Archiv 2019

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Samstag 13. Juli '19  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


K3

Ludolf Kuchenbuch – tenor sax
Heiko Kulenkampff – keyboards
Oliver Koepke – drums

Als vor 50 Jahren der Jazzkeller 69 in Treptow seine Türen im Untergeschoss öffnete, studierte Ludolf Kuchenbuch an der FU Geschichte des Mittelalters und Philosophie.
Gleichzeitig war er auch Saxophonist, nahm u.a. für FMP auf und interessierte sich für die Jazzszene in beiden Teilen der Stadt.
Als Professor ist er mittlerweile emeritiert, als Musiker so aktiv wie immer, in verschiedenen Besetzungen. Jetzt kommt er mit seinem Trio K3 und gratuliert dem Jazzkeller 69 zum Jubiläum.
Denn kennengelernt hat er seine beiden Mitmusiker bei den Jazzkeller 69 Free Sessions.
Und Free ist, wie sie spielen: sie nennen es “radikal frei improvisierte Musik”. Aber diese Freiheit ist ihnen nicht zugeflogen, sie haben sie sich im Proberaum erspielt: sie sammelten Jazzideen, abgehört lokaler Erfahrung, emotionalen Lagen, denkwürdigen Momenten.
Die wurden in Töne gefasst und aufgeschrieben für den spontanen Umgang mit ihnen. Und das muss aufs Improvisieren hinauslaufen, in welcher Form immer.

 

 

Süden

kai lübkeNiko Meinhold – keyboard
John Schröder – guitar
Kay Lübke – drums

Der Süden: wohl der Sehnsuchts-Ort schlechthin. Wo stets die Sonne scheint, starke Bäume satte Früchte tragen und die Zeit insgesamt gemächlicher vergeht.
Kein schlechter Name für ein Jazz-Trio, aber man muss aufpassen, wie Kai Lübke einräumt: „SÜDEN spielt vielleicht mit dem Furor eines Latin Lovers, hat aber die Wucht der Nordmänner in sich. Freiheitlicher Jazz, ja, aber auch Jazz und Rock oder sogar Jazzrock und dabei im Herzen Punk. Und wenn es mal melancholisch oder doch kitschig wird, werden wir das auch mit voller Inbrunst auskosten. Den Blues haben wir eh andauernd“.
Schließlich sind sie ja Berliner Jazzmusiker: mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Aber eben auch Miles Davis als elektrischen Bezugspunkt. Und so gibt es heute in einer seltenen Gelegenheit wieder einmal  John Schröder als Gitarristen zu erleben.

 


Samstag 29. Juni '19  - jazzkeller 69 präsentiert - 18:30 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


Michael Griener Quartett

Michael GrienerMia Dyberg – alto sax
Anna Kaluza – alto sax
Jan Roder – bass
Michael Griener – drums

„Berlins Bedeutung für den Jazz in allen seinen Facetten und Spielarten ist unumstritten. Nicht nur bundesweit, sondern auch international genießt die Szene für ihre Lebendigkeit, Offenheit und Experimentierfreudigkeit große Anerkennung“.
So beginnt die Website der IG Jazz Berlin. Seit 2011 hat diese Initiative schon viel in und für Berlin geleistet, jetzt kommt eine Jazzwoche dazu, die nicht zuletzt auch hier am Kaisersteg zu erleben ist.
Wie einst das Ornette Colemans Quartett verzichten die Vier um Schlagzeuger Michael Griener auf Klavier oder Gitarre und deren harmonisierende Wirkung.
Mit Jan Roder zählt Griener inzwischen schon zum Jazzkeller69 – Urgestein, auf dem Mia Dyberg und Anna Kaluza ihre respektlos hymnischen Altosax-Bögen errichten.
O.C. klingt als Bezugspunkt an. Seine Parole „Free Jazz“ ist knapp 60 Jahre alt – und noch lange nicht erledigt.

