Samstag 25. Juli '20  -  jazzkeller 69 präsentiert - 17 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Baryton


BarytonRudi Mahall & Uli Kempendorff – bariton sax
Jan Roder- bass
Michael Griener – drums

Ein Instrument macht den ganzen Unterschied!
Rudi Mahall und Uli Kempendorff – ersterer berühmt für sein Bassklarinettenspiel, letzterer respektiert für seine Klarinetten- und Tenorsaxophon-Improvisation – sind beide dauerhaft vom Baritonsaxophon fasziniert.
In diesem wunderbaren Quartett gehen sie dieser Faszination mit einer seltenen Doppel-Bariton-Frontline nach. Komplettiert wird das Quartett durch den Bassisten Jan Roder und den Schlagzeuger Michael Griener (die beide seit mehr als drei Jahrzehnten mit Mahall zusammenarbeiten); jedes Mitglied steuert Tonfolgen bei, deren Tonalitäten und luftigen Melodien einen kühl swingenden Westküsten-Vibe beschwören, der an Gerry Mulligan, Serge Chaloff und Pepper Adams erinnert.
Aber anstatt diesen vergangenen Klang zu imitieren, verfolgt Baryton eigene kompositorische Ideen und wirbelt zweideutige Harmonien, quietschende Dissonanzen und geschmeidige Töne durcheinander.

 

 

 

MAHALL RUPP TOM

MAHALL RUPP TOMRudi Mahall – clarinet
Olaf Rupp – guitar
Kasper Tom – drums

Der Bassklarinetten-Meister Rudi Mahall – eine feste Größe in der Berliner Szene durch seine Mitgliedschaft in Die Enttäuschung, Alexander von Schlippenbachs Monk’s Casino und Bands unter der Leitung von Aki Takase – ist ein lyrischer Improvisator, ein Musiker, dessen gewundene, weitschweifige Soli von einem untrüglichen melodischen Instinkt geprägt sind.
Zusammen mit einem anderen Begründer der „Berliner Szene“ in den 1990er Jahren, Olaf Rupp – einem explosiv-knorrigen E-Gitarristen, der dazu neigt, den Klang als abstraktes, sprödes Material zu verwenden – klingt Mahall jedoch eher expressionistisch und abstrakt und fädelt seine ausufernden Linien in die stacheligen Schwellungen, verworrenen Läufe und gezackten Muster seines Partners ein.

Der dänische Schlagzeuger Kasper Tom, eine verhaltene, aber integrale Präsenz in diesem Trio, treibt, streichelt und erdet die Aktionen mit begleitenden Farben und treibenden rhythmischen Eruptionen.
Die Musik ist frei improvisiert, aufgeladen von einer gemeinsamen Zielrichtung und entfaltet sich in einer spannenden Reihe von einzelnen Episoden, die auf sich organisch auseinander entwickeln.

Kasper Tom

 

 

 

DEREK PLAYS ERIC

DEREK PLAYS ERICAndreas Willers – e guitar
Jan Roder – bass, e bass
Christian Marien – drums

Dieses vom Gitarristen Andreas Willers, einem Urgestein der Berliner Szene, geleitete wilde Trio macht einen ebenso absurden wie gewagten Vorschlag: Wie würde es klingen, wenn der Pionier der freien Improvisation Derek Bailey mit der Blues-Rock-Legende Eric Clapton jammen würde?
Die Drei beschränken sich nicht auf diese eine Polarität, sondern schwelgen in dem Chaos und der Freude, die das Aufeinanderprallen aller möglichen unterschiedlichen Methoden mit sich bringt, indem sie Ideen von Jimi Hendrix, Charles Mingus und John McLaughlin u.a. in ihr elektrisierendes, formwandelndes Gebräu einfließen lassen.
Das Trio vermeidet es, zu lange auf eine der Ideen zu insistieren. Wenn es so aussieht, als wollten sie das wilde Stampfen von Cream heraufbeschwören, zieht eines der Mitglieder den anderen den Teppich unter den Füßen weg, unterläuft die rhythmische Attacke, fügt komischen Gesang hinzu, um die Intensität zu steigern, oder lockert die Dichte mit luftigen Linien.
Der Spielzug gelingt, weil die Musiker über ein profundes stilistisches Wissen verfügen und zudem die Erfahrung und die Technik haben, jeden Schalter im Handumdrehen umzulegen.

Andreas Willers

 

 

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