Unterstützt die Berliner Jazz-Szene! Werdet Mitglieder im Jazzkeller 69 e.V.!

 

Freitag   23. Oktober '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


phon-O-rama

phon-O-ramaMartin Klingeberg – trumpet, euphonium, vocals, efx
Geoffroy Dabrock – trombone
Gerhard Gschlössl – sousaphon, trombone
Jan Leipnitz – drums

Die Besetzung entspricht der Minimalbesetzung einer Marching-Band. Ausgehend von diesem Sound experimentiert und jongliert die Band mit Stilmitteln und Einflüssen unterschiedlichster Couleur. Tradition und zeitgenössische Mittel ergänzen sich, das Ganze wird am Ende mit Witz und Ironie gewürzt und mit der nötigen Chuzpe serviert.
Heraus kommt „Deep Jazz“, rauh, zerbrechlich, wild, mystisch, ekstatisch, minimalistisch, BONKisch…

Der Trompeter und Sänger Martin Klingeberg, Erfinder der BONK-Musik und seinerzeit Gründer von „Baby Bonk“, wurde schon vor Jahren als „Stilsurfer“ bezeichnet.
Man kennt ihn aus diversen Besetzungen (CvdG Projekt, Baby Bonk, Vipers Drag, Uli Gumpert Workshop Band, Brüning-Betancor etc) oder vom Theater.
An der Schaubühne und vor allem am Berliner Ensemble war er an zahlreichen Produktionen beteiligt.

Gerhard Gschlössl ist seit Jahren tief in der Improvisationsszene Berlins verwurzelt. Projekte wie „Vorwärts – Rückwärts“, „Vierergruppe Gschlössl“ oder „Gulf of Berlin“ und viele andere dokumentieren das deutlich.
Über den energetischen Schlagzeuger Jan Leipnitz kann man Gleiches behaupten, seine Qualitäten sind mittlerweile von vielen Kollegen in Anspruch genommen worden, zahlreiche grandiose Projekte belegen das.
Insofern kann man nur raten, sich diesen Abend zu Gemüte zu führen!

 

 

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Freitag   30. Oktober '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Practically Married

James and DeclanDeclan Forde – piano
Tobias Delius – tenor sax, clarinet
James Banner – bass
Max Andrzejewski – drums

Dieses Projekt entstand aus großer Bewunderung für die Musik von Herbie Nichols, der im vergangenen Jahr 100. Jahre alt geworden wäre.

Herbie Nichols (1919 – 1963) war ein afroamerikanischer Jazzpianist und Komponist, dessen fortgeschrittene Konzepte der Bop-Ära in Bezug auf Rhythmus, Harmonie und Form Aspekte des Free Jazz vorhersagten. Der großzügige Humor in seinem Werk widersprach den Schwierigkeiten, die er in seiner Karriere hatte.
Nichols besuchte das City College of New York und diente 1941-43 in der U.S. Army. Er nahm an den Sessions in Harlem teil, die zur Entwicklung des Bop führten, und Billie Holiday schrieb den Text zu seinem Lied „Lady Sings the Blues“.
Die meiste Zeit seiner Karriere verbrachte er jedoch damit, in Dixieland- und Swing-Gruppen zu spielen oder Sänger und Nachtclub-Acts zu begleiten. Nur gelegentlich arbeitete er mit stilistischen Zeitgenossen mit denen seine Kompositionen aufgeführt wurden. Er komponierte etwa 170 Lieder und nahm zwischen 1955-57 die vier Alben auf, auf denen sein Ruf weitgehend beruht.
Er starb 1963 Leukämie. Die meisten seiner nicht aufgenommenen Kompositionen wurden bei einer Wohnungsüberschwemmung zerstört. In den 1980er Jahren wurden jedoch nicht veröffentlichte Aufnahmen von Nichols, darunter acht „neue“ Lieder, entdeckt und veröffentlicht.
Als Pianist war Nichols der beste Interpret seiner Kompositionen, entsprechend dem Zeitgeist oft Porträts („117th Street“, „Dance Line“) und Dramen („Love, Gloom, Cash, Love“, „The Spinning Song“).
Die harmonischen Grundlagen seiner Lieder waren originell und oft gewagt; seine Strukturen dehnten die Liedform häufig weit über die übliche Vierergruppe, 32 Takte, hinaus aus. Seine Soli, bei denen es sich um Variationen seiner Themen handelte, beinhalteten rhythmische Verschiebungen und Reharmonisierungen und schufen offene Räume in seinen melodischen Linien, die das Zusammenspiel mit seinen Schlagzeugern inspirierten.