 

 

„Gleichstellung im Jazz“

Dr. Wolfram KnauerDr. Wolfram Knauer – Direktor Jazzinstitut Darmstadt
Dr. Andrea Klonschinski – Philosophin Uni Kiel
Prof. Shannon Barnett – Posaunistin, WDR Bigband und hfmt Köln
Nikolas Neuser – Union Deutscher Jazzmusiker*innen

Gleichstellung geht uns alle an, auch im Jazz. Es geht einfach um Gerechtigkeit und Fairness.
Also laden wir schlaue Leute zu einem Gespräch um Fragen wie:
Rollenbilder im Jazz – ist improvisieren männlich?
Wie steht es im Jazz in Sachen Gleichstellung im Vergleich zu anderen Bereichen der Gesellschaft?
Ist die Ungleichheit im Jazz besonders frappierend?
Wie verhalten sich Quoten in Förderanträgen zur Kunstfreiheit?
Gibt es positive Effekte der Gleichstellung und profitieren nicht auch Männer davon?
Wie können wir neue Rollenbilder im Jazz schaffen?

Das Gespräch moderiert Wolfram Knauer, der am Jazzinstitut Darmstadt auch zu Genderfragen forscht.
Die Kieler Philosophin Dr. Andrea Klonschinski beschäftigt sich mit Fragen der Diskriminierung und Diversität, Prof. Shannon Barnett kennt das Leben als Jazzmusikerin aus der Praxis und Nikolas Neuser arbeitet politisch für Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen.

 

 

Stoffner/Lovens/Mahall

Paul LovensRudi Mahall – bass clarinet
Flo Stoffner – guitar
Paul Lovens – selected and unselected drums

Seit er 14 Jahren war, spielt Paul Lovens Jazz, seit einem halben Jahrhundert nun schon die freie Spielart davon.
Der Jazzkeller 69 liebt diese Musik ebenso lange – doch erst seit der politischen Wende können wir den Aachener Lovens regelmäßig einladen.
Im Schlippenbach Trio oder mit Lotte Anker, im Konrad Bauer LX oder eben zur Vorstellung des aktuellen Trios, das er mit Rudi Mahall und dem Schweizer Gitarristen Flo Stoffner unterhält.
Der nannte Lovens im Jazzpodium einen seiner prägendsten Einflüsse, um dann ins Detail zu gehen: „Improvisierte Musik ist der Beweis dafür, dass es keinen Zufall gibt.“
Und er berichtet von der Arbeit mit dem Trio, das im vorigen Jahr das Album „Mein Freund, der Baum“ vorstellte: „Wenn wir auf die Bühne gehen, dann überlege ich mir wirklich gar nichts, was ich machen will. Eigentlich ist ja alles schon da, man geht auf die Bühne und: zack! Dann geht´s los. Da ist ein Urvertrauen. Das sind ja nicht irgendwelche Leute, das sind Freunde!“

Paul Lovens ist so ein Freund, unverrückbar wie ein Baum. Schon immer spielt er in schwarzem Anzug, weißem Hemd. Abwechslung sucht und findet er lieber in seiner Musik, wie er einmal dem österreichischen Standard erklärte: „Es gibt Witze, die ich x-mal erzählen und hören könnte, und immer noch würde ich darüber lachen“.
Es kommt eben darauf an, wie man erzählen kann.

 

 

Handsome Couple feat. DJ illvibe

Handsome CoupleSt. Kirchhoff – banjo
Simon Camatta – drums
DJ Ill Vibe – turntable

“Instrumentale Hip-Hop Musik in der richtigen Mischung von Kreativität und Kaputtheit“ schrieb der Kritiker der Westzeit über Handsome Couple.
Camatta und St. Kirchhoff, die einst auf Theaterbühnen die ehemalige Turntablemusic mit Banjo und Schlagzeug wieder auf den Boden der jazzverwandten Rhythmen herunterbrachen, hat sich den Berliner DJ Illvibe zum Dreier eingeladen.
Der schürft mit dem Plattenspieler in einem grenzenlosen Musik-Universum, u.a. schon bei Lychee Lassi, als diese Band noch als Alonzo Mosley Quartett im Treptower Jazzkeller reüssierte.
Oder eben bei den Nickelsdorfer Konfrontationen im Dialog mit dem Schlagzeuger Paul Lovens (sic!) den er einst im Quartett mit Alexander von Schlippenbach und Aki Takase kennenlernte.
Abstrakter Hiphop? Beat it! Handsome Couple feat. DJ Illvibe eröffnen eine neue Kategorie von improvisierter und grooviger Musik.

