Unterstützt die Berliner Jazz-Szene! Werdet Mitglieder im Jazzkeller 69 e.V.!

 

Donnerstag   12. Dezember '19    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Nils Feldman – alto + sopran sax / Anton Kowalski – alto sax / Aaron Klenke, Sebastian Lange – tenor + sopran sax / Yannic Rösch – bariton saxs, bass clarinet
BLECH
Tobias Knebel, Elina Dalewski, Lina-Marie Batteux – trumpets
Laszlo Griese, Jan Ole Zabel, Simeon Prause – trombone / Alicia Sayell – tuba
RHYTMUS
Jakob Reisener – piano / Ettore Marangon – guitar / Per Moritz Buschmann – bass / Heinrich Eißmann – drums

saxart.de

 

 




Freitag   13. Dezember '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


EWG

EEWGllery Eskelin – tenor sax
Christian Weber – bass
Michael Griener – drums

Das Trio verschmilzt die Spielweisen nicht, sondern wechselt ab und stellt gegenüber. Auf die wunderschönen Standards «Shreveport Stomp», «China Boy», «Moten Swing» und «Ain’t Misbehavin’» folgen freie Improvisationen.

Ellery Eskelin schreibt: „Indem man diese Stücke eher trennt statt sie zu verbinden, kann man erkennen, wie dieselben «Klänge» unterschiedliche «Empfindungen» auslösen können. Und je nach der eigenen subjektiven Sicht können sehr wohl – trotz aller offensichtlichen Unterschiede – unerwartete Gemeinsamkeiten zu finden sein.“
Eine wunderbare Musik, die sich jeder Kategorie entzieht.
www.intaktrec.ch

 

 

 




Freitag   3. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


just 65: Thomas Borgmann
stay tuned for the rest of the story…

thomas borgmannThomas Borgmann – reeds
Christof  Thewes – trombone
Bernard Santacruz – bass
Joel Grip – bass
Jan Roder – bass
Tony Buck – drums
Willi Kellers – drums

organic the first set: a trio & a drum duo & another trio
free the second set: a quartet & a bass trio & the end

Von der Stimme in der Stimme, die das Ohr im Ohr trifft, sprach der von Jackie McLean besungene Prophet Khalil Gibran.
Es gibt einen Moment im letzten Konzert von Denis Charles, 1998 in Weiden, als dieser hörbar seine Sticks weglegt, seine Mallets nimmt, einen einzigen Schlag auf das Becken setzt, der Bassist Wilber Morris eine kleine Abwärtslinie andeutet, die noch nicht so richtig weiß, wo sie hin will, als so eine Stimme ertönt.
Sopransaxofon, Luft, feuchtes Rohrblatt. Ein Ton. Drei Töne, die das Bassmotiv aufgreifen.

Da steht plötzlich ein Sound im Raum, der etwas anderes weiterschwingen lässt und gleichzeitig entschieden alleine da ist.
Wem sich da nichts aufrichtet, hat kein Haar mehr auf der Haut.
Und kein Ohr im Ohr. Ein kurzes Thema nur, gefunden oder verabredet, ein paar letzte Schläge aufs Becken.
Dieser Moment, vom BMC Trio, live, enthält den ganzen Thomas Borgmann.
Wie er sich einfügt, und wie er einfach da ist. Sein Ton, sein in vielen Jahren erarbeiteter Zauber, steht im Raum.

Seine Themen, Motive, Linien, Geschichten sind sich immer ein bisschen selbst genug und entstehen doch gleichzeitig aus den Erfindungen und Bauten der anderen.
Eine Stimme, die noch singen mag, in und über dem lässigen (Charles & Morris), dem treibenden (Reggie Nicholson & Wilber Morris), dem irren (Tony Buck & Joe Williamson) und dem eleganten (Willi Kellers & Akira Ando) Geflecht der anderen, die den kauzigen Einlagen von Petrowksy geantwortet hat und dem existentiellen Geschrei Brötzmanns gegenüber ein anderes, sanfteres Lied anstimmte.
Sing your song, black bird.

~ Jan Künemund

 

It is the voice inside the voice encountering the ear inside the ear, as reminisced by Khalil Gibran, the prophet, in Jackie McLean’s song.
There was a moment in Denis Charles last concert in Weiden, in 1998, when everybody could hear how he puts his drumsticks down, takes his mallets, hits the cymbal with one single beat, when bassist Wilber Morris suggests a subtle downward line, still undecided where to go, as such a voice rises.
Soprano saxophone, air, moist reeds. One sound. Three tones, reiterating the bass motif.

All of a sudden, a sound fills the room – echoing something but still determined to stand alone. Whoever doesn’t have at least one hair stand on end doesn’t have a single one left.
And no ear inside the ear. A short motif only, found and agreed, a couple of last beats on the cymbals. This moment – played by BMC Trio, live – embodies all of Thomas Borgmann.
The way he fits in, the way he sticks out. His tone, elaborate magic, developed over many years, fills the room.

His themes, motifs, lines and stories are solid enough to stand alone and yet arise from inventions and constructions of others.
A voice, still eager to sing, in and above the laissez-faire (Charles & Morris), the impulsive (Reggie Nicholson & Wilber Morris), the crazy (Tony Buck & Joe Williamson) and the elegant (Willi Kellers & Akira Ando) nexus of the others; a voice responding to Petrowsky’s weird interludes and striking a different, gentler song; a voice countering Brötzmann’s existential shrieking.
Sing your song, black bird.

~ Jan Künemund (translation by Ingrid Müller)

organic the first set: a trio & a drum duo & another trio
free the second set: a quartet & a bass trio & the end

 

 




Dienstag   7. Januar '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Aufsturz-Jam Freebop / No Standards

willi kellers


directed by Willi Kellers

opening guests:

Jürg Solothurnmann – saxofone
Uygur Vural – cello
Jan Roder – bass

 

 

 

Backline: Ebach-Upright-Piano; Sonor-Drum-Set mit Becken; Gitarren-Amp: Fender Hot Rod Deluxe III; Bass-Amp: PJB Briefcase + Warwick Take12; No PA

Ende ca. 23:00 Uhr
Eintritt 5 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session

 

 

 

 




Freitag   10. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


USINE

USINECansu Tanrikulu – voice
Declan Frode – piano
James Banner – bass
Max Andrzejewski – drums
guest
Fabiana Striffler – violin

James Banner schafft mit USINE (frz.: Fabrik) eine manchmal homogene, manchmal durchaus auch disparate Klangwelt.
James sagt: „Die Inspiration innerhalb des Projekts entsteht durch die spannenden Wechselwirkungen zwischen komponierten Themen, strukturierten oder auch freien Improvisationen, dazu mehrsprachigen Texten – gesungen, gesprochen oder auch geschrien – immer im gemeinsamen Diskurs über die sich ständig verändernde Welt der Literatur, Kunst und Politik des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts.“

Das künstlerische Zentrum von USINE als KlangFABRIK bildet ein integrativer goldener Faden, der komponierte Strukturen mit der sich immer wieder neu definierenden Freiheit innerhalb der Improvisationen verbindet und dabei die Geschichte der Jazztradition keineswegs unterschlägt.

jamesbanner.com
youtube

 

 




Sonntag   12. Januar '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Fo[u]r Alto plus Brigade Futur III

Florian Bergmann – alto sax 
Frank Gratkowski –  alto saxFo[u]r Alto
Leonhard Huhn – alto sax
Christian Weidner – alto sax
Elia Rediger – voice, guitar, keyboard
Benjamin Weidekamp – reeds, keyboard
Jérôme Bugnon – trombone, moog
Michael Haves – voice, guitar, samples

Die Vervierfachung des Altsaxophons als einheitlicher Klangkörper. Seit der Gründung des Ensembles im Jahr 2008 haben die vier Berliner Saxophonisten zu einer unverwechselbaren Klangsprache gefunden, die sich durch künstlerische Kompromisslosigkeit und eine kontinuierliche musikalische Forschungsarbeit auszeichnet.

