jazzkeller 69 e.V.

Archiv 2017

   Alles vor November 2008 unter » der alten Seite « !!!




Dienstag 29. August '17 - jazzkeller 69 stellt vor - 20 Uhr:
Novilla   [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]


A Love Electric feat. Milad Khawam

Todd ClouserTodd Clouser – vocals, guitar
Hernan Hecht – drums
Aaron Cruz – bass
Milad Khawam – trumpet/duduk

Das explosive Jazz-Rock Trio A LOVE ELECTRIC aus Mexico City bringt das musikalische Erbe des „psychedelic rock“, New York City´s „downtown scene“ und des „introspektiven Songs“ in neue Territorien.
Seitens Mexico City`s wichtigster Zeitung La Jornada werden sie als die Zukunft des “Creative Rock” bezeichnet und Kritiker einschließlich des Rolling Stone Magazine vergleichen das vielseitige und hochtalentierte Trio mit Berühmtheiten wie Cream, Grateful Dead, Eric Clapton und Tom Waits – mit einer klaren, eigenen Stimme.

A LOVE ELECTRIC besteht aus dem mexikanischen Bassisten Aaron Cruz, dem argentinischen Schlagzeuger und Latin Grammy-Gewinner Hernan Hecht und dem US-amerikanischen Frontmann, Gitarristen und Sänger Todd Clouser, dessen Stimme sich an vorderster Stelle einer heranwachsenden und Genre-neu-definierenden Generation von Künstlern etabliert hat.

A LOVE ELECTRIC, deren Musiker auch mit Größen wie John Medeski, Cyro Baptista (Dire Straits), Flea (Red Hot Chili Peppers), Steven Bernstein, Anton Fier, Billy Martin, Keb Mo, Tim Berne und Ely Guerra auftreten, haben ihre Evolution zur „Creative-Rock-Supergroup“ auf inzwischen fünf Alben dokumentiert.

Milad Khawam moved to Berlin from Syria by the end of 2015.
In the Beginning of 2016 he joined concerts around Germany; Don Giovanni by W.A. Mozart with an International Orchestra, Die kleine Barock band and Refugees Welcome Jam feat. Ibrahim Keivo in XJAZZ Festival 2016 , Morgenland Festival Osnabrück 2016 as soloist with the Syrian soprano Dima Orsho and the Morgenland chamber orchestra.
He toured with the Syrian Expat Philharmonic Orchestra around Europe with which he also played to open the 2016 open air season of the Berlin Philharmonic Orchestra.

aloveelectric.com
miladkhawam.de

 

 


Sonntag 27. August '17    Einlass: 15:00  Beginn: 15:30  -  jazzkeller 69 stellt vor
Novilla   [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]


Duo Kaufmann / Dimitriadis

achim kaufmannAchim Kaufmann – piano
Yorgos Dimitriadis – drums

Offiziell hört man nicht viel Gutes zwischen Deutsch- und Griechenland. Die Begegnung von Musikern aber verläuft auf anderer Ebene: wenn man Kreativität freigiebig miteinander teilt und austauscht, kommt Überfluss heraus.

Yorgos Dimitriadis stammt aus Thessaloniki, leistet aber, nachdem er zuvor 12 Jahre in der Pariser NowJazz-Szene mitgetrommel hatte, seit 2006 seinen Beitrag zur Leitkultur von Berlin aus, mit dem Fabric Trio, dem Trio SYC, im Berlin Improvisers Orchestra, live @ Sowieso oder @ miss Hecker“ schreibt Rigobert Dittmann von BadAlchemy.de.

Achim Kaufmann gehört seit vielen Jahren zu den an- und aufregendsten Persönlichkeiten der europäischen Jazz- und Improvisationsszene.
Seine Musik zeugt von harmonischer Feinsinnigkeit und strukturellem Tiefgang; als brillanter Pianist und Komponist hat er über die reflektierte Auseinandersetzung mit der Tradition zu einer nuancierten, jetztzeitigen Klangsprache gefunden, in der Poesie, Energie und Abstraktion gleichermaßen präsent sind“ sagte Julia Neupert vom SWR, als Kaufmann 2015 den Albert-Mangelsdorff-Preis bekam.
Im vergangen Jahr trafen sich Kaufmann und Dimitriadis in verschiedenen Konstellationen – jetzt sind sie als Duo zu erleben.

 

Podiumsgespräch – Kultur im Kiez und internationalen Maßstab:

Gregor Gysi – Bundestagsabgeordneter Wahlkreis Treptow-Köpenick

Tobias Richtsteig – Musikjournalist

 

In Zusammenarbeit mit moving poets Berlin und Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Kulturamts Treptow.

Ein Besuch lohnt nicht nur wegen unseres Konzertangebots. Das Industrieareal in Oberschöneweide gilt als größtes zusammenhängendes Industriedenkmal Europas.
Im Industriesalon Schöneweide ist diese Geschichte sichtbar.

 


Freitag 25. August '17 - jazzkeller 69 stellt vor - 20 Uhr:
Novilla   [Hasselwerderstr. 22, 12439 Berlin-Niederschöneweide]


Seba Kaapstad

Seba KaapstadZoe Modiga – vocals
Ndumiso Manana – vocals
Gee Hye Lee – piano
Sebastian Schuster – bass
Thomas Wörle – drums

Wir befinden uns heute 33° Süd 56’ 20.94’’ – 18° Ost 28’ 10.271’’. Genau genommen sitzen wir am Straßenrand des ‚Tagore’s Club’ im sonnigen und sehr milden Kapstadt.
Am Tisch sitzt eine Gruppe junger Musiker aus Deutschland und Afrika. In diesem Moment wird ein Bandprojekt geboren, wie man es wohl aus einer Kombination von schwäbischer Gründlichkeit und Süd-Afrikanischer Gelassenheit nicht erwartet hätte: Seba Kaapstad.
Im Zentrum des Ensembles stehen die beiden südafrikanischen Sänger Zoe Modiga und Ndumiso Manana, die der Bandleader und Bassist Sebastian Schuster während seines Jazz Studiums in Kapstadt kennengelernt hat.
Komplementiert wird die Band durch die Sängerin Franziska Schuster und Gee Hye Lee am Piano sowie Thomas Wörle am Schlagzeug.
Ihr musikalischer Stil ist geprägt durch die vielfältigen Kulturen und Stilistiken der Bandmitglieder.
Es ist ein urbaner Mix aus Rhythm ’n’ Blues, Hip-Hop, Soul und Jazz. Gleichzeitig wird allerdings auch für Improvisation viel Raum gelassen.
Bei Seba Kaapstad wirken Musiker gemeinsam, die auf den ersten Blick vielleicht unterschiedlich scheinen, aber die genau gleichen Vorstellungen von Musik und deren Einfluss haben.
Dadurch ist ein so besonderes, facettenreiches und wirklich spannendes Projekt entstanden. Es spiegelt die Energie Südafrikas und zeigt, dass Grenzen, jeglicher Art, mit Hilfe von Musik immer überwunden werden können.
Ein absoluter Musiktipp, auch für Nicht-Jazzer!

kaapstad-music.com

 


Samstag 12. August '17  - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne im Garten von Novilla
Jazz am Kaisersteg


Johnny Was

 Julia ReidyJulia Reidy – guitar
Michael Thieke – clarinet
Antonio Borghini – bass

Johnny, mein Gigolo. Baby’s Bruder. Eine Vergangenheit als Rockabilly, die niemand kennt. Geboren in Mississippi, oder vielleicht in East London. Genau, in Südafrika. Gestorben in Nashville.
Spielte Klarinette in Hot Five Orchestre Super Volta Red Hot Peppers. Bambara Mystic Soul. Später im Folsom Gefängnis.
Er behauptete, dass er Blue Suede Shoes geschrieben hat. Elvis wusch ihm den Kopf als er in die Armee eintrat. Skit-Dat-De-Dat.

Johnny, der Bäumeausreißer. Suchte sein Glück in einer dunklen, trostlosen Mine und wusste nicht, dass dies in seine Seele einsickern würde. Er ging schlafen, indem er auf sein Gesicht fiel.
Er kannte die Hölle. Er verliebte sich in Frankie, sie waren so süß, oh mein Gott, was waren sie verliebt.
Er wurde mit einem Mädchen namens Nellie Bligh gesehen. Frankie zog eine kleine 44er. Rutty too too, und schoss genau durch diese Hartholztür. Er war ihr Mann und er hatte ihr Unrecht getan.
Oder war es eine verirrte Kugel? Woo-ooh! Die Frau hielt ihren Kopf und weinte, als ihr Sohn auf der Straße niedergeschossen wurde und starb.
Nur wegen des Systems. Johnny war ein guter Mann. Machte nie eine Sache falsch.

Johnny Was spielt freie Formen im freien Fluss, mit Musik von Johnny Dyani, Johnny Dodds, Johnny Cash. Und Songs über Johnny, von Television, Amadou Ballaké, Sun City Girls, Louis Armstrong, Billy Strayhorn, Big Bill Broonzy, Suicide und George Russell.

 

 

 

Schweizer Franken

Rrudi mahalludi Mahall – bass clarinet
Christian Weber – bass
Michael Griener – drums

Wer die Website des Züricher Bassisten Christian Weber besucht, lernt viel über den improvisierenden Musiker.
Er führt etwa eine Liste seiner Lieblings-Essen, mit Foto und Angaben zu Ort und Koch.
Oder die ausgewählten Videos: Eric Dolphy und Charles Mingus sind da zu sehen, aber auch Weber solo und alte Aufnahmen mit Olaf Ton.
Das neueste Trio zeigt den Schweizer zusammen mit den beiden Franken Rudi Mahall und Michael Griener.
Mit letzterem arbeitet er schon lange zusammen, auch in Trios mit Holzbläsern wie Ellery Eskelin oder Michael Thieke.
Griener wiederum kennt Rudi Mahall (auch er ein Dolphy-Apologet) noch aus gemeinsamen Jugendtagen auf der Nürnberger Szene kreativer Musiker.
Anfang der Neunziger kamen beide nach Berlin, halfen mit, den Sound der Stadt zu prägen. Und das nicht in kleinen Münzen, sondern in harter Währung.
Jetzt sogar in Schweizer Franken. Dieses Trio ist eine sichere Bank.

 

 

 

Ruf der Heimat

ruf der heimat © by Dietmar ListeErnst-Ludwig Petrowsky – reeds
Thomas Borgmann – reeds
Christoph Winckel – bass
Willi Kellers – drums

Luten Petrowsky ist schwer erkrankt und wird nicht spielen können.
Jan Roder am bass wird diesmal die Heimat erweitern.

Seit 1992 dauert der Ruf schon, ist legendär, und es gibt wohl kaum eine Bühne in Europa, die nicht zu ihrer Heimat wurde.
Zunächst nur mit Petrowsky als zweiten Saxofonisten, dann einige Jahre verstärkt mit Peter Brötzmann, oder auch immer wieder in der erweiterten Formation mit Petrowsky und Heinz Sauer.

Das Popkulturmagazin Spex schrieb: „Kaum jemand dekliniert die freie Improvisation so konsequent, so geschichtsbewußt und, tja, trotzdem so unbekümmert durch wie diese vier Herren. Und schwupp! Hier versagt dann auch schale Journalistenprosa.

Und das Kölner Stadtmagazin: „Es ist hinreißender, hymnischer Free Jazz, den das Berliner Quartett Ruf der Heimat spielt, nein: zelebriert. Vielleicht liegt das daran, dass Bandleader und Saxofonist Thomas Borgmann sich stets als »wertkonservativ« bezeichnet hat.
Seine eher traditionelle Spielauffassung zündet aber in diesem Free Kontext: Sein melodiöser Sound verleiht der Musik erst das unwiderstehlich-euphorische Element.

Heute sollte man Begriffe wie »wertkonservativ« lieThomas Borgmann & Ernst Ludwig Petrowsky © Peter E. Rytzber nicht in eine Suchmaschine tippen.
Doch Beifall aus der falschen Ecke muss Borgmann und sein Quartett nicht fürchten: denn bei ihm geht es unüberhörbar um die Werte des Free Jazz, an dessen jüngerer Geschichte er mit großem Ton in Trios mit Wilber Morris und Denis Charles, bzw. Reggie Nicholson mitgeschrieben hat.
Auch mit Bands wie „Boom Box“ und eben „Ruf der Heimat“.

Heimat ist hier nicht rückwärts auf „das Eigene“ bezogen, sondern ein welt-offenes Projekt, das dazu aufruft, verwirklicht zu werden. 2013 erschallte der „Ruf der Heimat“ zum 80. Geburtstag des Gründungsmitglieds Ernst-Ludwig Petrowsky – heute feiert die Original-Besetzung das 25jährige Bandjubiläum!

thomasborgmann.de/heimat

 



 

 

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