jazzkeller 69 e.V.

Mittwoch 7. Mai 2014




 

Jazz an der Lohmühle XII
Kultursommer im Treptower Norden

21. Juni – 16. August 2014
jeweils 19 – 22 Uhr draußen & gratis

Die Nichtregierungsorganisation SODI informiert auch in diesem Jahr an einem Infostand über seine entwicklungspolitische Arbeit und sammelt Spenden für eines seiner Projekte in Vietnam.
Durch die Erlöse erhalten arbeitslose Frauen mit und ohne Behinderung eine berufliche Ausbildung.
(www.sodi.de)

Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstr. (am Landwehrkanal)
( S-Bhf. Treptower Park / U-Bhf. Görlitzer Bhf. / Bus 194, 171, 147, 265 )
Kulturbanausen e.V. in Zusammenarbeit mit Jazzkeller 69 e.V. und Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick

Jazz an der Lohmühle ist auch in diesem Sommer ein lohnenswertes Pilgerziel für musikinteressierte Berliner und ihre Gäste.
Draußen und gratis werden in der romantischen Umgebung des Wagendorfes Lohmühle am Landwehrkanal in Berlin-Treptow wieder international anerkannte Berliner Solisten und Ensembles Musik zwischen moderner Folklore und zeitgenössischem Jazz vorstellen.

Der Jazzkeller 69 e.V. als Veranstalter kann in diesem Jahr auf 44 Jahre Jazz in Treptow zurückblicken. Unterstützt werden die Konzerte vom Kulturamts des Bezirksamts Treptow-Köpenick und dem Kulturbanausen e.V.

[vimeo 11037831]

Jazz an der Lohmühle 2014 – Jazz verbessert ernsthaft Ihre Laune!

Man mag darüber diskutieren, wie weit sich die Grenzen von Jazz Musik ausloten lassen: Was ist Jazz oder schon nicht mehr?
Oder ihn gleich ganz totsagen. Fakt ist jedoch, dass der Jazz lebendiger ist denn je, das beweisen neue Jazz Festivals und Clubs, die andernorts, aber gerade auch in Berlin in der letzten Zeit entstanden sind und immer mehr Zuhörer finden.
Das verwundert kaum, denn eine junge Generation von Musikern und Publikum definiert den Jazz für sich neu, ganz ohne Scheuklappen und Stilfragen.
Und Berlin gilt vielen als DIE Jazz-Hochburg in Deutschland, mit einer äußerst umtriebigen und lebendigen Szene, die Musiker aus aller Welt anzieht.

Das, was mich selbst immer wieder an Berlin fasziniert, ist seine vielfältige Kiezkultur.
Auch nach zwanzig Jahren in der Hauptstadt staune ich, wie sehr diese Stadt sich immer wieder verändert und neu erfindet.
Jeder Bezirk hat seinen eigenen Klang, seine eigenen Farben, Düfte und Sprachen. Es lohnt sich – auch als Berliner – auf Entdeckungstour in der eigenen Stadt zu gehen. Verlässt man die gewohnten Pfade, sind Überraschungen garantiert – gleich um die Ecke.
Darin liegt der große Reiz unserer Stadt.

Eine Entdeckung ist auch die Konzertreihe „Jazz an der Lohmühle“, die für mich ein ganz typisches Beispiel für Berliner Kiezleben und Geschichte  ist.
Alljährlich im Sommer verwandelt sich das Wagendorf an der Lohmühle, zwischen Treptow und Kreuzberg auf dem ehemaligen Mauerstreifen gelegen, in einen grandiosen Open-Air Jazzclub.
Wagenburg und Jazz geht das zusammen? Und ob!

Als der Jazzkeller69 im Jahr 2002 nach wechselvoller Geschichte aus seinem alten Domizil, dem ehemaligen Kreiskulturhaus Treptow, ausziehen musste, klang es eher wie eine Schnapsidee, als das Bezirksamt Treptow-Köpenick vorschlug, an die Lohmühle zu ziehen.
Auch das ist typisch Berlin: kreativ querdenken, manchmal (leider nicht oft genug) geht es ganz unbürokratisch und unkompliziert.
Mittlerweile findet die Konzertreihe seit zwölf Jahren an der Lohmühle statt und erfreut sich großer Beliebtheit bei Musikern und Publikum, was sowohl am exzellenten Programm, aber auch an der entspannten Atmosphäre des Ortes liegt.

