Sonntag   10. Mai '26    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Trio Leimgruber-Demiere-Lehn + Tony Buck

Trio Leimgruber-Demiere-LehnUrs Leimgruber – soprano saxophone
Jacques Demierre – piano & amplified spinet
Thomas Lehn – analogue synthesizer
+ Tony Buck – drums / percussions

Das Trio mit Urs Leimgruber, Jacques Demierre und Thomas Lehn ist eine Fortsetzung des Quartetts, das mit dem Bassisten Barre Phillips die Kunst der freien Improvisation bis ins fast Unhörbare auslotet.

Ohne den frei swingenden Zen-Bass von Phillips wird die Musik noch entrückter, vergeistigter, andererseits auch klarer und ungemein transparent.
Die drei Musiker bewegen sich konzentriert und wagemutig wie die tollkühnsten Freikletterer in der Wand und legen Routen zurück, die in keiner App verzeichnet sind.

Wie sie das schaffen, wie es dort aussieht und wie es sich anfühlt, wie jeder von Ihnen genau das Nötige oder Überraschende beiträgt, damit die Musik unter Spannung bleibt: Das erweist sich nicht nur als Herausforderung, sondern immer wieder auch als ein Genuss für die Hörenden.

Klang um Klang können sie dieser musikalischen Imaginationen selber Teil des Prozesses werden.
Die ausgefeilte Klangkunst, das dynamische Spektrum und die Space-Architekturen auf diesem Trioalbum sind einzigartig.
~ Pirmin Bossart, JazzNMore

Heute als Gast mit dabei Tony Buck der als Experimentalist und Improvisator immer auch versucht selbst die äußersten Grenzen der Musik zu überschreiten.

 

Vorverkauf über Eventbrite


Unterstützt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Projektförderung Jazz

 

 

Montag   18. Mai '26    Einlass: 19:30  Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Kühlspot Social Club   [Lehderstrasse 74-79, 13086  Berlin-Weissensee]


Jazzkeller 69-Jam * Freebop/No Standards

uli gumpert

Foto: Schorle

directed by Willi Kellers  +  Assi

Opener:
Ulrich Gumpert – piano
Matthias Bauer – bass
Sunk Pöschl – drums

 

Backline: Calisia Flügel; Sonor AQ2 -Drum-Set; Gitarren Amp: Yamaha GI00-212ii; Roland Jazz Chorus JC-120, Hughes & Kettner ATS Sixty; Bass-Amp: Laney Linebacker 65

» Admission 5 € – Valid as a drink voucher for beginners at session
» Number of participants limited. Showing up on time, secures a place!

 

 

Donnerstag   21. Mai '26    Einlass: 19:30    Beginn: 20:00  -  Jazzkeller 69 zu Gast in
Kühlspot Social Club   [Lehderstrasse 74-79, 13086  Berlin-Weissensee]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

 

JayJayBeCE

Foto: © SchankFotografie

DIRECTION Leon Griese

REEDS

Felix Bromann – alto + sopran / Carolin Fröhlich – alto / Thies van Ballegooy & Jasper Spötter – tenor / Nils Marahrens – bariton

BRASS
Donat Kubrinski – trumpet / Elina Dalewski – trumpet / Bruno Eilers – trumpet / Jenny Habich – trumpet /
Kateb Marszolf – trombone / Jonathan Woodruff – trombone / Jan Ole Zabel – trombone

RHYTHM
Matteo Bettle – guitar / Benedikt Jung – piano / Roland Jurisch – bass / Rafael Röhl – drums

 

„Was ist richtig, was ist falsch im Jazz? Keiner kann’s dir sagen.
Zum Beispiel das von Leon Griese geleitete Orchester JayJayBeCe.
Ist das noch richtig, wenn sich diese Big Band nicht von wenigen Schreibern prägen läßt, sondern so viele Berliner Jazz-Komponisten wie möglich mit ins Improvisations-Boot nimmt?

