jazzkeller 69 e.V.

Archiv 2018

   Alles vor November 2008 unter » der alten Seite « !!!




Samstag 30. Juni '18  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg


Melanoia

MelanoiaChristian Weidner – alto sax
Ronny Graupe – 7string guitar
Jozef Dumoulin – fender rhodes + FX
Dejan Terzic – drums

Schon für die erste Ausgabe seines „Melanoia“-Quartetts bekam er vor 4 Jahren einen Echo Jazz.
Der ausgezeichnete Schlagzeuger Dejan Terzic ist eben auch ein Erfinder überzeugender Musik-Konzepte.
Aktuell hat er eine neue Traum-Besetzung am Start, die schon von den Beteiligten her viel verspricht: Christian Weidner, als Meister der lyrischen Feinstofflichkeit und Jozef Dumoulin, der das Fender Rhodes neu definiert hat – zusammen mit dem Gitarristen Ronny Graupe und seinen handgewobenen Loop-Flächen und nicht zuletzt Dejan Terzic selbst als fundamentaler Impulsgeber für seine komplexen Klang- und Rhythmus-Schichten.
Der Bandname Melanoia übrigens erzählt von einem Mangel des Schlafhormons Melatonin, der zu chronischer Schlaflosigkeit führen kann – und damit von einem Leben zwischen Melancholie und Paranoia.

 

 

 

SEES

What She Sees Silke Eberhard – alto sax
Sandy Evans – tenor + soprano sax, toys, suling

Das Duo SEES agiert weltumspannend und hat so den Blick ins ganze Universum.
Ist die eine am Südpol, ist die andere am Nordpol; ist die eine in Deutschland, ist die andere in Australien.
Dort trafen sich die beiden 2017 beim Sydney International Women’s Jazz Festival. Die ersten Duo-Improvisationen gingen gleich live über den unabhängigen Kultursender FBi Radio.
Nicht immer entsteht aus dem miteinander Improvisieren auch gemeinsam Musik, aber hier war klar: der Austausch lohnt sich.
Einmal zusammen, nahmen sie gleich ein Album auf, der eingängige Titel erklärt sich von selbst und ist gleichzeitig das Programm: »what she sees« erschien im Mai 2018 auf dem australischen Label »Rufus Records«.
Das gibt SEES die Chance auf eine gemeinsame Tour. Und uns die einmalige Gelegenheit, das Duo live zu sehen. Und das ist seltener als jede Sonnenfinsternis. Und tausendmal interessanter.
sandyevanssilkeeberhard.bandcamp

 

 

 

Das Kondensat

Das KondensatGebhard Ullmann – soprano, tenor saxes; sampler; looper
Oliver Potratz – bass; analog effects
Eric Schäfer – drums; electronics

Was sich hier niederschlägt, hat lange gekocht. Gebhard Ullmann gehört schon lange zu den großen Playern: ob in Chicago, New York oder eben auch wieder in unseren Breiten.
Im vergangenen Jahr erhielt er den ersten Berliner Jazzpreis.
Seine »Basement Research« feiert gerade 25jähriges Bandjubiläum. Mit Eric Schaefer und Oliver Potratz traf er sich zwischendurch zu ganz anderen Forschungen: „Wie können wir mit elektro-akustischen Mitteln improvisieren?“
Zum Beispiel mit dubbigen Bässen, gedoppelten Saxophonen a la Roland Kirk und einer druckvollen Kante Schlagzeug.
Oder mit schwer schleppenden Beats und röhrendem Synthi-Bass, darüber ringmodulierendem Saxophon. Das Kondensat ist eine Essenz aktueller Musik mit mitreißender Wirkung.
das-kondensat

 


Samstag 16. Juni '18  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten
Jazz am Kaisersteg


Autochrom

autochromeLuise Volkmann – saxes
Athina Kontou – bass
Lukas Akintaya – drums

„Autochrome“ war 1904 das erste Verfahren der Farbfotografie. Die Basis bis heute: Rot, Gelb und Blau gemeinsam auf einer Ebene.
Das inspirierte damals, noch vor dem ersten Weltkrieg, den Banker und Mäzen Albert Kahn: Er schickte Fotografen in alle Kontinente: sie sollten die Schönheit der unterschiedlichen Kulturen einfangen, um Rassismus und Intoleranz ein eindrückliches Bild entgegen zu halten.
Im Trio „Autochtom“ klingen die Grundfarben Altsaxophon, Bass und Schlagzeug zusammen. International gemischt aus Paris, Leipzig und Berlin.
Ihr Programm: Schnappschüsse, Unschärfen und detailgenaue Kompositionen. Ein Klangbild, das man sich einmal in Ruhe ansehen sollte.
soundcloud

 

 

 

PLEJADEN*SUITE

Paul SchwingenschlöglKubi Kubach – bass
Denis Stilke – drums
Antonis Anissegos – wurlitzer
Paul Schwingen – trumpet
Ronnie Rocket – vocals

Sogar Berliner kennen sie: die Plejaden. Ein Haufen Sterne: hell genug, um selbst am niemals dunklen Nachthimmel der Stadt mit dem „großen Wagen“ verwechselt zu werden.
Den unverwechselbaren Wiener Produzenten Ronnie Rocket kennt man weniger, obwohl er z.B. mit Mars Bonfire, John Cale, Jack Bruce und Nico arbeitete, aber auch mit Miles Davis und Chet Baker.
Genauso kennt er den nicht nur in Berlin bekannten Trompeter Paul Schwingenschlögl und hat bei ihm nun die PLEJADEN*SUITE in Auftrag gegeben.
Und die knüpft bei Miles Davis´ Space-Grooves von „Bitches Brew“ genauso an, wie bei John Coltranes Spiritualität und dem hymnischen Humor von Lester Bowie – und nicht zuletzt bei den mythologischen Plejaden.
Sie waren eine Gruppe von Nymphen, die in Tauben verwandelt wurden und per Luftfracht Zeus die Götterspeise Ambrosia lieferten.
So schließt sich hier der Kreis: auch die Musik von Schwingenschlögls Berliner Quartett groovt, erweitert das Bewußtsein und macht durch bloßes Zuhören unsterblich.

 

 

 

Generations-Trio

generations trioDavid Friedman – vibraphone
Oli Potratz – bass
Tilo Weber – drums

David Friedman und Tilo Weber: der eine hat die Siebzig überschritten, der andere ist noch keine dreißig.
Der Vibrafonist ist abgeklärt und hungrig und blickt auf einen immensen Schatz an Begegnungen und Erfahrungen zurück, der Drummer ist hungrig und abgeklärt, will vielen Menschen begegnen und Erfahrungen sammeln.
Friedman hat den Jazz in den USA beim Spiel mit fast allen Großen der Jazzgeschichte gelernt.
Weber hat in Deutschland bei Friedman studiert und ist auf dem Sprung, die Welt zu erobern.
Die unterschiedlichen Standpunkte vereinen sie mit Bassist Oliver Potratz zum Trio. Friedman freut sich über das Treffen der Generationen:
„Viele Musiker aus meiner eigenen Generation sind sehr vorsichtig. In unserem Trio ist es egal, was ich schreibe, die beiden fressen es auf – ganz ohne Angst, Vorbehalte und Abwägungen.“ Oder, um es mit Tilo Webers Worten zu sagen: „Das ist Musik ohne Klärungsbedarf.“
CD release „Thursday“ Malletmuse Records

 


Samstag 16. Juni '18




Jazz am Kaisersteg
Kultursommer im Garten

16. + 30. Juni, 14.+ 28. Juli, 11. August 2018
jeweils 19 – 22 Uhr draußen & fast gratis

Umfundisi, Schultze/Ehwald/Schröder, JR3, Triebwerk Hornung, The Jerico Projekt, Frank Gratkowski Trio, Silke Eberhard Trio, Fake Noise, Melanoia, Das Kondensat, Generations-Trio, Plejaden Suite, Autochrom, SEES …

Open Air Bühne am Kaisersteg, Hasselwerderstr. 22 , Berlin-Oberschöneweide
( S Schöneweide; S8, S9,S45, S46, S47 Tram M17, 21, 27, 37, 63, 67 Bus M11, 160, 163, 166, 167, N65, N67 )
Jazzkeller 69 e.V. in Zusammenarbeit mit Schockverlag & freundlicher Unterstützung
der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur

 

Der Jazz ist im Keller?

Es schwingt immer auch eine Portion Stolz mit, wenn Jazzmusiker (und die Jazzmusikerinnen auch) von ihren Arbeitsbedingungen erzählen.
„Es war schlimmer als Bergbau, schlimmer als Untertage-Arbeit”, berichtete etwa der vor einem Jahr verstorbene Michael Naura, wie er als Jazzpianist ohne Sonnenlicht und in bedenklich verrauchten Kellern durch die Nächte spielte, bis er buchstäblich ins Sanatorium kam. Doch das ist lange her.

Heute gibt es Jazz auch an der frischen Luft – zum Beispiel auf der Open-Air-Bühne des Jazzkellers am Kaisersteg – auch wenn dahinter immer noch ganz klassisch der „Jazzkeller 69 e.V.“ steht.
Seit bald 50 Jahren bringt dieser Verein Jazz in Berlin auf die Bühne: im ‚Aufsturz‘ in Mitte, aber eben auch in Schöneweide. Was früher der sprichwörtliche „Jazzkeller“ war, ist heute eine Reihe von Bühnen – in der ganzen Stadt verteilt. Ein zentrales „House of Jazz“, wie es derzeit diskutiert wird, kann diese lebendige Szene bestenfalls ergänzen.

Ein Querschnitt der Berliner Jazz-Szene ist auch diesen Sommer wieder am Kaisersteg zu sehen und hören: zum Beispiel Gebhard Ullmann, der 2017 den ersten Berliner Jazzpreis erhielt. Sein Trio heißt »Das Kondensat« – eine erstaunliche Essenz.
Im August teilen sich die SaxophonistInnen Frank Gratkowski, Silke Eberhardt, Jonathan Lindhorst und Peter van Huffel die Bühne.
Und Mitte Juli erinnern Tobias Delius und Matthias Schubert an den 2012 verstorbenen Sean Bergin, der einst aus Südafrika nach Amsterdam gekommen war, und den europäischen Jazz vom Kopf auf seine tanzenden Füße stellte.
Lebendig ist Musik immer, wenn verschiedene „Töne“ aufeinander treffen, wie im »Generations Trio« von David Friedman und Tilo Weber, oder im »Jerico Project«, wo sich das »Matsch& Schnee«-Duo von Maike Hilbig und Silke Eberhard mit drei Posaunisten vereint.
Da bleibt kein Stein auf dem anderen. Und darum geht es doch, immer wieder neu.

~ Tobias Richtsteig, freischaffender Musikjournalist in Presse und Funk, war bis 2018 Mitglied im Jazz-Beirat der Berliner Senatskanzlei f. kulturelle Angelegenheiten.

 


Mittwoch 13. Juni '18     19:00     Konzerthinweis
Helle Panke   [Kopenhagener Str. 9]


„Konzert im Freien“ Film von Jürgen Böttcher (Strawalde)

Konzert im FreienDie Free-Jazzer Günter „Baby“ Sommer und Dietmar Diesner führen mit Schlagwerk und Saxophon vor dem Marx-Engels-Denkmal durch den Film.
Dokumentaraufnahmen von Jürgen Böttcher aus den Jahren 1981 – 86 mit den damals am Projekt beteiligten Künstlern durchbrechen immer wieder den musikalischen Fluss.

 

Anschließend Diskussion mit Dr. Thomas Flierl zur Zukunft des Denkmals

Rosa-Luxemburg-Stiftung / Strawalde

 


Sonntag 10. Juni '18


Der Jazzkeller 69 im Kulturradio rbb: 23:05

azz-Diskothek_kulturradio_-_2018-05-31_17.28.34
kulturradio.de/programm

 



 

 

 uuuuu 

» news abonnieren

» anfahrt & orte

 

archiv

 

» mitglied werden

» jazz on 3 (BBC)

» manfred schulze

 

 

 


gefördert durch die
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten