Jazz am Kaisersteg
Kultursommer im Garten – 51 Jahre Jazzkeller Treptow

11. + 25. Juli, 8. + 22. August, 5. September  2020
jeweils 17 - 20 Uhr       draußen & fast gratis

Blythill / Klub Demboh & guest play Sun Ra // Baryton / Mahall-Rupp-Tom / Derek Plays Eric
Insomnia Brass Band / Bauhauskapellentraum / MULLET+ play Misha Mengelberg
Klima Kalima / Helmut „Joe“ Sachse & Kalle Kalima / African Chase Experience
Tribute To Stuff Smith / Schlim und Schläm / Gorilla Mask ...

Open Air Bühne am Kaisersteg, Hasselwerderstr. 22a, Berlin-Oberschöneweide

( S-Bahn Schöneweide: RB 24, S8, S9, S41, S42, S45, S46, S47, S85, Bus 65, N65, N67 I Brückenstraße: Tram 21, 37, 60, 67, M17, N67 I Firlstraße (über Kaisersteg): Tram 27, 60, 62, 63, 67, 68, N67 )
Jazzkeller 69 e.V. mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der IG Jazz Berlin, des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und Museum, dem Fachbereich Facility Management, der BVV des Bezirks Treptow-Köpenick, der Bürgerstiftung Treptow-Köpenick, dem Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick,
und von vielen ehrenamtlich engagierten Bürger*innen.

Von Peter Margasak

Ich hatte Berlin im Laufe der Jahre ein halbes Dutzend Mal besucht, bevor ich im August 2019 hierher zog, ich wusste also schon, dass Berlin eine starke Musikszene hat. Ich schreibe seit den späten 1980er Jahren über Jazz und improvisierte Musik, und die Kraft und Bedeutung der hiesigen Free-Jazz-Szene war von Anfang an in meinem Bewusstsein verankert, vor allem dank des ergiebigen Outputs von FMP Records.
Ich war auch ein großer Fan der eher experimentellen Improv-Szene, die alle Arten von radikalen Klangansätzen erforscht hat, aber erst seit ich hierher gezogen bin, kann ich Tiefe, Vielfalt und Stärken von Jazz und improvisierter Musik in Berlin voll würdigen.
Wie jeder Fan dieser Musik bereits weiß, kann das Angebot in dieser Stadt überwältigend sein, mit zwischen einem und zwei Dutzend Aufführungen pro Nacht. Als Zuhörer wird man leicht schwindlig oder verfällt in Panik aus Angst, etwas zu verpassen.

Diese überbordende Vielfalt – so gut wie jede Spielart von Jazz und improvisierter Musik ist in Berlin zu haben – macht die Arbeit der Leute, die hinter dem Jazzkeller 69 e. V. stehen, nicht nur unschätzbar wertvoll, sondern auch unverzichtbar.
Mit den wöchentlichen Konzerten im Aufsturz bieten sie eine schillernde Auswahl lokaler und tourenden Künstlern von höchster Qualität, ohne dabei die entscheidende Verbindung zur Berliner Szene zu verlieren. Obwohl viele der Künstler von außerhalb kommen – außerhalb von Berlin, Deutschland oder sogar Europa, ist immer ein Akteur dabei, der in dieser dynamischen Stadt verwurzelt ist.

Mit der zum 18. Mal stattfindenden Treptower Sommer-Konzertreihe erweitern die Organisatoren Jahr für Jahr ihre Reichweite. Die Freiluftkonzerte bieten sowohl erfahrenen Eingeweihten als auch Jazz-Neulingen die Möglichkeit, einige der wichtigsten und dynamischsten Musiker der Stadt draußen und gratis zu treffen. Der Jazzkeller 69 programmiert die Konzerte wie gewohnt mit offenen Ohren und präsentiert diverse Spielarten des Jazz.

