jazzkeller 69 e.V.

Jazz an der Lohmühle X
Kultursommer im Treptower Norden

2. Juni - 11. August  2012
jeweils 19 - 22 Uhr       draußen & gratis

Wir sammeln Spenden für traditionelles Saatgut zur Ernährungssicherung in Südafrika (www.sodi.de)

Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstr. (am Landwehrkanal)
( S-Bhf. Treptower Park / U-Bhf. Görlitzer Bhf. / Bus 194, 171, 147, 265 )
Kulturbanausen e.V. in Zusammenarbeit mit Jazzkeller 69 e.V. und Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick

Jazz an der Lohmühle ist auch in diesem Sommer ein lohnenswertes Pilgerziel für musikinteressierte Berliner und ihre Gäste.
Draußen und gratis werden in der romantischen Umgebung des Wagendorfes Lohmühle am Landwehrkanal in Berlin-Treptow wieder international anerkannte Berliner Solisten und Ensembles Musik zwischen moderner Folklore und zeitgenössischem Jazz vorstellen.

Der Jazzkeller 69 e.V. als Veranstalter kann in diesem Jahr auf 42 Jahre Jazz in Treptow zurückblicken. Unterstützt werden die Konzerte vom Kulturamts des Bezirksamts Treptow-Köpenick und dem Kulturbanausen e.V.

Editorial
Wir leben in stürmischen Zeiten. Arabischer Frühling, Occupy, Piraten. Und vor einem halben Jahr meldete sich sogar noch eine Initiative von Jazzmusikern zu Wort die sich bessere Bedingungen und Bezahlung wünschte für ihre – immerhin künstlerische – Arbeit.
Da blies ein ordentlicher Gegenwind durchs Feuilleton. Von ‚SZ’ bis ‚Freitag’ wurde die „gesamtgesellschaftliche Relevanz des Jazz“ bezweifelt, der entweder in Avantgarde-Frickelbuden vor esoterischem Publikum oder als weichgespültes Festival-Event stattfinde.
Die ‚Zeit’ schrieb klug abwägend: „Eine Revolution im Sinne einer sozialen Bewegung kann nicht gefördert werden. Die Kunst, die sie auslösen kann, und die Bedingungen der Künstler und Musiker, die sie schaffen, hingegen schon“ und Jazzpianist Michael Wollny kam im Interview mit der ‚Welt’ zu dem Schluß: „Das Problem ist, dass oft versucht wird, in vorauseilendem Gehorsam das Publikum nicht zu enttäuschen.
Mehr Mut zum Eckig-Kantigen und zum Moment, der uns schon zeigen wird, was passiert – das wäre eine Position, von der aus ich sagen würde, der Jazz hat Relevanz.“

Zur gleichen Zeit geht der »Jazz an der Lohmühle« in sein Jubiläumsjahr. Ungerührt von der „Jazzdebatte“? Wohl kaum. Die Open-Air-Konzerte bei freiem Eintritt werden nicht nur durch den Einsatz des Jazzkeller 69 e.V. ermöglicht, sondern auch durch die öffentliche Förderung durch den Bezirk Treptow-Köpenick. Doch in das grob gestrickte Argumentationsmuster mag das über den Sommer gestreckte Jazzfestival nicht passen.
Seine Heimatbühne liegt im Wagendorf Lohmühle - wo Kreuzberg und Alt-Treptow, Landwehrkanal und Görlitzer Park zusammenfinden: von weltentrücktem Elfenbeinturm kann hier sowenig die Rede sein wie von nichtssagender Häppchen-Kultur.
Ganz im Gegenteil: hier findet Jazz auf Augenhöhe mit seinem Publikum statt: viele der Musiker sind Nachbarn, leben in Neukölln, Kreuzberg, Treptow, Friedrichshain.
So treten hier bei insgesamt sechs Konzertabende alle wichtigen Schlagzeuger Berlins auf. Und die gehören wie ihre Kolleg_innen an den anderen Instrumenten zur international vernetzten Szene der improvisierenden Musik. Sie haben – wie ihre Zuhörer_innen auch – viel zu erzählen, bringen Freunde aus aller Welt mit.
So stellt »Jazz an der Lohmühle« wieder einmal ein Programm auf die Bühne, nach dem sich Fans anderswo die Finger lecken.
Angefangen bei der All-Star-Besetzung »Christian Lillinger 4-tett«, die hier erstmals zu hören sein wird (der Schlagzeuger wurde erst mit dem Jazz Echo ausgezeichnet) , über das in Frankreich gefeierte »Clarinet Trio« (das Jazz d’Or-Festival kreiierte eigens ein deutsch/französisches Doppeltrio) bis hin zu Potsa Lotsa, jener Hommage an den in Berlin gestorbenen Eric Dolphy, die in den USA, dem Heimatland des FreeJazz-Heroen so begeistert aufgenommen wurde.

Dass Sean Bergin auch dieses Jahr wieder nach Berlin kommt, macht alle Beteiligten bei »Jazz an der Lohmühle« besonders stolz.
Nicht nur, weil der ins niederländische Exil gegangene Saxofonist zum Urgestein des südafrikanischen Jazz zählt – mit zahlreichen Verdiensten um die Entwicklung des Jazz in Europa, sondern weil er hier in Christian Lillinger seinen neuesten „Friend“ kennenlernte (siehe Konzert am 14. Juli).
Die Frage, ob das relevant sei, kann nur stellen, wer sich weigert, zuzuhören. Gunter Hampel, der in New York und Berlin lebt und arbeitet, hat folgendes zur »Jazzdebatte« beigesteuert: „Mündige Jazzhörer kriegt man - wie im Fußball - nur durch echte Begeisterung.“
Die Antwort von der Lohmühle lautet: Wir sind schon dabei!
~ Tobias Richtsteig

 

 

Samstag 2. Juni 2012 
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße



Poesiefestival 2012: Poets corner       15:00 – 17:00

Es lesen:
Shane Anderson, Nora Bossong, Tom Bresemann, Catherine Hales, Björn Kuhligk, Ron Winkler, Mathias Traxler

Musikalische Umrahmung:
Christopher Dell – vibraphon / Christian Lillinger – drums

poesiefestival.org

 

 

Samstag 2. Juni 2012  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle



Klima Kalima

Kalle Kalima – guitar
Oliver Potratz – bass
Oliver Steidle – drums

Der Sommer startet mit bestem Klima. Der Bandname folgt dem Gitarristen – das Trio aber kennt keinen Leithammel.
Jeder entfaltet die rhythmischen, melodischen und harmonischen Möglichkeiten seines Instruments nach Lust und Spiellaune.
Das hält die gemeinsame Musik frisch und abseits jeder Routine. Vor allem Steidle setzt mit ungemein wendigem Schlagzeugspiel besondere Akzente.
Den inneren skurrilen Film liefert Kalima meist mit und beweist nebenbei, dass Humor und Jazz Geschwister sein können.
www.kallekalima.com

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Christian Lillinger 4-tett

Christopher Dell – vibraphon
Petter Eldh – bass
Christian Lillinger – drums
John Schröder – guitar

Wer solche Freunde hat, ist zu beneiden: sie gehören zum festen Repertoire des weltweit gefeierten „Berlin Jazz“ und doch sind die vier unfassbaren Musiker hier zum ersten Mal in dieser Konstellation zu sehen.
Die improvisierende Musik der vier Komponisten folgt den Parametern: Verdichtung und Fluss. Die besondere Premiere.
www.christopher-dell.de/dell.html
http://franspettereldh.bandcamp.com
www.myspace.com/christianlillinger 
www.john-schroeder.de