Kollektive Improvisationen verbinden sich mit den Kompositionen Gratkowskis.
Dabei kommen unterschiedlichste Techniken zum Einsatz wie z.B. Spektralanalysen, intervallische mikrotonale Konzepte, diverse erweiterte Spieltechniken sowie flirrende, dichte Klangbänder, die durch die Multiplikation instrumentenbedingter Mehrklänge entstehen.
In neuester Zeit inkorporieren sie zudem Perkussionsinstrumente wie Gongs und Klangschalen, die das Ausdrucksspektrum des Ensembles erweitern und bereichern.

Eine wichtige Rolle spielt die Konzeption einer räumlichen Musik. Ermöglicht es der Veranstaltungsort, positionieren sich die Musiker um das Publikum herum, um diesem einen multidirektionalen Musikerlebnis zu vermitteln.

Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens präsentiert das Ensemble 2019 die Konzertreihe Zehn Jahre Fo[u]r Alto, die mit Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Europa und Kultur im ausland, in der Wabe und beim Jazzkeller 69 stattfindet.
www.fouralto.com
youtube

 

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 

 




Donnerstag   16. Januar '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Nils Feldman – alto + sopran sax / Anton Kowalski – alto sax / Aaron Klenke, Sebastian Lange – tenor + sopran sax / Yannic Rösch – bariton saxs, bass clarinet
BLECH
Tobias Knebel, Elina Dalewski, Lina-Marie Batteux – trumpets
Laszlo Griese, Jan Ole Zabel, Simeon Prause – trombone / Alicia Sayell – tuba
RHYTMUS
Jakob Reisener – piano / Ettore Marangon – guitar / Per Moritz Buschmann – bass / Heinrich Eißmann – drums

saxart.de

 

 




Freitag   17. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Brigade Futur III feat. Spielvereinigung Sued

Brigade Futur IIIElia Rediger – vocals
Benjamin Weidekamp – woodwinds
Jerome Bugnon – trombone
Michael Haves – guitar, artificial singing, samples, Kazoo, keyboards

 

Spielvereinigung Sued:

Simon Bodensieck, Johannes Moritz, Damian Dalla Torre, Henrik Baumgarten (woodwinds); Konrad Schreiter, Patrick Schanze, Vincent Hahn (trumpets); Ludwig Kociok, Julian Schließmeyer, Matthias Büttner (trombones); Florian Kästner (piano); Philipp Rohmer (bass); Philipp Scholz (drums); Special guests: Richard Koch (trompet), Uli Kempendorff (soprano saxophone, flute)

Das Berliner Kollektiv Brigade Futur III spielt gemeinsam mit der Spielvereinigung Sued ein Jazz, der endlich mal wieder alle angeht. Geht nicht, gibt’s nicht, und gibt’s nicht, geht nicht. Free Jazz im ursprünglichsten Sinne des Wortes, der mörderischen Spaß macht.

Der in Berlin lebende Saxofonist Benjamin Weidekamp (Olaf Ton, Stereo Lisa) wurde von der Big Band Spielvereinigung Sued aus Leipzig zu einer Auftragskomposition eingeladen.
Mit dem Songwriter und Produzenten Michael Haves, mit dem er kurz zuvor das Projekt Filter Bubble gründete, dem Seeed-Posaunist Jerome Bugnon und dem Schweizer Künstler und Sänger Elia Rediger formierte sich eine Art Powerbrigade, die ihre politischen Anliegen in Musik umsetzen wollte. Die Einladung der Spielvereinigung wurde im Viererverbund unter dem Namen Brigade Futur III angenommen.

Die vier apokalyptischen Bilderstürmer wollen handeln, jetzt, hier für morgen.
„Alles wird gut gegangen sein werden, aber wie nur? Wie kann man für ein positives Zukunftsbild einstehen, dessen Voraussetzungen in der Zukunft erst geschaffen zu sein werden haben.“
Die Idee des Futur III war geboren. Sie erinnerten sich an die Herren Brecht und Weill, welche maßgeblich das politische Kunstlied prägten. Wie würde es sich anhören, diese Idee ins Jahr 2017 zu transportieren? Wie kann man heute politische Musik machen, was sind unsere Angriffspunkte?
Jeder der vier Individualisten steht an einem anderen Punkt in seinem Leben, daher brachte jeder ganz eigene Ideen mit ein. Wie, was aber nicht warum. Das Leben war stärker als die Kunst.
Eine Art Post Art, in der nicht nur alles möglich, sondern alles zwingend ist.
Die Brigade Futur III als urbaner Stamm, der einen wahnwitzigen Kriegstanz auf den gentrifizierten Straßen und Plätzen der Hauptstadt aufführt. Brecht und Weill rasieren sich Iros, Kurt Schwitters tanzt Pas De Deux mit Max Raabe, A Tribe Called Quest wird zur Marschkapelle, Rage Against The Machine batteln sich mit Duke Ellington, Luigi Nono headbangt zu Sonic Youth, Charles Mingus verbarrikadiert sich mit K.I.Z., John Coltrane feiert die Auferstehung von J. Dilla.

Der Sound ist gnadenlos übersteuert, der Gesang taumelt zwischen snobistisch bis verzerrt. Die Texte sind provokant, doppelbödig, widersinnig, absurd, existenzialistisch und auf eine beiläufig eindringliche Art unmittelbar dem Leben abgelauscht.
Oft muss man doppelt hören, um seinen Ohren zu trauen. Brigade Futur III trägt die Kunst zurück auf die Straße, in den Späti, auf den Spielplatz, in die Küche, auf den Balkon.
Das Wendecover – John Hartfield und Jello Biafra lassen grüßen – symbolisiert den Sturm auf die Bastille unserer eigenen Trägheit.

Jazz, der endlich mal wieder alle angeht – und trotzdem oder gerade deswegen mal wieder mörderischen Spaß an sich selbst haben und machen darf. Keine Angst vor Klischees und Plattitüden. Geht nicht, gibt’s nicht, und gibt’s nicht, geht nicht. Free Jazz im ursprünglichsten Sinne des Wortes.

whyplayjazz.de
youtube

 

 




Donnerstag   23. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


20 Jahre Klima Kalima
– RBB-Recording –

Klima KalimaKalle Kalima – guitar
Oliver Potratz – bass
Oliver Steidle – drums

Klima Kalima arbeitet jetzt 20 Jahren zusammen. Anlass für eine rbb-Live-Recording im Aufsturz. Die aktuelle Position der Gruppe zeigt, dass sich Ausdauer auch in der auf Projekten aufgebauten Jazzwelt auszahlt.
Zu Beginn ihrer Zeit waren die verworrenen Ideen Klima Kalimas noch nicht vollständig artikuliert, doch nun sind die Werke der Band geschliffen und ihr lässiger Elan ist gefunden.

Klima Kalima, Kalimas Persönlichkeit, die Kompositionen und das Gitarrenspiel schaffen eine Vorstellung, etwas Unakademisches, eine Impulsivität, eine richtig akzentuierte Instinktabhängigkeit, aber auch ein durch Disziplin gekröntes Ergebnis.
Das, was man zuallererst als Durcheinander zu hören bekommt, entpuppt sich schließlich als absichtliche, brillante Sache.
Kalimas neue Kompositionen sind auch ein weiterer Schritt nach vorne. Oft wurden sie inspiriert durch Absurditäten, aber auch durch absolut menschliche Geschichten oder Ideen.
Seine Stücke mit erstaunlichen Wendungen öffnen die Tür zu einer neuen Welt. Kalima kann ein beträchtliches Spektrum an stilistischen Vorstellungen zusammen stellen und daraus eine eigene einheitliche Sichtweise bilden.
~ Helsingin Sanomat, Jukka Hauru

kallekalima.com
youtube

 

 




Sonntag   26. Januar '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Rieko Okuda meets Hanna Schörken + Didrik Ingvaldsen Berlin Quartett