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Freitag   7. August '20      Öffnung:  18:00    Beginn:  19:00  -  jazzkeller 69 stellt vor
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg     (Sonderkonzert)


Die Große Enttäuschung

Die große EnttäuschugRudi Mahall – clarinet
Axel Dörner – trumpet
Christof Thewes – trombone
Henrik Walsdorff – sax
Gabriel Coburger – sax, flute
Flo Stoffner – guitar
Andi Lang – bass
Jan Roder – bass
Kasper Tom – drums
Michael Griener – drums


Koop „Die Enttäuschung“ und Jazzkeller 69 e.V.

Die Enttäuschung ist wohl die bemerkenswerteste Jazzband der letzten zwei Jahrzehnte in Berlin, sie verbindet den beschwingten Antrieb des Post-Bop mit der expressiven Offenheit und den erweiterten Techniken des Free Jazz.
Das Quartett arbeitete bekanntlich mit dem Pianisten Alexander von Schlippenbach für dessen monumentales Monk’s Casino-Projekt zusammen.
Es interpretierte geschickt alle bekannten Kompositionen von Thelonious Monk, aber im Laufe der Jahre hat sich ein überwältigendes Oeuvre an leichtfüßigen mitreißenden eigenen Kompositionen entwickelt.

Das Zusammenspiel der Combo ist sublim, wobei jeder Musiker die Linien der anderen akzentuiert und verfolgt, sie ringen spielerisch miteinander und fordern sich gegenseitig heraus.
Die Band verkörpert die intuitive Spontaneität und rhythmische Spannkraft, die dem besten Jazz innewohnen, ihr gelingen hochkarätige Erkundungen während sich alle dabei ausgelassen amüsieren.

Gelegentlich hat das Quartett- Trompeter Axel Dörner, der Bassklarinettist Rudi Mahall, der Bassist Jan Roder und der Schlagzeuger Michael Griener – wie auf ihrem fantastischen Album Lavaman aus dem Jahr 2017, auf dem der wunderbare Posaunist Christof Thewes zu hören war – zusätzliche Musiker hinzugezogen, aber an diesem Abend erweitern sie sich zu einer aufregenden zehnköpfigen Band, Die Große Enttäuschung!
Die eindrucksvolle Besetzung umfasst die Rückkehr von Thewes zusammen mit dem Schweizer Gitarristen Flo Stoffner, den Holzbläsern Gabriel Coburger und Henrik Walsdorff, dem Bassisten Andi Lang und dem Schlagzeuger Kasper Tom, die eine Mischung aus neuen Melodien und einfallsreich und dicht arrangierten Favoriten aus dem bewährten Liederbuch der Band spielen.

www.dieenttaeuschung.org

 

 

Gefördert vom Musikfonds e. V.
mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

musikfonds       

 

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Samstag   8. August '20  -  jazzkeller 69 präsentiert - 17 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Insomnia Brass Band

AInsomnianke Lucks – trombone
Almut Schlichting – bariton sax
Christian Marien – drums

Baritonsaxofon, Posaune und Schlagzeug bilden eine Miniatur-Blaskapelle, die ihre kompakte Größe mit einem rauen, übersprudelnden Sound transzendieren, den man von einem viel größeren Ensemble erwarten würde.

Das Trio formierte sich 2017 und arbeitet seither mit unwiderstehlichen, unaufhaltsam kontrapunktischen ineinander greifenden Teilen, die die Band mit atemloser Energie zu sprengen scheinen und wieder zusammenkommen lassen.
Die beiden Musikerinnen und ihr Kollege jongliert mit wechselnden Rollen, sie variieren zwischen Rhythmus und Melodie, während sie eine betörende Landschaft aus Free Jazz, Funk, Punkrock und New Orleans Brass Band-Traditionen durchqueren.
Bei jeder Melodie ist die Band in ständiger Bewegung, spielt quecksilbrige Harmonien, setzt spontane Akzente, kollidiert mit melodischen Einbildungen und lässt generell die Wände wackeln.
Da die Musiker auf ein breites Vokabular an Techniken und Traditionen zurückgreifen, versteht die Insomnia Brass Band es, ihre aufregenden Ideen mit Spaß an der Musik zu vereinen.

insomniabrassband.de

 

 

 

Bauhauskapellentraum

Almut Schlichting – bariton sax
Sven Hinse – bass
Jacobien Vlasman – vocals
Daniel Meyer – guitar

bauhauskapellentraum

Benannt nach der berühmten Band, die 1923 von Andor Weininger und Heinrich Koch zusammengestellt wurde, um spontane Musik für die Bauhaus-Festspiele zu schaffen, wird dieses Projekt von Bassisten Sven Hinse und Baritonsaxophonistin Almut Schlichting geleitet, auch bekannt als Duo Subsystem.
Beide komponieren “Originalmusik” für das Projekt, wobei sie historische Treue zugunsten eines frei, dadaistischen Geistes entsprechend der Weimarer Inspiration hintanstellen.
Das Quartett – mit der Sängerin Jacobien Vlasman und dem Gitarristen Christian Kögel – trat im Herbst 2019 zum 100jährigen Jubiläum der Bauhausgründung auf.
Es interpretiert formwechselnde Songs, die sich frei aus einer kaleidoskopischen Palette von Traditionen und Stilen speisen, oft innerhalb einer einzigen Komposition.
Das Ensemble wechselt die Gänge mit verblüffender Leichtigkeit und setzt sein improvisatorisches Können ein, um ein Stückchen Logik in die reizvolle Absurdität zu bringen.

bauhauskapellentraum.de

 

 

 

MULLET+ play Misha Mengelberg

Charly Birkenhauer – vibrafon
Hilary Jeffery – trombone
Tobias Delius – tenor sax, clarinet
Antonio Borghini – bass
Tony Buck – drums

Die Berliner Jazzszene ist eine der internationalsten Szenen der Welt, und dieses großartige Trio wurde 2009 gegründet, als sich der Posaunist Hilary Jeffery und der Holzbläser Tobias Delius nach ihrem Weggang aus Amsterdam hier wieder zusammenfanden.
Gemeinsam mit der deutschen Vibraphonistin Charly Birkenhauer wurde daraus Mullet, eine Band mit ungewöhnlichen Timbre und geschmeidigem, lyrischem Zusammenspiel.
Das Trio hat in Berlin seinen eigenen großartigen Klang und sein eigenes Repertoire entwickelt und lädt seit 2015 regelmäßig hochkarätige Gäste ein, um seinen Klang zu erweitern.
Die holländischen Wurzeln des Trios sind nach wie vor stark ausgeprägt, sporadische Konzerte, in denen die Kompositionen des brillanten Pianisten und Komponisten Misha Mengelberg (ICP Orchestra) im Mittelpunkt stehen, zeugen davon.
Die Musik ist spritzig, kantig und unvorhersehbar, wobei die hinreißenden Melodien von Ellington, Monk und Nichols mit ausgeprägt dadaistischem Feingefühl verschmolzen werden.
Delius spielte viele Jahre lang mit Mengelberg bei ICP, und auch bei den geschätzten Gästen von Mullet, dem Schlagzeuger Tony Buck und dem Bassisten Antonio Borghini, ist der Einfluss des Pianisten unleugbar.

Wikipedia: Misha Mengelberg

 

 

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Montag   10. August '20    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Delius / Lillinger     (IG Jazzwoche)

delius lillingerChristian Lillinger – drums
Tobias Delius – tenor sax, clarinet

Der schiere Enthusiasmus, den Lillinger und Delius zusammen generieren, hat schon manche Berliner Band belebt. Seit 2011 sind diese beiden so verschiedenen Musiker auch als Duo zu hören.
In ihren komplett improvisierten Ausflügen überraschen sie sich gegenseitig immer wieder, wobei manche Landschaften sorgfältig erkundet und andere im rasanten Tempo durchflogen werden.

Kosmopolit Tobias Delius wurde 1964 in England geboren, lernte ab 1980 im Ruhrgebiet Saxophon, spielte und lebte dann zwei Jahre in Mexiko bevor er Teil der Amsterdamer Improszene wurde.
Eigenes Quartett mit Tristan Honsinger, Han Bennink und Joe Williamson, Mitglied von Available Jelly, ICP Orchestra, Sean Bergin’s MOB, Georg Gräwe Quintett und und und. Zur Zeit lebt Delius in Berlin und arbeitet mit der dortigen Community um Lillinger, Dörner, Liz Albee…

Christian Lillinger ist zwar auch schon 30, geht in den Medien aber noch als junger Wilder durch, der die Szene seit 2003 im Trio Hyperactive Kid bespielt und ab 2008 mit seiner eigenen Band Christian Lillingers Grund.
Daneben Zusammenarbeit mit so gut wie allen Namen, die Ihnen einfallen. Auch wenn die Schauwerte wegen der Geschwindigkeit und Ereignishaftigkeit seines Spiels beachtlich sind geht es doch immer um den Klang und die Musik: „Wir arbeiten an unserer Musik, wir forschen, und das ist es, was sie ausmacht. Das ist der Jazz, der mich interessiert.”

tobias-delius-christian-lillinger
www.freejazzsaar.de 2018

 

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jazzwoche

 

 




Dienstag   11. August '20    Einlass: 17:30    Beginn: 18:00  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Diskurs & Konzert     (IG Jazzwoche)

 

Hierarchien im musikalischen Miteinander

Im Gespräch dazu sind:
Frank Möbus (Jazzgitarrist) / Kat Frankie (tbc; Singer-Songwriterin & Gitarristin) / Martin Stegner (Bratschist bei den Berliner Philharmonikern) / Cymin Samawatie (Sängerin & Orchesterleiterin)

( Einlass 17:30, Beginn 18:00 Uhr, Ende ca. 19:00 Uhr )

Bei Musik geht es nicht nur um Harmonie – sie ist immer auch ein Prozess von Über- und Unterordnung, in dem Konkurrenzverhältnisse, Interpretationsmöglichkeiten und Machtpositionen ausgehandelt werden.
Hierarchien in der Musik zeigen sich auf unterschiedlichen Ebenen des musikalischen Schaffens und eröffnen eine große Bandbreite an Fragen.
Wie laufen Probenprozesse unter diesen Gesichtspunkten ab, wie beeinflussen verschiedene Interpretationsansätze oder die Strukturen von Ensembles die Dynamiken von Proben?
Inwieweit übersetzt sich das in Proben erarbeitete Ergebnis überhaupt wirklich auf der Bühne, wo wiederum Hierarchien entstehen?
Wer trifft wie musikalische Entscheidungen in Ensembles und wie viel Spielraum und Entscheidungsgewalt hat jeder Musikerin?
Welche Hierarchien herrschen zwischen unterschiedlichen Genres und wie zeigen sich diese Gefälle in der Musik selbst, in ihrer Organisation, in Institutionen und ihren Programmen, oder in der Honorierung künstlerischer Arbeit?

 

Tama

tamaAki Takase – piano
Jan Roder – bass
Oli Steidle – drums

( Einlass 19:30, Beginn 20 Uhr )

Das Piano Trio ist für Takase eine fundamentale Formation. Im Verein mit Bass und Schlagzeug gibt es der Pianistin unbegrenzte Möglichkeiten, in der Funktion als Rhythmusgruppe bietet das Trio zudem eine Basis für Ensembles jeder Art.
„Wenn ein Piano-Trio eine starke eigenstilistische Ausrichtung hat, so gibt es der Musik einen speziellen Ausdruck und eine starke, eigene Farbe“…Es ist unbedingt JAZZ!“ ~ Christian Broecking

Aki Takase liebt Geschichten. Permanent archiviert sie in Ihrem Kopf Bilder, ob beim Lesen von Büchern oder beim Schlendern durch Städte und Landschaften.
Diese Bilder übersetzt sie in Musik, reiht sie wie Motivketten mal assoziativ, mal penibel durchkomponiert aneinander, bis sie eine Art musikalisches Daumenkino ergeben, kunstvolle Filmmusik aus magischen Einzelbildern.
Ein besonders schönes Beispiel dafür ist der Titelsong „Goldfish“. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde er in Aki Takases Heimat Japan als Haustier für den Adel populär. Seitdem gilt er als Erfolgs-Symbol. Zudem ist er der Lieblingsfisch der Pianistin. Der Song spürt, melodisch wie rhythmisch, dem unergründlichen Bewegungsprofil dieses Fisches meisterhaft nach…
Die Musik wirkt sehr reduziert, fast horizontal, nach Instrumenten in Linien aufgeteilt, die bewusst eigenständig gezeichnet sind und trotzdem permanent miteinander kommunizieren ohne klassisch miteinander verflochten zu werden.
Die nicht gespielte Note hat dabei dieselbe Bedeutung wie die gespielte. Die für dieses Konzept konstitutiven Single-Note-Phrasen geben der Musik eine kristalline, aber immer eigentümlich warme Transparenz, an der die kongenialen Jan Roder am Bass und Oliver Steidle am Schlagzeug einen gar nicht zu überschätzenden Anteil haben.
~ Volker Doberstein

tama

 


Heute freier Eintritt, aber bitte über das
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jazzwoche

 

 




Sonntag   16. August '20    Einlass: 15:00    Beginn: 15:30
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Invisible Architects     ( Jazz am Helmholtzplatz präsentiert )

Invisible ArchitectsDanielle Friedman (ISR) – piano
Nishad Pandey (IND) – guitar

Sie sind inspiriert von dem musikalischen Umfeld ihrer Heimatländer und finden im frei improvisierten Jazz zusammen. Für beide ist das freie Spiel mit Rhythmen, Klangtexturen und Melodien wie von einem unsichtbaren Architekten gesteuert, der aus den Improvisationen einheitliche Stücke entstehen lässt. Aus den wie zufällig angeordneten Elementen entwickeln sich zusammenhänge Strukturen.

Danielle Friedman hat in Israel und mit einem Stipendium an der New School of Jazz and Contemporary Music in New York studiert. Nach erfolgreichen Jahren in New York ist sie nach Berlin gezogen und tourt mit verschiedenen Ensembles durch Europa und die Welt.

Nishad Pandey ist ein in Oxford ausgebildeter Kulturwissenschaftler und ebenso ein professioneller, studierter Jazzmusiker. Er hat als Kurator und Wissenschaftler in Indien, England und Deutschland gearbeitet und tritt regelmäßig auf internationalen Bühnen als Jazzgitarrist auf.

Das israelisch-indische Duo wird uns auf eine unvorhergesehene Entdeckungsreise mitnehmen und den Industriesalon in einen Schwebezustand versetzen.
Vielen Dank an den Jazzkeller 69!!!

 

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Samstag   22. August '20  -  jazzkeller 69 präsentiert - 17 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Klima Kalima

klima kalimaKalle Kalima – guitar
Igor Spallati – bass
Oli Steidle – drums

Der finnische Gitarrist Kalle Kalima betreibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Projekte, aber in den zwei Jahrzehnten die er in Berlin lebt, ist dieses dynamische Trio stets eines seiner Favoriten geblieben.
Dank der agilen Rhythmusgruppe hat der Leader freie Bahn, um aus seinem riesigen Fundus an Einflüssen und Interessen zu schöpfen, sein Spiel ist dabei temperamentvoll und flexibel.

Das Trio kann seine abwechslungsreichen Grooves und Attacken auf den Punkt timen, aber nie nur als Pose.
Stattdessen gelingt jeder noch so schnelle Wechsel mit erstaunlicher Flüssigkeit und Anmut, zwischen Surf-Gitarren-Twang, psychedelischer Erkundung, folkloristischer Direktheit und bluesiger Tiefe changieren sie mit überraschenden Leichtigkeit.
Die Gruppe webt die verschiedenen Fäden zusammen, ihre improvisatorische Herangehensweise ist dabei hörbar untrennbar in der Jazztradition verwurzelt.

kallekalima.com
youtube

 

 

 

Joe SachseGuitar Meeting

Kalle Kalima & Helmut „Joe“ Sachse

In diesem Duo-Konzert treffen zwei leidenschaftliche Erforscher der E-Gitarre aufeinander, getrennt durch eine Generation aber vereint durch ihre Neugierde und Bandbreite.
Helmut „Joe“ Sachse hat seine Wurzeln in der alten ostdeutschen Jazzszene, wo er leichtfüßig zwischen traditionellem und freiem Spiel hin und her wechselte und mit einigen der wichtigsten Figuren beider Ansätze zusammenarbeitete, darunter George Lewis, Carmell Jones, Leo Wright und Manfred Schulze.
Er kann gleichermaßen satte Harmonien spielen oder sich in die knorrige Abstraktion vertiefen, und er zeichnet sich in Duo-Settings aus, was diese Paarung besonders verlockend macht.

Der in Berlin lebende Kalle Kalima, ein ebenso vielseitiger Finne, arbeitet eher in kompositorisch orientierten Projekten, wo er sich frei über eine große stilistische Bandbreite bewegt, was dieses Zusammentreffen umso spannender und unvorhersehbarer macht.
Aber wenn es Gitarristen gibt, die Lücken schließen können, dann sind es Kalima und Sachse!

 

 

 

African Chase Experience

paul_schwingenschloeglOmar Diop – vocals, percussion / Arsène Cimbar – vocals, percussion / Joe Sachse – guitar / Rainer Bachmann – guitar/ Kubi Kubach – bass / Zam Johnson – drums / Armando Carillo Zanuy – trumpet, flugelhorn / Matthias Knobloch – trumpet, flugelhorn / Paul Schwingenschlögl – trumpet, flugelhorn

Seit er 1987 aus seiner österreichischen Heimat nach Berlin zog, hat der Trompeter Paul Schwingenschlögl seinen unersättlichen stilistischen Appetit in unzählige Richtungen entfaltet, mit Jazz als Kern seiner Ästhetik – sei es swingender Post-Bop, Minimalismus, Rock oder Weltmusik.

African Chase Experience, eines seiner am längsten dauernden Projekte, vereint viele seiner breitgefächerten Interessen in einer einzigen Party-Band.
Inspiriert von der Fusion-Band Chase aus den frühen 70er Jahren, die drei Trompeten in ihrer Frontlinie einsetzte, adaptierte Schwingenschlögl die Idee und gründete eine Combo, die eine sprudelnde Mischung aus westafrikanischen Formen, Blues und R&B bietet.
An der Spitze der Band steht der charismatische senegalesische Sänger und Perkussionist Omar Diop.
Die Rhythmusgruppe wird durch den guadeloupischen Perkussionisten Arsène Cimbar verstärkt, der Soul und Kraft in die geschmeidigen Arrangements einfließen lässt, die nahtlos zwischen Reggae, Funk-Blues und temperamentvollen Balladen wechseln.

 

 

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Samstag   5. September '20  -  jazzkeller 69 präsentiert - 17 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


A Cat on a Hot Fiddle ~ A Tribute To Stuff Smith ~

Fabiana StrifflerFabiana Striffler – violin
Declan Forde – e piano
Greg Cohen – bass
Jordan Dinsdale – drums

Dieses Projekt ist nach dem wunderbaren Album aus dem Jahr 1959 des amerikanischen Jazzgeigers Stuff Smith benannt, einem Swing-Pionier auf diesem Instrument, der wichtige Aufnahmen mit den Onyx Club Boys machte und mit so unterschiedlichen Künstlern wie Nat „King“ Cole, Dizzy Gillespie und Sun Ra spielte.

An der Spitze des Quartetts steht die vielseitige Berliner Geigerin, Komponistin und Sängerin Fabiana Striffler, deren Arbeit sich nahtlos zwischen Post-Bop, zeitgenössischer Musik und Kunstlied bewegt.
Gemeinsam mit dem legendären Bassisten Greg Cohen, bekannt u.a. durch seine Zusammenarbeit mit Tom Waits und John Zorn, liegt der Schwerpunkt des Quartetts auf Smiths einzigartiger Spielweise, mit der er die Geige für den Swing adaptiert hat.
Dabei spielt das Quartett mit einer ansteckenden Energie und verweigert sich einer Zwangsjacke stilistischer Reinheit.
A Cat on a Hot Fiddle“ verneigt sich vor Smith, indem es sein Vermächtnis in einem durch und durch zeitgenössischen Kontext vorstellt.

www.fabianastriffler.com

 

 

 

 

Schlim und Schläm
(Interpretations of the words and music by Slim Gaillard and Slam Stewart)

Tobias DeliusToby Delius – tenor sax, clarinet
Niklas Fite – guitar, banjo, vocals
Joel Grip – bass, vocals
Michael Griener – drums

Einer der wichtigsten Grundsätze des Jazz ist die Entwicklung einer originellen Stimme, und in der langen Geschichte der Musik sind nur wenige Ansätze so unmittelbar erkennbar wie das Werk, das in den späten 1930er und frühen 1940er Jahren vom Duo des Gitarristen Bulee „Slim“ Gaillard und des Bassisten Leroy Elliott „Slam“ Stewart geschaffen wurde.
Während beide mit einigen der größten Talente ihrer Zeit arbeiteten, darunter der Pianist Art Tatum, der Saxophonist Charlie Parker und der Trompeter Dizzy Gillespie, machten sie auf eigene Faust eine ansteckend lustige, oft alberne Jazzmusik, gespickt mit Hipster-Jargon, schelmischem Humor und treibendem Rhythmus.
Das Duo nahm zarte Balladen, lautstarken, bluesinfizierten Swing und geschmeidigen Rhythm & Blues auf, aber es war der joviale, komödiantische Gesang, der am meisten heraussticht.
Das Duo benutzte oft eine absurde, selbst erfundene Sprache und hinterließ uns unsterbliche Zeilen wie „The flat floot floggie with a floy floy floy!“.

Zum Abschlussabend der Jazzkeller 69-Konzertreihe treffen wir Bassist Joel Grip, Schlagzeuger Michael Griener, Holzbläser Toby Delius wiederum in einem neuen Kontext.
Mit dem jungen dänischen Gitarristen Niklas Fite zum Quartett erweitert, bearbeiten sie das wilde Repertoire des Duos mit einer Mischung aus Respekt und Respektlosigkeit.
Es umfasst neue Arrangements, die den ursprünglichen Geist und den Sinn für Spaß in der Musik würdigen und gleichzeitig moderne Techniken, ein verstärktes Zusammenspiel der Gruppe und eine modernistische Sensibilität einsetzen.

Wikipedia: Slim + Slam

 

 

 

 

GORILLA MASKGorilla Mask

Peter Van Huffel – alto sax
Roland Fidezius – electric bass, effects
Rudi Fischerlehner – drums, percussion

Der kanadische Saxophonist Peter Van Huffel lebt seit zehn Jahre in Berlin und leitet dieses muskulöse Trio mit dem E-Bassisten und Schlagzeug.
Gorilla Mask kommt furios und energiegeladen daher, angetrieben von wendigen Hardrock- und Funk-Grooves, die aber dem Bandleader immer noch genug Raum geben für seine sondierenden, flinken Improvisationen, gelegentlich verstärkt durch dubbige elektronische Schnörkel.

Auf ihrem jüngsten Album Brain Drain erweist sich die Rhythmusgruppe des Trios als unerbittlich und gräbt sich tief in zyklische Muster ein, die knattern und knirschen, während van Huffel alles an die Wand spielt, zwischen Post-Bop-Ausbrüchen und kehligen Schreien und Heulen.
Gorilla Mask packt die Zuhörer mit Gewalt am Hals, bietet dabei aber hochgradige Interaktion und kathartischen Ausdruck.

gorillamaskmusic.com

 

 

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