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Golden Escort

Richard Koch – trumpet
Benjamin Weidekamp – reeds
Valentin Butt – accordeon
Derek Shirley – bass
Christian Marien – drums

Genießen Sie Ihren Abend in einem unvergesslichen musikalischen Ambiente mit Golden Escort: Ihrer charmanten Begleitung, mit der Sie sich verabredet haben oder die wie zufällig neben Ihnen und Ihren Freunden sitzt.
Golden Escort bietet Ihnen eine erlesene und äußerst vielfältige Auswahl an bezaubernden Klezmer- und Balkan-Melodien sowie aufgeschlossenen Improvisationen und modernen Grooves, die Ihren Ansprüchen mehr als gerecht werden und das ein oder andere Tanzbein in Versuchung führen dürften.
www.quilitzshow.de
http://ritschekoch.com
de.wikipedia.org/wiki/Derek_Shirley

 

 

Samstag 16. Juni 2012  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle



„Comeback Special“

Vesna Pisarovic – vocal
Gerhard Gschlößl – trombone
Clayton Thomas – bass
Steve Heather – drums

Elvis ist so wenig tot wie der Jazz. Nach 33 Jahren feiert er endlich sein wahres „Comeback Special“.
Vier Berliner Jazzmusiker bringen seine Musik endlich auf den Punkt.
Ironisch dekonstruieren sie Elvis’ Songs, filtern die verschiedenen Einflüsse heraus, um sie zu etwas Neuem zusammenzufügen.
Das Gewohnte trifft auf das Ungewöhnliche, das Vorhersehbare auf das Unbekannte.
Hier verschmilzt Popmusik mit der Sprache und dem Ausdruck des Freejazz.

www.zeit.de/online/2007/46/clayton-thomas.

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Gulf Of Berlin

Gerhard Gschlößl – trombone
Gebhard Ullmann – reeds
Jan Leipnitz – drums
Johannes Fink – bass

In dieser Stadt fließt so manches zusammen. Gulf Of Berlin geben dem besonderen Mix einen Namen – sie schöpfen aus den afroamerikanischen Quellen der modernen Jazztradition, lassen freies Spiel, Energie, Trash, Humor und ein Quäntchen Undefinierbares einfließen.
Ihr striktes Konzept ist zu hundert Prozent improvisiert, die facettenreiche Besetzung hält alles in der Schwebe, nur am Boden setzen sich hart erspielte Kompositionen ab.
Das ist große Kunst – mit leichter Hand zusammengerührt.
www.gerhardgschloessl.de

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Ginkgo

Els Vanderweyer – vibrafon
Mike Majkowski – bass
Christian Marien – drums
Steve Heather – drums

Ursprünglich war der Ginkgo ein Nadelbaum, aber im Laufe der Evolution sind die Nadeln verschmolzen.
Biologisch wird er weder als Nadel- noch als Laubbaum angesehen – und ist doch beides zugleich.
In China und Japan schreibt man seinen Blättern medizinische Wirkung zu und verehrt ihn als heiligen Baum.
Das Quartett „Ginko“ folgt einer musikalischen Dualität: zwischen „energetischem Free Jazz“ und der hauptsächlich auf Klangfarben konzentrierten „Echtzeitmusik“ haben sie ihren Platz gefunden, inklusive Wunderwirkungen und Verehrung.
www.myspace.com/elsvandeweyer
www.ausland-berlin.de/mike-majkowski
www.doek.org/bio/steveHeather_bioE.html
www.christianmarien.de

 

 

Samstag 30. Juni 2012  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle



unbedingT

Jörg Schippa – guitar
Jürgen Kupke – clarinet
Florian Bergmann – bass clarinet
Christian Marien – drums

Klarinette, Bassklarinette, Drums und akustische Gitarre – das Klangbild von Jörg Schippas neuem Projekt ist erfrischend unverbraucht.
2005 hatte er mit „Rattle The Cage“ (phonector) an den Grenzen des kammermusikalischen Ausdrucks gerüttelt- jetzt geht es unbedingT weiter.
Die Grooves, kruden Melodien und Kompositionen des Quartetts tragen eine deutlich europäische Handschrift und sind doch nur der Rahmen für ungezügelte und äußerst kommunikative Improvisationen.
http://www.joergschippa.de

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Clarinet Trio

Gebhard Ullmann – bass clarinet
Michael Thieke  – altoclarinet, clarinet
Jürgen Kupke – clarinet

Die Zeiten, als guter Jazz „ding-ding-ding“ zu swingen hatte, sind lang-lang-lang vorbei.
Rhythmischer Drive wird mittlerweile durch eine andere Form von Spannung ersetzt: zum Beispiel durch differenzierte Klangbilder in zeitlich changierenden Räumen.
Das hämmert weniger, und doch ist der Beat immer präsent. Lyrische Balladen erzählen immer noch von unbekanntem, aber emotional zugänglichem Terrain, auch wenn es neuerdings eher Kurzgeschichten sind, die da vorgetragen werden.
Das Clarinet Trio spielt Musik für geschlossene Augen und geöffnete Ohren.
Sie kann growlen, lautmalen und melodisch pulsieren. Das braucht keine ‘special effects’, sondern besticht ideenreich komponiert und sensibel improvisiert.
www.gebhard-ullmann.com

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Geezer

Andreas Willers – guitar
Martin Klingeberg – trumpet
Horst Nonnenmacher – bass guitar
Christian Marien – drums

Am Anfang war da die Geburtstagsparty eines Freundes von Andreas Willers, die beschallt werden sollte.
Danach war klar: die vier Geezer, allesamt prägende Figuren der Berliner Jazz- und Improvisationsszene, wollten von dem gemeinsamen Science-Fiction-Funk nicht mehr lassen.
Kein Wunder, attestierte doch der Kritiker und Radiomoderator Werner Burkhardt schon in den 80er Jahren: „Andreas Willers gelingt es, den Blues zerlegt in seine atomaren Bestandteile in alle Ecken des Raumes zu verteilen, ohne dessen Geist zu verleugnen.
www.myspace.com/geezerberlin

 

 

Samstag 14. Juli 2012  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle



Sean Bergin – Tobias Delius – Quartett

Matthias Schubert – reeds
Tobias Delius – reeds
Antonio Borghini – bass
Christian Lillinger – drums

Sean Bergin ist schwer erkrankt und kann nicht nach Berlin kommen. Seine Kompositionen sind jedoch erlebbar. Matthias Schubert hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, mit Hilfe von Tobi Delius, kurzfristig einige Titel ein zu studieren. Wir wünschen Sean gute Besserung und hoffen, dass er im Herbst für uns spielen kann.

Noch zu Apartheid-Zeiten spielte Sean Bergin mit den besten Musikern in seiner Heimatstadt Durban.
Das war illegal, im Sinne der damaligen rassistischen Gesetze. Er emigrierte und brachte den Spirit vom Kap in die Niederlande, wo er in der Bimhuis-Szene auf Tobias Delius traf.
Der Jazzkeller 69 e.V. lud die Beiden mit dem Italiener Borghini (David Murray, Stefano Bollanim Hamid Drake etc.) schon vor zwei Jahren nach Berlin ein, anlässlich des 20. Todestags von Chris McGregor (Brotherhood of Brass).
Damals fand auch das Quartett-Projekt mit Christian Lillinger zusammen, das im 100. Jahr des ANC wieder vereint ist, vier Tage vor dem 94. Geburtstag von Nelson Mandela.

www.seanbergin.nl
de.wikipedia.org/wiki/Tobias_Delius
de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Borghini

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Berlin Art Orchester

 

Holz:
Wanja Slavin / Kati Brien / Ben Kraef / Peter Ehwald
Blech:
Simon Harrer / Gerhard Gschlössl / Johannes Lauer / schreiner – trombone
Benjamin Brown / Florian Menzel / Ritsche Koch – trumpet
Rhythmus:
Stefan Schultze – fender / Ronny Graupe guitar / Andi Lang, Oli Potratz – bass / Daniel Schröteler – drums

Das Berlin Art Orchestra ist ein besonderer Klangkörper.
Die Band ist gespickt mit Musikern der jungen Berliner Szene, die selber zum Teil Bandleader, preisgekrönte Instrumentalisten und Individualisten mit Big-Band-Erfahrung sind (einige sind häufiger bei Rundfunkbands wie NDR, hr, WDR zu Gast).
Ziel des BAO ist es, immer wieder neue Konzepte und Kompositionen umzusetzen. Die Musiker verstehen sich dabei nicht nur als Ausführende, sondern als Interpreten, die die Musik soweit wie möglich mitgestalten wollen und können.

www.berlinartorchestra.de

 

 

Samstag 28. Juli 2012  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle



Benjamin Weidekamp Quartett

Benjamin Weidekamp – reeds
Uli Kempendorff – saxes
Ronny Graupe – guitar
Christian Marien – drums

Das Benjamin Weidekamp Quartett ist die neue Band um Benjamin Weidekamp, den kreativen Kopf von Bands wie OLAF TON oder Stereo Lisa.
Mit dabei sind Uli Kempendorff (U.K. 4´tett), Ronny Graupe (Hyperactive Kid, U.K. 4´tett) und Christian Marien (Olaf Ton, RitscheZast&Marien, Miss Platnum).
Die Musik besteht aus Groove, Humor, bedingunsloser Spielfreude, Spass an Improvisation und ner Menge aufgeschriebenen Noten!
Die Kompositionen basieren auf den Namen der Bandmitglieder, beziehungsweise deren Übersetzung ins Morsealphabet, manchmal werden auch die Tonnamen, welche in den Namen der Musiker vorkommen, in der Mitte durch ein Viertelton geteilt oder der angeknackste Thaigong des Schlagzeugers wird spektralanalysiert und dient rückwärts und in 30facher Zeitlupe als harmonische Grundlage dazu, dass jeder seinen Namen 16x morsen kann.
www.christianmarien.de

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Die Hochstapler – The Braxtornette Project

Pierre Borel – alto sax
Louis Laurain – trumpet
Antonio Borghini – bass
Hannes Lingens – drums

Der Saxophonist Pierre Borel studierte in Berlin Jazz und Philosophie in Paris.
Von dort kommt auch der Trompeter Louis Laurain. Gemeinsam mit Hannes Lingens (Ausland/Umlaut) und Antonio Borghini sind sie „Die Hochstapler“: aus den Kompositionen von Anthony Braxton und Ornette Coleman entwickeln sie ihre eigene Sprache.

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Astralreise

Peter Ehwald – saxes
Claudio Puntin – clarinets
Andreas Lang – bass
Andreas Pichler – drums

Im Kern stellt dieses Ensemble eine besondere Form der Selbstorganisation dar.
Dabei kommt es ihnen „auf einen besonders flexiblen Umgang mit Risikoharmonisationsverfahren an, wie auch auf schnelle Reorganisationsmöglichkeiten der Melodikationsstrukturen.
Eine Zentrale Rolle spielen hierbei modale Imagination und ineffektive Funktionsharmonese in Rückkoppelung mit der Informationsverarbeitung: in einem akkordioretisch orientierten Zugangstanz werden Signale mit Hilfe von Komponikation in den Raum übertragen.
Diese Signale gelten dann als Auslöser für bestimmte Prozesse.
Durch spontane Tonerzeugung und den praktischen Gebrauch von Kreativität werden all Ihre Probleme mit dem tieferen Verständnis dieses Textes – vor Ort – durch Signalübertragung und wechselseitige Steuerung gelöst werden“.
www.puntin.de
www.peter-ehwald.net
www.myspace.com/andreaslang
www.myspace.com/andreaspichler

 

 

Samstag 11. August 2012  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle



Themroc 3

Richi Koch -trumpet
Benjamin Weidekamp – reeds
Michael Griener – drums

Themroc ist zurück! Nach fünf Jahren Isolationshaft wegen der Teilnahme am Finale des Neuen Deutschen Jazzpreis kehren Themroc 3 mit einem neuen Programm zurück.
Die Welt ist immer noch schlecht; es herrscht Handlungsbedarf. Ungestüm und keineswegs geläutert nehmen sie ihr Schicksal in die eigene Hand und machen mit dem Jazz was sie wollen, denn er ist zu alt und schwach, um sich zu wehren.
Einzig die kurzfristige Befriedigung ihres Spieltriebs ist es, was sie antreibt und sie schrecken nicht davor zurück, dem schamlos in aller Öffentlichkeit nachzugehen.
Mit archaischen Lauten, deren Sinn und zwingende Notwendigkeit sich auch dem Unbedarftesten zwangsläufig erschließt, suhlen sie sich im Morast der Jazzgeschichte, stets in der Hoffnung, ihn wieder in fruchtbaren Boden zu verwandeln.
THEMROC 3 macht klar, dass man manchmal aus der Haut fahren muss, um wachsen zu können.

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Potsa Lotsa

Nikolaus Neuser – trumpet
Patrick Braun – tenor sax
Gerhard Gschlössl – trombone
Silke Eberhard – altosax

1964 starb Eric Dolphy auf einer Tournee in West-Berlin an einer zu spät diagnostizierten Diabetes-Erkrankung.
Potsa Lotsa setzen dem frühen Wegbereiter des Free Jazz (er spielte als Teenager mit Charlie Parker, traf 1954 Ornette Coleman und John Coltrane) ein lebendiges Denkmal: Silke Eberhard (die auch mit Aki Takase die ‚Ornette Coleman Anthology’ einspielte) hat Dolphys Kompositionen für ein Bläserquartett neu arrangiert, dessen Mitglieder der Tradition des amerikanischen Free Jazz ebenso nahe stehen, wie der des europäischen zeitgenössischen Jazz, den sie als Protagonisten der frei improvisierenden Szene in der Hauptstadt mit prägen.
Die Zeitschrift DownBeat schrieb über Potsa Lotsa: „Ein Grund, warum der Auftritt der Band so magisch war, ist, dass keiner der Vier vorhatte ‚Dolphy zu spielen’, sehr wohl aber seine Musik.
www.silkeeberhard.com

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DrAs

Florian Bergmann – alto sax
Frank Gratkowsk – alto sax
Christian Weidner – alto sax
Benjamin Weidekamp – alto sax
feat. Christian Marien & Danny Schröteler – drums

Urbane Groovemusik mit zwei Schlagzeugern und einer Prise Viertelton.
Seit mittlerweile zwei Jahren arbeitet das Kollektiv Fo[u]r Alto in Sachen (mikrotonaler) Klangforschung zusammen.
Jetzt übersetzen sie im Projekt DrAs die dabei gewonnenen Erfahrungen in einen stark Groove-betonten Kontext.
Das Ergebnis: klanglich und rhythmisch hochdifferenzierte Musik, zusammengesetzt aus nur wenigen Phrasen und Motiven, die immer wieder neu und abwechslungsreich kombiniert und überlagert werden.
Berlins Antwort auf Steve Colemans M-Base.

www.schwelbrand.net/de/bergmann.htm
www.gratkowski.com
www.christianweidner.de
themeetingpoint-berlin.blogspot.de
www.christianmarien.de
www1.sticks.de/magazine/0001/szenespot.htm

 

 

   

 

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