Archiv 2022

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Freitag 29. November '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Ullmann/Swell’s Chicago Plan

Ullmann/Swell's The Chicago PlanGebhard Ullmann – reeds
Steve Swell – trombone
Fred Lonberg-Holm – cello, electronics
Michael Zerang – drums, percussion

Und sie hatten einen Plan. Nach zehnjähriger Partnerschaft zwischen dem virtuosen Posaunisten Steve Swell und dem Saxophonisten Gebhard Ullmann im erfolgreichen Ullmann–Swell Quartett schien die Zeit reif für ein neues Quartett mit zwei weiteren einschlägig prominenten Musikern aus Chicago.
Der Plan ist freilich, die Leiter in den Dienst bahnbrechender Bereiche der Improvisation zu stellen, die swingende Metren und Polyrhythmik, komplexe Texturen, experimentelle Elemente und glühende Kadenzen beinhalten.
Allein, hier herrschen – fast immer – klare Strukturen vor. Für das gleichnamige Album, aufgenommen in Chicago (wo sonst?), waren die Musiker scheinbar in die innovativen Jazzkräfte der Windy City eingetaucht, die wie ein Leitmotiv über dem Studio schwebten.
Ein sehr kontrastreicher, innovativer Plan, dieser Chicago Plan!

the-chicago-plan

 


Sonntag 24. November '19    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Hannes Zerbe Jazz Orchester

Hannes Zerbe Jazz OrchesterREEDS
Jürgen Kupke – clarinet / Silke Eberhard – alto sax, clarinet / Nico Lohmann -alto sax, flute / Dirk Engelhardt – tenor sax / Gebhard Ullmann – bass clarinet, flute / Alexander Beierbach – bariton sax

BRASS

Damir Bacikin – trumpet / Nikolaus Neuser – trumpet, flügelhorn / Christian Magnusson – trumpet / Jörg Huke – trombone / Florian Juncker – trombone / Stefan Most – horn / Matthew Booker – tuba

RHYTHM

Anreas Willers – guitar / Horst Nonnenmacher – bass / Christian Marien – drums / Hannes Zerbe – piano

GUEST

Heide Bartholomäus – vocal / Taiko Saito – vibraphon

Die Faszination industrieller Prozesse und die dazu gehörigen Anlagen haben schon immer Künstler verschiedener Genres in ihrem Schaffen angeregt.
Das begann nicht zuletzt in der Zeit des Futurismus, verbunden mit seiner Technik- und Fortschrittsgläubigkeit und reicht bis in die Gegenwart.
Hierbei geht es auch um die Faszination und den technischen Charme der Industrialisierung. Die Industrialisierung hat Menschen und Landschaften beeinflusst und verändert.

Im Bereich der Musik haben sich Komponisten und Interpreten ebenfalls mit dieser Materie beschäftigt. Dabei hat auch die Entwicklung der Musikinstrumente und ihrer spieltechnischen Beherrschung große Perspektiven eröffnet.

Angeregt zur Beschäftigung mit dieser Materie wurde der in Berlin ansässige Komponist und Orchesterleiter Hannes Zerbe, schon vor Jahren durch das Werk des russischen Komponisten Alexander Mossolow „EISENGIEßEREI“, in dem Werksprozesse musikalisch umgesetzt werden.

In industriellem bzw, musealem Ambiente sollen musikalische Aktionen stattfinden, die Bezug zu industriellen Prozessen haben. Auch das Schaffen von Schriftstellern und Dichtern, die sich mit dieser Thematik beschäftigt haben, soll einbezogen werden, wobei die Technikbegeisterung der Futuristen vom Anfang des 20.Jahrhunderts eine Rolle spielen soll, z.B. das Futuristische Manifest des Italieners Filippo Tommaso Marinetti.
hannes_zerbe_jazz_orchester

 

 

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 


Freitag 22. November '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Gorilla Mask       „10 Jahre ~ CD Release“

Pgorilla_masketer Van Huffel – alto sax
Roland Fidezius – electric bass, effects
Rudi Fischerlehner – drums, percussion

Unbarmherzig und furchterregend streifen Gorilla Mask durch die Berliner Kieze und ihre Musik birst dabei vor archaisch wilder Energie.
Der kanadische Ausnahme-Saxophonist und Wahlberliner Peter van Huffel, Schlagzeuger Rudi Fischerlehner und Bassist Roland Fidezius haben alle Free Jazz, Punk und Metal in ihrer DNA, aber im Verlauf der Evolution haben diese Silberrücken die Grenzen ihrer genetischen Codierung weit hinter sich gelassen .
Ihre Musik ist schnell – sie ist wie Ebbe und Flut eines hellwachen Trios, das ganz genau weiß, was es will.
Ständige Ausweichmanöver sind ihr Metier! In dem Moment, indem sie Deine Füße unter Strom setzen, ziehen sie Dir darunter den Boden weg.
Aber – dieser Wahnsinn hat Methode, er folgt einem geheimen Plan, ja ist das Ergebnis einer unablässigen tätigen, äußerst intelligenten Kollektiv-Intelligenz von drei Virtuosen.

Van Huffel bläst ein machtvolles Alt-Saxophon: Man stelle sich den höhlentiefen Ton von Arthur Blythe überschrieben von dem innovativen, ausgefransten Experimental-Stil von David S. Ware – und dann hat man wenigstens den Schimmer einer Idee von van Huffels Stil.
Er surft auf der megahohen Schaumkrone einer aus frenetischem fuzz-wah-Bass und pickelhartem, punktgenauen Schlagzeug-Beat aufgerichteten hohen Welle, der höchsten, die man sich vorstellen kann.
Auf diese Weise kreieren Gorilla Mask komplexe vier oder fünf-dimensionale Sound-Spiralen – und sie kneifen Dich in die Rippen, während sie Achterbahn in Deinem und mit Deinem Gehirn fahren.
In dem Moment , wo die lustvolle Intensität von Gorilla Mask in Schmerz umzuschlagen droht, in eben dem Moment, wo man gerade im Begriff ist, um Gnade zu schreiben, etwa so: „Es ist gut – nicht mehr davon!“, ja in diesem Moment ist die unglaubliche Energie bereits unterwegs in ein auf keiner Karte verzeichnetes Universum.
~ Dave Wayne, übertragen und ergänzt von Reinhold Horn

gorillamaskmusic.com

 

 

 


Donnerstag 21. November '19 - jazzkeller 69 stellt vor - 20 Uhr:
studioboerne45   [Börnestr. 45]


Big Meeting

 

Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe
+
Stefan Schultze Large Ensemble

 

Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe
Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Elena Peiritsch – alto + sopran sax, flute / Gabriela Solovyova – alto sax / Niko Zeidler – tenor sax / Paul Feise – tenor sax / Sebastian Lange – bariton sax
BLECH
Kelly O ́Donnehue, Elina Dalewski, Tobias Knebel, Juri Bell – trumpet
Laszlo Griese, Simeon Prause, Jan Ole Zabel – trombone / Milena Mette – tuba
RHYTMUS
Ron Fabian – piano / Ettore Marangon – guitar / Per Moritz Buschmann – bass / Tobias Heise – drums

saxart.de

 

 

 

Stefan Schultze Large Ensemble

Schultze_Large EnsembleLeonhard Huhn – alto, clarinet
Peter Ehwald – tenor, soprano, clarinet
Magnus Schriefl – trumpet
Elena Kakaliagou – horn
Peter Meyer – guitar
Felix Henkelhausen – bass
Roland Neffe -vibraphone, marimba, percussion
Evi Filippou – vibraphone, marimba, percussion
Christian Heck – loudspeaker
Stefan Schultze – piano, composition

Es braucht Querdenker wie Stefan Schultze, um dieses vielleicht spektakulärste Format des Jazz, das Band-Abenteuer Big Band, am Leben zu halten.
Big Bands sind Institutionen des Jazzganzen und Lehrinstitute für den Einzelnen. Big Bands haben einen leichten Hang zum Größenwahn und einen schweren zu Disziplin und Konzept. Big Bands sind schwer zusammenzuhalten, doch in den besten Fällen kein bisschen aus der Zeit.