Für die fünf  Konzertabende hat das Team vom Jazzkeller 69 wieder ein höchst spannendes Programm zusammengestellt, mit einem hervorragenden Line-up aus lokalen und internationalen Musikern, die auf persönliche Weise mit Berlin verbunden sind.
Einige Musiker sind gleich in mehreren Formationen zu hören. Eine wunderbare Möglichkeit, die musikalische Vielfalt eines Künstlers kennen zu lernen.
Andere stellen ihre neuen Projekte vor. Und wieder andere geben ihr Debüt. Schubladen werden hier keine aufgemacht.
Hier wird leidenschaftlich und neugierig Musik gemacht.
In Abwandlung eines bekannten Aufklebers auf den Zigarettenschachteln las ich neulich einen interessante Variante: Jazz verbessert ernsthaft Ihre Laune!
In diesem Sinne: Hören Sie ganz viel Jazz, an der Lohmühle und anderswo!
~ Anne Katrin Hülsmann

 

 

 

 

 

Sonntag 2. Februar 2014


Nun auch in Berlin:
Free-Jazz in der DDR – Weltniveau im Überwachungsstaat
23.01.2014 – 21.02.2014

 Einladung: Free-Jazz in der DDR

Einladung: Free-Jazz in der DDR

 

 

Freitag 10. Januar 2014


Wir trauern um Roy Campbell.

Am vergangenen Dienstag kam Roy nicht zu einer Probe und war auch telephonisch nicht erreichbar…Später fand man ihn tod in seiner Wohnung.

Roy war grade mal 61 Jahre alt geworden.

Roy Campbell war dem Jazzkeller 69 durch viele Konzerte eng verbunden.
Wir werden ihn vermissen.

roy campbell

 

 

Samstag 18. Mai 2013


Peter Jimi Metag ist am vergangenen Sonntag gestorben.
Ohne ihn ist Jazz, insbesondere in der DDR, kaum zu denken.
Danke Jimi für tausende organisierte Konzerte!

Jimi Metag ©Saischowa~ Jimi Metag im Gespräch mit Ingo Bauer (1994) PDF

Wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, in der deutsch-sorbischen Niederlausitz liegt die Kleinstadt Peitz.
Seit 1973 fand hier mehrmals jährlich, Jazzkonzerte mit westeuropäischen Musikern statt.
Zu Beginn der 80er Jahre wurden die Open-Air-Konzerte zum seinerzeit größte Jazzfestival der DDR.
Wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung des zeitgenössischen Jazz in Europa, wurde es seinerzeit vom SED-Regime verboten.
Fast 30 Jahre später rief der Förderverein jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg das Festival neu ins Leben und realisiert 2013 seine 50. Ausgabe.

Anlässlich dieses Jubiläums wird an mehreren Spielorten in der ganzen Stadt ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm geboten – diesmal mit dem Fokus auf die Berliner Jazzszene und auf New York.

~ Jazzwerkstatt-Gründer „Jimi“ Metag ist tot

Peitz No. 50: Juni 2013

 

„Am vergangenen Sonntag ist einer der Gründer der Jazzwerkstatt Peitz, Jimi Peter Metag nach langer schwerer Krankheit gestorben.

Wir waren Freunde von Kindesbeinen an, besuchten gemeinsam den evangelischen Kindergarten und die Schule in Peitz bis zum Abschluss.
In diesen Tagen keimte die Freude am Jazz in uns auf und wir begannen nach Berlin zu reisen um diese Musik zu hören.
Dann gründeten wir die jazzwerkstatt und brachten diese Musik nach Peitz.

Als ich in Wuppertal lebte blieb die Freundschaft aus der Ferne erhalten und wir wussten was jeder von uns im anderen Teil des geteilten Landes tut.
Dann erfuhr ich von seinem Unglück und der Zeit der langen Krankheit und das seine Frau Silvia an seiner Seite ihm das ereilte Schicksal milderte.
Jetzt wo er von uns gegangen ist habe ich ihn als jungen Mann auf unseren Reisen zu Jazzfestivals im Kopf, mit seiner skurrilen Art die Dinge  zu sehen, zu handeln und zu benennen.  So behalte ich ihn bei mir.“
~ Ulli Blobel

 

 

 

 

Mittwoch 1. Mai 2013




 

Jazz an der Lohmühle XI
Kultursommer im Treptower Norden

8. Juni – 3. August 2013
jeweils 19 – 22 Uhr draußen & gratis

Wir sammeln Spenden, um die Rechte von Kleinbauern in Mosambik zu stärken. (www.sodi.de)

Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstr. (am Landwehrkanal)
( S-Bhf. Treptower Park / U-Bhf. Görlitzer Bhf. / Bus 194, 171, 147, 265 )
Kulturbanausen e.V. in Zusammenarbeit mit Jazzkeller 69 e.V. und Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick

Jazz an der Lohmühle ist auch in diesem Sommer ein lohnenswertes Pilgerziel für musikinteressierte Berliner und ihre Gäste.
Draußen und gratis werden in der romantischen Umgebung des Wagendorfes Lohmühle am Landwehrkanal in Berlin-Treptow wieder international anerkannte Berliner Solisten und Ensembles Musik zwischen moderner Folklore und zeitgenössischem Jazz vorstellen.

Der Jazzkeller 69 e.V. als Veranstalter kann in diesem Jahr auf 43 Jahre Jazz in Treptow zurückblicken. Unterstützt werden die Konzerte vom Kulturamts des Bezirksamts Treptow-Köpenick und dem Kulturbanausen e.V.

[vimeo 11037831]

„Jazz ist Freiheit“ – sagte Archie Shepp und „Jazz ist anders“– sagen DIE ÄRZTE.
Wer hat schon eine genaue Definition… Den zeitgenössischen Jazz in seinen vielen Spielarten dem Publikum zu präsentieren, das ist das Anliegen des Jazzkeller 69 e.V.
Und mit der Unterstützung von den „Kulturbanausen“ der Lohmühle und dem Bezirksamt Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur, hat sich ein besonderes Jazzfestival seit über zehn Jahre etabliert:Jazz an der Lohmühle.

Jetzt ist es wieder soweit, es gibt Jazz – gratis und an frischer Luft!
Oder noch besser: bei milder Sommerluft, in der Abendsonne und ohne Regen…
Dieses Wetter ist zwar nicht garantiert, aber garantiert wird es wieder ein Erlebnis.
Jazz an der Lohmühle kommt nach wie vor ganz unverbraucht daher.

Jährlich zieht es Jazzkenner und Neugierige zur Bühne der Wagensiedlung an der Lohmühlenstraße, in Treptow an der Grenze zu Kreuzberg.
Dass auch Hunde und Kleinkinder vor der Bühne herumtollen, zählt zum gewohnten Bild. Hier geht es unkonventionell und locker zu. In entspannter Atmosphäre trifft sich Jung und Alt, um sich das anzuhören, was hier von vorrangig Berliner Jazzmusikern dargeboten wird.
Und das ist immer wieder spannend und vielseitig.

Mehrfachauftritte sind durchaus Absicht, um Verbindungen zu verdeutlichen.
Wanja Slavin, Zweitplatzierter des BMW Jazz Award 2011, ist in vier Besetzungen zu erleben: Im „Klub Jazz Debakel“ – ein perfekt eingespieltes zeitgenössisches Jazz Quintett, im Trio „Triebwerk“, das mehr Raum für solistische Ausflüge lässt, in der großen Orchesterbesetzung, die Disziplin erfordert, und in der „El Astrocombo“, die dem Tanzaffen Zucker gibt.

Der Posaunist Matthias Müller bevorzugt freie Spielweisen und ist in drei Besetzungen zu erleben.
Zur Eröffnung im Posaunenterzett, das eher den Eindruck erweckt, Kompositionen zu interpretieren.
Komponiert ist aber nur das Bob-Dylan-Projekt, bei dem es oft schwer ist, die Originale des Meisters zu erkennen.
Die Herausforderung ist, mit dem Duo Posaune / Saxophon spontan eine musikalische Spannung zu erzeugen, die das Publikum erreicht und bei der Stange hält.

Auch Gitarristen prägen in diesem Jahr wieder das Lohmühlenprogramm. Dabei geht es nicht nur um den rockigen Kontext.
Olaf Rupp hat damit wenig zu tun, aber eine Technik entwickelt, die an Rasanz nichts zu wünschen übrig lässt.
John Schröder ist an Gitarre und Schlagzeug zu erleben, aber natürlich in verschiedenen Bands und an verschiedenen Tagen.
Bei Kalle Kalima mit „Johnny La Marama“ und Andreas Willers mit „The Scrambling Ex“ wird dann jeder die rockigen Wurzeln erkennen.

Max Andrzejewski hat dieses Jahr den Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim mit seiner Band „Hütte“ und den Solistenpreis gewonnen.
An der Lohmühle ist er im Bob-Dylan-Projekt „Absolutly Sweet Marie“ zu erleben und zum Abschluss mit elegischen Kompositionen von Birgitta Flick und ihrer Band „Freischwimmer XL“.

Jazz greift aber auch auf volksmusikalische Wurzeln zurück. Besonders deutlich wird das bei der Hommage für Sean Bergin des Berliner Quartetts „Umfundisi“, das im vergangenen Jahr hier Premiere hatte, und sicherlich auch bei Laura Robles „El Astrocombo“ oder bei „Freischwimmer XL“, die sich auf schwedische Volkslieder beziehen und mit leisen Tönen den Abschluss der diesjährigen Lohmühlensaison bilden.
Ein abwechslungsreiches Programm!

Wer die Begegnung mit dem zeitgenössischen Jazz bisher gescheut hat, kann ganz unverbindlich, quasi im Vorrübergehen, reinschnuppern.
Aber Vorsicht, man könnte sich mit dem Virus infizieren und will dann mehr. Und vielleicht trifft man sich dann im AUFSTURZ zu den Konzerten des Jazzkeller 69?

Renate Heinol
(Jazzkeller 69 e.V.)

Doris Thyrolph
(Leiterin des Fachbereiches Kultur des Bezirksamtes Treptow-Köpenick von Berlin)

 

 

 

 

Montag 25. Februar 2013


Downbeat’s International Jazz Venue Guide 2013

Wir sind geschmeichelt.
Die Freude trübt etwas, dass mit dem Quasimodo ein Ort in Berlin dabei ist, der aktuell nichts für die Berliner Jazzszene tut.

~ downbeat february 2013 downbeat club-poll 2013

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