Diese Big-Band ist als Impulsgeber für Berlins schreibende und spielende Jazz-Zunft unverzichtbar.

Entsprechend frech taucht das Orchester unter den Normen des Big-Band-Beamtentums weg – den Jazz-Rock des Miles Davis der achtziger-Jahre ebenso einbeziehend, wie modale Klangflächenspiele und wuchtige, rockige Ostinato-Kompositionen. Die Big-Band als multiple Persönlichkeit. Ein Gewinn.“
~ Tagesspiegel

saxart.de/jayjaybece

 

 

Samstag   27. Juni '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis


Faustkeil Ensemble

roland komitowRoland Komitow – reeds
Jörg Huke – trombone
Andreas Willers – guitar
Roland Fidezius – bass
Christian Marien – drums

Vom Faustkeil bis zur chirurgischen Gefäßklemme, vom Schlagwerk über die Saiten bis zu den Holz- und Blechblasinstrumenten, Werkzeuge und Instrumente beginnen dort, wo der Mensch mit seinen Körperfunktionen nicht mehr weiter kommt.

Sie vereinen Kreativität und Kraft und sind zu Metaphern geworden. Sie stehen sinnbildlich für das ERSCHAFFEN und FORMEN.
So wie auch dieses Ensemble. Eine Gruppe aus 5 Solisten, mit der Verpflichtung, die Musik in ihrer überschreitenden Wucht in alle erdenklichen und unvorstellbaren Sphären zu entsenden.

Das Publikum durchdringend und mitnehmend. Empfangsbereit!
Am Anfang war Klang, dann der Faustkeil, und am Ende wird vielleicht Stille sein.
Vielleicht…!?

 

 

Gulf of Berlin

Gulf of BerlinAntje Messerschmidt – violine
Gebhard Ullmann – reeds
Maike Hilbig – bass
Gerhard Gschlössl – trombone/tuba
Jan Leipnitz – drums

Michael Haves – electronic/live sound processing

GULF of BERLIN sind fünf Musikerinnen plus ein Sound Designer, die den Raum zwischen Improvisation und Komposition neu vermessen.
Was auf den ersten Blick wie spontane Klangentfaltung wirkt, offenbart sich als Musik, die zwar im Moment entsteht, aber durch die besondere Anordnung innere Logik trägt.

Jede einzelne akustische Stim¬me wird mit elektronischer Bearbeitung in Echtzeit verwandelt und den Musikerinnen als Spiegel zurückgeführt, sodass das Ensemble wie ein vielstimmiges Kollektiv wirkt: jedes Bandmitglied reagiert auf ein verfremdetes Ich.

So entstehen Klanglandschaften, die von schwebenden Ambient-Texturen über Noise-Gebirge zu Rhythmen von Prog-Rock-Visionären reichen.
Im Hintergrund schwingt die radikale Haltung der AACM mit, während die spirituelle Glut Albert Aylers aufflammt.

 

 

Samstag   11. Juli '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis


Willy Kellers – The Circle

The Circle © Cristina Marx Photomusix

© Cristina Marx Photomusix

Hans Peter Hiby – reeds
Rieko Okuda – piano
Meinrad Kneer – bass
Willi Kellers – drums

Mit The Circle hat Willi Kellers ein außergewöhnliches Projekt ins Leben gerufen, das musikalische Begegnung auf höchstem Niveau zelebriert.
Die Idee: Kolleginnen und Kollegen, mit denen er in den vergangenen Jahren auf Bühnen von Moers über Peitz und ganz NRW bis hin zu internationalen Festivals und Clubs zusammengearbeitet hat, in einem Kreis – einem „Circle“ – zu vereinen.

Im Zentrum steht die gemeinsame Leidenschaft für zeitgenössischen Jazz: eine Musik, die im Moment entsteht, getragen von Live-Komposition und radikaler Improvisation. Genau darin liegt ihre Kraft – denn Improvisation ist und bleibt die Seele des Jazz und unterscheidet ihn grundlegend von anderen Musikformen.

Alle Mitglieder des WK Circle sind international renommierte Künstlerpersönlichkeiten. Jede Musikerin und jeder Musiker bringt eine eigene, unverwechselbare Stimme ein – auf höchstem künstlerischem Niveau.
Was sie verbindet, ist ein gemeinsames Verständnis von Jazz als freier Kunstform: fernab von bloßer Reproduktion großer Vorbilder, hin zu einer lebendigen, offenen und stets überraschenden Klangsprache.

Publikum und Presse zeigen sich gleichermaßen fasziniert und oft auch erstaunt: Kaum zu glauben, dass diese dichten, komplexen musikalischen Strukturen ohne festgelegte Kompositionen entstehen – allein aus dem Moment heraus, aus Leidenschaft, Vertrauen und der Freude am gemeinsamen Spiel.
Der Musiker Luten Petrowski brachte es einmal auf den Punkt: Viele hätten vergessen, dass Jazz eine Kunstform ist. Im WK Circle wird genau dieser Gedanke eindrucksvoll Wirklichkeit.

 

 

Witold – Orchestrale Musik fürs Trio

WITOLDKalle Kalima – guitar
Uli Kempendorf – reeds
Moritz Baumgärtner – drums

Das Trio Witold mit dem Gitarristen Kalle Kalima, dem Saxophonisten Uli Kempendorff und dem Schlagzeuger Moritz Baumgärtner hat sein jüngstes Album „Witold Plays Lutosławski“ dem polnischen Dirigenten und Komponisten Witold Lutosławski gewidmet – oder besser gesagt, seinen Volksliedern, den „Melodie Ludowe„, entstanden in der Nachkriegszeit.

Es war im Jahr 2019, als Kalle Kalima eine Bearbeitung für Gitarre von Witold LutosławskisFolk Melodies“ zu einer gemeinsamen Session mit Moritz Baumgärtner und Uli Kempendorff brachte.
Die drei leben in Berlin und treffen sich regelmässig zum Jammen. Weshalb Kalle Kalima ausgerechnet auf Lutosławski kam, war eher dem Zufall geschuldet: „Ich bin plötzlich auf diesen faszinierenden Komponisten aufmerksam geworden und habe im Internet nach Noten gesucht, die wir fürs Jammen nutzen könnten.“

Er wurde fündig: Eine ganze Sammlung von Volksliedern aus den Vierzigern, arrangiert für klassische Gitarre. Das Trio sei auf Anhieb „von den spannenden harmonischen Ideen Lutosławskis“ beeindruckt gewesen, sagt Moritz Baumgärtner: „Als Jazzer haben wir diese Stücke genommen, darüber improvisiert und die Kompositionen mit Akkordsymbolen ergänzt.“
Dabei hätten sie nicht einfach nachgespielt, sagt Uli Kempendorff, „vielmehr haben wir dazugetan, was uns eingefallen ist. Damit haben wir die Grundlage für unsere eigenen Arrangements geschaffen.

Diese Arrangements testete das Trio dann bei verschiedenen Konzerten. Dabei stellte es bald fest, dass womöglich auch Werke von Komponisten passen würden, die eine ähnliche musikalische Sprache sprechen und aus einem ähnlichen musikalischen Zeitraum stammen würden.
Also Komponisten, die die Zeit ab Ende des Ersten Weltkriegs bis Ende der 1940er-Jahre abdecken.
Kalle Kalima: „Wir stießen auf Stücke des ungarischen Komponisten Béla Bartók und dem russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. Insbesondere Streichkonzerte, die wir in der Folge umarrangierten.“ 
Diese Transferleistung sei keineswegs einfach gewesen und habe etliche Zeit in Anspruch genommen, gibt Kalima zu. Ein Beispiel: „Schostakowitschs String Quartets auf Gitarre, Saxophon und Gitarre auszurichten, war superschwierig. Da alles in C-Moll ist, musste ich die tiefste E-Saite meiner Gitarre auf C herunterstimmen.“

Die Pandemie gab ihnen jedoch die Chance, sich in diese aufwändige Arbeit zu vertiefen. Sie schrieben die Stücke so um, dass sowohl die zugrunde liegende musikalische Information als auch die Visionen des Trios sichtbar wurden. „Wir waren am Ende selbst überrascht, wie die ursprünglichen Stücke nach unserer Überarbeitung klingen würden – es war eine Entdeckungsreise“, so Uli Kempendorff.
„Im Prinzip haben wir dieselbe Arbeit gemacht, wie unsere Komponisten: Sie haben Volkslieder genommen und neu arrangiert. Und wir nehmen jetzt ihre Arrangements, schreiben sie um und improvisieren.“

Und weil das Ensemble den Fokus auf die Improvisation stellt, ist das Album „Witold Plays Lutosławski“ als Momentaufnahme zu betrachten, „schließlich kann aus den Grundlagen bei den Konzerten immer etwas Neues entstehen„, betont Moritz Baumgärtner.
Das sei so gewollt und Konzept dieses Ensembles, das keinen Bandleader kennt.
Kalle Kalima: „Auch wenn ich damals die Musik von Lutosławski ins Spiel gebracht hatte, arbeiten wir alle gleichberechtigt zusammen und diskutieren über die Umsetzung. Auch bei den Improvisationen bringen sich alle ein. So wie es für jeden passt.“

 

 

Samstag   25. Juli '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis


The Cricket

The CricketRudi Mahall – bassclarinet/tenor saxofone
Felix Wahnschaffe – alto saxofone
Rodolfo Pacapelo – bass
Jan Leipnitz – drums

Paccapelo & Wahnschaffe hatten einen Packen ihrer handgeschriebenen Eigenkompositionen fertig und suchten nach einem Medium, um das im Inneren Gehörte in die Realität zu bringen.
Sie riefen Mahall & Leipnitz in den Probenraum und legten die Notenblätter auf einen einzigen Notenständer, den sich alle teilten.
Stück um Stück wurde eingezählt, Ballade, Up-tempo, freiere Form, Blues mit ungewöhnlicher Akkordfolge, auch ein bisschen Krummtakt war dabei.

Alles schwang, klebte sich zusammen – der Raum füllte sich ganz wie von selbst mit musikalischer Farbe und Wärme. „Ok“, sagten sich die Vier, das läuft gleich und ohne viel Gebastel.
Eine totale Überraschung war das natürlich nicht, die vier Musiker hatten in ihren respektiven Karrieren schon des Öfteren die Gelegenheit, in verschiedenen Kontexten zusammen zu musizieren.
Jedoch war die Leichtigkeit, mit der hier ein Bandsound entstand, bemerkenswert.

 

 

Dan Blake Quartet

Dan Blake

Photo: Christopher Drukker

Dan Blake – reeds
Elias Meister – guitar
Jan Roder – bass
Joe Hertenstein – drums

Der Saxophonist und Komponist Dan Blake blickt auf eine vielseitige Karriere zurück, in der er „Tradition als einladenden Spielplatz betrachtet, dem man sich am besten mit Staunen und Abenteuerlust nähert“ (The Boston Globe).
Er tourte und nahm mit Größen des Jazz und der zeitgenössischen Musik wie Esperanza Spalding, Julian Lage und dem NEA Jazz Master Preisträger Anthony Braxton auf und veröffentlichte eigene, von der Kritik gefeierte Alben, die als „perfekter Soundtrack für eine bessere Welt“ (Monarch Magazine) gepriesen wurden.

Sein jüngstes Werk, „Got My Wings“, ist eine Ballettmusik, die 2025 bei Ahyaropa Records erschienen ist und ihm ein Stipendium der New York Foundation for the Arts einbrachte.

Für dieses Konzert bei Jazz am Kaisersteg präsentiert Dan Blake neue Kompositionen aus seinem wachsenden Werkzyklus „Sages and Fools“.
Die Musik vereint elektronische Klanglandschaften, experimentelle modale Kompositionen und jene Art von spontanem Zusammenspiel, die nur mit erfahrenen Improvisatoren wie Elias Meister, Jan Roder und Joe Hertenstein möglich ist.

 

 

Samstag   8. August '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis


Peter Ehwald & Scubert Four

Peter Ehwald & Scubert Four

Foto: Beat Haberschmidt

Peter Ehwald – reeds
Thomas Dabrowski – trumpet
Matthias Pichler – bass
Ivars Arutyunyan – drums

Der in Berlin lebende Saxophonist Peter Ehwald hat für sein neues Quartett „Scubert Four“ eine Reihe musikalischer Aufrufe komponiert.
Diese eigenständigen, komponierten musikalischen Zellen rufen zum Handeln auf – zur Improvisation, zur Interpretation und zur Kommunikation.

Die Musiker, die Ehwald’s call for action folgen, gehören zu den Interessantesten der europäischen Szene. Zusammen mit seinem langjährigen Partner aus Malmö, dem Trompeter Tomasz Dąbrowski, bildet Ehwald die Frontline – die beiden Musiker harmonieren hervorragend miteinander und sind als Solisten äußerst spannende Gegensätze.

Getragen wird dieses energiegeladene Wechselspiel von einer kraftvollen Rhythmusgruppe: Bassist Matthias Pichler und Schlagzeuger Ivars Arutyunyan, beide feste Größen der Berliner Szene, verleihen der Musik Dynamik, Tiefe und unbedingten Vorwärtsdrang.
Scubert Four ist ein kompromissloser Appell, in den Club zu gehen – der diesmal am Kaisersteg liegt!

 

 

Helicopter

Foto: Rabbit Hole Theater

Helicopter

Peter van Huffel – saxofone
Roland Fidezius – bass
Simon Carmatta – drums

Helicopter ist ein energiegeladenes Trio, das an der Schnittstelle von Jazz, Punk, freier Improvisation und rohem Klangchaos abhebt.
Mit Peter Van Huffel (Saxophone), Roland Fidezius (Bass) und Simon Camatta (Schlagzeug) verbindet die Band das brennende Feuer der Berliner Underground-Szene mit der kreativen Dynamik des Ruhrgebiets.

Entstanden aus einem spontanen Treffen im Rabbit Hole Theater (Essen) im Januar 2024, ist Helicopter eine explosive Fusion aus Melodie, Lärm, Groove und furchtloser Improvisation.

Während Peter und Roland – langjährige Mitstreiter im Thrash-Jazz-Trio Gorilla Mask – ihren Sound in unerforschtes Klangterritorium vorantreiben, bringt Simon, eine treibende Kraft in der Avantgarde-Szene NRWs, seine unverwechselbare rhythmische Intensität ein.
Das Ergebnis: eine unvorhersehbare Reise – manchmal turbulent, immer elektrisierend.

 

 

Samstag   22. August '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis


Für Hannes – zum 10. Todestag von Johannes Bauer

 

Conny Bauer

Foto: Lena Panzer-Selz

Conny Bauer – trombone
Nils Wogram – trombone
Helmut Joe Sachse – guitar
Joe Hertenstein – drums

Am 6.5.2016 ist mit Johannes Bauer ein bedeutender Vertreter der europäischen improvisierten Musik verstorben.

An diesem Samstag wollen wir noch einmal nach der April-Veranstaltung im Peter Edel an ihn erinnern. Dazu werden Conny Bauer, Nils Wogram, Helmut Joe Sachse und Joe Hertenstein in unterschiedlichen Duo-Besetzungen und zum Abschluss als Quartett spielen.

 

Duo Conny Bauer – Nils Wogram

Nils Wogram

Foto: Michael Debets

Conny Bauer gilt als Meister der melodischen Improvisation auf der Posaune. Seine Musik umfasst ein weites Spektrum an Klangfolgen und Melodien, bei denen er seine ganz eigenen Tonschöpfungen, von John Corbett als „Conradismen” bezeichnet, einsetzt.
Conny Bauer glänzt mit seiner herausragenden Technik auf der Posaune, seiner Virtuosität und seinen improvisatorischen Einfällen.

Der Posaunist Nils Wogram ist einer der spannendsten und produktivsten Musiker der deutschen Jazzszene mit internationaler Strahlkraft.
Seine Musik wurzelt tief in der Tradition des Jazz. Dennoch versucht er diese Sprache zu erweitern, indem er musikalische Materialien verwendet, die nicht aus dem Jazz kommen. Dazu gehören andere Formen von Rhythmus, Form sowie melodischem und harmonischem Material.
Nils Wogram bildet hier ein Duo mit dem legendären Posaunisten Conny Bauer. Sie spielen freie, improvisierte Musik mit einem ausgeprägten formalen Anspruch.

 

Duo Nils Wogram – Joe Sachse

Joe Sachse

Foto: Schorle

NILS WOGRAM JOE SACHSE DUO – FREIES GERÖLL
Wie kommt es, dass das alles selbstverständlich, so freundlich, freudig und mitreißend wirkt… Wohl so nur, weil sich hier zwei Wahlverwandte getroffen haben.
Beide – Nils Wogram und Helmut „Joe“ Sachse – sagen übereinstimmend, dass sie sich im Fluss dieses Duospiels wohl fühlen.
Das merkt man an der Wärme des Klanges, an der Leichtigkeit, mit der sie zueinander finden, in den Entsprechungen – sei es in rasanten Unisoni, im Mit- und Gegeneinander melodischer Linien, im souveränen Gang durch die Akkorde und im Parcours über vertrackte Rhythmen. Letztlich wirkt alles ganz einfach, unangestrengt, intellektuelle Erwägungen hinter sich lassend, im besten Sinne spielfreudig, einander und den Zuhörenden zugeneigt.
Die Musiksprachen finden zueinander und die Instrumente zu einem gemeinsamen Klang.

 

Joe ² – Joe Sachse und Joe Hertenstein

Joe Hertenstein

Foto: Harald Krichel

Der Gitarrist Joe Sachse spielt schon seit vielen Jahren im Duo mit unterschiedlichen Schlagzeugern – so mit Baby Sommer, Ernst Bier und mit John Marshall (Soft Machine), mit dem Sachse viele Jahre arbeitete und der 2023 leider verstarb.

So versteht er auch neue Duo mit Joe Hertenstein: „Freies Spiel als Grundlage, aber auch rhythmische Strecken mit Standards oder Lieder usw . Mit David Moss, Paul Lovens, Wolfram Dix, Ernst Bier, Baby Sommer und auch mit John Marshall hat das wunderbar funktioniert.“
Die Begegnung mit Joe Hertenstein ist Fortsetzung dieses Konzepts.

Joe Hertenstein ist ein Schlagzeuger, der sowohl in der deutschen Jazzszene als auch in der amerikanischen Jazzszene bestens vernetzt ist. Er war und ist beim Jazzkeller 69 mit vielen interessanten Formationen vertreten.

 

C. Bauer/N. Wogram/J. Sachse/J. Hertenstein

Johannes BauerZum Abschluss spielt ein Quartett, das so noch nie öffentlich zusammengespielt hat.
Ein Quartett, das vielleicht von der Instrumentierung ein bisschen an die legendäre Formation Doppelmoppel erinnert, aber musikalisch andere Töne anschlägt.

 

 

Samstag   5. September '26 - Jazzkeller 69 päsentiert - 16 Uhr:
Alte Kita   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg - draußen & gratis


Pallawatsch

Paul Schwingenschlögl

Photo: Arthur Bauernfeind

Roland Komitow – reeds
Jan von Klewitz – alto saxofon
Donat Kubrinski – trumpet
Paul Schwingenschlögl – flugelhorn/trumpet
Thomas Finke – piano
Tom Kessler – guitar
Omar Diop – voice/percussion
Kubi Kubach – bass
Denis Stilke – drums

Pallawatsch“ kann als launiges Fazit einer musikalischen Autobiografie verstanden werden, dass der österreichische Wahlberliner Paul Schwingenschlögl zieht.
Der Trompeter und Komponist, dessen Markenzeichen, das leichthändige Ineinander verschiedener musikalischer Genres und ethnischer Einflüsse ist, unternimmt einen Streifzug zu einigen seiner früheren Bands wie Counterblast, Takabanda, Helmut Forsthoff Quartett und African Chase Experience.
En passant arrangiert er – nicht ohne Schmäh, wie es sich für einen gebürtigen Wiener geziemt – quasi ein neualtes Programm und ein altneues Ensemble.
Mit diesem präsentiert er alte Werke in neuer Besetzung und maßgeschneiderte neue Kompositionen. Schwingenschlögls unverwechselbare Kompositionen und die virtuosen, leidenschaftlichen, fantasievollen Interpretationen und Improvisationen seiner Mitmusiker schaffen einen ungestümen, vibrierenden Sound, der zwischen Vitalität und Melancholie oszilliert.
Komplexe Arrangements gehen über in offene Improvisationen, wuchtige Bläserklänge werden unterlegt von afrikanischen Rhythmen und treibenden Beats.

 

 

ABSOLUTELY SWEET MARIE

ABSOLUTELY SWEET MARIEAlexander Beierbach – tenor saxofon
Stefen Faul – trumpet
Anke Lucks – trombone
Gerhard Gschlößl – tuba
Christian Marien – drums

Das 2012 als Quartett gegründete Ensemble spielt seit dem Frühjahr 2022 im Quintett. Fünf InstrumentalistInnen, verwurzelt in Jazz und improvisierter Musik, verarbeiten auf ihre Weise das umfangreiche Werk Bob Dylans.

In der Besetzung vier Blasinstrumente plus Schlagzeug entsteht dabei ein Spektrum an Klangfarben und Grooves: feingliedrige, kammermusikalische Momente werden von dichten Kollektivimprovisationen abgelöst, Brass-Band-Klänge stehen einem Gefecht aus polyphonen Überlagerungen gegenüber.
Einige der ausgewählten Dylan-Songs werden von ABSOLUTELY SWEET MARIE in ihrem Ganzen für die Besetzung arrangiert, wobei die Songs in eine rein instrumentale Form übertragen werden. Oft werden aber auch nur Bruchstücke einer bestimmten Dylan-Aufnahme oder der Interpretation anderer KünstlerInnen übernommen und dienen, in einen neuen musikalischen Kontext gestellt, als Ausgangsmaterial für eigenständige Kompositionen.

Das 2020 veröffentlichte Album „Wherever You Roam“ ist die dritte CD der Band (damals noch im Quartett, ohne Tuba) auf dem musikereigenen Label TIGER MOON RECORDS und versammelt Stücke aus ganz unterschiedlichen Schaffensphasen Dylans.

Neben Arrangements, die relativ neu im Programm sind, finden sich dabei einige Stücke, die die Band schon auf zahlreichen Konzerten immer wieder gespielt und bearbeitet hat.
Auch dadurch ist „Wherever You Roam“ eine gelungene Momentaufnahme und Zeugnis der lebhaften und risikofreudigen Spielhaltung des Ensembles ABSOLUTELY SWEET MARIE.

 

 

 

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