Stefan Schultzes Large Ensemble ist so ein bester Fall. Sozialisiert ist der Mittdreißiger mit diversen Musikformen: Jazz, Rock, Pop, Neue Musik, Klassik, ethnische Klänge, Minimal, Noise usw.
Er gehört zur Generation der Klickkultur, doch genau gegen die tritt er an. Denn seine ausgefuchsten, mit immer neuen Finten verblüffenden Kompositionen, schöpfen zwar aus dem großen Fundus, setzen aber eine detaillierte Auseinandersetzung voraus, wie sie über YouTube nicht zu haben ist.

Mit all ihren Volten und überraschenden Wendungen, behält Stefan Schultzes Musik etwas Springlebendiges, Agiles von hoher Eingängigkeit und Durchschlagskraft, ohne sich je im Simplen zu verlieren.
Aus dieser genau gebauten Wendigkeit resultieren Kraft und ansteckende Vitalität dieser Breitwandklänge.
Das ist ganz und gar Musik von heute, die jedoch um ihre Ahnen weiß.

 


Freitag 15. November '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Bass-Band trifft Brass-Band

 

 

BX3

gebhard ullmannGebhard Ullmann – woodwinds & soundscapes 
Liz Kosack – keyboards
Chris Dahlgren – bass

Es ist schon eine Weile her, dass Gebhard Ullmann nach New York ging, weil es in den Achtziger Jahren in West-Berlin „einfach nicht mehr weiterging“ für den Jazzmusiker. Längst ist er wieder zurück und genießt die Zusammenarbeit mit der dynamischen Jazzszene, die sich nach dem Mauerfall entfaltet hat, nicht zuletzt auf den Bühnen des Jazzkellers 69.
Dort stand und steht, seit sie 2013 nach Berlin kam, auch die MultiMedia-Musikerin Liz Kosack immer wieder, die 2019 mit dem SWR Jazzpreis geehrt wird. Nicht nur mit ihren Masken und als Gründungsmitglied des KIM Kollektiv zählt sie zu den gefragtesten Musikerinnen der Szene.
Gebhard Ullmann experimentierte schon in den 80er Jahren mit elektronischen Klängen, legte das dann zugunsten seiner akustischen Bands zur Seite und stellt sich seit ein paar Jahren wieder die Frage: „wie kann ich mit elektronischen Tongebern improvisieren?“

 

 

 

Insomnia Brass Band

Insomnia Brass BandAnke Lucks – trombone
Almut Schlichting – bariton sax
Christian Marien – drums

In dieser ungewöhnlichen Instrumentierung spielen drei Berliner MusikerInnen mit der Idee einer Miniatur-Brass-Band.
Durch die tiefen Instrumente entsteht ein voluminöser Klang, durch die kleine Besetzung Klarheit und Offenheit.
Im Frühjahr 2017 erhielt die Band ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats. In der intensiven Probenarbeit haben die MusikerInnen einen gemeinsamen Sound und neue Arrangements für das von Lucks und Schlichting komponierte Repertoire entwickelt.
Die Stücke der Insomnia Brass Band sind formal einfach und benutzen collagenhafte Versatzstücken verschiedener jazzverwandter Genres. Improvisatorische Überraschungen und Risikofreudigkeit sind dabei für das Spielkonzept der Band essentiell.
Die Inspiration zu den Kompositionen für die Insomnia Brass Band gewinnt Almut Schlichting aus Basslinien und Grooves von Bands wie The Meters und Red Hot Chili Peppers.
Anke Lucks formt ihre Stücke parallel zu Texten in der literarischen Tradition des „stream of consciousness“, die durch ihren Rhythmus den Melodieverlauf beeinflussen.
Die beiden Musikerinnen kombinieren dabei die Erfahrungen, die sie in den groovenden Bläsersections von Bands wie Le Sorelle Blu, Rotfront und ?Shmaltz! gesammelt haben, mit der offenen Spielhaltung ihres Jazz-Backgrounds.
Während der Stipendiumszeit fügte der schwedische Schlagzeuger Hampus Melin diesen Kompositionen mit seinem durchsichtigen und unkonventionellen Schlagzeugspiel eine neue Dimension hinzu, bevor er sich im Herbst 2018 nach Übersee verliebte.
Seit Oktober 2018 spielt Christian Marien bei der Insomnia Brass Band Schlagzeug. Sonst von Berlin aus in der internationalen Szene der frei improvisierten Musik zuhause, läßt er bei der Insomnia Brass Band seine Wurzeln im Punk und Rock durchscheinen.
insomniabrassband.de

