jazzkeller 69 e.V.

20 Kommentare

Neuen Eintrag ins Gästebuch schreiben »

 

  1. jan      Samstag 20. Januar 2018

    als einer von vielen, die gestern (19.1.) ins brötzmannkonzert wollten und um halb neun bereits wieder nach hause gehen konnten, ein paar bemerkungen:

    dass ihr vereinsmitglieder privilegiert: vollkommen verständlich. aber dann macht doch eine geschlossene vereinsveranstaltung daraus, wenn ihr schon nicht auf die idee kommt, ein paar tische raus- und ein paar mehr stühle reinzuschaffen (hätte sich gestern bestimmt gelohnt.)

    dass leute von euch angepöbelt werden, die wenigstens bis zum beginn des konzert noch auf einlass hoffen, ist nicht ok und hat diejenigen, die zum ersten mal da waren, bestimmt nicht auf die idee gebracht, es bei anderen konzerten nochmal zu versuchen.

    ich bin öfter bei euch und weiß eure arbeit und das angebot, dass ihr schafft, wirklich zu schätzen. ich verstehe auch, dass eine situation wie gestern außergewöhnlich und überfordernd ist. aber man hat leider manchmal wirklich den eindruck, ihr wollt lieber unter euch bleiben.

     

     

     

  2. rolling stone      Sonntag 14. Januar 2018

    ruf der heimat, jazzkeller69, aufsturz klub, 12.1.2018
    (thomas borgman, as, ss, sopranino, x ; christoph winckel, b; willi kellers, dm, perc; christof thewes, tb).

    die vorzeichen stehen schlecht. petrowsky tritt nicht mehr auf, borgmann ist krank, sein tenor muss generalüberholt werden, auf dem alt versucht er sich erst seit kurzem, kellers hat schlechte laune. das alles erfahre ich beim rauchen vorher. der keller allerdings ist voll. und auf der bühne ist das alles wie weggeblasen. zur gewohnten, ermüdend mäandernden vorrede des klubbesitzers fällt kellers und winckel schon mal ein groove ein, thewes kommentiert ironisch auf der posaune, irgendwann spielen sie alle über den redner hinweg, der seinen text stoisch zu ende bringt. die aus reibung entstehende energie hält das ganze erste set hindurch. ruf der heimat ist ein elektrisches feld, mit stromstößen an vier punkten. es blitzt so hin und her. borgmann auf dem alt ist tatsächlich gewöhnungbedürftig, aber sein motivisches spiel, ohne den gesanglichen, hymnischen ton, verschiebt alles überraschend richtung ornette. den hymnischen part übernimmt thewes, die rhythm section rumpelt und swingt, schlägt wellen, macht pausen. da hebt was ab, ganz schnell. im zweiten set ist das schon eingespielter, die pointen sind sie eigentlich schon losgeworden, daumenklavier, in 80 takten um die welt, kinderlieder mit brüchigen stimmen. aber der schlecht gelaunte kellers (er lächelt von minute 2 an) federt das ding durch den raum, ein merkwürdig idiosynkratischer swing, trotzdem natürlich hinreichend informiert. ich kenne wenig bessere (deutsche) drummer. der ganze abend macht sehr viel spaß. irgendwie ist das kirche und spielplatz zusammen. und am ende gehen alle bestimmt gesünder nach hause. ich allerdings fahre mit der s-bahn in die falsche richtung. also noch ein bisschen weiter.
    http://forum.rollingstone.de/foren/topic/2018-jazzgigs-konzerte-festivals/#post-10375115

     

     

     

 

 

 

 

 uuuuu 

» news abonnieren

» anfahrt & orte

 

archiv

 

» mitglied werden

» jazz on 3 (BBC)

» manfred schulze

 

 

 


gefördert durch die
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten