Archiv 2021

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Samstag 19. Juni '21 - jazzkeller 69 stellt vor - 16 Uhr:
Freiluft Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Heike Dunker Berlin-Trio

Heike DunckerHeiko Kulenkampff – piano
Daigo Nakai – bass
Heike Duncker – drums

Die federführende und namensgebende Schlagzeugerin dieses Trios, Heike Duncker, kommt aus Bonn, ihre beiden Begleiter sind in Berlin zuhause.
Der Pianist Heiko Kulenkampff ist ein guter Bekannter des Jazzkellers 69, hat er doch in der Vergangenheit immer wieder im Rahmen der Free Sessions begeistert.
Bandleaderin Duncker ließ sich während ihres Studiums von Jazz-Ikonen wie Terri Lyne Carrington, John McLaughlin und dem Dave Holland Quintett inspirieren, gleichzeitig beschäftigte sie sich mit der klassischen Moderne, namentlich Messiaen und Schönberg.

Seit Ende der Neunziger ist Duncker in stilistisch unterschiedlichen, meist eigenen Projekten aktiv; ihr Trio bewegt sich hauptsächlich auf dem Terrain des Modern Jazz, zuweilen lassen sich aber auch andere, globale Anklänge ausmachen, etwa an die lyrische Melodik der Kapverden oder an Tango.

Kontrabassist Daigo Nakai stammt aus Japan und zog 2003 zum Studium nach Melbourne.
In den folgenden Jahren engagierte er sich in diversen Bands, von Rock über Elektronischer Musik bis zu freier Improvisation, auf letzterer liegt mittlerweile sein Fokus.

www.heike-duncker.de
www.daigonakai.com

 

 

 

Bubu

BuBuPaul Engelmann – alto sax
Ben Lehmann – bass
Martial Frenzel – drums

CD release „space marx maus“

Ein junges, dynamisches Trio, das sich auf die Tradition des akustischen Jazz bezieht, dessen Ideen aber weit über „klassische“ Stilistiken hinausgehen.
Die eigenen Kompositionen und Improvisationen basieren mal auf Grooves, die gerne durch Breaks verwirbelt werden, mal sind sie relativ frei angelegt, mit offenen, aber nie völlig aufgelösten Strukturen. Stimmungen wechseln von atmosphärisch über lauernd bis beinahe aufbrausend.

Unlängst hat Bubu ein neues, bislang noch nicht veröffentlichtes Album eingespielt, das mit transparentem, direktem Klang unmittelbar anspricht.
Melodische Passagen und überraschende Wendungen, spielerisch-vertrackte Rhythmik und Freude an Details sorgen für Spannungsbögen und Hörvergnügen.

Die Wurzeln des Trios liegen zum Teil in Saarbrücken, denn dort begegnete der Berliner Bassist Ben Lehmann (*1990) im Rahmen seines Studiums dem agilen, energiegeladenen Schlagzeuger Martial Frenzel. Darüber hinaus ließ sich Lehmann von dem Posaunisten Christof Thewes (siehe 3. Juli) inspirieren, der wiederum durch seine verschiedenen Projekte auch in der Hauptstadt bestens bekannt ist.
Bubus führende Stimme, Alt-Saxophonist Paul Engelmann, pflegt einen erdigen, vollen, zuweilen angerauten Ton und ist bereits in Projekten mit John Schröder und Alexander von Schlippenbach aufgefallen.

bubu

 

 

 

Didrik Ingvaldsen Ensemble

Didrik Ingvaldsen

Radim Hanousek, Paul Engelmann – saxes
Didrik Ingvaldsen, Nikolaus Neuser – trumpets
Johannes Lauer – trombone
Rieko Okuda – piano
Jan Roder – double bass
Michael Griener – drums

Zwei renommierte Berliner Bläser, Nikolaus Neuser und Johannes Lauer, spielen inmitten dieser ebenso neuen wie internationalen Band.
Ihr Leiter ist der norwegische Trompetenvirtuose Didrik Ingvaldsen, der zuletzt im Januar 2020 im Industriesalon Schöneweide (im Quartett) zu erleben war, schon damals mit der japanischen, weitgereisten und ebenfalls fest in Berlins freier Szene verwurzelten Pianistin Rieko Okuda.

Seit Jahren gehören Marian Friedl, Dag Magnus Narvesen und Radim Hanousek zu Ingvaldsens norwegisch-tschechischem NOCZ Quartett, das bereits 2015 mit vier weiteren Musikern zum Orchestra erweitert wurde.
Ein Überqueren geografischer Grenzen ist für die Musiker offenbar ebenso selbstverständlich wie das Ignorieren stilistischer Schlagbäume.
Kaum vorhersehbar pendeln die Stücke des Oktetts zwischen sattem, farbenreichem Sound und kompakten Passagen, zwischen intellektuellem Anspruch und spielerischem Spaß.
Coronabedingt ist eine Berliner Lösung vorgesehen,  falls ihre die ausländischen Musiker nicht reisen dürfen.

didrikingvaldsen.no

 

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Donnerstag 10. Juni '21    -    Einlass: 18:30     Konzert: 19  -  21 Uhr
Bühne am Kaisersteg    [Hasselwerderstraße 22A]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Im Rahmen der Jazzwoche Berlin 2021

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Sebastian Lange – alto, sopran / Felix Broman – alto / Aaron Klenke, Gabriela Solovyova – tenor / Yannic Rösch – bariton, bass clarinet
BLECH
Tobias Knebel , Elina Dalewski, Kelly O´Donnohue, Juri Bell – trumpet / Laszlo Griese, Johann Giesecke, Jan Uwe Zabel, – trombone / Milena Mette – tuba
RHYTHMUS
Ettore Marangon – guitar / Ron Fabian – piano/ Conrad Steinhoff – bass / Tobias Heise – drums

saxart.de

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Samstag 5. Juni '21 - jazzkeller 69 stellt vor - 16 Uhr:
Freiluft Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Silke Eberhard Trio

SILKE EBERHARD TRIO

Silke Eberhard – alto sax, bass clarinet
Jan Roder – bass
Kay Lübke – drums

Seit vielen Jahren wird Silke Eberhard über Deutschlands Grenzen hinaus als Saxophonistin und Bandleaderin gefeiert.

