jazzkeller 69 e.V.

Archiv 2018

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Samstag 16. Juni '18  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg


Autochrom

autochromeLuise Volkmann – saxes
Athina Kontou – bass
Lukas Akintaya – drums

„Autochrome“ war 1904 das erste Verfahren der Farbfotografie. Die Basis bis heute: Rot, Gelb und Blau gemeinsam auf einer Ebene.
Das inspirierte damals, noch vor dem ersten Weltkrieg, den Banker und Mäzen Albert Kahn: Er schickte Fotografen in alle Kontinente: sie sollten die Schönheit der unterschiedlichen Kulturen einfangen, um Rassismus und Intoleranz ein eindrückliches Bild entgegen zu halten.
Im Trio „Autochtom“ klingen die Grundfarben Altsaxophon, Bass und Schlagzeug zusammen. International gemischt aus Paris, Leipzig und Berlin.
Ihr Programm: Schnappschüsse, Unschärfen und detailgenaue Kompositionen. Ein Klangbild, das man sich einmal in Ruhe ansehen sollte.
soundcloud

 

 

 

PLEJADEN*SUITE

Paul SchwingenschlöglKubi Kubach – bass
Denis Stilke – drums
Antonis Anissegos – wurlitzer
Paul Schwingen – trumpet
Ronnie Rocket – vocals

Sogar Berliner kennen sie: die Plejaden. Ein Haufen Sterne: hell genug, um selbst am niemals dunklen Nachthimmel der Stadt mit dem „großen Wagen“ verwechselt zu werden.
Den unverwechselbaren Wiener Produzenten Ronnie Rocket kennt man weniger, obwohl er z.B. mit Mars Bonfire, John Cale, Jack Bruce und Nico arbeitete, aber auch mit Miles Davis und Chet Baker.
Genauso kennt er den nicht nur in Berlin bekannten Trompeter Paul Schwingenschlögl und hat bei ihm nun die PLEJADEN*SUITE in Auftrag gegeben.
Und die knüpft bei Miles Davis´ Space-Grooves von „Bitches Brew“ genauso an, wie bei John Coltranes Spiritualität und dem hymnischen Humor von Lester Bowie – und nicht zuletzt bei den mythologischen Plejaden.
Sie waren eine Gruppe von Nymphen, die in Tauben verwandelt wurden und per Luftfracht Zeus die Götterspeise Ambrosia lieferten.
So schließt sich hier der Kreis: auch die Musik von Schwingenschlögls Berliner Quartett groovt, erweitert das Bewußtsein und macht durch bloßes Zuhören unsterblich.

 

 

 

Generations-Trio

generations trioDavid Friedman – vibraphone
Oli Potratz – bass
Tilo Weber – drums

David Friedman und Tilo Weber: der eine hat die Siebzig überschritten, der andere ist noch keine dreißig.
Der Vibrafonist ist abgeklärt und hungrig und blickt auf einen immensen Schatz an Begegnungen und Erfahrungen zurück, der Drummer ist hungrig und abgeklärt, will vielen Menschen begegnen und Erfahrungen sammeln.
Friedman hat den Jazz in den USA beim Spiel mit fast allen Großen der Jazzgeschichte gelernt.
Weber hat in Deutschland bei Friedman studiert und ist auf dem Sprung, die Welt zu erobern.
Die unterschiedlichen Standpunkte vereinen sie mit Bassist Oliver Potratz zum Trio. Friedman freut sich über das Treffen der Generationen:
„Viele Musiker aus meiner eigenen Generation sind sehr vorsichtig. In unserem Trio ist es egal, was ich schreibe, die beiden fressen es auf – ganz ohne Angst, Vorbehalte und Abwägungen.“ Oder, um es mit Tilo Webers Worten zu sagen: „Das ist Musik ohne Klärungsbedarf.“
CD release „Thursday“ Malletmuse Records

 


Samstag 16. Juni '18




Jazz am Kaisersteg
Kultursommer im Garten

16. + 30. Juni, 14.+ 28. Juli, 11. August 2018
jeweils 19 – 22 Uhr draußen & fast gratis

Umfundisi, Schultze/Ehwald/Schröder, JR3, Triebwerk Hornung, The Jerico Projekt, Frank Gratkowski Trio, Silke Eberhard Trio, Fake Noise, Melanoia, Das Kondensat, Generations-Trio, Plejaden Suite, Autochrom, SEES …

Open Air Bühne am Kaisersteg, Hasselwerderstr. 22 , Berlin-Oberschöneweide
( S Schöneweide; S8, S9,S45, S46, S47 Tram M17, 21, 27, 37, 63, 67 Bus M11, 160, 163, 166, 167, N65, N67 )
Jazzkeller 69 e.V. in Zusammenarbeit mit Schockverlag & freundlicher Unterstützung
der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur

 

Der Jazz ist im Keller?

Es schwingt immer auch eine Portion Stolz mit, wenn Jazzmusiker (und die Jazzmusikerinnen auch) von ihren Arbeitsbedingungen erzählen.
„Es war schlimmer als Bergbau, schlimmer als Untertage-Arbeit”, berichtete etwa der vor einem Jahr verstorbene Michael Naura, wie er als Jazzpianist ohne Sonnenlicht und in bedenklich verrauchten Kellern durch die Nächte spielte, bis er buchstäblich ins Sanatorium kam. Doch das ist lange her.

Heute gibt es Jazz auch an der frischen Luft – zum Beispiel auf der Open-Air-Bühne des Jazzkellers am Kaisersteg – auch wenn dahinter immer noch ganz klassisch der „Jazzkeller 69 e.V.“ steht.
Seit bald 50 Jahren bringt dieser Verein Jazz in Berlin auf die Bühne: im ‚Aufsturz‘ in Mitte, aber eben auch in Schöneweide. Was früher der sprichwörtliche „Jazzkeller“ war, ist heute eine Reihe von Bühnen – in der ganzen Stadt verteilt. Ein zentrales „House of Jazz“, wie es derzeit diskutiert wird, kann diese lebendige Szene bestenfalls ergänzen.

Ein Querschnitt der Berliner Jazz-Szene ist auch diesen Sommer wieder am Kaisersteg zu sehen und hören: zum Beispiel Gebhard Ullmann, der 2017 den ersten Berliner Jazzpreis erhielt. Sein Trio heißt »Das Kondensat« – eine erstaunliche Essenz.
Im August teilen sich die SaxophonistInnen Frank Gratkowski, Silke Eberhardt, Jonathan Lindhorst und Peter van Huffel die Bühne.
Und Mitte Juli erinnern Tobias Delius und Matthias Schubert an den 2012 verstorbenen Sean Bergin, der einst aus Südafrika nach Amsterdam gekommen war, und den europäischen Jazz vom Kopf auf seine tanzenden Füße stellte.
Lebendig ist Musik immer, wenn verschiedene „Töne“ aufeinander treffen, wie im »Generations Trio« von David Friedman und Tilo Weber, oder im »Jerico Project«, wo sich das »Matsch& Schnee«-Duo von Maike Hilbig und Silke Eberhard mit drei Posaunisten vereint.
Da bleibt kein Stein auf dem anderen. Und darum geht es doch, immer wieder neu.

~ Tobias Richtsteig, freischaffender Musikjournalist in Presse und Funk, war bis 2018 Mitglied im Jazz-Beirat der Berliner Senatskanzlei f. kulturelle Angelegenheiten.

 


Mittwoch 13. Juni '18     19:00     Konzerthinweis
Helle Panke   [Kopenhagener Str. 9]


„Konzert im Freien“ Film von Jürgen Böttcher (Strawalde)

Konzert im FreienDie Free-Jazzer Günter „Baby“ Sommer und Dietmar Diesner führen mit Schlagwerk und Saxophon vor dem Marx-Engels-Denkmal durch den Film.
Dokumentaraufnahmen von Jürgen Böttcher aus den Jahren 1981 – 86 mit den damals am Projekt beteiligten Künstlern durchbrechen immer wieder den musikalischen Fluss.

 

Anschließend Diskussion mit Dr. Thomas Flierl zur Zukunft des Denkmals

Rosa-Luxemburg-Stiftung / Strawalde

 


Sonntag 10. Juni '18


Der Jazzkeller 69 im Kulturradio rbb: 23:05

azz-Diskothek_kulturradio_-_2018-05-31_17.28.34
kulturradio.de/programm

 



 

 

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