Archiv 2018

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Samstag 18. Oktober '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Tchicai Tribut Trio

Foto Mario Behnke

Kathrin Lemke – sax
Vitold Rek – bass
Mihyun Mischka Seo – percussion

Mit den Kompositionen von John Tchicai erinnert das Trio an den großartigen Musiker und Komponisten.
Der afro-dänische Saxophonist John Tchicai gestaltete den Free-Jazz in New York ab Mitte der 60er Jahre an der Seite von Musikern wie Archie Shepp, Don Cherry, Milford Graves und Roswell Rudd maßgeblich mit.

Einer seiner langjährigen Weggefährten nach seiner Rückkehr aus den USA war der polnische Bassist Vitold Rek.
Er spielte mit Tchicai mehr als 20 Jahre zahlreiche Konzerte in den USA und Europa. So auch das letzte Konzert Tchicais im Juni 2012, bevor dieser im September desselben Jahres den Folgen einer Hirnblutung erlag.
Vitold Rek und Kathrin Lemke lernten sich vor einigen Jahren auf dem Uncool Festival in Poschiavo (CH) kennen und dachten schon lange daran, ein gemeinsames musikalisches Projekt zu realisieren.
Bei der Beschäftigung mit der Musik John Tchicais empfand Kathrin eine starke Seelenverwandtschaft sowohl in der Art zu improvisieren als auch in der Vorstellung von Sound.
Die Schlagzeugerin Mihyun “Mischka” Seo lernte Vitold während ihres Studiums in Deutschland kennen.
Im Sommer 2014 spielten die beiden viele Konzerte in ihrem Heimatland Südkorea. Sie und Kathrin werden sich im Herbst zum ersten Mal begegnen.

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Freitag 17. Oktober '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Anker / Bauer / Edwards / Lovens

AnkerLotte (Mobile)Lotte Anker – saxes
Johannes Bauer – trombone
John Edwards – bass
Paul Lovens – drums

Das Quartett wurde 2012 zum Kopenhagener Winterjazz Festival von Lotte Anker initiiert, ursprünglich mit Clayton Thomas am Bass.
Aktuell spielt John Edwards, einer der bedeutendsten Kontrabassisten der britischen Freien Improvisation, dessen Klang- und Einfallsreichtum unermesslich ist und der dabei immer für enormen Drive sorgt.

Lotte Anker ist eine der prägendsten Musikerinnen der experimentellen Szene Kopenhagens.
International verbindet sie ein Trio mit Craig Taborn und Gerald Cleaver, eine Langzeitzusammenarbeit mit Ikue Mori und sie hat mit zahlreichen anderen, wie Fred Frith, Tim Berne, Sylvie Courvoisier zusammenspielt.

In ihren geistesgegenwärtigen Improvisationen scheint sie mir immer auch viel Überlegtes einzubringen, gleichsam als spontane Konzeptvorschläge, als instant composing.
Unermesslicher Klang- und Einfallsreichtum mit viel Spielwitz haben auch seit vielen Jahrzehnten Paul Lovens zu einem der stilprägendsten Schlagzeuger des Europäischen Free Jazz gemacht.
Den Berliner Johannes Bauer hier vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen.
Ob z.B. in Brötzmanns Chicago Tentet, oder in Barry Guys New Orchestra oder in unzähligen kleineren, loseren Formationen, sein Spiel ist immer, bei aller Virtuosität, äußerst gruppenklangförderlich. Dieses ganz frei improvisierende Quartett läßt Free Jazz in Bestform erwarten, intensive dichte Interaktion, überwiegend mit viel expressivem Drive, aber auch mit ruhigeren Momenten, in denen sich Klanglandschaften von abstrakter Schönheit entfalten können, denn alle vier sind nicht nur große Virtuosen, sondern auch Meister des Aufeinanderhörens.

Coop mit www.jazzwerkstatt.eu

 


Donnerstag 16. Oktober '14    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
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Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

 

HOLZ:
Patrick Hamacher, Markus Mudrich – alto sax / Niko Zeidler, Laurenz Welten – tenor sax
Andres Reifgerst – bariton sax

BLECH:
Tobias Knebel, Lisa-Marleen Buchholz, Arvid Maier, Cynthia Bruhn – trumpets
Jan Ole Zabel, Garvin Brod, Laszlo Griese, Alina Steinhoff, Justine Thomsen – trombone

RHTYMUS:
Kenneth Berkel – piano / Eric Weniger – guitar / Arne Imig – bass / Johann Gottschling – drums

http://saxart.de/pages/jjbcpresse.html

 

 


Sonntag 12. Oktober '14 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
NoVilla   [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]


Finissage Manfred Schulze – Malerei / Grafik

 

„Joe“ Sachse (Foto: Gerd Adloff)

„If 69 was 96“ Tribute to Jimi Hendrix
Helmut „Joe“ Sachse – guitar

Heiner Reinhardt – bass clarinet

Es liegt natürlich auf der Hand, dass ein Gitarrist, der seinen Zweitnamen dem Elektro-Gitarristen-Idol Hendrix verdankt, eine Herausforderung in der kreativen Umsetzung von dessen Musik sieht.

„Joe“ Sachse – auch „Hexenmeister der Gitarre“ genannt – hat für dieses Projekt einen kongenialen Partner an der Bassklarinette gefunden.
Beide kennen sich aus der Jahre langen Zusammenarbeit in der Manfred Schulze Formation.
Die expressiven Gitarrensounds korrespondieren mit energiegeladenen Improvisationen des Bläsers, der gelegentlich auch die Bassfunktion übernimmt.
Die Flexibilität des Klarinettentones, sowie eine einmalige Fingertapping- und Perkussionstechniken auf der Gitarre scheinen geradezu ein ideales Mittel zu sein, um den Geist der Gitarrenlegende einzufangen.
Bei aller Spontanität drückt sich der Respekt des Duos vor der Musik eines Jimi Hendrix, in wohl durchdachten Arrangements aus.

 


Freitag 10. Oktober '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Sequester

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Uli Kempendorff – saxes
Henning Sieverts – cello
Robert Lucaciu – bass
Reini Schmölzer – drums

Red Balloon, orchest.ra.conteur, Reihe 2 heißen die Bands von denen der Berliner Kempendorff, der Leipziger Lucaciu und der Wiener Schmölzer sich kennen.
Zum aktuellen Projekt haben sie Henning Sieverts aus München eingeladen, der in diesem Quartett ausschließlich Cello spielt.
Mit Kontrabass, Cello, Tenorsaxophon / Bassklarinette und Schlagzeug werden die Vier mit ordentlich Dampf in der mittleren tiefen Lage den (Ton-)raum nach unten und oben ausloten.

Sequester ist eine absolute „sowohl als auch“ Band: Die Musiker fühlen sich einerseits als Komponisten, vertrackter Werke und / oder schöner Melodien, andererseits als Erfüller freier Konzepte und Ideen und als Kommunikatoren nicht nur untereinander, sondern auch mit dem Publikum.
Denn wenn man Jazz spielt, muss es Spaß machen.

 

 

 


Dienstag 7. Oktober '14    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Session opening by Club Jazz Debakel

debakelHenrik Walsdorff – alto sax
Wanja Slavin – tenor & soprano sax
John Schröder – guitar
Peer Neumann – e-piano
Marpa Shold – bass
Aldtie Mann – drums, percussion

Man kann ja einiges sagen, aber melancholisch sind sie nicht.
Penetrant frohsinnig zum Glück auch nicht. Eher freundlich – kultiviert mit jenem gewissen Charme, der nicht allwissend ist, der nicht harmlos ist.

Exzellent besetzt mit international ausstrahlenden Persönlichkeiten der Berliner Szene, gehen CLUB JAZZ DEBAKEL auf so manche Grenze ím rechten Winkel zu und sehen – den Horizont.
Immer wieder den Horizont. Mal ist er sichtbar, schimmert herüber aus den frühen Siebzigern, dann wieder ganz eigen verhüllt: Rein intuitive Passagen, das Unvollkommene in seiner seltsamen Schönheit belassend, und jene Happenings, die auf klaren Skizzen & Absprachen beruhen: Strategische Pläne. Angriffstaktiken. Geformte Energie.
Hier werden keine Luxusappartements entstehen. Eher Höhlen, Behausungen zum Erkunden. Kannst Du tanzen drin. Mach Feuer an.

“…an electric jazzrock explosion…”  ~ Rolling Stone

Eintritt 3 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session

Uli Christenn – trombone / Jerome Bugnon – trombone / Kay Lübke – drums / David Hilbuk – piano / Celine Voccia – piano / Tim Remfrey – drums / Peter Ehwald – Tenor sax

 


Freitag 3. Oktober '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Clarinet Madness

theo JoergensmannMichael Marcus – clarinet
Theo Joergensmann – clarinet
Jonathan Robinson – bass

Wenn erstmalig Michael Marcus (New York) und Theo Jörgensmann (Brüel) zusammentreffen, verspricht dies ein Highlight für Klarinettenfreunde zu werden.
Theo Jörgensmann hat seit den 70’ern, Michael Marcus seit den 80’ern wesentlich mit zur Renaissance der Klarinette im Jazz beigetragen.
Beide sind herausragende Inside-Outside-Improvisatoren, Meister des Wechsels zwischen konzeptionell gebundenen und frei improvisierten Passagen.
Beide treffen sich darin auf dem Feld des Free-Bop. Doch darüber hinaus dürften die starken Bezüge zur europäischen Neuen Musik in Jörgensmanns Spiel zusätzlich auch für kontrastreiche Spannung sorgen.

Für ihre Berliner Begegnung haben sie sich mit dem seit einigen Jahren die Berliner Szene bereichernden Jonathan Robinson aus New Orleans einen sehr vielseitigen Kontrabassisten ausgesucht, mit dem sich die weiten Felder ihrer musikalischen Erfahrungen beiderseits des Atlantiks umfassend ausloten lassen dürften.
~ Matthias Oberg

www.michaelmarcusmusic.com

 


Samstag 27. September '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Hans Hassler & friends

 

Hans HasslerHans Hassler – accordeon
Nikolaus Neuser – trumpet, fluegehorn
Volker Schlott – sopran + alto sax
Steve Heather – drums
wegen Air France Streik erst zur Zugabe:
Silke Eberhard – alto sax,

Hans Hassler ist der wahre Schweizer König auf dem Akkordeon.
Der 1945 in Graubünden geborene Musiker überrascht seit über 30 Jahren mit seinem Gang durch die verschiedensten Szenen: Schweizer Volksmusik, Jazz, Filmmusik, freie Improvisation oder klassische Interpretationen.

Stilistisch nicht fassbar und doch kantig seinem Weg verpflichtet, begeistert Hans Hassler mit grandios verspielter Musikalität, abgründigem Humor und überraschenden Grenzgängen.
Seine Erscheinung, sein Schalk, seine Virtuosität und sein unerhörtes Spektrum von Ländler bis Jazz machen seine Performances zum Erlebnis.

ich-lasse-mich-lieber-holen

 


Freitag 26. September '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Ta Lam 11

Ta Lam 11Gebard Ullmann – bass clarinet, sopran sax, flute
Hinrich Beermann – bariton sax
Daniel Erdmann – tenor sax
Vladimir Karparov – tenor sax
Jürgen Kupke – clarinet
Joachim Litty – bass clarinet
Heiner Reinhardt – bass clarinet
Volker Schlott – alto sax, sopran sax, flute
Michael Thieke – alto clarinet
Benjamin Weidekamp – clarinet, alto sax
Hans Hassler – accordeon

Wer die Besetzungsliste liest, wird sich die Augen reiben; zehn Holzblasinstrumente und ein Akkordeon – und sonst nichts.

Das kann nur viel Luft bedeuten und wenig Substanz.
Wer sich jedoch einlässt auf das Abenteuer Tá Lam 11, der wird Hörerlebnisse haben, die nirgends auf der Welt möglich sind.
Denn es gelingt Ullmann, aus der Kombination der diversen Saxophone und Klarinetten einen Klang zu gestalten, der einem klassischen Orchester nahe ist, mit einem ähnlichen Klangvolumen und einer ähnlichen Klangpalette.

Gleichzeitig swingt das Ensemble in bester Jazztradition und wenn zwei oder mehr Baritonsaxophone oder Bassklarinetten rhythmische Riffs spielen, die wie Felsen in der Brandung stehen, dann bleibt manch einem Zuhörer das Herz stehen.
In bester „Four-Brothers“-Manier verschmelzen die Holzblasinstrumente zu einem einzigen und immer wieder werden Soli aus dem Musikmonument herausgemeißelt und schmücken mit schimmernden Verzierungen.
Nicht zuletzt Hans Hasslers Akkordeon bietet hier vielfältige Möglichkeiten.

 


Samstag 20. September '14     21:00     Konzerthinweis
KAJÜTE in Ratzdorf, Brandenburg   [Am Oderdamm 1]


boom box

Thomas Borgmann – reeds
Akira Ando – bass
Willi Kellers – drums

 

Boom Box, das heißt: Saxophon trifft Drums trifft Bass – und das mit aller Wucht. In langen, häufig fließenden Stücken erschaffen Borgmann, Willi Kellers und Akira Ando eine Musik, die sich zwischen lyrisch friedlichen und ekstatischen Phasen, zwischen weiträumigem und dichtem Spiel hin und her bewegt.
„…boom box spielen jazz. und jazz handelt vom fliegen und vom singen.“
~ jan künemund

 

new CD (jazzwerkstatt jw106): boom box ~ jazz
„…The playful nature of the music may sometimes be misleading, as this is a very serious journey, indeed.
It is a reminder that ears are a pathway to the mind, which is a pathway to the soul.
~ raul d’gama rose at allaboutjazz (july 2011)

 


kajüte ratzdorfDie wunderbare Kajüte (Cafe & Tanzwirtschaft) liegt direkt am Zusammenfluss von Oder & Neisse….
mit unglaublicher Natur drumherum….
und ist sogar in 6 1/2 Stunden mit dem Fahrrad von Berlin aus zu erreichen….
also:
Vielleicht ein aufregender letzter Sommer-Wochenendtipp ins Umland.