Archiv 2010
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Montag 26. Juli 2010
Manfred “Catcher” Schulze 1934 – 2010 R.I.P.
Der Jazzmusiker und Komponist Manfred Schulze alias „Catcher“ ist tot.
Der 75-Jährige erlag am Sonntag (25. Juli 2010) einer langen schweren Krankheit.
Schulze prägte wie kein anderer die Jazzszene in der DDR.
Vom Jazz kommend strebte er bereits Ende der 60er Jahre eine Synthese von zeitgenössischer klassischer Musik und zeitgenössischem Jazz an.
Er komponierte Jazzmusik mit europäischer Intension, weg von der Nachahmung des amerikanischen Jazz.
Die fehlende Reisefreiheit verhinderte seine internationale Anerkennung.
Nach dem Studium (Harmonielehre, Klavier, Klarinette) und Tätigkeiten in verschiedenen Orchestern leitete Schulze in den 1960er Jahren gemeinsam mit dem Saxophonisten Ernst-Ludwig Petrowsky das Manfred-Ludwig-Sextett.
In den folgenden Jahren spielte er in der Gerhard-Stein-Combo und in Bands von Klaus Lenz.
1969 gründete er das Manfred-Schulze-Bläserquintett, das in verschiedenen Bestzungen seine Kompositionen schöpferisch umsetzte.
Er leitete es bis zu seiner Erkrankung 1991.
Viele Jazz-Musiker der DDR gingen durch seine anspruchsvolle, kritische Schule.
Mehrere Platten mit Werken von Manfred Schulze sind bei FMP erschienen.
Sonntag 25. Juli 2010 jazzkeller69 präsentiert:
KUNST AM SPREEKNIE – Programm
JazzGalerie Schöneweide
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Jazzkeller 69 e.V., Kulturwerk Schöneweide e.V. und den Veranstaltungslokalen.
Galerie 15 // Griechische Alle 15
16.00 Uhr: Vernissage der Produzent/innengalerie – Werkschau I / 2010
mit Christa Franke / Carola Göllner / Brigitte Heimann / Irene Niepel /
Jerry Trezdziak / Stefanie Vogel / Antje Wosylus
Musik:
John Schröder • guitar / Tom Arthurs • trumpet
Zwei Künstler die bei aller musikalischer Freiheit immer einen lyrischen Ton beibehalten.
Ihre Musik ist stark aber niemals brachial.
Arthurs, der Brite, und Haage, der Hamburger, sind auch von ihrer Herkunft her bestens präpariert für eine kleine Plauderei mit einem Sinn fürs Schräge.
Atelierhaus 79 // Wilheminenhofstr. 83-85, Haus 79
14.00-18.00 Uhr: Open Studios mit Eva Bauer • VideoSoundInstallation, Bilder
/ Lars Bongard • Design / Jürgen Draeger • Maler / Ursula Heermann-Jensen •
Malerei / Johan Jacobs • Maler, Graphiker / Linda Kortlepel •
Portraitplastik / David Meekison • Maler / Kellie Pickard • Malerei /
Franziska Rutishauser • Malerei / Ole Schwarz • Bilder / Regine Spangenthal
• Malerei/Bildkonstellationen / Beyer-Schubert • Architekten / Georg
Bumiller • Architekten
16.30 Uhr – Musik:
Martin Klingeberg • trumpet / Nik Leistle • saxophone / Kay Lübke • drums
Eine kleine Marching Band, nur ohne das anstrengende Marschieren.
Martin Klingeberg ist ein echter Schurke, Nik Leistle ein wahrer Held und Kay Lübke ist der Regisseur des Stücks. Schmierentheater ?
Boulevard oder gar ein volkstümlicher Schwank ? Vielleicht Dimpflmoser und Hotzenplotz ?
entfällt Galerie&Café // Firlstr. 38
14.00-18.00 Uhr: Ausstellung Petra-Karin Michaelis • Malerei
Musik: verlegt nach SpreeLacART, 20 Uhr
Yelena Kuljic • vocal / Dirk Berger • guitar
Man muß Frau Kuljic einfach lieben. Sie ist eine echte Bühnenpersönlichkeit, sei es an den Theatern dieser Welt oder in den kleinen miesen Kaschemmen, sie ist immer ganz groß.
Dirk Berger macht auch keine halben Sachen, nie war deutsche Eiche so cool.
Espressobar Lalü // Wilhelminenhofstr. 53
11.00-19.00 Uhr: Ausstellung Knut Becker • Fotografie
17.30 Uhr – Musik:
Anna Kaluza • saxophone / Martin Klein • bass
Die Schöne und das Biest. Anna Kaluza spielt ein Saxofon von betörender Schönheit.
Martin Klein ist nicht das Biest, sondern der Ritter ohne Furcht und Tadel.
Das Biest ist der vermaledeite Bass. Wird er ihn bezwingen und der holden Maid beistehen können ?
Galerie Rehberg // Plönzeile 44
17.00-20.00 Uhr: Ausstellung Günter Blendinger • Radierungen und Malerei
18.00 Uhr – Musik:
Iris Romen solo • vocal, bass
Iris Romen ist ein ganz reizendes Persönchen, trotzdem oder gerade deshalb ist bei ihr die Musik als Gemütszustände zu begreifen.
Intime Lieder mit großer Stimme vorgetragen.
SPREElacART // Reinbeckstr. 9
(Am Stadtplatz zur Spree)
Ab 14.00 Uhr: Ausstellung
20.00 Uhr – Musik:
Bruno ~ Dirk Berger • guitar / Nico Meinhold • organ / Kay Lübke • drums
The heat is on. These guys know how to throw a party. Die beste Butterstulle von ganz Berlin, truly organic.
Samstag 24. Juli 2010 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle
Blonde Zeros
Massimiliano Sorrentini – blonde drums, other zeros
Danilo Gallo – bass, other zeros
feat.:
Giorgio Pacorig – blonde keyboard
Blonde Zeros – God Fried Finger
Reinvent jazz from new aestethics is not an issue anymore.
Danilo Gallo and Max Sorrentini’s God Fried Finger is a bright manifesto of this finding poetics, an assertion of re-compositional wisdom that ends up bringing the common instrumental functions into question.
Blonde Zeros are a bass and a drumset that generate carrier structures, making themselves a story that doesn’t depend on further musical layers.
Layers that, nevertheless, are there, and valuable: Giorgio Pacorig’s visionary keyboards, Piero Bittolo Bon’s urgent alto sax, Maria Vicentini’s excellent strings, Laura Copiello’s voice, Danilo Gallo’s poly-instrumentalism.
Recorded by Blaž Celarec in the snow of Ljubljana, this music shines brightly in Enrico Terragnoli’s wonderful mix and post-production.
~ Giorgio Signoretti
New Manfred Schulze Formation
Uli Kempendorff – tenor sax, flute
Christian Weidner - alto sax
Nikolaus Leistle – baritone sax
Martin Klingeberg – trumpet
Gerhard Gschlössl – trombone
John Schröder – guitar
Martin Klein – bassKay Lübke – drums
Stefan Bleier – composition, arrangments
Der Jazzkeller 69 bemüht sich, den stilbildenden Komponisten, Basssaxophonisten und Klarinettisten Manfred Schulze in Erinnerung zu halten. Mit seinen Kompositionen entwickelte er Modelle, Jazzmusik mit europäischer Intensionen zu spielen und sich von der Nachahmung des amerikanischen Jazz zu emanzipieren. Er hatte damit wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Jazz in der DDR. Die fehlende Reisefreiheit verhinderte seine internationale Anerkennung. Seit dem Fall der Mauer ist Manfred Schulze zunehmend erkrankt und kann nicht mehr spielen.
Die Manfred Schulze Formation spielte in den 70er Jahren zum Tanz. Schulzes Kompositionen sind eine höchst eigenwillige Antwort auf “Blood Sweat & Tears”.
“In dieser Spielweise steckt vieles was ich als amerikanische Musik empfinde und sonst zu vermeiden suche. Oft haben wir aber auch Stücke gespielt, die der Konzeption des “Bläserquintetts” entsprachen. Leider wurden immer die anderen beklatscht.” Manfred Schulze 1977
Der Komponist Stephan Bleier hat Original-Materialien Manfred Schulzes mit eigenen Sichtweisen für die New Manfred Schulze Formation verknüpft.
www.manfred-schulze.de
Samstag 10. Juli 2010 - jazzkeller 69 präsentiert - 19 Uhr:
Open Air Bühne Lohmühlenstraße / Ecke Kiefholzstraße
Jazz an der Lohmühle
MORF
Johannes Lauer – trombone
Christian Weidner – saxophon
Oliver Potratz – bass
Moritz Baumgärtner – drums
“Mikrotonale, mikrorhythmische Verschiebungen ermöglichen fließende Übergänge zwischen Tonarten und Skalen, Taktarten und Grooves.
Die junge Berliner Jazzband MORF vereint vier der kreativsten Musiker der Szene zu einer intensiven Beschäftigung mit den dabei entstehenden untemperierten Zwischentönen und Zwischenrhythmen.
Ähnlichkeiten zu Klangwelten und Formen außereuropäischer traditioneller Musikkulturen und Rhythmen aus Afrika oder Balkan tauchen auf und verschwinden wieder…“
Johannes Lauer
PLASMAWOLF
Daniel Glatzel – saxophon, electronic
Johannes Schleiermacher – saxophon, electronic
Oliver Roth – flute, electronic
Kalle Zeier – guitar
Clemens Pötzsch – keyboard
Andi Lang – bass guitar
Bernd Oezsevim – drums, electronic
“Das intergalaktische Mutantenstadel mit Spaß für die ganze Familie!
Erstmals trat diese Gruppe vor fünf Jahren in Erscheinung.
Nach längerer Pause aufgrund von lokalen Differenzen feiern die Plasmaten, jetzt alle in Berlin stationiert, ihre Reunion.
Ein elektroakustisches Feuerwerk bahnt sich an und wird der Menschheit die Vielschichtigkeit des klanglichen Universums offenbaren.
Halb Mensch, halb Maschine bietet uns der Plasmawolf sicheres Geleit auf dem teils meditativen, teils eskalativen Weg zwischen Kosmos und Chaos.“
Johannes Schleiermacher
www.myspace.com/JohannesSchleiermacher
