Wir waren am Ende selbst überrascht, wie die ursprünglichen Stücke nach unserer Überarbeitung klingen würden – es war eine Entdeckungsreise“, so Uli Kempendorff.
„Im Prinzip haben wir dieselbe Arbeit gemacht, wie unsere Komponisten: Sie haben Volkslieder genommen und neu arrangiert. Und wir nehmen jetzt ihre Arrangements, schreiben sie um und improvisieren.“
Und weil das Ensemble den Fokus auf die Improvisation stellt, ist das Album „Witold Plays Lutosławski“ als Momentaufnahme zu betrachten, „schließlich kann aus den Grundlagen bei den Konzerten immer etwas Neues entstehen„, betont Moritz Baumgärtner.
Das sei so gewollt und Konzept dieses Ensembles, das keinen Bandleader kennt.
Kalle Kalima: „Auch wenn ich damals die Musik von Lutosławski ins Spiel gebracht hatte, arbeiten wir alle gleichberechtigt zusammen und diskutieren über die Umsetzung. Auch bei den Improvisationen bringen sich alle ein. So wie es für jeden passt.“
Samstag 4. Juli '26 - Konzerthinweis: 13:00
Bühne am Kaisersteg [Hasselwerderstraße 22A]
Sommerfest
– für die ganze Familie
– Bastelangebote
– große Seifenblasen selber machen
– Stockbrot am Lagerfeuer
– und vieles mehr
Gemeinsam mit der Werkstatt für MosaikKunst Mosaizistas entsteht außerdem ein wild bewachsenes Mosaik-Hochbeet für die Alte Kita.
Dazu gibt es Pizza aus dem Lehmofen, hausgemachtes Eis von der cocomo eiswerkstatt, Waffeln, Bratwurst, Getränke und viele Gelegenheiten zum gemeinsamen Verweilen.
Musikalisch wird es ebenfalls vielfältig:
– Junge Bands des Jugendschiffs ReMiLi
– Entropic Unit meets Steyer and Gschlößl w/ Special Guest Jonte
Edith Steyer, Gerhard Gschlößl, Simon Roessler, Peer Sehring und Jonte
– sowie Reggae-Musik von Vido Jelashe sorgen für den passenden Soundtrack des Tages.
– Zum Abschluss spielen die Beer Drinking Daddies mit Rockabilly, Rhythm & Blues und Rock’n’Roll-Klassikern.
Außerdem findet auf dem Jugendschiff ein Puppentheater für Kinder ab 3 Jahren statt (Dauer ca. 45 Min.)
Eintritt Puppentheater: 3 € pro Person
…und das Brückenfest beginnt schon ab 12 Uhr – DAS PROGRAMM
Samstag 27. Juni '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Faustkeil Ensemble
Roland Komitow – reeds
Jörg Huke – trombone
Andreas Willers – guitar
Roland Fidezius – bass
Christian Marien – drums
Vom Faustkeil bis zur chirurgischen Gefäßklemme, vom Schlagwerk über die Saiten bis zu den Holz- und Blechblasinstrumenten, Werkzeuge und Instrumente beginnen dort, wo der Mensch mit seinen Körperfunktionen nicht mehr weiter kommt.
Sie vereinen Kreativität und Kraft und sind zu Metaphern geworden. Sie stehen sinnbildlich für das ERSCHAFFEN und FORMEN.
So wie auch dieses Ensemble. Eine Gruppe aus 5 Solisten, mit der Verpflichtung, die Musik in ihrer überschreitenden Wucht in alle erdenklichen und unvorstellbaren Sphären zu entsenden.
Das Publikum durchdringend und mitnehmend. Empfangsbereit!
Am Anfang war Klang, dann der Faustkeil, und am Ende wird vielleicht Stille sein.
Vielleicht…!?
Gulf of Berlin
Antje Messerschmidt – violine
Gebhard Ullmann – reeds
Maike Hilbig – bass
Gerhard Gschlössl – trombone/tuba
Jan Leipnitz – drums
Michael Haves – electronic/live sound processing
GULF of BERLIN sind fünf Musikerinnen plus ein Sound Designer, die den Raum zwischen Improvisation und Komposition neu vermessen.
Was auf den ersten Blick wie spontane Klangentfaltung wirkt, offenbart sich als Musik, die zwar im Moment entsteht, aber durch die besondere Anordnung innere Logik trägt.
Jede einzelne akustische Stim¬me wird mit elektronischer Bearbeitung in Echtzeit verwandelt und den Musikerinnen als Spiegel zurückgeführt, sodass das Ensemble wie ein vielstimmiges Kollektiv wirkt: jedes Bandmitglied reagiert auf ein verfremdetes Ich.
So entstehen Klanglandschaften, die von schwebenden Ambient-Texturen über Noise-Gebirge zu Rhythmen von Prog-Rock-Visionären reichen.
Im Hintergrund schwingt die radikale Haltung der AACM mit, während die spirituelle Glut Albert Aylers aufflammt.