RIEKO OKUDA / HANNA SCHÖRKENRieko Okuda – piano, synth // Hanna Schörken – voice

Mit Hanna Schörken baut Rieko Okuda Sound-Geschichten von japanischen Autobahnen, Städten und Begegnungen und improvisieren hinein in eine eigene Duo-Architektur. Stimme und Synthesizer / Klavier.
Fließend, kompromisslos, geräuschhaft, erschütternd, beobachtend. Sie trafen sich Ende 2017 in Berlin. Weitere Auftritte folgten.
Während der Uncool Residenz im Frühjahr 2019 in der Schweiz erarbeiteten beide eine Stimm-Performance, die die Aspekte und die Beschäftigung mit Meditation, Stimme und Körper vereinen soll.

 

 

Didrik Ingvaldsen Berlin Quartett

Didrik IngvaldsenRieko Okuda – piano, synth
Didrik Ingvaldsen – trumpet
Mike Majkowski – bass
Dag Magnus Narvesen – drums

Mit drei Jahrzehnten Berufserfahrung ist der in Berlin lebende Didrik Ingvaldsen ein alter Hase. Gehört haben kann man den weitgereisten Trompeter aus dem norwegischen Stavanger in zahllosen Bands wie dem Kitchen Orchestra, Circulasione Totale Orchestra, UMO Big Band oder zuletzt seinem eigenen Projekt Pocket Corner / Extended Corner.
Seine mit tschechischen Musikern entwickelte Quartettmusik, stellt er mit renomierten jungen Berliner Musikern beim Jazzkeller 69 vor.
Der Reiz besteht in der versierten Kombination aus klar komponierten und frei improvisierten Stücken, in denen Echos der Großen des 20. Jahrhunderts nachhallen. (ijb)

riekookuda
hannaschoerken.de
NOCZ-Quartet

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 

 




Freitag   31. Januar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Ruf der Heimat
– recording session –

Ruf der Heimat foto: Uli TemplinThomas Borgmann – reeds
Christof Thewes – trombone
Jan Roder – bass
Willi Kellers – drums

Sie kamen in den Turbulenzen des Free Jazz zu neuen Ein- und Aussichten. Kaputtspiel und Ganzheitserlebnis. Vertrauen in die vorbehaltlose Selbstäußerung.
In die Kraft, den Augenblick zu gestalten. In die Fähigkeit, den Ruf zu beantworten.
Nicht als Echo, sondern mit eigenen Stimmen und eigenen Liedern auf den Lippen. Auch die Bläser machen in diesem Quartett den Rhythmus, auch der Bass und das Schlagzeug singen und schreien.
Im Spektrum der Blaskombinationen kommt die Ballade ebenso ins Assoziationsfeld wie die Materialerforschung. Der Erzählgestus ebenso wie die Sound-Collage.
Heimatlinien führen zurück zu den hitzigen Jahren des schwarzen Aufbruchs und zu den Befreiungsprozessen des europäischen Jazz.
Eine Emanzipation mit Folgen. Free Jazz nicht als Schimpfwort und ohne die Vorsilbe „post-„. Rück- und Vorausgriff. Aktuelle Musik, die weder einer Erklärung noch einer Rechtfertigung bedarf. Musik deren heißer Atem auf der Haut brennt.
~ Bert Noglik

„Ruf der Heimat“ gründete sich 1992, zunächst nur mit Petrowsky als zweiten Saxofonisten, dann einige Jahre verstärkt mit Peter Brötzmann, oder auch immer wieder in der erweiterten Formation mit Petrowsky und Heinz Sauer.
Dazwischen aber auch Touren mit Charles Gayle, Roy Campbell, Johannes Bauer und Olaf Rupp.

