Unterstützt die Berliner Jazz-Szene! Werdet Mitglieder im Jazzkeller 69 e.V.!

 

Sonntag   3. März '24    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Transatlantic Four

Herb RobertsonHerb Robertson – trumpet, flugelhorn
Christopher Dell – vibraphon
Christian Ramond – bass
Klaus Kugel – drums

Die Transatlantic Four hat sich dem Werk Eric Dolphy´s verschrieben. Mit diesem brandneuen, energiegeladenen transatlantischen Quartett erweitern die weltweit renommierten Musiker ihre musikalische Welt zwischen traditionellem und experimentellem Jazz mit großer Sensibilität und Fantasie.

Schon über zehn Jahre war der Multiinstrumentalist Herb Robertson nicht mehr in Europa, wir erleben also in vielerlei Hinsicht ein neues Quartett!
Robertson ist seit den 1980ern ein wichtiges Mitglied der New Yorker Downtown-Szene. Er hat mit so unterschiedlichen Musikern wie Charlie Haden, Mark Helias, David Sanborn, Marc Ducret und Bobby Previte zusammen gearbeitet.

Nicht minder renommiert ist der Vibraphonist Christopher Dell, der international mit seinem Trio Dell-Westergaard-Lillinger oder DRA tourt, mit Paquito D`Rivera, Julia Hülsmann oder Heinz Sauer spielt und sich als wahrer Tausendsassa entpuppt, wenn es um solche Themen wie das Zusammenwirken von Architektur und Improvisation geht.

Christian Ramond wiederum ist ein gefragter Bassist aus Köln, der fester Bestandteil des Theo Jörgensmann Quartetts sowie des Engstfeld/Weiß 4tetts ist und mit Musikern wie Joe Pass, Albert Mangelsdorf, Philippe Catherine, Kenny Wheeler und vielen mehr auf der Bühne stand.

Last but noch least Klaus Kugel, ein erfahrener Schlagwerker, der gemeinsam mit Christian Ramond die rhythmische Basis dieses famos arbeitenden Quartetts bildet.
Neben seiner festen Zusammenarbeit mit dem Ganelin Trio Priority oder dem Theo Jörgensmann Quartetts war er mit Charles Gayle, Tomasz Stanko, Hilliard Greene, Michel Pilz, Vijay Iyer, Karl Berger, Sirone und vielen weiteren auf Tournee.

 

Vorverkauf über Eventbrite (10 €, ermäßigt 7 € +VVK), Tageskasse 15 €, ermäßigt 10 €

Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots.
Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon ist die Geschichte sichtbar.

Elektropolis-Tour – Jeden Sonntag um 12 Uhr, Treffpunkt Industriesalon

 

 




Sonntag   10. März '24    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Filippou & Lucaciu feat. Natalia Manta + Uli Kempendorff

Filippou & LucaciuEvi Filippou – vibraphon, marimba
Robert Lucaciu – bass
Natalia Manta – visuals
Uli Kempendorff – woodwinds

Die dynamische Zusammenarbeit zwischen der griechischen Vibraphonistin Evi Filippou und dem deutsch-rumänischen Kontrabassisten Robert Lucaciu hat eine künstlerische Partnerschaft entstehen lassen, die sich den Zwängen starrer Genre-Kategorisierungen entzieht.
Ihrer musikalische Forschungsreise liegt eine Vielzahl von Quellen zu Grunde: von den komplizierten Kompositionen der klassischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, über die temperamentvollen Rhythmen des Jazz bis hin zu beschwörenden Geschichten, die in den Traditionen der Folklore verwoben sind.
Diese gemeinsame klangliche Erkundungen überschreitet die Grenzen vordefinierter Etiketten: die Essenz ihrer Arbeit liegt im Bereich grenzenloser Kreativität.
Die Verflechtung ihrer einzigartigen Hintergründe führt zu einem exquisiten Klangteppich, in dem die Lebendigkeit des Balkan mit dem kosmopolitischen Einfluss der zeitgenössischen europäischen Musiklandschaften zusammenfließt.
Wie ein zarter Faden der freien Improvisation entfalten sich ihre Auftritte in einem ungeschriebenen Tanz, der den Fluss des Lebens selbst widerspiegelt.
In diesem Wandteppich fließen die Noten wie Rinnsale der Emotionen, die ineinander übergehen und sich wieder trennen, um Momente der Trauer, der Freude und die undefinierbaren Räume dazwischen zu erfassen.

Die Erkundungen des Duos sind von einem gemeinsamen Streben nach persönlichem Ausdruck geprägt.
In einer durch vielfältige Einflüsse bestimmten Welt schaffen sie ein Hörerlebnis, das sowohl zeitlos als auch zeitgenössisch ist – ein Zeugnis dafür, wie sich musikalische Traditionen und Innovationen im rhythmischen Kern der menschlichen Erfahrung vermischen.

Am 10. März lädt das Duo die Künstlerin und Kollaborateurin Natalia Manta zu sich auf die Bühne ein.
In der von ihr mitorganisierten Konzertreihe “Sound of Color” hat Manta in den letzten Jahren die gleichberechtigte künstlerische Synergie von Musik und visueller Kunst erforscht, und diese Forschung wird in ihrer Zusammenarbeit mit dem Duo fortgesetzt.
Als dritte Performerin improvisiert sie mit analogen Live-Visuals und schafft so einen Multimedia-Effekt, bei dem weder die Musik noch die Visuals eine begleitende Rolle einnehmen.

Die musikalische Reise wird zu einem audiovisuellen Erlebnis.

 

 

Vorverkauf über Eventbrite (10 €, ermäßigt 7 € +VVK), Tageskasse 15 €, ermäßigt 10 €

Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots.
Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon ist die Geschichte sichtbar.

Elektropolis-Tour – Jeden Sonntag um 12 Uhr, Treffpunkt Industriesalon

 

 




Sonntag   17. März '24    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Malaby/Weber/Griener

Tony Malaby

Photo: Bob Doran

Tony Malaby – tenorsaxofon
Christian Weber – bass
Michael Griener – drums

Nachdem Michael Griener und Christian Weber in dynamischen Trios mit Größen wie Ellery Eskelin und Aki Takase zusammengearbeitet haben, laden sie nun den für seinen satten Ton und sein ausdrucksstarkes Spiel bekannten Saxophonisten Tony Malaby ein, sie auf eine spannende musikalische Reise zu begleiten.

 

 

Vorverkauf über Eventbrite (10 €, ermäßigt 7 € +VVK), Tageskasse 15 €, ermäßigt 10 €

Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots.
Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon ist die Geschichte sichtbar.

Elektropolis-Tour – Jeden Sonntag um 12 Uhr, Treffpunkt Industriesalon

 

 




Montag   18. März '24    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Kühlspot Social Club   [Lehderstrasse 74-79, 13086  Berlin-Weissensee]


Jazzkeller 69-Jam * Freebop/No Standards

willi kellers

directed by Willi Kellers

Opener:
Dietrich Petzold – violin, percussion
Alexander Frangenheim – bass

Willi Kellers – drums

Backline: Schiedemayer Flügel; Sonor AQ2 -Drum-Set ohne Becken; Gitarren Amp: Yamaha GI00-212ii; Roland Jazz Chorus JC-120, Hughes & Kettner ATS Sixty; Bass-Amp: Laney Linebacker 65

» Admission 5 € – Valid as a drink voucher for beginners at session
» Number of participants limited. Showing up on time, secures a place!

 

 




Donnerstag   21. März '24    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Kühlspot Social Club   [Lehderstrasse 74-79, 13086  Berlin-Weissensee]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

DIRECTION Leon Griese

REEDS Leander Freund, Carolyn Fröhlich – alto / Nils Feldmann, Marie-A. Schwebe – tenor / Tina Tepper – bariton
BRASS
Donat Kubrinski, Liva Strazdina, Elina Dalewski, Leonard Simons – trumpet / Tito Lopez, Jonathan Zielke, Jan Uwe Zabel – trombone 
RHYTHM
Julius Heimann – guitar / Benedikt Jung – piano / Roland Jurisch – bass / Rafael Röhl – drums

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“ ~ Tagesspiegel

Der auf den ersten Blick etwas merkwürdige Name JayJayBeCe steht für „Jugend Jazz Band Charlottenburg“.
1987 wurde das Berlin Jazz Composers Orchestra von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg (Mittlerweile heißt sie Musikschule City West.) gegründet.
Das Konzept der Bigband sieht vor, dass junge Musikerinnen und Musiker ausschließlich Kompositionen von Berliner Komponistinnen bzw. Komponisten spielen.
Das ist ziemlich einzigartig. Alsbald folgten Einladungen zu Festivals und Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Mexiko und vielen anderen Städten.
saxart.de/jayjaybece

 

 




Sonntag   24. März '24    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Peter Van Huffel’s Callisto

LCALLISTOina Alemano – trumpet
Peter van Huffel – baritone sax, electronic
Antonis Anissegos – piano, electronic
Joe Hertenstein – drums

CD release „Meandering Demons“, Clean Feed

Tauchen Sie ein in die Welt von CALLISTO, wo Tradition auf Innovation trifft und Klanglandschaften mit kreativen Pinselstrichen gemalt werden. Das neueste Projekt des Saxophonisten Peter Van Huffel ist ein bassloses Quartett, das die Grenze zwischen Komposition und Improvisation verwischt.

Mit Peter am Baritonsaxofon und Elektronik, der kanadischen Trompeterin Lina Allemano, dem griechischen Pianisten und Elektronikkünstler Antonis Anissegos und dem deutschen Schlagzeuger Joe Herstenstein bietet CALLISTO mit ihrem Debütalbum „Meandering Demons“ einen einzigartigen und tiefgreifenden Ansatz für den modernen Jazz.

Peters innovative Kompositionen bilden das Rückgrat für dieses Projekt, weben komplexe Teppiche, die strukturierte Elemente mit der Spontaneität freier Improvisation verbinden.
Einige Stücke sind weitläufig und erinnern an Suiten, nehmen den Hörer mit auf eine Reise voller musikalischer Abenteuer und Überraschungen, während andere eine langsame klangliche Entwicklung bieten, die sich allmählich durch subtile harmonische Wendungen und Klangschichtungen entwickelt.
Das Fehlen eines Basses in diesem Ensemble bietet dem Klavier einen erweiterten Raum, um die vielfältige Klangpalette des Instruments zu erkunden, während Trompete und Bariton Frequenzen an den gegenüberliegenden Enden des Spektrums hervorheben und dem Quartett eine nahezu orchestrale Präsenz verleihen.
Die subtile Integration der Elektronik im Klavierklang und die Mixtur mit der Resonanz der akustischen Hörner ist CALLISTO ein fesselndes musikalisches Erlebnis, das Genregrenzen überwindet und bei Jazzliebhaber*innen sowie abenteuerlustigen Hörer*innen gleichfalls Anklang findet.

CALLISTOs erstes Album „Meandering Demons“ wird im März 2024 beim renommierten portugiesischen Avant-Jazz-Label Clean Feed Records veröffentlicht.
Diese sorgfältig ausgewählte Sammlung von Tracks zeigt die unbestreitbare Chemie des Quartetts und sprengt die Grenzen der Jazztradition, indem sie die Zuhörer*innen in eine Welt klanglicher Entdeckungsreisen einlädt.

 

Vorverkauf über Eventbrite (10 €, ermäßigt 7 € +VVK), Tageskasse 15 €, ermäßigt 10 €

Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots.
Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon ist die Geschichte sichtbar.

Elektropolis-Tour – Jeden Sonntag um 12 Uhr, Treffpunkt Industriesalon

 

 




Sonntag   31. März '24    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Remedy

Remidy

Foto: Peter Gannushkin

Joe Fonda – bass
Thomas Heberer – trumpet
Joe Hertenstein – drums
Aki Takase – piano

REMEDY, das im Sommer 2020 in New York City als Kooperative gegründete Trio mit Thomas Heberer, Joe Fonda und Joe Hertenstein, repräsentiert drei Generationen zeitgenössischer Jazzmusiker.
Ihr gleichnamiges Debut-Album, veröffentlicht beim polnischen FSR Label (FSR 08|2021), wurde von den Kritikern des The New York City Jazz Record zu einem der Best of 2021 gewählt.
Die Gruppe hat in 2022 und 2023 trotz pandemischer Einschränkungen kontinuierlich durch Ihren authentischen Gruppensound und eine starke Bühnenpräsenz auf Manhattans Bühnen wie der Downtown Music Gallery und El Barrio’s PS109, Brooklyns Soapbox Gallery oder auch Rochesters Bop Shop auf sich aufmerksam gemacht.
Daneben wurden, mit Hilfe zweier Förderungen der Stiftung Musikfonds, weitere Programme erarbeitet und aufgenommen, zu dem alle Musiker, wie bereits auf Ihrem Erstling, Kompositionen beisteuerten.
Daraus resultierend erschien im September 2023 “REMEDY 2” (FSR 12|2023). Ferner wartet “REMEDY 3: Hipp Hipp Hooray,” eine Hommage an die deutsche Pianistin Jutta Hipp, die man einst Europe’s First Lady of Jazz nannte und deren komplexe musikalische und persönliche Vita erneut Anstoß zu 60 Minuten neuen Materials lieferte, auf Veröffentlichung.

Joe Fonda ist gebürtiger Amerikaner, Heberer und Hertenstein wurden in Deutschland geboren, pendeln aber seit 15 Jahren zwischen den Kontinenten.
Im Frühling 2024 wird diese phantastische Band nun erstmals in Europa zu hören sein, im Gepäck sind dabei die Stücke von “REMEDY 1, 2 & 3.

 www.joehertenstein.com
 bandcamp.com/album/remedy

 

Vorverkauf über Eventbrite (10 €, ermäßigt 7 € +VVK), Tageskasse 15 €, ermäßigt 10 €

Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots.
Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon ist die Geschichte sichtbar.

Elektropolis-Tour – Jeden Sonntag um 12 Uhr, Treffpunkt Industriesalon

 

 




Sonntag   7. April '24    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


3grams

3gramsCasey Moir & Michael Schiefel – voice
Luise Volkmann – woodwinds

Drei atmende Instrumente, drei natürliche Tonlagen: 3 Gramm ist ein kompositorisches Experiment, das die Intimitäten von Stimme und Saxophon in einer Trio-Besetzung erforscht.

Die von der Saxophonistin und Komponistin Luise Volkmann zusammengestellte neue Konstellation fängt den organischen Klang dreier individueller Ateminstrumente ein und schärft die verwandten Tonbereiche der kollektiven Altstimmen in einem neuen Repertoire, das manchmal lyrisch, manchmal humorvoll und manchmal sehnsüchtig ist.

Volkmann findet das Spiel mit den Songstrukturen der Popmusik in Verbindung mit freier Geräuschimprovisation ein reizvolles Konzept für dieses Trio. So bewegt sich das neue Programm fließend zwischen Popsongs, Neuer Musik und Improvisation.

 

Vorverkauf über Eventbrite (10 €, ermäßigt 7 € +VVK), Tageskasse 15 €, ermäßigt 10 €

Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots.
Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon ist die Geschichte sichtbar.

Elektropolis-Tour – Jeden Sonntag um 12 Uhr, Treffpunkt Industriesalon

 

 




Sonntag   14. April '24    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Christian Marien Quartett

Christian Marien Quartett

Tobias Delius – tenor sax, clarinet
Jasper Stadhouders – guitar
Antonio Borghini – bass
Christian Marien – drums

CD release „How long is now“ MarMade Records

Es gab eine Zeit, als man die Oranienburger Straße in Berlin-Mitte entlanggehen konnte, zum Himmel empor schauen und ein riesiges Wandgemälde mit der Aufschrift „How long is now“ auf der riesigen Wand des Tacheles sehen.
Diese Mauer ist nun hinter einer neuen versteckt, und dem Tacheles das Recht verwehrt, die Passanten unter ihr abzulenken.
Auch dieses Denkmal des Augenblicks gehört der Vergangenheit an. „How long is now“ war ohne Fragezeichen geschrieben.
Das Fehlen der Interpunktion verlieh der Zeile auf gewisse Weise einen potentiell stärkeren Charakter als mit diesem letzten Schliff. Sie ist ohne Kontext, erregt unsere Aufmerksamkeit, wenn auch nur für einen Augenblick.
Diese Platte bedient sich desselben Tricks, ist Frage und Aussage in einem. So wie großartige Improvisation sein sollte.

Für Improvisatoren taucht das Thema „Jetzt“ in den meisten Gesprächen über die Musik auf. Echtzeit Musik in Berlin hat eine neue Nomenklatur gefunden, um über Musik zu sprechen, die vollständig im „Jetzt“ gemacht wird.
Und Derek Bailey prägte den Begriff „the NOW now”, um die absolute Erfahrung der Präsenz zu beschreiben, die sich aus der Improvisation ergibt.
Historisch gesehen sind Aufzeichnungen, die „im Jetzt“ gemacht wurden, Dokumente, die im „Danach“ erlebt werden.
Die Band erlebt das „Jetzt„, und Sie erleben das „Damals„. Die Platte, die Du gerade hörst oder hören wirst oder gehört hast, präsentiert nicht das „Jetzt“ für Zeugen. Wie sollte sie auch?
Es ist komponierte Musik. So spielerisch sie auch ist und trotz all ihrer erstaunlichen Qualitäten ist es keine Musik, die vollständig in der Gegenwart gemacht wird, weil so viele Aspekte davon vorherbestimmt sind.
Vom rhythmischen Gefühl bis zu den melodischen Formen, den harmonischen Bewegungen und dem Zusammenspiel, das auf Bruchstücken und Scherben notierter oder gemeinsamer Ideen beruht.
Die Musik, die man dann hört, vermittelt dem Zuhörer meiner Meinung nach eine Erfahrung des „Jetzt„.
Und wie lange das ist, hängt von der Transzendenz der eigenen Erfahrung als Zuhörer ab. Das Jetzt ist ein Zustand des Bewusstseins.
Barre Phillips sagte einmal zu mir: „Große Musik ist großartig, weil man sich beim Hören nichts anderes wünscht. Trotz all ihrer Einschränkungen ist sie in dem Moment, in dem man ihr zuhört, vollkommen.”
Ich glaube, dass diese Qualität des völligen Eintauchens in eine Aufnahme nur dann möglich ist, wenn der Prozess etwas schafft, das über das ‚Jetzt‘ der Aufnahmesitzung und das Spielen darin hinaus lebt.
Es ist mutig von Christian, diese Frage zu stellen (die keine Frage ist). Denn es bedeutet, dass wir urteilen müssen: Hat es meine Aufmerksamkeit voll und ganz erregt?
Hat es mich gefesselt und mitgerissen? Hat es mich aus meinen Gedanken über die alltäglichen Angelegenheiten herausgerissen und mir mein eigenes ‚Jetzt‚ gegeben?

Durch das Zusammenbringen dieser erstaunlichen Gruppe von Spielern mit ihren zutiefst verspielten Charakteren und ihrer Liebe zu den Klängen und Ekstasen des freien Spiels ist eine ganz besondere Musik entstanden.
Melodiesplitter werden vom Bass zur Gitarre zum Saxophon und wieder zurück geworfen, Schatten tauchen nach dem hellen Funken eines rhythmischen Gefühls auf, und Echos, die ganze Refrains brauchen, um zurückzuspringen, ziehen uns hinein.
Mit den Elementen des Jazz auf so klare Weise zu spielen, sie zu brechen und dabei so viel Spaß zu haben, die Komplexität einzufangen und sie so natürlich erscheinen zu lassen – das ist, als würde man aus einem Flugzeug fallen und gleichzeitig versuchen zu tanzen.
How long is now? Die Antwort liegt in Ihrer Erfahrung und darin, wie präsent Sie als Zuhörer sein können, wenn Sie dieser Musik die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient.
~ Clayton Thomas (Sydney, August 2023)

 

Vorverkauf über Eventbrite (10 €, ermäßigt 7 € +VVK), Tageskasse 15 €, ermäßigt 10 €

Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots.
Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon ist die Geschichte sichtbar.

Elektropolis-Tour – Jeden Sonntag um 12 Uhr, Treffpunkt Industriesalon

 

 




 

~