 

IG Jazz Woche

 

Bitte die veränderte Anfangszeit für Heute beachten: 18:30 Uhr!!!

 


Samstag 15. Juni '19  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten   [Hasselwerderstraße 22A]
Jazz am Kaisersteg


OH!-KESTER OSLOER 3

OH!-KESTER OSLOER 3Kalle Kalima – guitar
Matthias Bröde – harmonica
John Schröder – drums

Oh! Die Harmonika ist wirklich ein seltenes Instrument im Jazz.
Da fällt einem erstmal nur ein bekannter Meister ein: der schon 2016 verstorbene Toots Thielemans.
Zum Glück hat er vorher noch eine CD von Matthias Bröde zu hören bekommen und schrieb dem jüngeren Kollegen: „Ich kann nicht anders, als Beifall zu spenden. Ich genieße und lerne – was kann man mehr von einer Platte verlangen?!“.
Gut für uns: Bröde, der voller Virtuosität die AusnahmePosition des Jazz-Harmonika-Spielers (und eben nicht die schwermütige Blues-Harp-Monotonie) einnimmt, ist seit ein paar Jahren Berliner und hat ein Trio um sich geschart, das er völlig zu Recht ein Oh!-Kester nennt.

Seine Kollegen Kalle Kalima und John Schröder spielen zwar so gewöhnliche Jazz-Instrumente wie Gitarre und Schlagzeug – aber das eben gerne an der Grenze des Gewohnten, auf der anderen Seite.
2017 warfen die Osloer 3 ( so lautet der vollständige Oh!-Kester-Name) mit einem Album beim Schweizer Label Intakt die Frage auf „Where is Wedding?“
Die Antwort ist so rau, wild, vielseitig und mehrdeutig wie der nördliche Stadtteil selbst. Machen wir es wie Toots Thielemans: genießen und dabei lernen.

 

 

Oliwood

OliwoodFrank Gratkowski – alto sax
Kalle Kalima – guitar
Oliver Steidle – drums

Knallbunt, wie sich Hollywood eben präsentiert, ist die Musik des Berliner Trios Oliwood.
Drei ausgewiesene Protagonisten der Kreativ-Wirtschaft, bringen hier ihre Leidenschaft für das Gerade-so-Machbare, das Nicht-mehr-Machbare und das Absurde in Einklang mit Harmonie und Schönheit – ein Zwiespruch ? Mit Sicherheit ! Doch auch das geht. Der Beurteiler sitzt ja immer alleine auf der Bank !

Ein großer Bogen durch die Musikgeschichte, in der alle Register, des Was-Spaß-macht gezogen werden. Dogmen sind fehl am Platz, Überraschungen erwünscht !
Die Kompositionen der drei, haben nicht viel gemeinsam und doch passen sie genau dort hin, wenn sie durch die drei hindurch geschlüpft sind. Ein Hollywood-Streifen, der zur Ausnahme, mal nicht auf die Klischees verzichtet, Film Musik, die keine Bilder braucht !

Oli Steidle hat die Linernotes seiner CD „euphoria“ selbst geschrieben. Es ist ein lesenswerter Text, ein flammender Appell an Zuhörer und Veranstalter.
Es geht um musikalische Offenheit, um Musik mit Bedeutung und um den Mut von Veranstaltern, ihrem Publikum anspruchsvolle Musik zu präsentieren.
Aus Erfahrung stellt Steidle fest, dass die Furcht vor „Musik, die nicht im Kuschel-Kurs daher kommt“, sich am Ende in Wohlgefallen auflöst, weil die Konzertbesucher diese Musik sehr wohl schätzen und von Veranstaltern in dieser Hinsicht eher unterschätzt wird.
Kein Wunder, dass wir die Band mit Frank Gratkowski am Altsaxophon, Kalle Kalima an der Gitarre und Oli Steidle am Schlagzeug bei uns im Programm haben, denn sie rennen bei uns mit diesen Ansichten offene Türen ein.

 

 


Sonntag 26. Mai '19    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Duo Tanja Feichtmair & Dieter Glawischnig

Tanja Feichtmair – saxes
Dieter Glawischnig – piano

Dieter Glawischnig: Pianist, Musikwissenschaftler, Bigbandleiter, Meister des österreichischen Schmäh.
Bald feiert er seinen 81. Geburtstag, aber was heißt schon so eine Zahl? Einerseits: dass er zu den Mitentwicklern des freien Jazz gehört, den er „motivisch und formal gebunden“ interpretiert.
Und dass alle Größen aus den Jazzlexika nicht nur zu seinen Zeitgenossen zählen, sondern er mit fast allen auch gemeinsam gespielt hat, nur Miles Davis ist ihm entgangen, sagt er.
Anderseits ist er nun schon ein paar Jahr im Ruhestand von seinen Jobs an Universitäten und in Rundfunkanstalten und nutzt seine Zeit für neue, gut ausgewählte Projekte: etwa sein Duo mit der Altsaxophonistin Tanja Feichtmair, die zwar ein paar Jahre später in den Jazz einstieg, aber genauso zu den wichtigen freien ImprovisatorInnen aus Österreich zählt.
Ein Dialog von Freiheit und Form, Klangfarbe und -Fülle, Tradition und Avantgarde.

 

Podiumsgespräche Musik und Gesellschaft:
Jazzjournalist und Soziologe Tobias Richtsteig im Diskurs mit Dr. Hartwig Gernandt, Antarktisexperte

Das Gespräch muss leider auf einen anderen Termin verschoben werden.
Da der Gesprächspartner ein guter Bekannter von mir ist, bin ich in der Pflicht es ordentlich vorzubereiten. Dazu bin ich gegenwärtig nicht in der Lage, da ich mir eine Lungenentzündung eingefangen habe.
Außerdem hat die Deutsche Post Unterlagen nicht ordnungsgemäß zugestellt…
Freut Euch auf zwei Sets des Duos!
Vielleicht erscheine ich zum Konzert.  Assi

Gespräch und Konzert wird gefördert mit Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung

 

 

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 


Freitag 24. Mai '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Brass-Band trifft Songwriter

 

 

Duo Kühne / Dahlgren

Almut KühneAlmut Kühne – vocals, piano
Chris Dahlgren – bass, viola da gamba

Die beiden außergewöhnlichen Musiker verbindet so einiges. Im Jazz und in der freien Improvisation verwurzelt, öffnen sie neugierig Türen zur Renaissance-Musik, zu ihren eigenen Wort- und Songwelten.

Almut Kühne ist eine Vokalistin, die alle Genregrenzen hinter sich lässt und ohne Rücksicht auf Verluste auch an ihre ganz persönlichen Grenzen geht: beeindruckend!“
~ Peter Füssl, Kulturzeitschrift Dornbirn 2014
www.almutkuehne.de

„…Chris Dahlgren ist kein typischer Bassist. Er ist ein Entdecker, für den jede Möglichkeit eine neue Option ist, die zu Tage gefördert und untersucht werden will, denn er sucht nach neuen Sounds und neuen Ansätzen für seine Musik und sein Instrument.“
~ Ken Frankling, The Jazz Condition- UPI Arts & Entertainment
www.chrisdahlgren.com

 

 

 

Insomnia Brass Band

Wegen Erkrankung von Anke Lucks muss der Auftritt leider verschoben werden.
Wir wünschen Ihr erfolgreiche Genesung!

Dafür:

Uli Kempendorff Trio

Uli Kempendorff – saxes, clarinet
Felix Henkelhausen – bass
Oliver Steidle – drums

 


Freitag 17. Mai '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Lina Allemanos Ohrenschmaus

Lina Allemano Lina Allemano – trumpet
Dan Peter Sundland – bass guitar
Michael Griener – drums

Der Berliner OHRENSCHMAUS ist ein abenteuerliches, international besetztes Improvisationstrio mit der kanadischen Trompeterin, Improvisatorin und Komponistin Lina Allemano als Frontfrau.
Flankiert wird sie von dem norwegischen Bassisten Dan Peter Sundland und dem deutschen Schlagzeuger Michael Griener.
OHRENSCHMAUS spielt Allemanos markante und originelle Kompositionen, gezielt für diese Band komponiert, wobei die Interaktion der Gruppe, die Improvisation und das Erforschen von Klängen im Vordergrund steht.
„Allemanos Stärke ist es, Gedanken und Klänge in Melodien zu verwandeln. Ihre fein strukturierten Improvisationen sind immer absichtsvoll doch beiläufig, als würde sie Noten und Phrasen pflücken, die schon immer da waren, darauf wartend, dass sie hörbar gemacht werden.“ ~The Globe and Mail

Allemano ist international bekannt, durch innovative Auftritte und Aufnahmen zeitgenössischer Musik hauptsächlich im Bereich der Improvisation, experimenteller Musik, der Avantgarde und des Free-Jazz.
In den letzten Jahren pendelt sie zwischen Berlin und Toronto, mit eigenen Bands in beiden Städten und einer immer länger werdenden Liste von Improvisator*innen aus der ganzen Welt, mit denen sie parallel dazu noch gearbeitet hat.
Point of Departure hat Lina Allemano „eine der aufregendsten neuen Stimme der letzten Jahre“ genannt, für das DownBeat Magazine ist sie als eine der vielversprechendsten und innovativsten Trompeterinnen.
Durch ihr Spiel, ihre Kompositionen und ihren künstlerischen Anspruch wird sie international als abenteuerlich, expressiv, fesselnd und einfallsreich anerkannt.
Neben ihrer langjährigen akustischen Free-Jazz Band LINA ALLEMANO FOUR ist sie Frontfrau des elektronischen Improvisations-Quartetts TITANIUM RIOT und dem neuen Trio OHRENSCHMAUS.
Seit vielen Jahren veröffentlicht und tourt sie in Europa, den USA und Kanada.

www.linaallemano.com

 


Donnerstag 16. Mai '19    Einlass: 20:00  Beginn: 20:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe

Leitung Christof Griese

„Wenn ein Ensemble mehr ist als die Summe der Akteure, dann ist oft ein Chef mit Führungsqualitäten im Spiel. Fetzige Bläsersätze und knackige Rhythmen fegen Big Band Vorurteile swingend beiseite.“
~ Der Tagesspiegel

jayjaybece

Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBandCharlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der Musikschule Charlottenburg, jetzt City West von Berlin gegründet.

Das einzigartige Konzept – junge MusikerInnen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponisten – führte zu Einladungen auf Festivals und zu Wettbewerben in Berlin, London-Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig, Nürnberg, Bingen, Dresden, Mexiko-Stadt, Stuttgart und Hoofddorp.

Bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ gewann JayJayBeCe 2010 als einzige Big Band gleich zwei Preise: den renommierten Skoda Jazz Preis (mit Dozenten eigener Wahl) und den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
2014″ in Stuttgart wurde der Förderpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen.
Beim Meer Jazz Festival in Hoofddorp Harlemermeer NL konnte JayJayBeCe den International Big Band Concours 2012 als „First Class First Prize Winner“ und 2013 als „Top Class First Prize Winner“ beenden.
Im Mai 2014 wurde die Bigband dort „Top Class Second Prize Winner“.

Seit 1998 tritt JayJayBeCe monatlich in der Konzertreihe des Jazzkeller 69 e.V. auf. Diese regelmäßigen Konzerte tragen wesentlich zu den Erfolgen der Band bei.

HOLZ
Nils Feldman – alto + sopran sax / Anton Kowalski – alto sax / Aaron Klenke, Sebastian Lange – tenor + sopran sax / Yannic Rösch – bariton saxs, bass clarinet
BLECH
Tobias Knebel, Elina Dalewski, Lina-Marie Batteux – trumpets
Laszlo Griese, Jan Ole Zabel, Simeon Prause – trombone / Alicia Sayell – tuba
RHYTMUS
Jakob Reisener – piano / Ettore Marangon – guitar / Per Moritz Buschmann – bass / Heinrich Eißmann – drums

saxart.de

 


Dienstag 14. Mai '19     21:00     Konzerthinweis
b-flat   [Dircksenstr. 40]


Keys & Screws Double Bass

keys_screws_double_bass

Thomas Borgmann – reeds
Christoph Winckel – double bass
Jan Roder – double bass
Willi Kellers – drums

Keys & Screws, Schlüssel & Schrauben, ist die Verzahnung der Trios von Thomas Borgmann & Willi Kellers mit den Bassisten Jan Roder als auch Christoph Winckel.
Die enge Zusammenarbeit von Borgmann & Kellers dauert schon knapp drei Dekaden, sei es in der Gruppe Ruf der Heimat mit Ernst-Ludwig Petrowsky oder im Trio Boom Box.
Naheliegend die Idee von Borgmann & Kellers sich mit zwei Bassisten in ein Quartett zu begeben, mit denen beide schon immer gerne im Trio gespielt haben.
Das Quartett begeisterte zuletzt beim Festival Peitz.

In den Biografien der vier Herren, tauchen die Namen Peter Brötzmann, Steve Lacy, John Coltrane, Pharoah Sanders, Ernst-Ludwig Petrowsky, Heinz Sauer, Albert Mangelsdorff, Willem Breuker, Fred Frith, Cecil Taylor, Borah Bergman, Alexander von Schlippenbach und die beiden wilden Kerle Frank Wright und Charles Gayle auf, als Spielgefährten, verehrte Idole oder Musiker, mit denen sie verglichen wurden – oder als all das zusammen.

Die musikalische Welt steten Aufbruchs, steten Abwägens alter und sich neu entwickelnder handwerklicher, formaler und klanglicher Traditionen, in der Thomas Borgmann, Jan Roder, Christoph Winckel und Willi Kellers erwachsen geworden sind, ist damit einigermaßen umrissen, was daraus bei diesem Quartett erwächst, aber keineswegs.
Denn hier entsteht aus den verschiedensten Anregungen eine Musik voller überraschender Wandlungen und enormer, absolut origineller Vielfalt.

„…auf dem Sopransax bewegte sich Borgmann in ausladenden Improvisationen und mit vollem, warmen Ton, auf von John Coltrane vorgezeichneten Spuren.
In ekstatischen Momenten lüpft er eine Ecke des Vorhangs zu einer anderen Welt.“
~ Michael Scheiner, Passauer Nachrichten

Willi Kellers: „…one of the players of our music in Europe!“
~ Cecil Taylor

thomasborgmann.de    winckel-bass.de    jan roder    willi kellers

 

 


Sonntag 12. Mai '19    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Industriesalon Schöneweide   [Reinbeckstr. 9, 12459  Berlin-Schöneweide]


Johannes Bauer fehlt – Memorial Werkstatt Orchester

Johannes BauerHeiner Reinhardt – tenor sax, bass clarinet
Frank Paul Schubert – sopran sax
Frank Gratkowski – alto sax
Gebhard Ullmann – flute
Christof Thewes – trombone
Lina Allemano – trumpet
Simon Jakob Drees – violin
Matthias Bauer – bass
Andreas Willers – guitar
Julie Sassoon – piano
Willi Kellers – drums

Am 6. Mai 2019 jährt sich der Todestag von Johannes Bauer zum dritten Mal.
Er war einer wichtigsten europäischen Posaunisten und Komponisten des Freien Jazz und der Improvisierten Musik.
Sein Posaunenspiel setzte in vielen Ensembles Maßstäbe.
Für den Jazzkeller Treptow bzw. Jazzkeller 69 e. V. war er war einer der relevanten Protagonisten. Von 1976 bis zu seinem Tod gab er 95 Konzerte, darunter mit international bekannten Kollegen, wie Jon Rose (1988), Clayton Thomas (2004), denen er erste Auftrittsmöglichkeiten in (Ost-)Berlin ermöglichte.
Sein eruptives Spiel, seine kraftvoll gestanzten Töne, die kompromisslos lautenden Ausbrüche machten ihn früh schon unvergleichlich.
Er wagte sich aber auch an gegenteilige Exzesse heran, indem er die Posaune wie zum Aushauchen brachte, mit Atemgeräusch spielte und dabei immer so betont ernsthaft blieb. Ihm ging es nicht darum als Solist alleine in der vordersten Reihe zu stehen.
Er wollte, dass alle Mitglieder einer musikalischen Formation als ein gelungenes Team zusammen Musik entwickeln.
Sein Ziel war es, dass jeder musikalische Moment zu einer spannungsgeladenen Dichte zusammenwächst. Er fügte in seinem Posaunenspiel immer das hinzu, was gerade in der Musik fehlte.
Auch wenn Johannes Bauers Posaunenstimme nicht zu ersetzen ist, hat sich der Jazzkeller 69 e. V. zur Aufgabe gemacht seine Ideen zu bewahren und zu pflegen.
Das elfköpfige Werkstattorchester setzt sich aus international bekannten Musiker zusammen, die eng mit Johannes Bauer zusammen gearbeitet haben, u. a. auch in Konzerten des Jazzkeller 69 e. V., und die mit seinen Improvisationstechniken und Kompositionsmodellen vertraut sind.

Johannes Bauers kompositorisches Schaffen umfasst ironisiert-verfremdete idiomatische Stücke in Hanns-Eisler’scher Tradition (Walzer, Märsche, „Jazz“), des Weiteren mehr oder weniger durchkomponierte Werke mit aleatorischen Aspekten, die sich eher der Neuen Musik zuordnen lassen, und graphische Notationen, die zwar theoretisch von nahezu jedem versierten Ensemble aufgeführt werden könnten, aber erst so recht zum Blühen kommen, wenn die beteiligten Musiker erfahrene Improvisatoren sind, da die durch die Notation gesetzten Freiräume nur dann entsprechend kreativ und inspiriert ausgestaltet werden können.
In dem neuenddeckten Stück Nr. 10 werden Elemente herkömmlicher Notation als graphische Zeichen verwendet. Über einen Timecode werden die einzelnen Aktionen gesteuert und so zu einer Art „gestischem Unisono“ geführt.

Jorgo Schäfer

Während des Konzertes:
live-actionpainting von Jorgo Schäfer

 

Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas. Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.
Elektropolis-Tour: Jeden Sonntag um 12 Uhr,Treffpunkt: Industriesalon

 

Und in unmittelbarer Nachbarschaft die Ausstellung:
Roger Melis I Die Ostdeutschen
Fotografien aus drei Jahrzehnten DDR

 

Gefördert von Musikfonds e. V.

musikfonds

 


Freitag 10. Mai '19    Einlass: 21:00  Beginn: 21:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
AUFSTURZ   [Oranienburgerstr. 67]


SCHWARM 13

Max Stehle – alto sax, direction/ Ruedi Debrunner – clarinet, bass clarinet, direction / Jens Albrecht – sopran + bariton sax / Lothar Ohlmeier – bass clarinet, sopran sax / Heiko Löchel – bassoon / Tatjana Bielke – musical saw, voice / Gudrun Doberenz – voice / Conny Voss – voice / Matthias Lutz – voice / Hartmut Arweiler – guitar / Rosmarie Jäger – piano / Jana Göpper – violine, viola / Gerhard Übele – violine / Dietrich Petzold – violine, viola / Dale Rickert – cello / Klaus Kürvers – bass / Frank Fiedler – drums

SCHWARM 13 wurde 2014 vom Schweizer Klarinettisten und Komponisten Ruedi Debrunner und dem Berlin Saxophonisten Max Stehle gegründet und besteht aus 13-18 Musikern unterschiedlicher Couleur.
Durch intensive Proben mit offen strukturierten Stücken um die Begriffe Skulptur-Schwarm-Konversation hat das Ensemble eine eigene Ästhetik und ein klares Gefühl für die Formen und Bewegungen der eigenen Improvisationen gefunden.
Es überzeugt sein Publikum mit Klarheit, Vielseitigkeit, Spielfreude und Humor.

 

 



 

 

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