Das gesamte, umfangreiche Programmheft des KulturSommer hier als PDF |
Samstag 5. September '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis
Pallawatsch

Photo: Andreas Haas
Roland Komitow – reeds
Jan von Klewitz – alto saxofon
Donat Kubrinski – trumpet
Paul Schwingenschlögl – flugelhorn/trumpet
Thomas Finke – piano
Tom Kessler – guitar
Omar Diop – voice/percussion
Kubi Kubach – bass
Denis Stilke – drums
„Pallawatsch“ kann als launiges Fazit einer musikalischen Autobiografie verstanden werden, das der österreichische Wahlberliner Paul Schwingenschlögl zieht.
Der Trompeter und Komponist, dessen Markenzeichen das leichthändige Ineinander verschiedener musikalischer Genres und ethnischer Einflüsse ist, unternimmt einen Streifzug zu einigen seiner früheren Bands wie Counterblast, Takabanda, Helmut Forsthoff Quartett und African Chase Experience.
En passant arrangiert er – nicht ohne Schmäh, wie es sich für einen gebürtigen Wiener geziemt – quasi ein neualtes Programm und ein altneues Ensemble.
Mit diesem präsentiert er alte Werke in neuer Besetzung und maßgeschneiderte neue Kompositionen. Schwingenschlögls unverwechselbare Kompositionen und die virtuosen, leidenschaftlichen, fantasievollen Interpretationen und Improvisationen seiner Mitmusiker schaffen einen ungestümen, vibrierenden Sound, der zwischen Vitalität und Melancholie oszilliert.
Komplexe Arrangements gehen über in offene Improvisationen, wuchtige Bläserklänge werden unterlegt von afrikanischen Rhythmen und treibenden Beats.
ABSOLUTELY SWEET MARIE
Alexander Beierbach – tenor saxofon
Stefen Faul – trumpet
Anke Lucks – trombone
Gerhard Gschlößl – tuba
Christian Marien – drums
Das 2012 als Quartett gegründete Ensemble spielt seit dem Frühjahr 2022 im Quintett. Fünf InstrumentalistInnen, verwurzelt in Jazz und improvisierter Musik, verarbeiten auf ihre Weise das umfangreiche Werk Bob Dylans.
In der Besetzung vier Blasinstrumente plus Schlagzeug entsteht dabei ein Spektrum an Klangfarben und Grooves: feingliedrige, kammermusikalische Momente werden von dichten Kollektivimprovisationen abgelöst, Brass-Band-Klänge stehen einem Geflecht aus polyphonen Überlagerungen gegenüber.
Einige der ausgewählten Dylan-Songs werden von ABSOLUTELY SWEET MARIE in ihrem Ganzen für die Besetzung arrangiert, wobei die Songs in eine rein instrumentale Form übertragen werden. Oft werden aber auch nur Bruchstücke einer bestimmten Dylan-Aufnahme oder der Interpretation anderer KünstlerInnen übernommen und dienen, in einen neuen musikalischen Kontext gestellt, als Ausgangsmaterial für eigenständige Kompositionen.
Das 2020 veröffentlichte Album „Wherever You Roam“ ist die dritte CD der Band (damals noch im Quartett, ohne Tuba) auf dem musikereigenen Label TIGER MOON RECORDS und versammelt Stücke aus ganz unterschiedlichen Schaffensphasen Dylans.
Neben Arrangements, die relativ neu im Programm sind, finden sich dabei einige Stücke, die die Band schon auf zahlreichen Konzerten immer wieder gespielt und bearbeitet hat.
Auch dadurch ist „Wherever You Roam“ eine gelungene Momentaufnahme und Zeugnis der lebhaften und risikofreudigen Spielhaltung des Ensembles ABSOLUTELY SWEET MARIE.