 


Freitag 8. November '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Schnell

Pschnellierre Borel – alto sax
Wegen des Streiks der UFO hat dieLufthansa mit einem Sonderflugplan insgesamt 1.500 Flüge weltweit abgesagt…
dafür
Achim Kaufmann – piano
Antonio Borghini – bass
Christian Lillinger – drums

Die Bebop-Tradition als Ausgangspunkt, um Geschwindigkeit, Stillstand, Trance, Intuition und Grenzen zu untersuchen.
Die Musik einiger Größen der Jazz- und Bebop-Musik wie zum Beispiel Parker, Monk, McLean, Powell und Ellington ist für das Trio ein „Erinnerungskorb“, ein Archetyp, mit dem sie ihre eigene musikalische Sprache konfrontieren können.

Geschwindigkeit ist der Schlüsselpunkt der Band, sie funktioniert aber nicht auf mechanische Weise, sondern sie wandelt die Sprache um, indem sie die Spieler an ihre Grenzen bringt und sie zwingt, neue Strategien zu entwickeln, sowohl am eigenen Instrument als auch gemeinsam.

Bebop wurde vor langer Zeit zu Repertoiremusik und der Improvisationsprozess wurde nach und nach vernachlässigt.
Für „Schnell“ ist Improvisation immer noch der Kern dieser Musik. Die Gruppe improvisiert mit hoher Geschwindigkeit, wo das Gedächtnis, die Intuition und das Unbewusste wesentlich sind.

 


Dienstag 5. November '19    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Aufsturz-Jam Freebop / No Standards

willi kellers


directed by Willi Kellers

opening guests:

Hillary Jeffery – trombone

Christoph Winckel – bass

 

Backline: Ebach-Upright-Piano; Sonor-Drum-Set mit Becken; Gitarren-Amp: Fender Hot Rod Deluxe III; Bass-Amp: PJB Briefcase + Warwick Take12; No PA

Ende ca. 23:00 Uhr
Eintritt 5 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session

 

 

 


Sonntag 27. Oktober '19    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Celebrating Birthdays XL + LXX

tristan honsinger1. Performance
Tristan Honsinger – cello

Antonio Borghini – bass
Joel Grip – bass
Tobias Delius – tenor sax, clarinet
2. Performance
Tristan Honsinger – cello

Giorrgio Pacoric – piano
Klaus Kürvers – bass
Ben Lehmann – bass
Tobias Delius – tenor sax, clarinet

Mehr als eine Generation trennen Tristan Honsinger und Stefan Schultze.
Beide leben und arbeiten seit vielen Jahren in Berlin und haben die Jazzszene wesentlich beeinflusst, der eine als Improvisationsmusiker und Performer, der andere als Komponist und Pianist an den Schnittstellen von Neuer Musik, Improvisation, Avantgarde und Jazz.

Tristan Honsinger gastierte für den Jazzkeller69 seit 2009 mit dem Berlin Improvisers Orchestra und in verschiedenen Bestzungen mit Tobias Delius, Antonio Borghini und Alexander von Schlippenbach.

Stefan Schultze stellte seit 2008 im Jazzkeller 69 diverse Duo-Projekte, aber vor allem größere Formationen vor. Mit dabei meist Peter Ehwald und Uli Kempendorff, aber auch Daniel Schröteler, Richard Koch und Tobias Delius.
Beide Jubilare repräsentativen das generationenübergreifende Engagement und die stilistische Breite unserer Arbeit.

Vielen Dank an Ciska, Viola und  Franzi für das Büffet.

Wegen Krankheit konnte Stefan Schulte leider nicht seinen Geburtstag mit  uns feiern. Wir wünsche gute Besserung.

