Samstag 15. Juni '19  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


OH!-KESTER OSLOER 3


OH!-KESTER OSLOER 3Kalle Kalima – guitar
Matthias Bröde – harmonica
John Schröder – drums

Oh! Die Harmonika ist wirklich ein seltenes Instrument im Jazz.
Da fällt einem erstmal nur ein bekannter Meister ein: der schon 2016 verstorbene Toots Thielemans.
Zum Glück hat er vorher noch eine CD von Matthias Bröde zu hören bekommen und schrieb dem jüngeren Kollegen: „Ich kann nicht anders, als Beifall zu spenden. Ich genieße und lerne – was kann man mehr von einer Platte verlangen?!“.
Gut für uns: Bröde, der voller Virtuosität die AusnahmePosition des Jazz-Harmonika-Spielers (und eben nicht die schwermütige Blues-Harp-Monotonie) einnimmt, ist seit ein paar Jahren Berliner und hat ein Trio um sich geschart, das er völlig zu Recht ein Oh!-Kester nennt.

Seine Kollegen Kalle Kalima und John Schröder spielen zwar so gewöhnliche Jazz-Instrumente wie Gitarre und Schlagzeug – aber das eben gerne an der Grenze des Gewohnten, auf der anderen Seite.
2017 warfen die Osloer 3 ( so lautet der vollständige Oh!-Kester-Name) mit einem Album beim Schweizer Label Intakt die Frage auf „Where is Wedding?“
Die Antwort ist so rau, wild, vielseitig und mehrdeutig wie der nördliche Stadtteil selbst. Machen wir es wie Toots Thielemans: genießen und dabei lernen.

 

 

Oliwood

OliwoodFrank Gratkowski – alto sax
Kalle Kalima – guitar
Oliver Steidle – drums

Knallbunt, wie sich Hollywood eben präsentiert, ist die Musik des Berliner Trios Oliwood.
Drei ausgewiesene Protagonisten der Kreativ-Wirtschaft, bringen hier ihre Leidenschaft für das Gerade-so-Machbare, das Nicht-mehr-Machbare und das Absurde in Einklang mit Harmonie und Schönheit – ein Zwiespruch ? Mit Sicherheit ! Doch auch das geht. Der Beurteiler sitzt ja immer alleine auf der Bank !

Ein großer Bogen durch die Musikgeschichte, in der alle Register, des Was-Spaß-macht gezogen werden. Dogmen sind fehl am Platz, Überraschungen erwünscht !
Die Kompositionen der drei, haben nicht viel gemeinsam und doch passen sie genau dort hin, wenn sie durch die drei hindurch geschlüpft sind. Ein Hollywood-Streifen, der zur Ausnahme, mal nicht auf die Klischees verzichtet, Film Musik, die keine Bilder braucht !

Oli Steidle hat die Linernotes seiner CD „euphoria“ selbst geschrieben. Es ist ein lesenswerter Text, ein flammender Appell an Zuhörer und Veranstalter.
Es geht um musikalische Offenheit, um Musik mit Bedeutung und um den Mut von Veranstaltern, ihrem Publikum anspruchsvolle Musik zu präsentieren.
Aus Erfahrung stellt Steidle fest, dass die Furcht vor „Musik, die nicht im Kuschel-Kurs daher kommt“, sich am Ende in Wohlgefallen auflöst, weil die Konzertbesucher diese Musik sehr wohl schätzen und von Veranstaltern in dieser Hinsicht eher unterschätzt wird.
Kein Wunder, dass wir die Band mit Frank Gratkowski am Altsaxophon, Kalle Kalima an der Gitarre und Oli Steidle am Schlagzeug bei uns im Programm haben, denn sie rennen bei uns mit diesen Ansichten offene Türen ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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