In einem Porträt des New Yorker Magazins Downbeat war 2010 über ihr Trio zu lesen: „In dieser hochkarätigen Besetzung präsentiert Eberhard ihre eigenen Kompositionen, die im hart swingenden Post-Bop wurzeln und ihr dennoch große Freiheiten lassen.“
2017 erhielt Eberhard den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für ihr Trio-Album The Being Inn, 2020 wurde sie mit dem vom Land Berlin und dem RBB vergebenen Jazzpreis Berlin geehrt.
In der Begründung 2017 hieß es: „Das Album gleicht [einem] Ort, an dem die moderne Jazztradition im Raum schwebt und im gemeinschaftlichen Spiel neu ausgeformt wird. Dabei sind die Fenster weit geöffnet, so dass sich bei allen Reminiszenzen an die Geschichte dieser Musik ein beglückendes Gefühl von Freiheit einstellt. Jan Roder am Kontrabass und Kay Lübke am Schlagzeug weben ein spannendes Beziehungsgeflecht und treten als Gesprächspartner der Bandleaderin wie auch selbst als Solisten hervor, so dass ein vielfältig ausdifferenzierter Trioklang entsteht, der sehr eigen ist und zugleich vertraut anmutet.“

Das Konzert von Silke Eberhards Trio zur Eröffnung der diesjährigen Saison am Kaisersteg ist einer von vier Auftritten der herausragenden Musikerin in diesem Jahr im Kaisersteg-Programm.

silkeeberhard.com

 

 

7 of 8 – ‚Goldman Variations‘

7 of 8Matthias Schubert – tenor sax
Martin Klingeberg – trumpet
Florian Bergmann – alto sax, clarinet, bass clarinet
Andreas Willers – guitar
Meinrad Kneer – bass
Rudi Fischerlehner – drums

Der hintersinnige Humor des Gitarristen Andreas Willers zeigt sich schon im Namen seiner Band.
Gegen manche Erwartungen handelt es sich bei 7 of 8 um ein Sextett und natürlich sind die Goldman Variations keine Adaption von Bachs Goldberg-Variationen.
Vielmehr besteht das aktuelle Repertoire aus gewitzten Kompositionen Willers‚, die in der FAZ als „vielschichtige Maschine der Komplexität, die trotz vertrackter Rhythmen kraftvoll bleibt“ beschrieben wurden.

Ferner wird der mehrfach ausgezeichnete Willers (SWF Jazzpreis, Preis der Deutschen Phonoakademie) auch international als eine der interessantesten Gitarrenstimmen Europas gelobt. Auch wenn er rein akustisch spielt, kombiniert Willers verschiedene kontrastierende Techniken und kreiert dadurch individuelle, variable Klangwelten von großer Bandbreite. Klangorientiert denken natürlich auch seine Partner bei der Mehrgenerationen-Band 7 of 8.
Matthias Schubert (*1960) spielte u.a. neben dem legendären Albert Mangelsdorff und mit Frank Gratkowski (siehe 31. Juli), wurde mit dem SWR Jazzpreis und dem Hessischen Jazzpreis geehrt.
Florian Bergmann (*1984) wechselt in unterschiedlichen Konstellationen zwischen freier Improvisation, Neuer Musik und Bühnenstücken. Näheres zu Martin Klingeberg siehe phon-O-rama am 3. Juli.

www.andreaswillers.de
jazzthing.de/review

 

 

Oloyé Dez

Oloyé DezEutália de Carvalho – voca
Katrin Wahl – guitar
Tobias Zerbe – trumpet / Andreas Reifgerst – alto sax
Julius Hopf – trombone / Leonie Freudenberger – bar sax

Ron Fabian – piano
Horst Nonnenmacher – bass
Tom Batera – percussion / Rainer Winch – drums

Wer Open Air-Konzerte gedanklich mit internationalen Rhythmen und Klängen verbindet, wird an diesem Tentett Freude haben.

Oloyé Dez vereint, so die Selbstbeschreibung, „brasilianische Grooves und Texte mit der überbordenden Spiellaune des Jazz, der spontanen freien Improvisation und möchte so an die Traditionen eines Charles Mingus, Sun Ra, Hermeto Pascoal und Fela Kuti anknüpfen.“
Das Ensemble entstand 2017 aus der Fusion von Oktopuzzle, dem Sextett des profilierten, in vielen Formationen aktiven Bassisten Horst Nonnenmacher, und der Band Oloyé um die brasilianische Sängerin Eutália de Carvalho.

Das Repertoire besteht aus eigens für die große Besetzung arrangierten Songs de Carvalhos; neben Spiel- und Improvisationsfreude ist Oloyé Dez auch ein politischer Anspruch in der Musik wichtig.
Er vermittelt sich beispielsweise in den Songtexten und darin, allen Musizierenden größtmöglichen Freiraum zu lassen. Die Ernsthaftigkeit dürfe aber unterhaltsam sein, sagt die Band, angelehnt an die Devise „Jazz is the teacher, groove is the preacher“.

oloye-dez
oloyedez pdf

 

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