Das Quartett stellt sich an diesen beiden Tagen nun auch in Berlin für Konzert & Aufnahme in neuer Besetzung vor.
Nachdem „Luten“ Petrowsky schon seit ein paar Jahren keine Konzerte mehr geben kann…hat nun auch Christoph Winckel das Quartett verlassen, weil es im Alter etwas anstrengend wurde mit dem Bass zu reisen.
Mit Christof Thewes an der Posaune und nun Jan Roder am Bass wurden zwei wunderbare Stimmen in das Ensemble integriert.
Und…“Das Ganze ist (und bleibt) hinreißender, hymnischer Free Jazz, den das Berliner 4-tet „Ruf der Heimat“ spielt, nein: zelebriert. Vielleicht liegt das daran, dass Bandleader und Saxofonist Thomas Borgmann sich stets als »wertkonservativ« bezeichnet hat. Seine eher traditionelle Spielauffassung zündet, aber in diesem Free Kontext: Sein melodiöser Sound verleiht der Musik erst das unwiderstehlich-euphorische Element.
~ Stadt Revue, Köln

„Auf der Bühne macht es sich ein Dackel namens Theo neben dem Schlagzeug bequem. Womit bewiesen wäre, was man in Berlin schon immer wusste und in diesem Jahr fröhlich verdrängt hat: Freejazz ist keine Katzenmusik.“ ~ Josef Engels, 2013

„Thewes ist nicht einfach ein Ersatz für das Free-Jazz-Urgestein, sondern verleiht der Band mit seiner Posaune eine völlig neue Dynamik.“ ~ Wolf Kampmann, Jazzthing 2018

thomasborgmann.de/heimat

 

 

 

 

 




Samstag   1. Februar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Ruf der Heimat
– recording session –

Ruf der HeimatThomas Borgmann – reeds
Christof Thewes – trombone
Jan Roder – bass
Willi Kellers – drums

Sie kamen in den Turbulenzen des Free Jazz zu neuen Ein- und Aussichten. Kaputtspiel und Ganzheitserlebnis. Vertrauen in die vorbehaltlose Selbstäußerung.
In die Kraft, den Augenblick zu gestalten. In die Fähigkeit, den Ruf zu beantworten.
Nicht als Echo, sondern mit eigenen Stimmen und eigenen Liedern auf den Lippen. Auch die Bläser machen in diesem Quartett den Rhythmus, auch der Bass und das Schlagzeug singen und schreien.
Im Spektrum der Blaskombinationen kommt die Ballade ebenso ins Assoziationsfeld wie die Materialerforschung. Der Erzählgestus ebenso wie die Sound-Collage.
Heimatlinien führen zurück zu den hitzigen Jahren des schwarzen Aufbruchs und zu den Befreiungsprozessen des europäischen Jazz.
Eine Emanzipation mit Folgen. Free Jazz nicht als Schimpfwort und ohne die Vorsilbe „post-„. Rück- und Vorausgriff. Aktuelle Musik, die weder einer Erklärung noch einer Rechtfertigung bedarf. Musik deren heißer Atem auf der Haut brennt.
~ Bert Noglik

„Ruf der Heimat“ gründete sich 1992, zunächst nur mit Petrowsky als zweiten Saxofonisten, dann einige Jahre verstärkt mit Peter Brötzmann, oder auch immer wieder in der erweiterten Formation mit Petrowsky und Heinz Sauer.
Dazwischen aber auch Touren mit Charles Gayle, Roy Campbell, Johannes Bauer und Olaf Rupp.

Das Quartett stellt sich an diesen beiden Tagen nun auch in Berlin für Konzert & Aufnahme in neuer Besetzung vor.
Nachdem „Luten“ Petrowsky schon seit ein paar Jahren keine Konzerte mehr geben kann…hat nun auch Christoph Winckel das Quartett verlassen, weil es im Alter etwas anstrengend wurde mit dem Bass zu reisen.
Mit Christof Thewes an der Posaune und nun Jan Roder am Bass wurden zwei wunderbare Stimmen in das Ensemble integriert.
Und…“Das Ganze ist (und bleibt) hinreißender, hymnischer Free Jazz, den das Berliner 4-tet „Ruf der Heimat“ spielt, nein: zelebriert. Vielleicht liegt das daran, dass Bandleader und Saxofonist Thomas Borgmann sich stets als »wertkonservativ« bezeichnet hat. Seine eher traditionelle Spielauffassung zündet, aber in diesem Free Kontext: Sein melodiöser Sound verleiht der Musik erst das unwiderstehlich-euphorische Element.
~ Stadt Revue, Köln

„Auf der Bühne macht es sich ein Dackel namens Theo neben dem Schlagzeug bequem. Womit bewiesen wäre, was man in Berlin schon immer wusste und in diesem Jahr fröhlich verdrängt hat: Freejazz ist keine Katzenmusik.“ ~ Josef Engels, 2013

„Thewes ist nicht einfach ein Ersatz für das Free-Jazz-Urgestein, sondern verleiht der Band mit seiner Posaune eine völlig neue Dynamik.“ ~ Wolf Kampmann, Jazzthing 2018

thomasborgmann.de/heimat

 

 

 

 

 




Dienstag   4. Februar '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Aufsturz-Jam Freebop / No Standards

willi kellers


directed by Willi Kellers

opening guests: n.n.

 

 

 

 

Backline: Ebach-Upright-Piano; Sonor-Drum-Set mit Becken; Gitarren-Amp: Fender Hot Rod Deluxe III; Bass-Amp: PJB Briefcase + Warwick Take12; No PA

Ende ca. 23:00 Uhr
Eintritt 5 € – Gilt als Getränkebon für Einsteiger bei Session

 

 

 

 




Freitag   7. Februar '20    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Günter Adler

Günter AdlerRudi Mahall – bass clarinet
Daniel Erdmann – tenor sax
Johannes Fink – bass
Heinrich Köbberling – drums

Wenn blühende Fantasien auf den harten Berliner Asphalt treffen, dann ahnt man schon: Hier ist Günter Adler im Spiel! Denn die Band basiert auf der innovationsfreudigen Kooperation von vier individuell-kreativen Jazz-Musikern, die zu einer bemerkenswerten Produktion von interaktivem Jazz führt.

Dieses Spiel, verstärkt durch den melodischen Erkennungswert der Eigenkompositionen, kann den Zuhörer nicht unberührt lassen. Stücke wie das auf der Asientournee entstandene “Schwester Ingrid diagnostiziert am Tage“, oder das flüssig gespielte “Wasser, Wasser’“ zeigen: “Günter Adler at his best !” ”…diese Adler-Schützlinge aktualisieren mit jubilierender Frische den Ansatz des klassischen Ornette Coleman-Quartetts, dabei wirkt das ganze restlos authentisch, denn die Musik ist eindeutig die Berlins.” ~ Jazzpodium

Wer verbirgt sich hinter dem Bandnamen Günter Adler?
Rudi Mahall bleibt die Antwort nicht schuldig: „Günter ist neulich bei uns gewesen und hat den Gasherd repariert. Dabei hat er zwanzig Stücke geschrieben.“
Entspannt und gut gelaunt legt die Band los, ihre Notenblätter haben die Musiker auf Barhockern abgelegt. Verstärker und Mischpulte sind überflüssig: das Quartett weiß sich selber auszusteuern.
Die beiden Holzbläser wetteifern mit ihren Klappen, dass es eine Lust ist, dabei holen sie die größtmögliche Dynamik aus ihren Instrumenten heraus.
Erdmann gibt wunderschöne Melodien auf dem Bariton zum Besten, Mahall antwortet darauf meist in den hohen Registern eines Tenorsaxophons. Da gibt es Versatzstücke inbrünstiger, rauchiger Balladen, zu denen der Kontrabass knarzt und stöhnt, dann wieder fortschreitende Action im Ausreizen der Töne, die der Drummer flink, präzise und nuanciert unterlegt.

Günter Adler ist ein Projekt zwischen ausgelassener Dramaturgie und ausgefeilter Zuwendung gegenüber minimalen Klangereignissen. Was das Pseudonym Günter Adler bedeutet, weiß auch zum Schluss niemand. Dafür wollen alle wissen, wann das Quartett wieder auftritt. Aber wer weiß das schon?
~ Tagesspiegel, Roman Rhode, 2001

tagesspiegel.de/kultur

 

 




 

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