wiki/Herbie_Nichols

 

 

 

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Freitag   6. November '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Christof Griese Quartett – F. C. Delius und der Jazz der 68er

albert aylerChristof Griese – saxes
Tal Balshai – piano
Horst Nonnenmacher – bass
Leon Griese – drums
feat.: Harald Marpe – recitation

…Improvisation und Lyrik zum 50 Todestag von Albert Ayler.

Jazz als die „Zukunft der Schönheit“ – Beobachtungen eines jungen deutschen Schriftstellers bei einem Albert Ayler – Konzert in einem New Yorker Jazzclub 1966.
Friedrich Christian Delius schildert seine Assoziationen bei seinem Besuch des Albert Ayler Quintetts am 1.5.1966 in einem Jazzclub in der Lower Eastside in Manhatten und wie ihn die Musik zu Erinnerung stimuliert, die ein eindrückliches Bild der Zeit vor 1968 in Deutschland und der Welt zeichnen.
Sechs Passagen aus dem Buch „Über die Zukunft der Schönheit“ von F. C. Delius werden gelesen und von Musik umrahmt, die versucht, die Stimmung von 1966 einzufangen.
Albert Ayler (* 13. Juli 1936 in Cleveland, Ohio; † November 1970 in New York City)

 

 

 

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Sonntag   8. November '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Sebastian Gramss „States of Play“

STATES OF PLAYShannon Barnet (AUS) – trombone / Valentin Garvie (ARG) – trumpet / Lotte Anker (DK) od. Philipp Gropper – saxes / Miyama McQueen-Tokita (JP) – microtonal koto / Nicola Hein – e-guitar, analog FX / Dominik Mahnig (CH) – drums, perkussion / Etienne Nillesen (NL) – prepared snare, foley / Philip Zoubek (AU) – prepared piano, moog / Sebastian Gramss – bass, composition / Christian Lorenzen – analog electronics, moog

Das internationale besetzte Tentett mit Gästen aus Australien, Japan, Neuseeland und Argentinien sowie den aktuellen WDR Jazzpreisträgern 2020 wurde auf dem Moers Festival als Newcomer des Jahres gefeiert – so klingt die „Musik 2020“: Melodisch – Avantgardistisch – Ultramodern… und doch zugänglich, ein ästhetischer Genuss.

Von ganz vertrauten Klängen ausgehend, wird die essentielle Anatomie von Musik behutsam zerlegt und in einer explodierenden orchestralen Vielfalt immer wieder neu in unerhörten Konstellationen zusammengesetzt.
Die zehn Musiker um Mastermind Sebastian Gramss kreieren einen unerwartet neuen Stil, für den erst noch ein Name gefunden werden muss…
Hier vereint sich die Crème de la crème des Jazz zu einem einzigartigen Ensemble: Die eingespielte Rhythmusgruppe – klangliche erweitert durch ein japanisches Koto, 2 analoge Synthesizer, Foley-Geräusche, FX Sounddesign und präparierte Snare, Klavier und Gitarre– erzeugen zusammen mit den drei phänomenalen Bläsern eine klanggewaltige Synthese.

´States Of Play´ erschafft eine unerhört vielschichtige und changierende Musik, die sich in einem organischen Fluss immer weiterentwickelt und sich in Realtime ständig selbst neu erfindet. Der Klang einer austarierten emotionalen und intellektuellen Balance – getragen von einem außergewöhnlichen Teamplay.

sebastiangramss.de/statesofplay

 

 

 

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Samstag   14. November '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Celebrating 60. Birthday Jürgen Kupke

jürgen kupkeMichael Thieke – alt clarinet / Gebhard Ullmann – bass clarinet / Jürgen Kupke – clarinet / Hannes Zerbe – piano / Uli Weber – trumpet / Antje Messerschmidt – violin / Horst Nonnenmacher – bass / Jörg Schippa – guitar / Willi Kellers – drums, special guest. / Hans Hassler – accordeon

„Denn die einen sind im Dunkeln, und die andern sind im Licht. Und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht“, dichtet Bertolt Brecht in seiner Dreigroschenoper. Liegt’s daran, dass Jürgen Kupke auch mit 60 Jahren nicht in der ersten Reihe der Jazzmusiker steht? Aber will er das überhaupt? Bescheidenheit ist entgegen gängiger Sprichworte eine Zier, die Menschen, die mit ihr leben, sympathisch macht.
Jürgen Kupke ist Klarinettist, Lehrer, Komponist … Eine komplette Aufzählung all seiner eigenen und Gastprojekte und der Tonträger, an denen er beteiligt war und ist, würde jede Laudatio sprengen. Projekte, Tourneen und Konzerte verbinden ihn mit zahlreichen nationalen und internationalen Musikern und Musikerinnen. Ernst-Ludwig Petrowsky, Phil Minton, Elliott Sharp, Lauren Newton, Uschi Brüning und viele andere schätzen ihn ebenso wie die Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln, an denen er Klarinette unterrichtet. Auf zahlreichen Festivals zwischen New York, Toronto, Moers und Berlin stand er auf der Bühne. Seit fast dreißig Jahren arbeitet er auch als Studio- und Theatermusiker.

Am ersten Abend seiner zweitägigen Geburtstagsparty spielt er in verschiedenen kleineren Formationen mit Hannes Zerbe, Gebhard Ullmann, Willi Kellers und weiteren Weggefährten – Überraschungen inklusive. Special Guest ist der Schweizer Akkordeonist Hanns Hassler, der seit mehreren Jahren an einer Hommage an die Urmusiker des Schweizer Ländlers arbeitet. Jürgen Kupke – immer für musikalische Experimente und Späße offen – komponierte mit Def Hantschke dereinsten ein „Gedödl in drei Sätzen“ für zwei Klarinetten, Titel: „Düdödldu“. Ob Hanns Hassler seine Klarinette dabei hat?

Jürgen Kupke bittet, von Geschenken abzusehen. Mitzubringen sind allein gute Laune, geputzte Ohren und Offenheit für Musik abseits des Mainstreams. „Alles hat seine Zeit“ heißt eine CD mit ihm und Hannes Zerbe. Höchste Zeit, diesen Ausnahme-Klarinettisten und seine Musik zu feiern. Auf der Bühne, im Lichte. Gratulation!

www.juergenkupke.de

 

 

 

 

 

 

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Sonntag   15. November '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Celebrating 60. Birthday Jürgen Kupke

 

HASSLER

jürgen kupkeHans Hassler – acccordeon
Gebhard Ullmann – bass clarinet
Jürgen Kupke – clarinet

Seit mehreren Jahren arbeitet Hassler an einer Hommage an einige der Urmusiker des Schweizer Ländlers: an Paul Kollegger, der weder Noten lesen noch seine Melodien aufschreiben konnte, der aber jede Session zum Kochen brachte, an Hans Fischer, den Schwyzerörgeler, genannt Grossmufti der Bündner Ländlermusik, an Luzi Brüesch und Kasi Geiser.

Hans Hassler ehrt seine Vorfahren, indem er ihre Musik neu interpretiert und auf eigene Weise weiterführt. In unterschiedlichen Kombinationen. die sich alle um das Akkordeon von Hans Hassler gruppieren, beteiligen sich Hasslers altbekannte Weggefährten.
intakt records

 

 

Kreuzberger- Klarinetten-Kollektiv

Theresa Janssen, Ines Koob, Eva Kroll, Lisa Schubert, Lea Wehde, Franz Knörnschild, Till Schwabenbauer, Jürgen Kupke – clarinet / Thorsten Müller- bass clarinet / Alma Neumann – bass / Ria Rother – drums

Das bedeutet: 10 cl + bcl + b + perc.
2009 gegründet, spielen wir Kompositionen unterschiedlichster Genres, die für dieses Ensemble komponiert beziehungsweise arrangiert wurden.

Klassische Musik hat ebenso ihren Platz wie Jazz und Klezmer. Im Jahr 2010 gastierte das Ensemble erfolgreich in Israel, 2014 erschien unsere erste CD „11„.
2019 wurde unsere zweite CD „schlönz“ bei kreuzberg records veröffentlicht. Höhepunkt war eine Releasetour nach Israel im Oktober 2019.
Kreuzberger- Klarinetten-Kollektiv

 

 

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Freitag   20. November '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Berlin Mallet Group
CD release „sogni d’oro“ Malletmuse Records

Berlin Mallet GroupDavid Friedman -vibraphon
Julius Heise – marimba
Hauke Renken – marimba
Raphael Meinhart – marimba
Taiko Saito – marimba

Die Berlin Mallet Group ist das einzige improvisierende Ensemble dieser Art. Die Mitglieder sind ehemalige Schüler von David Friedman, die inzwischen selbst zu vollendeten Vibraphonisten, Marimbisten und Künstlern geworden sind.
Sie alle spielen, komponieren und unterrichten. Das Ensemble spielt Kompositionen von David Friedman, Taiko Saito, sowie spontane Kompositionen, die im Moment entstehen.

Jeder Spieler bringt seine eigene künstlerische Persönlichkeit, sowie einen fortgeschrittenen Teamgeist ein. Die kombinierte kulturelle Identität spielt auch eine wichtige Rolle für den vielseitigen Klang der Kompositionen und Improvisationen.
Die Spieler repräsentieren Japan, USA, Deutschland und Österreich. Die Berlin Mallet Group hat gerade ihre erste CD fertig und stellt diese heute vor.

berlin-mallet-group

 

 

 

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Sonntag   22. November '20    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Andreas Willers 7 of 8
The Goldman Variations‘ von Andreas Willers

,THE GOLDMAN VARIATIONS‘Matthias Schubert – tenor sax
Florian Bergmann – alto sax, clarinet, bass clarinet
Nikolaus Neuser – trumpet
Andreas Willers – electric guitar
Meinrad Kneer – bass
Christian Marien – drums

Das exzellent besetzte Sextett 7 of 8 stellt Musik von der aktuellen CD ‚The Goldman Variations‘ vor.
Magie vs. Konvention – Seit 2013 besteht die Berliner Neuauflage des vielbeachteten Andreas Willers Octet aus den 90er Jahren.
Damals wie heute stehen den dicht und anspruchsvoll geschriebenen Themen expressive solistische und kollektive Improvisationen gegenüber, in denen es jenseits von einengenden Genre-Schubladen neben Wucht und Abstraktion um reine Musikalität geht, um überschäumende Spielfreude und gelegentlich auch mal um (selbst-)ironische Distanz.
Mit der für Andreas Willers typischen Offenheit werden Elemente von Jazz, Rock und Neuer Musik souverän mit freier Improvisation und manchmal auch einem texanischen Walzer verbunden.
Die sechs Musiker stellen die aktuelle CD für das Label Jazzwerkstatt mit dem Titel ‚The Goldman Variations‘ vor.
Die im Jahr 2000 erschienene CD ‚The Ground Music‘ des international besetzten Andreas Willers Octet mit u.a. dem französischen Violinisten Dominique Pifarély und US-amerikanischen Schlagzeuger Tom Rainey wurde seinerzeit vom Fachblatt Jazzthetik als ‚eines der besten 20 Alben, die je auf dem Münchner Jazzlabel Enja Records erschienen sind‘ eingeordnet.

Dreizehn Jahre später hat Andreas Willers ein Sextett aus hochkarätigen Berliner Musikern zusammengestellt, welches seither eine aktualisierte Version der damaligen Musik zu Gehör bringt und dabei auf zupackende Art zwischen ironischen Stilzitaten, kollektiver Klangforschung, Erweiterung von gewohnten Harmonik- und Intonationssystemen und lockerer Spielfreude agiert.

‚Wer einen innovativen Jazzgitarristen sucht, der sämtliche Tonfälle von Derek Bailey bis Bill Frisell beherrscht und dabei noch wagemutig geblieben ist, der wird in Deutschland bei Andreas Willers fündig. …Die Musik auf „The Goldman Variations“ ist eine mehrfach um die Ecke gedachte Komplexitätsmaschine, bleibt aber auch bei hakeliger Rhythmik immer druckvoll und macht, obwohl mit allen Wassern der Avantgarde gewaschen, immer viel Spaß.’
~ FAZ 29.6.20, Rolf Thomas

…der gelungene Versuch, mit Münchhausenscher Verwegenheit sich selbst aus dem beschissenen Sosein an den Haaren ins lustvollere Dasein zu ziehn, ja zu schleudern. ‘
~ Rigobert Dittmann, BadAlchemy 107

www.andreaswillers.de

 

 

 

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Freitag   27. November '20    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
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Potsa Lotsa XL

POTSA LOTSASilke Eberhard – alto sax
Taiko Saito – vibraphon
Johannes Fink – cello
Antonis Anissegos – piano
Kay Lübke – drums
Igor Spallati – bass
Gerhard Gschlößl –trombone
Nikolaus Neuser – trumpet
Jürgen Kupke – clarinet
Patrick Braun – tenor sax, clarinet

Was ist Jazz, und was kann Jazz sein? Die erste Frage muss nicht notgedrungen mit der zweiten verknüpft sein, aber die Berliner Saxofonistin Silke Eberhard beantwortet mit ihrer extragroßen Band Potsa Lotsa, beide Fragen auf einmal. Ihre Antworten sind komplex, und dennoch gehen sie ohne Umwege ins Ohr und bleiben im Kopf haften.

Diese Namen lesen sich nicht nur wie ein »Who Is Who« der derzeitigen kreativen Jazzszene von Berlin, sondern in ihrer Ballung sie sind zugleich Programm. Es handelt sich nämlich ausschließlich um Musikerpersönlichkeiten, die sich durch eine markante Signatur auszeichnen und diese auch dann in selbstbewusster Zurückhaltung behaupten, wenn sie sich in einen größeren Kontext einordnen. So wirken solistischen Exkurse nicht wie Alleingänge, sondern erscheinen als gruppendienliche Glanzlichter in einem kollektiven Prozess.

Silke Eberhard ist eine feinsinnige Mittlerin zwischen verschiedenen Aggregatzuständen aus Vergangenheit und Gegenwart, Sendern und Empfängern wie auch den Intentionen und Obsessionen von zehn Individualisten, die sie zielgerichtet in ihren Kompositionen vereint. Unaufdringlich und mit bemerkenswertem Einfühlungsvermögen stellt sie Spielfreude über Intellekt sowie Demut und Respekt vor dem Material über virtuosen Exhibitionismus.
»Es ist schon durchkomponierte Musik, aber es ist immer alles erlaubt und kann immer alles passieren«, erklärt sie fröhlich.

Silke Eberhards Musik ist genau das, was sie ist. Ihre Stärke beruht auf ihrer Unvoreingenommenheit. Wenn man diese Musik Free Jazz nennen will, dann nicht wegen ihrer strukturellen, sondern aufgrund ihrer inneren Freiheit.
Sie erhebt sich nicht über andere Musikformen, sondern bleibt mit den zwanzig Beinen der beteiligten Musikerinnen und Musiker auf dem Boden des Alltags.
Und genau mit dieser Haltung und deren konsequenter Ausfüllung mit Klangleben beantwortet sie nicht nur die Frage, was im Jahr 2020 Jazz ist, sondern was er darüber hinaus auch noch sein kann.

silkeeberhard.com/potsa-lotsa

 

 

 

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