Samstag 29. Juni '19  - jazzkeller 69 präsentiert - 18:30 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Michael Griener Quartett


Michael GrienerMia Dyberg – alto sax
Anna Kaluza – alto sax
Jan Roder – bass
Michael Griener – drums

„Berlins Bedeutung für den Jazz in allen seinen Facetten und Spielarten ist unumstritten. Nicht nur bundesweit, sondern auch international genießt die Szene für ihre Lebendigkeit, Offenheit und Experimentierfreudigkeit große Anerkennung“.
So beginnt die Website der IG Jazz Berlin. Seit 2011 hat diese Initiative schon viel in und für Berlin geleistet, jetzt kommt eine Jazzwoche dazu, die nicht zuletzt auch hier am Kaisersteg zu erleben ist.
Wie einst das Ornette Colemans Quartett verzichten die Vier um Schlagzeuger Michael Griener auf Klavier oder Gitarre und deren harmonisierende Wirkung.
Mit Jan Roder zählt Griener inzwischen schon zum Jazzkeller69 – Urgestein, auf dem Mia Dyberg und Anna Kaluza ihre respektlos hymnischen Altosax-Bögen errichten.
O.C. klingt als Bezugspunkt an. Seine Parole „Free Jazz“ ist knapp 60 Jahre alt – und noch lange nicht erledigt.

 

 

„Gleichstellung im Jazz“

Dr. Wolfram KnauerDr. Wolfram Knauer – Direktor Jazzinstitut Darmstadt
Dr. Andrea Klonschinski – Philosophin Uni Kiel
Prof. Shannon Barnett – Posaunistin, WDR Bigband und hfmt Köln
Nikolas Neuser – Union Deutscher Jazzmusiker*innen

Gleichstellung geht uns alle an, auch im Jazz. Es geht einfach um Gerechtigkeit und Fairness.
Also laden wir schlaue Leute zu einem Gespräch um Fragen wie:
Rollenbilder im Jazz – ist improvisieren männlich?
Wie steht es im Jazz in Sachen Gleichstellung im Vergleich zu anderen Bereichen der Gesellschaft?
Ist die Ungleichheit im Jazz besonders frappierend?
Wie verhalten sich Quoten in Förderanträgen zur Kunstfreiheit?
Gibt es positive Effekte der Gleichstellung und profitieren nicht auch Männer davon?
Wie können wir neue Rollenbilder im Jazz schaffen?

Das Gespräch moderiert Wolfram Knauer, der am Jazzinstitut Darmstadt auch zu Genderfragen forscht.
Die Kieler Philosophin Dr. Andrea Klonschinski beschäftigt sich mit Fragen der Diskriminierung und Diversität, Prof. Shannon Barnett kennt das Leben als Jazzmusikerin aus der Praxis und Nikolas Neuser arbeitet politisch für Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen.

 

 

Stoffner/Lovens/Mahall

Paul LovensRudi Mahall – bass clarinet
Flo Stoffner – guitar
Paul Lovens – selected and unselected drums

Seit er 14 Jahren war, spielt Paul Lovens Jazz, seit einem halben Jahrhundert nun schon die freie Spielart davon.
Der Jazzkeller 69 liebt diese Musik ebenso lange – doch erst seit der politischen Wende können wir den Aachener Lovens regelmäßig einladen.
Im Schlippenbach Trio oder mit Lotte Anker, im Konrad Bauer LX oder eben zur Vorstellung des aktuellen Trios, das er mit Rudi Mahall und dem Schweizer Gitarristen Flo Stoffner unterhält.
Der nannte Lovens im Jazzpodium einen seiner prägendsten Einflüsse, um dann ins Detail zu gehen: „Improvisierte Musik ist der Beweis dafür, dass es keinen Zufall gibt.“
Und er berichtet von der Arbeit mit dem Trio, das im vorigen Jahr das Album „Mein Freund, der Baum“ vorstellte: „Wenn wir auf die Bühne gehen, dann überlege ich mir wirklich gar nichts, was ich machen will. Eigentlich ist ja alles schon da, man geht auf die Bühne und: zack! Dann geht´s los. Da ist ein Urvertrauen. Das sind ja nicht irgendwelche Leute, das sind Freunde!“

Paul Lovens ist so ein Freund, unverrückbar wie ein Baum. Schon immer spielt er in schwarzem Anzug, weißem Hemd. Abwechslung sucht und findet er lieber in seiner Musik, wie er einmal dem österreichischen Standard erklärte: „Es gibt Witze, die ich x-mal erzählen und hören könnte, und immer noch würde ich darüber lachen“.
Es kommt eben darauf an, wie man erzählen kann.

 

 

Handsome Couple feat. DJ illvibe

Handsome CoupleSt. Kirchhoff – banjo
Simon Camatta – drums
DJ Ill Vibe – turntable

“Instrumentale Hip-Hop Musik in der richtigen Mischung von Kreativität und Kaputtheit“ schrieb der Kritiker der Westzeit über Handsome Couple.
Camatta und St. Kirchhoff, die einst auf Theaterbühnen die ehemalige Turntablemusic mit Banjo und Schlagzeug wieder auf den Boden der jazzverwandten Rhythmen herunterbrachen, hat sich den Berliner DJ Illvibe zum Dreier eingeladen.
Der schürft mit dem Plattenspieler in einem grenzenlosen Musik-Universum, u.a. schon bei Lychee Lassi, als diese Band noch als Alonzo Mosley Quartett im Treptower Jazzkeller reüssierte.
Oder eben bei den Nickelsdorfer Konfrontationen im Dialog mit dem Schlagzeuger Paul Lovens (sic!) den er einst im Quartett mit Alexander von Schlippenbach und Aki Takase kennenlernte.
Abstrakter Hiphop? Beat it! Handsome Couple feat. DJ Illvibe eröffnen eine neue Kategorie von improvisierter und grooviger Musik.

 

IG Jazz Woche

 

Bitte die veränderte Anfangszeit für Heute beachten: 18:30 Uhr!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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