Donnerstag 25. Juni '26 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Foto: © SchankFotografie
DIRECTION Leon Griese
REEDS
Felix Bromann – alto + sopran / Carolin Fröhlich – alto / Thies van Ballegooy & Jasper Spötter – tenor / Nils Marahrens – bariton
BRASS
Donat Kubrinski – trumpet / Elina Dalewski – trumpet / Bruno Eilers – trumpet / Jenny Habich – trumpet /
Kateb Marszolf – trombone / Jonathan Woodruff – trombone / Jan Ole Zabel – trombone
RHYTHM
Matteo Bettle – guitar / Benedikt Jung – piano / Roland Jurisch – bass / Rafael Röhl – drums
„Was ist richtig, was ist falsch im Jazz? Keiner kann’s dir sagen.
Zum Beispiel das von Leon Griese geleitete Orchester JayJayBeCe.
Ist das noch richtig, wenn sich diese Big Band nicht von wenigen Schreibern prägen läßt, sondern so viele Berliner Jazz-Komponisten wie möglich mit ins Improvisations-Boot nimmt?
Diese Big-Band ist als Impulsgeber für Berlins schreibende und spielende Jazz-Zunft unverzichtbar.
Entsprechend frech taucht das Orchester unter den Normen des Big-Band-Beamtentums weg – den Jazz-Rock des Miles Davis der achtziger-Jahre ebenso einbeziehend, wie modale Klangflächenspiele und wuchtige, rockige Ostinato-Kompositionen. Die Big-Band als multiple Persönlichkeit. Ein Gewinn.“
~ Tagesspiegel
Samstag 23. Mai '26 19:00 Konzerthinweis
Galiläa-Kirche [Rigaer Str. 9/10 10247 Berlin]
Celebrate 112 years of Sun Ra in space
and 102 of Marshall Allen on Earth

- 19:14: Open up the gates to the outer space
- 19:24: Marshall Allen, 99, Astronaut (2025) in presence of film director Ari Benjamin Meyers
- 20:01: Ignition of the music-powered engines
Chris Hyperion Mehler – Intergalactic Trumpet
Reverend Hunter S. Chicken – Titan Tenor Sax
Pharoannes Mimas Schleiermacher – Moon Sax, Moog Synth
Yorgos Iapetus Hochapfel – Sun Organ, Galilei Piano
Isis Dione Roessler -Horsehead Nebula Bass
Janus Tethys Leipnitz – Starr Drums
Ngoma Lugundu – Baobabs, Vulcan Brush Dance
The sound of joy is enlightenment. Hereby, our invitation, we do invite you to be of our space world.
Sun Ra is in outer space. Sunrise in outer space. Love for everybody.
Marshall Allen, 99, Astronaut (2025)
Marshall Allen, 99, Astronaut (2025) is centered around the world renowned free and avant-garde jazz musician and current leader of the legendary Sun Ra Arkestra, of which he has been a continual member since 1958. He has recorded primarily with Sun Ra since the late 1950s and has led the Arkestra since 1995, following Sun Ra’s death in 1993 and John Gilmore’s two years later. The debut album of „one of the most distinctive and original saxophonists of the postwar era“, mentioned twice in the Guinees Book of Records, was released in his 101st year of life.
Overground control 2:
- Major Tolga Tolon (Red Crescent Space Mission Super Sonic Sound Engineer)
- United Space Marshal Lion Bix bei der Kellen (Speedometer of Light, Enlightenment Illuminationist)
Let’s celebrate the birthdays of the oldest practicing alto saxophonist and big band leader between the Sun and Jupiter and that of his extraterrestrial mentor from Saturn.
Freitag 22. Mai '26
![]() |
Donnerstag 21. Mai '26 Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Kühlspot Social Club [Lehderstrasse 74-79, 13086 Berlin-Weissensee]
Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Foto: © SchankFotografie
DIRECTION Leon Griese
REEDS
Felix Bromann – alto + sopran / Carolin Fröhlich – alto / Thies van Ballegooy & Jasper Spötter – tenor / Nils Marahrens – bariton
BRASS
Donat Kubrinski – trumpet / Elina Dalewski – trumpet / Bruno Eilers – trumpet / Jenny Habich – trumpet /
Kateb Marszolf – trombone / Jonathan Woodruff – trombone / Jan Ole Zabel – trombone
RHYTHM
Matteo Bettle – guitar / Benedikt Jung – piano / Roland Jurisch – bass / Rafael Röhl – drums
„Was ist richtig, was ist falsch im Jazz? Keiner kann’s dir sagen.
Zum Beispiel das von Leon Griese geleitete Orchester JayJayBeCe.
Ist das noch richtig, wenn sich diese Big Band nicht von wenigen Schreibern prägen läßt, sondern so viele Berliner Jazz-Komponisten wie möglich mit ins Improvisations-Boot nimmt?
Diese Big-Band ist als Impulsgeber für Berlins schreibende und spielende Jazz-Zunft unverzichtbar.
Entsprechend frech taucht das Orchester unter den Normen des Big-Band-Beamtentums weg – den Jazz-Rock des Miles Davis der achtziger-Jahre ebenso einbeziehend, wie modale Klangflächenspiele und wuchtige, rockige Ostinato-Kompositionen. Die Big-Band als multiple Persönlichkeit. Ein Gewinn.“
~ Tagesspiegel