Montag 21. September '26 Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Kühlspot Social Club [Lehderstrasse 74-79, 13086 Berlin-Weissensee]
Jazzkeller 69-Jam * Freebop/No Standards
directed by Willi Kellers + Assi
Opener:
Anke Lucks – trombone
Elia Balonni – bass
Willi Kellers – drums
Backline: Calisia Flügel; Sonor AQ2 -Drum-Set; Gitarren Amp: Yamaha GI00-212ii; Roland Jazz Chorus JC-120, Hughes & Kettner ATS Sixty; Bass-Amp: Laney Linebacker 65
» Admission 5 € – Valid as a drink voucher for beginners at session
» Number of participants limited. Showing up on time, secures a place!
Sonntag 27. September '26 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
Duo Tobias Delius – Michiel Scheen
Tobias Delius – tenorsaxophone, clarinet
Michiel Scheen – piano
Michiel Scheen und Tobias Delius lernten sich 1984 in Amsterdam kennen und gründeten gleich ihr Duo.
In den vielen Jahren ist in ihrem Spiel ein einzigartiger Tiefgang voller Spannung aus Überraschendem und Vertrautem entstanden.
Ob sie nun frei improvisieren, eigene Kompositionen spielen oder Songs aus dem gemeinsamen Gedächtnis pellen, was erklingt ist immer komplett im Jetzt.
„Das Duett (bei den Nickelsdorfer Konfrontationen) zwischen Tobias Delius und Michiel Scheen war ein absoluter Höhepunkt.
Scheen errichtete burgartige Akkordgebilde, geschmückt mit wunderbaren, tänzerischen Motiven und Verzierungen – wie frische Blumen in jedem Fenster.
Sie spielten wahrhaft feinsinnige Improvisationen, die jene komplizierten Momente des Lebens begleiteten: etwa das Ringen um die richtige Art, sich zu entschuldigen – ein Vorgang, der das Thema zwangsläufig wieder auf den Tisch bringt, auch wenn die Kränkung nur geringfügig war, sich aber beide Seiten nach einer Klärung sehnen.
Delius traf hinreißende melodische Entscheidungen, die an eine tröstende Hand auf dem Rücken erinnerten – eine Hand, die vielleicht, vielleicht auch nicht, langsam in intimere Regionen hinabgleitet.
Scheens präzise abgestimmte Klavier-Cluster erzeugten eine Art „leichtes Grübeln“ – falls so etwas überhaupt möglich ist –, und eine tiefgründige Tenorsaxophon-Ballade glich einer Heißluftballonfahrt, bei der der Wind plötzlich die Richtung ändert: Plötzlich befindet man sich über Zaire, und die Menschen, die mit einem im Korb stehen, sind nicht mehr dieselben, die ursprünglich eingestiegen waren.
Als kurze, langsame Zugabe erklang ein Finale voller Sternenglanz, untermalt von einem tiefen Grollen des Klaviers – wie ein Regal voller Gläser, das bei den ersten Erschütterungen eines Erdbebens vibriert; doch Delius’ Ton war so freundlich und einladend, dass man sich sicher und geborgen fühlte. Er hat beim Spielen so viel Freude, dass sich diese beim Zuhören unweigerlich auf einen selbst überträgt.“
~ Andrew Choate „the Attic“
Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz
Sonntag 4. Oktober '26 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
FOR THEIR EGOS
Keisuke Matsuno – e guitar
Daniel Sauer – tenor saxophone
Seth Sjöström – e bass
Mia Ohlmeier – drums
FOR THEIR EGOS ist ein dynamisches Trio aus Berlin, Deutschland. Von Beginn an arbeitet die Band, deren Kern aus Daniel Sauer am Tenorsaxophon, Seth Sjöström am E-Bass und Mia Ohlmeier am Schlagzeug besteht, kollaborativ und sucht nach neuen Wegen der Ko-Kreation und kreativen Arbeit.
Für dieses Konzert im Industriesalon Schöneweide wird Keisuke Matsuno als wiederkehrender Gast die Band an der E-Gitarre zum Quartett ergänzen.
Das Quartett verbindet Punk und avantgardistischen Free Jazz mit den einfachen und schönen Klängen traditioneller Folkmusik.