Tristan_Honsinger
stefanschultze.com

 


Freitag 25. Oktober '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Peuker 8

CD release „Radiance“ WhyPlayJazz

Paul Peuker – guitar
Mark Weschenfelder – saxes
Heloise Lefebvre – violine
Filip Sommer – viola
Veit Steinmann – cello
Eugen Rolnik – bass
Marius Moritz – piano
Florian Lauer – drums
special guest:
Konstantin Ingenpaß – vocals

„Seit ein paar Jahren bestimmt die Rückkehr der Gitarre den aktuellen Jazz. Immer neue Konstellationen bilden sich, vorzugsweise in kleineren Gruppen.
Was einst Ende der 60er-Jahre begann, ist nach 1990 immer variantenreicher und individueller geworden. Nie war die Gitarre so wertvoll wie heute.
Der Wahlberliner Paul Peuker gehört in diesen Kontext. Der studierte Komponist und Gitarrist hat auch im Trio aufgenommen, doch reicht sein Ansatz weit darüber hinaus. 2011 gründete er sein Oktett Peuker8, um einen Zugriff von größerer Breite zu realisieren.
Neben seiner Gitarre besetzt mit Piano, Schlagzeug, Altsaxofon, Kontrabass und einem Streichtrio mit Violine, Bratsche und Cello, legte er 2014 sein erstaunliches erstes Album „Resound“ vor.
Die faszinierende Fusion aus Jazz und europäischer Klassik, die Peukers außergewöhnliche Kompositionsweise charakterisiert, wurde hoch gelobt und erwies sich auch live als tragfähig.

Nun ist Paul Peuker mit seiner zum Glück konstant gebliebenen Großformation weitergegangen auf seinem dritten Weg.
Das aus vielen gemeinsamen Spielerfahrungen erwachsene zweite Album „Influx“ ist der konsequente nächste Schritt.
Noch schlüssiger und bei gesteigerter Intensität erfüllt er sein Konzept mit Leben.
Peuker hat der Musik eine Balance von Formbewusstheit und improvisatorischen Freiheiten eingeschrieben, als ginge das gar nicht anders. Das nimmt diesem Großaufgebot das Starre und macht es zu einem äußerst beweglichen Organismus.
Und Paul Peuker ist ein wirklich bemerkenswerter Gitarrist. Er kann Balladen beseelen, es aber auch zupackend rockig losgehen lassen, ohne dabei die Gruppendienlichkeit aus dem Blick zu verlieren.
Dies gilt für ausnahmslos alle der Mitspieler, denn ihr Sound ist ein gemeinsamer. Die rhythmische Intensität hat so zugenommen, dass man manchmal tanzen möchte, Solos sind klug eingebunden in den Gesamtkosmos, denn jeder ist als Individuum Teil der gemeinsamen Sache.
Jeder bringt in dieses filigrane Kompaktprogramm Spielerfahrungen aus anderen Bandkontexten ein. So werden Peuker8 zu einem großen gemeinsamen Nenner der sehr lebendigen Szenen in Berlin, Leipzig, Köln und Dresden.
„Auf einmal ist er wieder da, der Jazz – in den großen Städten, in improvisierten Clubs. Und auf manchen Konzerten sind die Hörer schon wieder so jung wie die Musiker. Wie kann das sein?“, fragte Ulrich Stock unlängst in einer Titelgeschichte des ZEIT Magazins.
Peuker8 geben darauf eine der plausibelsten Antworten.“
~ Ulrich Steinmetzger

whyplayjazz.de/peuker8

 


Donnerstag 24. Oktober '19    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Elena Peiritsch – alto + sopran sax / Gabriela Solovyova – alto sax / Aaron Klenke, Paul Feise – tenor / Sebastian Lange – bariton sax
BLECH
Tobias Knebel, Elina Dalewski, Kelly O´Donnehue, Juri Bell – trumpet
Laszlo Griese, Jan Ole Zabel, Simeon Prause – trombone / Milena Mette – tuba
RHYTMUS
Kenneth Berkel – piano / Ettore Marangon – guitar / Per Moritz Buschmann – bass / Tobias Heise, Leon Griese – drums

saxart.de