jazzkeller 69 e.V.

Archiv 2018

   Alles vor November 2008 unter » der alten Seite « !!!




Samstag 28. Juli '18  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg


Triebwerk Hornung

TriebwerkWanja Slavin – alto sax
Ludwig Hornung – fender rhodes
John Schröder – drums

Mit seinem Klaviertrio hat Ludwig Hornung im vergangenen Jahr viel Lob bekommen.
Die klassischen Komplimente: dichtes Interplay, natürliche Virtuosität – aber auch: „Alles singt bei ihm“ schrieb Hubert Nuss, der es (selbst Pianist) wissen muss.
Ein wichtiger Hinweis, der auch für das Triebwerk Hornung gilt, das andere Dreierpack.
Hier legt der Pianist mit dem sanfteren Fender Rhodes die Bahn für die lyrischen Höhenflüge von Wanja Slavin (Echo Jazz-Preisträger und -Kritiker), befeuert von John Schröder, der das Schlagzeug als sein Medium gewählt hat.
Als gut eingefahrenes Triebwerk verwandeln sie Spirit in reine Energie; Rock und Drum & Bass-Erfahrung gewähren dabei Bodenhaftung, um auch freiere Jazz-Ausfahrten zu nehmen.
Ihre Titel nennen sie „Hundstage“, „Immer Dömmer“ oder auch “Quäl dich, Du Sau!
Diese Drei haben wirklich etwas zu erzählen.

 

JR3

JR3Jan Roder – bass
Rudi Mahall – bass clarinet
Olaf Rupp – guitar

Wenn er Bass spielt, ist Jan Roder glücklich – das sieht und hört man.
Mehr Glück ist es noch, wenn er freien Jazz spielt, in einer guten Besetzung.
Das wissen Berliner Zuhörer-und schauerInnen aus Hunderten von Konzerten. Nur zu logisch also, dass er die neueste CD mit seinem Trio „Happy Jazz“ genannt hat.
Schon lange kennen sich Rudi Mahall, Roder und Olaf Rupp. Vor Jahren lebten die Drei am Rande des gleichen Parks in Berlin, „konnten sich ohne Schlagzeug … aah … wunderbar zu Hause treffen und fröhliche Kammermusik miteinander improvisieren“ (Zitat Roder).
Wie sie dabei zusammen kommen, in Kontrast oder Dialog treten, immer mit einem Augenzwinkern: das ist schon ein gutes Beispiel dafür, wie Gemeinschaft auch funktionieren kann.
Mit großer Freiheit, exzentrisch ohne Esoterik, nicht zu leise, sondern in fröhlicher Lautstärke. Also: Jazz, der wirklich glücklich macht.
jr3

 

 

MATSCH & SCHNEE – The Jerico Projekt

Silke Eberhard – alto sax
Maike Hilbig – bass
Geoffroy de Masure – trombone
Gerhard Gschlössl – trombone
feat. Daniel Casimir – alt trombone

Die Posaunen und die Mauern von Jericho. Alte Geschichte – und immer wieder gut.
Dabei war es nicht die Lautstärke oder etwa der Sound, der die Stadtmauern damals zum Einsturz brachte. Sondern die Ausdauer der Musiker.
Silke Eberhard und Maike Hilbig haben ein genauso langlebiges Duo: „Matsch&Schnee“.
Wie diese Begleiterscheinungen des Berliner Alltags kommt auch ihre Musik rüber: Kompromisslos nutzen sie Mikrointeraktionen, ungebunden losgelöste Rhythmen und rohen Jazz, um die – dann eben doch – Schönheit der Erde in ihrer ganzen Weite zu beschreiben.
Gerhard Gschlößl hat sich davon seinerseits zu Arrangements reiner Wahrheit inspirieren lassen: mit drei Posaunisten dazu ergab sich ein Quintett, welches bei den Kollektiv Nights 2017 in Berlin erstmals vorgestellt wurde: Das »Jerico Project«.
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Da geht es nicht um rohe Klangmacht, sondern um durchdachte Konzepte, die die Strukturen konsequent zum Tanzen bringen, um Musik voller Lebendigkeit. Denn die kann sicher geglaubte Mauern nachhaltig erschüttern.

 


Samstag 14. Juli '18  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg


Umfundisi

umfundisi foto: dietmar listeTobias Delius – tenor sax
Matthias Schubert – tenor sax
Antonio Borghini – bass
Christian Lillinger – drums

»Umfundisi« bedeutet auf Zulu und Xhosa: ‘Prediger’.
Das war auch der vielsagende Spitzname des 2012 verstorbenen Saxofonisten Sean Bergin.
Er stammte aus einer Familie von Seefahrern, der Großvater war als Kapitän in Durban/Südafrika hängen geblieben. Sean erbte den internationalen Spirit seiner Vorfahren, spielte auch in Zeiten der Apartheid mit schwarzen Kollegen zusammen.
Schließlich emigrierte er nach London, wo er u.a. mit Dudu Pukwana und Chris McGregor dem europäischen FreeJazz afrikanischen Drive beibrachte. 1
976 ging er nach Amsterdam und zählte zum inneren Kreis der “Bimhuis”-Szene.
In Amsterdam haben auch die beiden Saxofonisten des Quartetts »Umfundisi« lange gelebt: Matthias Schubert und Tobias Delius, der auch eng mit Bergin befreundet war.
Gemeinsam mit Antonio Borghini (der selbst Bergin in sein »Domino«-Quartett holte) und Christian Lillinger (der 2010 mit Bergin, Delius und Borghini im Aufsturz auftrat) lassen sie die Erinnerung an den Prediger und seine Musik weiterleben.

 

 

Schultze/Ehwald-Duo feat. John Schröder

schultze ehwaldStefan Schultze – fender rhodes
Peter Ehwald – saxes
John Schröder – drums

Ein Atem, der zum Ton, zum melodischen Motiv wird. Ein Klaviermotiv wie ein Echo.
Dieses Trio ist nicht einfach nur ein „Treffen“ zum gemeinsamen Spiel. Da ist mehr. Viel mehr.
Stefan Schultze und Peter Ehwald arbeiten schon seit Ewigkeiten zusammen, nicht nur als Duo, auch bei der »Oktoposse« oder im »Backyard Jazz Orchestra«.
Und das sind nur zwei willkürlich herausgepickte Bandnamen.
„Was die beiden seit nunmehr Jahren anpacken, zeugt von tiefem Einklang, der nur so bestehen kann, wenn man die Verschiedenheit zwischen den beiden Charakteren bejaht“ schrieb die Jazzzeitung vor einem Jahr über ihre jüngste Duo-Platte.
Was zu zweit gilt, geht auch zu dritt gut: Jetzt haben Schultze/Ehwald sich noch John Schröder dazu eingeladen, damit sind es drei außergewöhnliche Berliner Musiker, die sich gegenseitig viel zu erzählen haben. Und wir können live dabei sein.
whyplayjazz

 

 

Absolutly Sweet Marie

Absolutly Sweet MarieSteffen Faul – trumpet
Matthias Müller – trombone
Alexander Beierbach – tenor sax
Max Andrzejewski – drums

»Blonde on Blonde« sei Bob Dylans bestes Album, sagt man. Dabei war der Anfang schwer, erzählte der Nobelpreisträger seinem Biographen Robert Shelton. „Ich war wirklich niedergeschlagen.
Aus ganzen 10 AufnahmeSessions haben wir keinen einzigen Song nehmen können … Es war die Band, aber das wusste ich da nicht. Ich wollte es nicht wahrhaben.“
Nach einem halben Jahr voller Fehlversuche floh er aus New York nach Nashville, wo er Musiker fand, mit denen es endlich funkte.
Hätte er mal gleich mit »Absolutely Sweet Marie« gearbeitet. Das Berliner Brass-Band-Quartett zählt zu den besten DylanBands überhaupt.
Weil sie ihren ganz eigenen Zugang haben: Oft reichen ihnen nur Bruchstücke aus den bekannten Original-Versionen als Material für ausgedehnte Kommentare.
Und die werden nicht weg-genuschelt. Sondern nonverbal und pointiert platziert.
Das Beste daran: dieses Jahr gibt es keinen Nobelpreis, aber das neue »Absolutely Sweet Marie« – Programm hier und jetzt: live!
Absolutly Sweet Marie

 


Mittwoch 4. Juli '18 - jazzkeller 69 stellt vor - 20 Uhr:
Christuskirche   [Firlstr. 16, Berlin - Oberschöneweide]


Conny Bauer 75

conny bauerConny Bauer – trombone
Matthias Bauer – bass
Dag Magnus Narvesen – drums

Conny Bauer begeht seinen 75. Geburtstag. Er hat den Klangraum dieses tiefgestimmten Instrumentes in einzigartiger Weise erweitert und ist ein Meister der melodischen Improvisation auf der Posaune.

Seit einiger Zeit spielt er im Trio mit seinem Bruder Matthias, der als Interpret Neuer Musik mit verschiedenen Ensembles arbeitet, aber auch als Bühnenmusiker und improvisierender Musiker bekannt ist und Dag Magnus Narvesen, der zu den bekanntesten Jazzmusikern der florierenden Improvisationsszene Skandinaviens gehört.
Hier treffen drei Generationen und drei unterschiedliche musikalische Biografien aufeinander, die ihre Neugier und die Freude am Zusammenspiel eint.

Einlass: 19:30!

Kooperation von Jazzkeller 69, Ev. Kirchengemeinde Berlin Oberschöneweide & Schock-Verlag

 



 

 

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