Dadurch hat die Band eine eigene Stimme gefunden, die kaum in ein bestimmtes Genre passt.
Mal laut und heftig, mal leise und verletzlich bringen sie den Zuhörer zuweilen einem gesunden Wahnsinn näher.
Ihre minimalistischen Kompositionen erlauben es spielerisch die unendlichen Möglichkeiten der Entscheidungsfindung in Echtzeit auszuloten.
FOR THEIR EGOS fordert aufgeschlossenen Ohren und führt seine Musik mit einem tiefen Sinn für die Gegenwart aus.
~ Keisuke Matsuno
Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz
Sonntag 11. Oktober '26 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
VORTEX
Grgur Savic – alto saxophone
Brad Henkel – trumpet
Ivar Roban Križić – bass
Matheus Jardim – drums
Vortex ist ein Quartett unter der Leitung des Komponisten und Saxophonisten Grgur Savić, dass sich an der Schnittstelle von zeitgenössischem Jazz, komponierter Musik und freier Improvisation bewegt.
Das Ensemble verbindet festgelegte Strukturen mit offenen Formen und betrachtet Komposition und Improvisation als unterschiedliche Grade der Organisation innerhalb des musikalischen Prozesses. Savićs Kompositionen dienen als Ausgangspunkte, die es ermöglichen, dass Form, Klangfarbe, Textur und musikalische Richtung aus der Interaktion in Echtzeit heraus entstehen.
Inspiriert von Free Jazz, zeitgenössischer Komposition und der Berliner Tradition der „Echtzeitmusik“, entwickelt Vortex eine Musik, in der Struktur und Spontaneität in einem ständigen Dialog stehen.
grgursavic.com/projects/vortex
Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz
Sonntag 18. Oktober '26 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
Jan Klares KIND
Shannon Barnett – trombone
Emily Wittbrodt – cello
Shabnam Parvaresh – clarinet
David Helm – bass
Bruna Cabral – percussions
Jan Klare – saxophone, fagott
+ Els Vanderweyer – vibraphone
KIND ist eine multinationale, Multi-Generations – Band.
7 Spielerinnen verschiedenster musikalischer Herkunft arbeiten hier an einem Repertoire, das gleichzeitig hochambitioniert und gerade dadurch unterhaltend ist.
KIND spielt eine Art europäischer Third-Stream-Jazz, in dem Komposition eine wichtige Rolle spielt und benutzt den Begriff „Kontrolliert Entgleiste Kammermusik“
Es ist nicht idiomatische Musik, die eine Brücke zwischen Intellekt und Spiritualität schlägt.
Obwohl noch junger an Jahren hat KIND schon diverse Festivals und Clubs bespielt
KIND will spielen ist zuweilen prätentiös.
Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz
Sonntag 25. Oktober '26 Einlass: 15:00 Beginn: 15:30 - Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide [Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide]
Kontrapunkt Berlin Colophony zum 75. Geburtstag von Jon Rose
Jon Rose – violin/ tenor violin
Conny Bauer – trombone
Frank Gratkowski – reeds
Meinrad Kneer – bass
Steve Heather – drums / percussion
Die Polyphonie hat eine reiche und facettenreiche Tradition… Palestrina, der Gesang der Baka-Pygmäen, New Orleans Jazz, balinesisches Gamelan… dazu kommen noch die herausragenden Fähigkeiten von Bach oder Schönberg.
Diese Konstellation internationaler Spitzenimprovisatoren vereint Holzbläser, Blechbläser, Streicher und Schlagzeug zu dem, was Jon Rose als „rogue counterpoint” bezeichnet – parallele Linien melodischer Kreativität und unabhängiger Klangfarben, die sich (oder auch nicht) der harmonischen Logik oder der anerkannten Praxis des Kontrapunkts unterwerfen.
Der Jazzkeller69 heißt Jon Rose (ehemaliger Bewohner Berlins) aus den Wüsten Zentralaustraliens wieder in unserer Stadt willkommen (die nach wie vor sein Lieblingsort in Europa ist).
Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz




