Archiv 2019

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Freitag 9. Januar '15    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


just 60: Thomas Borgmann
stay tuned for the rest of the story…

thomas borgmannThomas Borgmann – reeds
Luten Petrowsky – reeds
Adam Pultz Melbye- bass
Christoph Winckel – bass
Jan Roder – bass
Tony Buck – drums
Willi Kellers – drums

organic the first set: a trio & a drum duo & another trio
free the second set: a quartet & a bass trio & the end

Von der Stimme in der Stimme, die das Ohr im Ohr trifft, sprach der von Jackie McLean besungene Prophet Khalil Gibran.
Es gibt einen Moment im letzten Konzert von Denis Charles, 1998 in Weiden, als dieser hörbar seine Sticks weglegt, seine Mallets nimmt, einen einzigen Schlag auf das Becken setzt, der Bassist Wilber Morris eine kleine Abwärtslinie andeutet, die noch nicht so richtig weiß, wo sie hin will, als so eine Stimme ertönt.
Sopransaxofon, Luft, feuchtes Rohrblatt. Ein Ton. Drei Töne, die das Bassmotiv aufgreifen.

Da steht plötzlich ein Sound im Raum, der etwas anderes weiterschwingen lässt und gleichzeitig entschieden alleine da ist.
Wem sich da nichts aufrichtet, hat kein Haar mehr auf der Haut.
Und kein Ohr im Ohr. Ein kurzes Thema nur, gefunden oder verabredet, ein paar letzte Schläge aufs Becken.
Dieser Moment, vom BMC Trio, live, enthält den ganzen Thomas Borgmann.
Wie er sich einfügt, und wie er einfach da ist. Sein Ton, sein in vielen Jahren erarbeiteter Zauber, steht im Raum.

Seine Themen, Motive, Linien, Geschichten sind sich immer ein bisschen selbst genug und entstehen doch gleichzeitig aus den Erfindungen und Bauten der anderen.
Eine Stimme, die noch singen mag, in und über dem lässigen (Charles & Morris),  dem treibenden (Reggie Nicholson & Wilber Morris), dem irren (Tony Buck & Joe Williamson) und dem eleganten (Willi Kellers & Akira Ando) Geflecht der anderen, die den kauzigen Einlagen von Petrowksy geantwortet hat und dem existentiellen Geschrei Brötzmanns gegenüber ein anderes, sanfteres Lied anstimmte.
Sing your song, black bird.

Einige der vielen tollen Musiker an diesem Abend haben schon mal mitgesungen.
Andere, wie der dänische Bassist Adam Pultz Melbye, werden ihr Ohr im Ohr entdecken.
Diese Stimme wird 60. Dankeschön.
~  Jan Künemund

 

It is the voice inside the voice encountering the ear inside the ear, as reminisced by Khalil Gibran, the prophet, in Jackie McLean’s song.
There was a moment in Denis Charles  last concert in Weiden, in 1998, when everybody could hear how he puts his drumsticks down, takes his mallets, hits the cymbal with one single beat, when bassist Wilber Morris suggests a subtle downward line, still undecided where to go, as such a voice rises.
Soprano saxophone, air, moist reeds. One sound. Three tones, reiterating the bass motif.

All of a sudden, a sound fills the room – echoing something but still determined to stand alone. Whoever doesn’t have at least one hair stand on end doesn’t have a single one left.
And no ear inside the ear. A short motif only, found and agreed, a couple of last beats on the cymbals. This moment – played by BMC Trio, live – embodies all of Thomas Borgmann.
The way he fits in, the way he sticks out. His tone, elaborate magic, developed over many years, fills the room.

His themes, motifs, lines and stories are solid enough to stand alone and yet arise from inventions and constructions of others.
A voice, still eager to sing, in and above the laissez-faire (Charles & Morris), the impulsive (Reggie Nicholson & Wilber Morris), the crazy (Tony Buck & Joe Williamson) and the elegant (Willi Kellers & Akira Ando) nexus of the others; a voice responding to Petrowsky’s weird interludes and striking a different, gentler song; a voice countering Brötzmann’s existential shrieking.
Sing your song, black bird.

Some of the many outstanding musicians performing this evening have been a part of the instrumental choir before.
Others, like Danish bassist Adam Pultz Melibye, will discover their ear inside the ear.
When this voice turns 60. Dankeschön.
~ Jan Künemund    (translation by Ingrid Müller)

organic the first set: a trio & a drum duo & another trio
free the second set: a quartet & a bass trio & the end

 


Dienstag 6. Januar '15    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Aufsturz-Jam opening by Club Jazz Debakel

debakelHenrik Walsdorff – alto sax
Wanja Slavin – tenor & soprano sax
John Schröder – guitar
Peer Neumann – e-piano
Marpa Shold – bass
Aldtie Mann – drums, Percussion

Exzellent besetzt mit international ausstrahlenden Persönlichkeiten der Berliner Szene, gehen CLUB JAZZ DEBAKEL auf so manche Grenze ím rechten Winkel zu und sehen – den Horizont. Immer wieder den Horizont. Mal ist er sichtbar, schimmert herüber aus den frühen Siebzigern, dann wieder ganz eigen verhüllt: Rein intuitive Passagen, das Unvollkommene in seiner seltsamen Schönheit belassend, und jene Happenings, die auf klaren Skizzen & Absprachen beruhen: Strategische Pläne. Angriffstaktiken. Geformte Energie.
http://clubjazzdebakel.de/

Hardbop /Jazzfunk / No Standards
Backline: e-piano, upright piano, bass amp, fender guitar amp, sonor drum set, 2 mics
Ende ca. 23:30 Uhr

Eintritt 5 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session

 


Mittwoch 31. Dezember '14




xmasquartet

Allen Freunden des Jazzkeller 69 e.V. ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins jazzige Jahr 2015.

Durch Mitgliedschaft in unserem Verein erhöhen sich unsere Eigenmittel und sichern die kontinuierliche Fortsetzung unserer Veranstaltungen.

Unterstützt die Berliner Jazz-Szene! Werdet Mitglieder im Jazzkeller 69 e.V.!

n

 


Freitag 26. Dezember '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Das Kondensat

Gebhard Ullmann – soprano, tenor sax, sampler, looper
Oli Potratz – bass, analog effects
Eric Schäfer – drums, electronics

Das Berliner Trio “DAS KONDENSAT ”  kreiert mit elektroakustischem Set-Up eine Klangwelt, die sich sowohl in rhythmischem Minimalismus und songorientierter Melodiosität als auch in Noise und abstrakten Soundscapes ausdrückt.
Die drei Musiker sind international gefragt als Klangforscher auf dem Grenzgebiet von Jazz und Neuer Musik.    www.gebhard-ullmann.com

 

 


Mittwoch 17. Dezember '14    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


I am three

Sisilke eberhardlke Eberhard – alto sax
Nikolaus Neuser – trumpet
Christian Marien – drums

„Mit anderen Worten: ich bin drei.“
Mit diesen Worten beginnt Charles Mingus seine Autobiographie.
Das Trio der Berliner Musiker Silke Eberhard, Christian Marien und Nikolaus Neuser widmet sich der Musik Charles Mingus` und kann durch die reduzierte Besetzung, die bewusst auf den Bass verzichtet, die Essenz und Kraft der Kompositionen herausarbeiten.
Mingus Oh Yeah!
silkeeberhard.com

 


Sonntag 14. Dezember '14    Einlass: 16:00   Beginn:16:30  Jazzkeller 69 zu Gast in
NoVilla   [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]


Record Release Tour
Stills and Stories

georg gräweGeorg Gräwe – piano

Der Pianist / Komponist aus Bochum hat sich Ende der 1970er Jahre mit seinem Quintett, sowie mit seinem GrubenKlangOrchester in den 1980er Jahren einen Namen gemacht.
Heute ist er eine feste Größe auf der internationalen Improvisationsszene, außerdem komponiert er Kammer-/Orchestermusik und Opern.
Georg Gräwe, der sowohl als Komponist als auch als Iimprovisator zu den besten Europas zählt, hat schon lange seine unverwechselbare Sprache und Identität gefunden.
Wie kaum ein anderer europäischer Musiker hat er sich mit der afro-amerikanischen Tradition des Klavierspiels im Jazz auseinandergesetzt.

Schlag-nach-bei-Schoenberg-und-Coltrane

 


Samstag 13. Dezember '14  - jazzkeller 69 stellt vor - 18 Uhr:
Kaisersteg in Schöneweide   [12459 Berlin-Köpenick]


Werden Sie eine LichtGestalt!

Lichtgestalten
Am 13. Dezember werden der Stadtplatz und der Kaisersteg in Schöneweide von Hunderten Lichtern illuminiert. Menschen aus allen Richtungen des Stadtteils werden dorthin strömen und mit ihrem Licht an diesem Spektakel teilnehmen.

Höhepunkt ist eine Liveshow aus Musik, Stimme, Klang, Lichtmalerei und Video, die über mehrere Projektoren ausgestrahlt und den Platz am Kaisersteg in eine Lichtbühne verwandeln wird.

Machen Sie mit, schließen Sie sich den wandelnden LichtGestalten von Schöneweide an, werden Sie Teil dieser großartigen Lichtshow!

Ob Kerze, Taschenlampe, Laterne oder Handy, jede Lichtquelle kann dafür genutzt werden.

Programm

17.00 Uhr

Entree mit Live-Musik, Video, Lichtgestalten und -objekten

18.00 Uhr

Live-Show “LichtGestalten” mit Musik und Projektion

18.30 Uhr

Open Mike mit Musik und Projektion

19.00 Uhr

Ausklang mit Video, Lichtgestalten und –objekten

  20.00 Uhr

After Show Party in NOVILLA

Künstlerische Leitung: Liz Crossley / Martin Claus
Mit Philipp Artus, Michael Augustinski, Roswitha Baumeister, Sonja van Bergen, Julius Brauer, Daniel Eltinger, Mario Julio Faustino, Detlef Grobba, Antony Hequet, Carl-Ludwig Hübsch, Richard Koch, Oxana Mahnac, Uschi Marr, Gabriele Micale, Oliver Orthuber, Elke Richert, Matthias Schubert, Keike Twisselmann, Lisa Vanovitch, Claudia Virginia Vitari, Benjamin Weidekamp, Mesaoo Wrede u. a.
    Schirmherr: Bezirksbürgermeister Oliver Igel

Für kleinen Imbiss und heiße Getränke sorgt die Espressobar LaLü.

Die Reederei Riedel wird Künstlerinnen und Künstler vom Funkhaus Nalepastraße mit viel Licht zum Veranstaltungsplatz schippern.
Der Unternehmerkreis Schöneweide hat seine Unterstützung zugesagt. Künstlerinnen und Künstler aus anderen Berliner Stadtteilen werden sich beteiligen.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Lokalen Aktionsplans Schöneweide durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen & Jugend mit dem Programm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ und durch die beteiligten Akteure. Mit freundlicher Unterstützung von KWB Kabelwerk GmbH, Espressobar LaLü, moving poets berlin, Schock Verlag, Fachbereich Kultur und Museum des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Jazzkeller 69 e.V.

Veranstalter: Werkstatt für Bildung und Begegnung in Berlin e.V.

 


Donnerstag 11. Dezember '14    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

 

HOLZ:
Patrick Hamacher, Markus Mudrich – alto sax / Niko Zeidler, Laurenz Welten – tenor sax
Andres Reifgerst – bariton sax

BLECH:
Tobias Knebel, Lisa-Marleen Buchholz, Arvid Maier, Cynthia Bruhn – trumpets
Jan Ole Zabel, Garvin Brod, Laszlo Griese, Alina Steinhoff, Justine Thomsen – trombone

RHTYMUS:
Kenneth Berkel – piano / Eric Weniger – guitar / Arne Imig – bass / Johann Gottschling – drums

http://saxart.de/pages/jjbcpresse.html

 

 


Mittwoch 10. Dezember '14    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Matthias Tschopp Quartett plays Miró

Matthias TschoppMatthias Tschopp – barition sax
Yves Theiler – piano
Luca Sisera – bass
Stan Neufeld – drums

Eine schwarze Melodie zu gelben Akkorden, rote Klänge zu den Rhythmen von Pinselstrichen.
Der Baritonsaxophonist Matthias Tschopp vertont mit seinem neusten Projekt Bilder des katalanischen Malers Joan Miró (1893-1983).
Moderne Kunst gespielt als Jazz: kreativ, originell, farbig.

Mirós Werke werden während dem Konzert gezeigt und deren musikalische Umsetzung erklärt.
Dem Publikum erschließt sich so ein neuer Zugang zu zeitgenössischer Jazzmusik – durch Mirós Bilder können sie in eine Welt eintauchen, wo Farben, Figuren, Klänge und Imagination zusammenfinden.
Gewinner des Jazzpreis der Zürcher Kantonalbank 2014!
www.matthiastschopp.com

 


Freitag 5. Dezember '14    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Johnny La Marama

johnny_laMaramaKalle Kalima – guitar, vocals
Chris Dahlgren – bass, vocals
Eric Schaefer – drums, vocals

Um Johnny La Marama zu verstehen, muss man ein wenig über die Geschichte des Gesamt- kunstwerkes wissen.
Ersonnen einst in der Romantik, ad absurdum geführt in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, spukt es als Konzept noch immer durch die Walhalla der europäischen Kulturgeschichte.
Trifft es auf Querköpfe wie den Gitarristen Kalle Kalima, den Bassisten Chris Dahlgren und Schlagwerker Eric Schaefer, passiert etwas Sonderbares.
Dann kann aus dem Geiste global-urbaner Ironie eine Fantasie-Figur wie Johnny La Marama entspringen, die als Folie für haarsträubende, zuweilen urkomische Musik dient.
Denn dieser fiktionale Halbwelt-Loser ist der Nabel, um den sich die Klanganarchie desTrios dreht.

kallekalima.com